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Wie wirkt sich die Wohnsituation der Kernfamilie auf den eigenen späteren Arbeitsmarkterfolg aus? Eine Datenanalyse

Title: Wie wirkt sich die Wohnsituation der Kernfamilie auf den eigenen späteren Arbeitsmarkterfolg aus? Eine Datenanalyse

Scientific Study , 2017 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Olivia Mantwill (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Das Thema Arbeitslosigkeit ist in Deutschland mit 2,7 Millionen Arbeitslosen im Jahr 2016 sehr präsent und gesellschaftlich gefragt und relevant, wie eine Umfrage aus dem Jahr 2007 zeigt. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass Arbeitslosigkeit eine der größten Herausforderungen in Deutschland darstellt. Sie kann an sich jeden Bürger treffen. Dennoch ist zugleich keine komplette Chancengleichheit gegeben, sodass noch immer Mechanismen wie die soziale Herkunft die Wahrscheinlichkeit der Arbeitslosigkeit beeinflussen. Einer der entscheidenden Faktoren ist dabei die Kernfamilie, in der man aufwächst. Deren Auswirkungen auf die spätere Arbeitslosigkeit soll daher überprüft werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorie und Hypothesen

3 Daten, Operationalisierung und Methode

4 Deskriptive und multivariate Analysen

5 Zusammenfassung und Diskussion

6 Literaturverzeichnis

7 Anhang: Abbildungen und Tabellen

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist es, den potenziellen Einfluss der elterlichen Wohnsituation während der Jugendzeit (im Alter von 15 Jahren) auf den späteren Arbeitsmarkterfolg – gemessen an der Dauer der Arbeitslosigkeit – zu untersuchen und dabei insbesondere die Rolle des eigenen Schulabschlusses als vermittelnden Mechanismus zu analysieren.

  • Einfluss der Familienkonstellation auf den Arbeitsmarkterfolg
  • Statuszuweisungstheorie nach Bourdieu und Passeron
  • Operationalisierung mittels ALLBUS-Daten
  • Bedeutung der Schulbildung als vermittelnder Mechanismus
  • Multivariate Regressionsanalyse unter Kontrolle sozioökonomischer Faktoren

Auszug aus dem Buch

2 Theorie und Hypothesen

Es wird davon ausgegangen, dass Kinder aus Haushalten mit nur einem Elternteil nicht so gute Jobchancen haben und summiert länger arbeitslos sind als solche mit beiden Elternteilen im Haushalt. Diese Behauptungen beruhen auf Bourdieus Statuszuweisungstheorie, dass die schulische Selektion stark von den Voraussetzungen in der Familie abhängt wie von deren Erziehung, die auch darauf beruht, wieviele Elternteile diese vornehmen. Bourdieu erklärt dies damit, dass die Erfolge eines Individuums in der Schul- und Ausbildungszeit von „frühzeitigen Orientierungen abhängig sind, die unweigerlich durch das familiäre Milieu bestimmt werden“ (Bourdieu & Passeron 1971: 32). Die kulturelle Prägung eines Kindes wird auch durch die Selektion des Bildungssystems weiter verstärkt, da dies die soziale Ungleichheit weiter intensiviert (Bourdieu & Passeron 1971: 32). Zu dieser kulturellen Prägung zählen unter anderem Gewohnheiten, Fähigkeiten, Einstellungen, Kenntnisse, Verhaltensweisen und bestimmte Interessen, die herkunftsbedingt variieren. Beeinflusst wird dies dabei direkt durch die Wohnverhältnisse des Kindes: Lebt es bei beiden Eltern, hat es bessere Lebensbedingungen und eine höhere Wahrscheinlichkeit, eine hohe Schule zu besuchen (Bourdieu & Passeron 1971: 33). Daher leitet sich die Annahme ab, dass auch der Unterschied, ob man mit einem oder mit zwei Elternteilen aufwächst, einen Einfluss auf die schulische Laufbahn hat, die wiederum an sich den Arbeitsmarkterfolg beeinflusst aufgrund eines Abschlusses. Die Art des Zusammenlebens hat demzufolge den Einfluss, dass man laut Bourdieu durch die Art des Zusammenlebens mit beiden Eltern eine gefestigtere Struktur in seiner kulturellen Bildung sowie mehr persönliche Unterstützung erfährt als ohne sie. Diese Annahme wird auf den Unterschied zwischen einem und zwei Elternteilen adaptiert und damit wird angenommen, dass man mit zwei Elternteilen im selben Haushalt mehr kulturelle Unterstützung erfährt als mit einem. Auch die Familie an sich beeinflusst den späteren Arbeitsmarkterfolg durch die kulturelle Bildung des Elternhauses, die je nach Schicht variiert und daher auch von den Wohnverhältnissen der Eltern abhängt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Fragestellung zur Wirkung der Kernfamilie auf den Arbeitsmarkterfolg vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheit in Deutschland.

