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Individualisierung der Geschlechter und ihrer Arbeit. Chance oder Risiko?

Título: Individualisierung der Geschlechter und ihrer Arbeit. Chance oder Risiko?

Trabajo Escrito , 2019 , 16 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Saskia Albrecht (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
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In dieser Arbeit soll ein genauerer Blick auf diese These geworfen und geprüft werden, inwiefern sie zutrifft und welche Chancen und Risiken sich tatsächlich aus der Individualisierung ergeben. Dazu soll zunächst ein Überblick über Ulrich Becks Gesellschaftsanalyse zur Risikogesellschaft und sein Verständnis von Risiko gegeben werden, um daraufhin sein Verständnis von Individualisierung einzuordnen und zu erläutern.

Anschließend soll in einer Zusammenfassung der historischen Entwicklung des Feminismus aufgezeigt werden, wie sich die Ungleichheit der Geschlechter seit dem 19. Jahrhundert entwickelt hat. Auf das Beispiel von Frauen auf dem Arbeitsmarkt wird dabei gesondert eingegangen, da nach einer Auswertung der generellen Chancen und Risiken, die sich aus der Individualisierung ergeben, eine Analyse der Auswirkungen von Individualisierung auf die Gleichstellung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt anschließen wird. Ein Blick wird außerdem auf das aktuelle Verhältnis zwischen Männern und Frauen geworfen. Abschließend werden die Ergebnisse in einem Kapitel noch einmal zusammengefasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 ULRICH BECKS „RISIKOGESELLSCHAFT“

2.1 DER RISIKOBEGRIFF NACH ULRICH BECK

2.2 BECKS INDIVIDUALISIERUNGSTHESE

3 SOZIALE UNGLEICHHEIT DER GESCHLECHTER

3.1 GESCHICHTE (SOZIALER) UNGLEICHHEIT ZWISCHEN DEN GESCHLECHTERN

3.2 ARBEIT UND GESCHLECHT

4 INDIVIDUALISIERUNG: CHANCE ODER RISIKO FÜR DIE GESCHLECHTER

4.1 GLEICHSTELLUNG DURCH INDIVIDUALISIERUNG?

4.2 CHANCENGLEICHHEIT DER GESCHLECHTER? DAS BEISPIEL FRAUEN UND ARBEIT

4.3 UNGLEICHHEIT DER GESCHLECHTER HEUTE

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der Individualisierungsthese von Ulrich Beck auf die Geschlechterverhältnisse kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, inwieweit die versprochene Chance auf Gleichstellung tatsächlich in der Lebensrealität von Frauen umgesetzt wird oder ob neue Risiken entstehen.

  • Die theoretische Einordnung von Becks Konzept der Risikogesellschaft und der reflexiven Moderne.
  • Die Analyse der historischen Entwicklung und der anhaltenden sozialen Ungleichheit zwischen den Geschlechtern.
  • Die Untersuchung der paradoxen Situation von Frauen im modernen Arbeitsmarkt.
  • Die Bewertung des Verhältnisses von staatlichen Handlungsanreizen und faktischer Geschlechtergerechtigkeit.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Risikobegriff nach Ulrich Beck

Während der Industriegesellschaft, welche die Moderne in den westlichen Ländern kennzeichnete, waren damals vor allem diejenigen von typischen Risiken wie Hunger oder Gesundheitsrisiken betroffen, die am weitesten vom Reichtum entfernt waren und in der gesellschaftlichen Hierarchie weit unten standen. In der Risikogesellschaft, wie Ulrich Beck sie beschreibt, änderten sich nicht nur die Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt war, sondern auch deren Verteilung. Die Industriegesellschaft war das Ergebnis einer Modernisierung und Technisierung. Da es in der Industriegesellschaft allerdings nicht zu einem Modernisierungsstopp kam, führte dies laut Beck zu einer Zweiten Moderne oder auch reflexiven Moderne. Merkmal der reflexiven Moderne ist, dass die Industriegesellschaft Risiken gegenübersteht, die sie selbst bzw. die dazugehörige Modernisierung hervorgebracht hat (vgl. Volkmann 2000, S. 24). Für Beck ist der Übergang in die Risikogesellschaft damit unvermeidbar:

„Die Risikogesellschaft ist keine Option, die im Zuge politischer Auseinandersetzungen gewählt oder verworfen werden könnte. Sie entsteht im Selbstlauf verselbstständigter, folgenblinder, gefahrentauber Modernisierungsprozesse.“ (Beck 1993 zit. n. Volkmann 2000, S. 24)

Durch diese Eigendynamik wird Fortschritt, der sich in dieser Moderne vor allem im wissenschaftlich-technischen Bereich äußert, nicht abgeschlossen, sondern entwickelt sich immer weiter. Dabei handelt es sich um einen verborgenen Prozess (vgl. Volkmann 2000, S. 24).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Thema ein, stellt den Equal Pay Day als Ausgangspunkt dar und formuliert das Ziel, die Auswirkungen der Beck'schen Individualisierungsthese auf die Geschlechterverhältnisse zu prüfen.

2 ULRICH BECKS „RISIKOGESELLSCHAFT“: Dieses Kapitel erläutert den Übergang von der Industrie- in die Risikogesellschaft sowie Becks spezifisches Verständnis von Risiko und Modernisierung.

