In dieser Arbeit wird ermittelt, welche Auswirkungen die seit 2004 im Onlinebereich entstandenen Arbeitgeberbewertungsportale auf die Arbeitgeberattraktivität und das Employer Branding haben. Auf Basis dieser Analyse wird eine konkrete Handlungsempfehlung für Unternehmen erarbeitet, die es ermöglicht, die eigene Attraktivität als Arbeitgeber durch den Aufbau einer positiven Präsenz auf den digitalen Plattformen zu erhöhen, um so qualifizierte Bewerber anzuziehen.
Als Ausgangspunkt für die Ermittlung der Attraktivität eines Arbeitgebers wurde zunächst eine Auswertung von größeren Unternehmen aus verschiedenen Branchen durchgeführt, wobei sich Kununu.com dominant unter den verschiedenen Anbietern als Benchmark-Plattform für die Arbeitgeberattraktivität mit den umfangreichsten Bewertungen im deutschsprachigen Raum erwiesen hat.
Weitere Markt-Untersuchungen sollen durchgeführt werden, um die überdurchschnittliche Relevanz der Plattform bei der Arbeitgeberwahl durch potenzielle Kandidaten zu belegen. Weiterhin sollen Bewertungsanalysen durchgeführt werden, inwieweit Mitarbeitererfahrungsberichte Einfluss ausüben auf Marktwert und Attraktivität von Arbeitgebern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Methoden
3. Ergebnisse
3.1 Analyse
3.1.1 Auswertung Branche Chemie
3.1.2 Auswertung Branche Gesundheitswesen
3.1.3 Auswertung Branche Handel
3.1.4 Auswertung Branche Marketing
3.1.5 Auswertung Branche Personal
3.1.6 Auswertung Branchen-übergreifend
3.1.7 Weiterempfehlungen und Bewertungsscore
3.2 Handlungsempfehlungen
3.2.1 Schritt 1 – Analyse, Ziele und Maßnahmen
3.2.2 Schritt 2 – Online-Marketing und Employer-Branding
3.2.3 Schritt 3 – Aktivitäten auf dem Arbeitgeberbewertungsportal
3.2.4 Handlungsempfehlungen als Unternehmensprojekt
4. Schlussfolgerungen / Fazit
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Arbeitgeberbewertungsportalen, insbesondere am Beispiel von Kununu.com, auf die Arbeitgeberattraktivität und das Employer-Branding von Unternehmen. Ziel ist es, auf Basis einer fundierten Analyse der Auswirkungen bestehender Bewertungen konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen zu entwickeln, um ihre digitale Arbeitgeberpräsenz gezielt zu steuern und für qualifizierte Bewerber attraktiver zu gestalten.
- Analyse des Einflusses von Online-Arbeitgeberbewertungen auf die Arbeitgebermarke.
- Untersuchung der Branchenunterschiede in der Wahrnehmung auf Bewertungsplattformen.
- Erarbeitung von Strategien zur Verbesserung des Employer-Brandings durch gezieltes Online-Marketing.
- Bedeutung von Kommunikation und Unternehmenswerten als Treiber für Arbeitgeberattraktivität.
- Entwicklung eines Projektplans zur systematischen Steuerung des Online-Auftritts und der Feedback-Kultur.
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Schritt 1 – Analyse, Ziele und Maßnahmen
Ein erster Schritt zur Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität eines Unternehmens ist eine genaue Analyse. In einer Innenschau wird die Mitarbeiterzufriedenheit, die Identifikationsbereitschaft mit der Produkt- und Arbeitgebermarke und die Motivation innerhalb der Organisation beleuchtet (Kultur des Unternehmens, Leistungsprogramme). Parallel notwendig ist die Analyse der Außendarstellung (Stellung im Markt usw.). Vor dem Hintergrund der Auswertung beider Analysen und der Aufdeckung der identifizierten Defizite werden Ziele und Maßnahmen im Rahmen eines Change-Management-Prozesses definiert. Als Maßnahme zur Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität kann idealerweise das Konzept „Behavioral Branding“ (Tomzcak, Esch, Kernstock, & Hermann, 2009) Verwendung finden, um das übergreifende Ziel des Unternehmens zu erreichen, dass die präsentierten Inhalte eine Relevanz für die Zielgruppen aufweisen. Dabei spielt die Bildung einer identitären Kommunikationsstruktur als Management-Aufgabe und der interne Informationsfluss eine zentrale Rolle. Die kommunikative Kraft von Produkt, Arbeitgeber und Mitarbeiter birgt ein großes Potenzial, sich von Wettbewerbern durch die persönliche Kommunikation der vertretenen Werte über gezieltes Content-Management abzugrenzen (Tomzcak, Esch, Kernstock, & Hermann, 2009). Die Auswertung der Analyse und der daraus resultierende Handlungsbedarf, sowie Ziele, Maßnahmen und Festlegung eines Zeitplans werden in einem gemeinsamen Gremium zwischen Personalmanagement und Unternehmensmanagement abgestimmt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss von Online-Bewertungsportalen auf die Arbeitgebermarke zu analysieren und Handlungsempfehlungen für Unternehmen abzuleiten.
