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Camilo José Celas "La familia de Pascual Duarte". Eine Übersetzungskritik

Titel: Camilo José Celas "La familia de Pascual Duarte". Eine Übersetzungskritik

Hausarbeit , 2010 , 37 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Romanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Januar 1942 vollendet Camilo José Cela seinen ersten Roman "La familia de Pascual Duarte", findet zunächst jedoch keinen Verlag, der ihn veröffentlichen will. Auch Pío Baroja ahnt, dass der Roman auf Widerstand stoßen würde und lehnt es daher ab, das Geleitwort zur ersten Ausgabe zu schreiben, die gegen Jahresende in einem kleinen Verlag in Madrid mit einer Auflage von 1.500 Exemplaren erscheint. Die zweite Ausgabe wird 1943 verboten, so dass sich Cela dazu gezwungen sieht, die dritte Edition außerhalb Spaniens zu publizieren. Auch drei Jahre später wird "La familia de Pascual Duarte" von den Zensoren stark kritisiert. So schreibt der Propagandachef Pedro Rocamora in einem Brief an den Pressechef Tomás Cerro Folgendes:

"Camilo José Cela me parece un hombre anormal. Tengo la satisfácción de haberle suspendido en Derecho Civil. Su novela me la leí el otro día a la vuelta de Barcelona, en las dos horas que duró el viaje en avión. Después de llegar a mi casa me sentí enfermo y con un malestar físico inexplicable. Mi familia lo atribuía al avión, pero yo estoy convencido que tenía la culpa Cela. Realmente es una novela que predispone inevitablemente a la náusea.”

Trotz aller Kritik erscheint 1946 die vierte Auflage in Barcelona. Mit der Übersetzung des Pascual Duarte von George Leisewitz beginnt auch in Deutschland die Cela-Rezeption. Nachdem der erste Versuch einer Eindeutschung noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs gescheitert ist, wird die erste deutsche Fassung 1949 im Hamburger Toth Verlag veröffentlicht. Inzwischen liegen über 100 Auflagen und Übersetzungen in mehr als zwanzig Sprachen vor. La familia de Pascual Duarte gilt nach dem Don Quijote als das meistgelesene Werk der spanischen Literatur.

Ausgehend von der Skopostheorie von Katharina Reiß und Hans J. Vermeer soll nun untersucht werden, worauf es bei einer gelungenen Übersetzung ankommt, welchen Problemen und Herausforderungen sich der Übersetzer stellen muss und inwieweit die Übertragung ins Deutsche von George Leisewitz dem Ausgangstext gerecht wird. Die Übersetzung aus dem Jahre 1949 soll dabei im Zentrum der Betrachtung stehen und stellenweise mit der 1960 im Arche Verlag erschienenen Fassung, die unter Mitarbeit des Autors und Gerda Theile-Bruhns entstanden ist, verglichen werden. Da, laut Reiß, der „Kritik eine bessere Lösung gegenübergestellt werden sollte“ , werden eigene Übersetzungsvorschläge oder andere denkbare Übersetzungsmöglichkeiten angeführt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Die Skopstheorie

2.1.1 Die Handlungstheorie als Grundlage der Skopostheorie

2.1.2 Die Skopostheorie

2.1.3 Regeln

2.2 Einführung in das Original

2.2.1 Aufbau

2.2.2 Inhalt der Memoiren

2.2.3 Erzählform

2.3 Die Übersetzung von George Leisewitz

2.3.1 Nota del transcriptor

2.3.2 Cláusula del testamento

2.3.3 Widmung

2.3.4 Beginn des sechzehnten Kapitels

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht anhand der Skopostheorie von Katharina Reiß und Hans J. Vermeer die Qualität der deutschen Übersetzungen des Romans "La familia de Pascual Duarte" durch George Leisewitz, mit dem Ziel, die Herausforderungen bei der Übertragung komplexer Sprachstile aufzuzeigen.

  • Anwendung der Skopostheorie als übersetzungswissenschaftlicher Analysemaßstab
  • Strukturelle und inhaltliche Untersuchung von Rahmendokumenten des Romans
  • Vergleichende Analyse der Übersetzungsfassungen von 1949 und 1960
  • Kritische Würdigung der Übertragung von Stilmitteln und Metaphern

Auszug aus dem Buch

Nota del transcriptor

Me parece que ha llegado la ocasion de dar a la imprenta las memorias de Pascual Duarte. Haberlas dado antes hubiera sido quizá un poco precipitado; no quise acelerarme en su preparación, porque todas las cosas quieren su tiempo, incluso la corrección de la errada ortografía de un manuscrito, y porque a nada bueno ha de concluir una labor trazada, como quien dice, a uña de caballo. Haberlas dado después, no hubiera tenido, para mí, ninguna justificación; las cosas deben ser mostradas una vez acabadas.