2 Theorie und Hypothesen: Dieses Kapitel begründet auf Basis der Statuszuweisungstheorie, warum die Aufwachsbedingungen mit einem oder zwei Elternteilen einen Einfluss auf Bildung und spätere Erwerbsbiografien haben könnten.

3 Daten, Operationalisierung und Methode: Hier werden die Datengrundlage (ALLBUS 2012), die Auswahl der Variablen sowie das statistische Vorgehen mittels linearer Regression erläutert.

4 Deskriptive und multivariate Analysen: Das Kapitel präsentiert die empirischen Ergebnisse der bivariaten und multivariaten Regressionsmodelle sowie die Überprüfung der Hypothesen.

5 Zusammenfassung und Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, die Nicht-Bestätigung der Hypothesen diskutiert und methodische Schwachstellen benannt.

6 Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.

7 Anhang: Abbildungen und Tabellen: Dokumentation der erstellten Hypothesenmodelle sowie statistischer Tabellen zur Datenverteilung.

Schlüsselwörter

Arbeitslosigkeit, Kernfamilie, Arbeitsmarkterfolg, Statuszuweisungstheorie, Bourdieu, soziale Ungleichheit, Bildungsabschluss, ALLBUS, lineare Regression, empirische Sozialforschung, Familienkonstellation, kulturelle Ressourcen, statistische Signifikanz, Bildungsstatus, Elternhaus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der familiären Wohnsituation in der Jugend und dem späteren Erfolg auf dem Arbeitsmarkt, gemessen an der Dauer der Arbeitslosigkeit.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der sozialen Ungleichheit, dem Einfluss des Elternhauses auf Bildungsbiografien sowie der Überprüfung der Theorie von Bourdieu und Passeron im Kontext des deutschen Arbeitsmarktes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie wirkt sich die Wohnsituation der Kernfamilie auf den eigenen späteren Arbeitsmarkterfolg aus?

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine quantitative Analyse durchgeführt, die auf Daten des ALLBUS 2012 basiert und methodisch lineare Regressionsmodelle nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung von Hypothesen, die Beschreibung der verwendeten Daten und Variablen sowie die statistische Auswertung der Ergebnisse mittels bivariater und multivariater Analysen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Arbeitslosigkeit, Statuszuweisungstheorie, Bildungsabschluss, soziale Ungleichheit und Familienkonstellation beschreiben.

Warum wurden für die Analyse bestimmte Personen aus dem Datensatz entfernt?

Um Verzerrungen zu vermeiden, wurden Nicht-Erwerbstätige wie Rentner, Schüler oder Studenten sowie Personen ohne relevante Angaben (Missings) aus der Stichprobe ausgeschlossen.

Bestätigen die Ergebnisse die aufgestellten Hypothesen?

Nein, die Hypothesen konnten nicht bestätigt werden. Die Ergebnisse erwiesen sich als statistisch nicht signifikant, und die multivariate Analyse zeigte zum Teil eine Umkehrung der erwarteten Effekte.

Welche methodischen Einschränkungen werden im Fazit diskutiert?

Die Autorinnen und Autoren weisen auf eine ungleiche Verteilung der Fälle im Datensatz, die geringe Anzahl relevanter Kontrollvariablen sowie die Herausforderung durch fehlende Werte (Missings) hin.

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Details

Title
Wie wirkt sich die Wohnsituation der Kernfamilie auf den eigenen späteren Arbeitsmarkterfolg aus? Eine Datenanalyse
College
University of Bamberg
Grade
1,7
Author
Olivia Mantwill (Author)
Publication Year
2017
Pages
31
Catalog Number
V468441
ISBN (eBook)
9783668943735
ISBN (Book)
9783668943742
Language
German
Tags
wohnsituation kernfamilie arbeitsmarkterfolg eine datenanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Olivia Mantwill (Author), 2017, Wie wirkt sich die Wohnsituation der Kernfamilie auf den eigenen späteren Arbeitsmarkterfolg aus? Eine Datenanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468441
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