2.1 DER RISIKOBEGRIFF NACH ULRICH BECK: Hier wird detailliert dargestellt, wie sich Risiken in der Zweiten Moderne von der Ersten unterscheiden und warum diese eine wachsende Wissensabhängigkeit erzeugen.

2.2 BECKS INDIVIDUALISIERUNGSTHESE: Der Abschnitt beschreibt das Konzept der Individualisierung und die drei Dimensionen Freisetzung, Entzauberung sowie Reintegration.

3 SOZIALE UNGLEICHHEIT DER GESCHLECHTER: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Geschlechterungleichheit und die Rolle von Arbeit.

3.1 GESCHICHTE (SOZIALER) UNGLEICHHEIT ZWISCHEN DEN GESCHLECHTERN: Es wird der Kampf um Emanzipation, Bildung und das Wahlrecht seit dem 18. Jahrhundert nachgezeichnet.

3.2 ARBEIT UND GESCHLECHT: Hier wird der Ausschluss von Frauen von der Lohnarbeit und die Problematik der Nicht-Entlohnung von Hausarbeit thematisiert.

4 INDIVIDUALISIERUNG: CHANCE ODER RISIKO FÜR DIE GESCHLECHTER: Dieses Hauptkapitel analysiert das ambivalente Verhältnis zwischen individueller Freiheit durch Modernisierung und fortbestehenden Geschlechterhierarchien.

4.1 GLEICHSTELLUNG DURCH INDIVIDUALISIERUNG?: Es wird untersucht, ob Bildungsexpansion und Autonomie tatsächlich zu einer Gleichstellung führen oder in traditionelle Rollen zurückführen.

4.2 CHANCENGLEICHHEIT DER GESCHLECHTER? DAS BEISPIEL FRAUEN UND ARBEIT: Das Kapitel beleuchtet die prekären Beschäftigungsverhältnisse von Frauen trotz formaler Gleichstellung.

4.3 UNGLEICHHEIT DER GESCHLECHTER HEUTE: Der aktuelle Status quo zeigt, dass trotz 30 Jahren Individualisierung Missstände wie der Lohnabstand bestehen bleiben.

5 FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass Individualisierung zwar Handlungsoptionen erweitert, jedoch ohne grundlegenden Wandel gesellschaftlicher Normen keine Gleichstellung garantiert.

Schlüsselwörter

Individualisierung, Risikogesellschaft, Geschlechterungleichheit, Reflexive Moderne, Frauenarbeit, Emanzipation, Reproduktionsarbeit, Sozialisation, Prekarisierung, Gleichstellung, Arbeitsmarkt, Biographie, Gesellschaftsanalyse, Rollenbilder, Existenzsicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie der gesellschaftliche Prozess der Individualisierung nach Ulrich Beck die Lebenswirklichkeit von Frauen beeinflusst und ob er zu mehr Gleichberechtigung oder neuen, spezifischen Risiken führt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Soziologie der Risikogesellschaft, die historische und aktuelle Entwicklung der sozialen Ungleichheit zwischen Männern und Frauen sowie die spezifische Situation von Frauen auf dem modernen Arbeitsmarkt.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird geprüft, inwieweit die Beck'sche Individualisierungsthese zutrifft und welche Chancen und Risiken sich für die Geschlechter tatsächlich aus der Auflösung traditionaler Bindungen ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der soziologische Gesellschaftskonzepte (Beck) mit feministischer Kritik und arbeitssoziologischen Erkenntnissen verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Becks Risikogesellschaft, einen historischen Abriss der Geschlechterungleichheit und eine empirisch informierte Analyse der Chancen und Risiken für Frauen im Kontext von Erwerbsarbeit und privater Reproduktion.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Individualisierung, Risikogesellschaft, Geschlechterhierarchien und Reproduktionsarbeit.

Warum betont die Autorin die Bedeutung von "Reproduktionsarbeit" so stark?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die fehlende Entlohnung und gesellschaftliche Abwertung der Reproduktionsarbeit der Hauptgrund dafür ist, dass Frauen auch in der Moderne in finanzielle Abhängigkeitsverhältnisse gedrängt werden.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich staatlicher Handlungsanreize?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass gesetzliche Anreize (wie etwa das Elterngeld) nur dann effektiv wirken, wenn gleichzeitig ein tiefgreifender Wandel in den verankerten sozialen Normen und Werten stattfindet.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Individualisierung der Geschlechter und ihrer Arbeit. Chance oder Risiko?
Universidad
University of Education Freiburg im Breisgau
Calificación
2,3
Autor
Saskia Albrecht (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
16
No. de catálogo
V468589
ISBN (Ebook)
9783668951389
ISBN (Libro)
9783668951396
Idioma
Alemán
Etiqueta
Beck Risikogesellschaft Individualisierung Geschlecht Arbeit Chance Risiko Soziologie Gegenwartsdiagnosen Gesellschaftstheorien Frau
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Saskia Albrecht (Autor), 2019, Individualisierung der Geschlechter und ihrer Arbeit. Chance oder Risiko?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468589
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