Encontradas, las páginas que a continuació transcribo, por mí a mediados del año 39, en una farmacia de Almendralejo –donde Dios sabe qué ignoradas manos las depositaron– , me ha ido entreteniendo, desde entonces acá, en irlas traduciendo y ordenando, ya que el manuscrito –en parte debido a la mala letra y en parte también a que las cuartillas me las encontré sin numerar y no muy ordenadas–, era punto menos que ilegible.

Quiero dejar bien patente desde el primer momento, que en la obra que hoy presento al curioso lector no me pertenece sino la transcripción; no he corregido ni añadido ni una tilde, porque he querido respetar el relato hasta en su estilo. He preferido, en algunos pasajes demasiado crudos de la obra, usar de la tijera y cortar por lo sano; el procedimiento priva, evidentemente, al lector de conocer algunos pequeños detalles –que nada pierde con ignorar–, pero presenta, en cambio, la ventaja de evitar el que recaiga la vista en intimidades incluso repugnantes, sobre las que –repito– me pareció más conveniente la poda que el pulido.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehungsgeschichte des Romans und dessen schwierige Rezeption unter der Zensur sowie die Zielsetzung der Übersetzungskritik.

2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert die theoretischen Grundlagen der Skopostheorie, bietet eine Einführung in das Originalwerk und analysiert detailliert die Übersetzungsprobleme bei spezifischen Textstellen wie der Einleitung, dem Testament und zentralen Szenen.

3. Zusammenfassung: Das Fazit stellt fest, dass die untersuchten Übersetzungen Mängel aufweisen und zwar Grundzüge des Stils bewahren, aber häufig an Genauigkeit und Ausdruckskraft verlieren.

Schlüsselwörter

Skopostheorie, Translation, Übersetzungskritik, Camilo José Cela, La familia de Pascual Duarte, George Leisewitz, Handlungstheorie, Äquivalenz, Textanalyse, Literaturübersetzung, Romanistik, Stilmittel, Rezeption, Sprachvergleich, Translationstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer übersetzungswissenschaftlichen Kritik an der deutschen Übertragung von Camilo José Celas Roman "La familia de Pascual Duarte" durch den Übersetzer George Leisewitz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Skopostheorie von Reiß und Vermeer, die Analyse des Romans als komplexes Gefüge von Dokumenten und die kritische Untersuchung der Übersetzungsqualität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Es soll untersucht werden, welchen Anforderungen eine gelungene Übersetzung des Werkes gerecht werden muss und inwieweit die Arbeit von George Leisewitz diesen Anforderungen entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Skopostheorie als theoretischen Rahmen, um die Entscheidungen des Übersetzers anhand von Textbelegen zu evaluieren und mit Alternativen zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Übersetzungstheorie, die inhaltliche Einführung in das Roman-Original sowie die detaillierte Textstellenanalyse von Rahmendokumenten und Schlüsselszenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Untersuchung?

Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Skopostheorie, Übersetzungskritik, literarischer Translation, Textadäquatheit und der Analyse von Stilmitteln in der zweisprachigen Praxis.

Warum wird die Fassung von 1949 kritisch betrachtet?

Der Autor bemängelt in der 1949er Fassung unter anderem ungenaue Übertragungen, sprachliche Verharmlosungen und das Fehlen kritischer Informationen, die in späteren Überarbeitungen teilweise korrigiert wurden.

Welche Rolle spielt das "Testament" in der Analyse?

Die Analyse der Testamentsklausel verdeutlicht, wie kulturell geprägte Begriffe und die präzise Wiedergabe der Originalstruktur bei der Übersetzung vor Herausforderungen stellen.

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Details

Titel
Camilo José Celas "La familia de Pascual Duarte". Eine Übersetzungskritik
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
37
Katalognummer
V468463
ISBN (eBook)
9783668944732
ISBN (Buch)
9783668944749
Sprache
Deutsch
Schlagworte
camilo josé celas pascual duarte eine übersetzungskritik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2010, Camilo José Celas "La familia de Pascual Duarte". Eine Übersetzungskritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468463
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  37  Seiten
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