2. Methoden: Hier wird der methodische Ansatz der qualitativen und quantitativen Auswertung von Kununu-Daten für fünf verschiedene Branchen zur Ermittlung der Arbeitgeberattraktivität beschrieben.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die detaillierte branchenspezifische Analyse der Bewertungsparameter sowie daraus abgeleitete konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen.
4. Schlussfolgerungen / Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Bedeutung von Kommunikation als wichtigstem Faktor für Arbeitgeberattraktivität zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit eines aktiven Managements der Online-Reputation.
5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die wesentlichen Erkenntnisse aus der Untersuchung sowie die strategischen Schritte zur nachhaltigen Verbesserung der Arbeitgebermarke.
Schlüsselwörter
Arbeitgeberattraktivität, Employer-Branding, Kununu, Online-Marketing, Arbeitgeberbewertungen, Unternehmenskommunikation, Mitarbeiterzufriedenheit, Behavioral Branding, Corporate Image, Personalmanagement, Change-Management, Online-Reputation, Feedback-Kultur, Arbeitgebermarke, Wettbewerbsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Arbeitgeberbewertungsportalen, insbesondere von Kununu.com, auf die Attraktivität von Unternehmen als Arbeitgeber und deren Employer-Branding.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Auswertung von Mitarbeiter- und Bewerberbewertungen, der Einfluss dieser Bewertungen auf die Außenwahrnehmung und die Entwicklung von Strategien zur aktiven Gestaltung der Arbeitgebermarke.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist es zu ermitteln, wie Unternehmen ihre Arbeitgeberattraktivität durch gezieltes Online-Marketing und eine authentische Kommunikation auf Bewertungsportalen nachhaltig verbessern können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt eine quantitative Auswertung von 13 Unternehmensparametern auf der Plattform Kununu sowie eine begleitende qualitative Betrachtung durch Stichproben von Kommentaren und Interviews.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Analyse der Bewertungsergebnisse für fünf verschiedene Branchen, gefolgt von konkreten Handlungsempfehlungen, die als Change-Management-Prozess strukturiert sind.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitgeberattraktivität, Employer-Branding, Kununu, Online-Reputation und Unternehmenskommunikation charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Kommunikation für die Arbeitgeberattraktivität?
Der Autor identifiziert Kommunikation als den machtvollsten Faktor, wobei eine wertschätzende, offene und dialogorientierte Kommunikation entscheidend für die Stärkung der Arbeitgebermarke ist.
Wie unterscheidet sich die Bewertungssituation in verschiedenen Branchen?
Die Untersuchung zeigt deutliche Unterschiede auf, wobei beispielsweise die Branche Personal tendenziell homogener und positiver bewertet wird als andere Sektoren wie das Gesundheitswesen oder Marketing.
Warum ist ein systematischer Projektplan für das Online-Marketing wichtig?
Ein strukturierter Projektplan ist notwendig, um die Arbeitgebermarke nicht dem Zufall zu überlassen, sondern über einen Zeitraum von mehreren Jahren kontinuierlich und konsistent aufzubauen.
Welche Fehler sollten Unternehmen beim Umgang mit negativen Bewertungen vermeiden?
Unternehmen sollten aggressive Reaktionen, die Löschung von Kommentaren durch juristische Mittel oder den Einsatz von Bots unbedingt vermeiden, da dies die Glaubwürdigkeit langfristig schädigt.
- Arbeit zitieren
- Birgit Gura (Autor:in), 2019, Auswirkungen von Bewertungen auf Arbeitgeberbewertungsportalen auf die Attraktivität des Arbeitgebers und Employer Branding, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468244