Insbesondere das Personal im öffentlichen Dienst ist immer wieder Ziel für Kritik und Reformen. In meiner Hausarbeit möchte ich auf die Personalstruktur im öffentlichen Dienst näher eingehen. Viele Personen in der Gesellschaft setzen öffentlichen Dienst mit Schreibtischarbeit gleich, vergessen jedoch, dass auch der "einfache" Müllmann, der Lehrer ihrer Kinder und jeder Busfahrer dazugehört. Als erstes werde ich Begriffe, die mir im Zusammenhang mit diesem Thema wichtig erscheinen, definieren und genauer erläutern. Dazu gehören u.a. Definitionen von öffentlichem Dienst, die Klärung der Frage, was sind Beamte, Angestellte oder Arbeiter, etc. .
Außerdem, welche Laufbahnmöglichkeiten gibt es und wie staffelt sich die Besoldung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung
3. Besoldung
3.1 Besoldung bei Angestellten
3.2 Besoldung bei Arbeitern
3.2 Besoldung bei Beamten
4. Laufbahnen im öffentlichen Dienst
5. Personal im öffentlichen Dienst 2000
6. "New Public Management"
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die komplexe Personalstruktur des öffentlichen Dienstes in der Bundesrepublik Deutschland zu durchleuchten, zentrale Begrifflichkeiten zu klären und die Auswirkungen von Reformansätzen wie dem "New Public Management" auf die Beschäftigten zu analysieren.
- Definition und Abgrenzung von Beamten, Angestellten und Arbeitern
- Vergleichende Analyse der Besoldungsstrukturen und Tarifverträge
- Darstellung der Laufbahnsysteme und Aufstiegsvoraussetzungen
- Statistische Auswertung der Personalverteilung im Jahr 2000
- Untersuchung des New Public Management als Modernisierungsansatz
Auszug aus dem Buch
4. Laufbahnen im öffentlichen Dienst
Die Bundeslaufbahnverordnung (BLV)definiert Laufbahn folgendermaßen: Eine Laufbahn umfaßt alle Ämter derselben Fachrichtung, die die gleichen Vor- und Ausbildung oder eine Voraussetzung gleichwertiger Befähigung erfordern; zur Laufbahn gehören auch Vorbereitungsdienst und Probezeit. Es wird differenziert zwischen vertikaler und horizontaler Laufbahn. Die vertikalen Laufbahnen sind der einfache, der mittlere, der gehobene und der höhere Dienst. Bei horizontaler Laufbahn ist unterschieden zwischen verschiedenen Fachrichtungen, z.B. Sozialdienst - technischer Dienst - allgemeiner Verwaltungsdienst.
Bei der Berufung zum Beamten sind bei einem normalen Berufsverlauf etwa drei bis vier Beförderungen möglich. Diese Beförderungen richten sich nach der Laufbahngruppe in die der Beamte bei seinem Eintritt eingestuft wurde. Besonders für Beamten des höheren Dienst sind von vornherein bessere Aufstiegschancen gegeben. Die Angestellten werden im Gegensatz dazu in eine Vergütungsgruppe nach dem BAT eingruppiert. Diese Eingruppierung geschieht auf Grund der Tätigkeit, die ausgeübt wird. So lange sich diese nicht verändert, der Angestellte zum Beispiel in eine andere Abteilung versetzt würde, bleibt auch die Vergütungsstufe gleich. Es finden nur selten Beförderungen statt. Bewerber, die andere Voraussetzungen, als die geforderten in einer bestimmten Stufe mitbringen, müssen durch bestimmte Lebens-, Berufserfahrungen und Prüfungen ihre Befähigungen für einen höheren Dienstgrad beweisen.
Die Laufbahnmöglichkeiten werden in einer eigenen Verordnung, der Bundeslaufbahnverordnung (BLV), auf der Grundlage von "Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung" geregelt. Darin sind sowohl die Voraussetzungen für Einstellung als auch für Beförderungen und Aufstieg der Beamten festgehalten. Die schon mehrfach angesprochenen Dienstebenen bilden sogleich die Laufbahngruppen innerhalb des Beamtenstatus. Wie aus der Anlage 1.10 ersichtlich ist, werden die Laufbahngruppen aus der Zuordnung der Besoldungsgruppen zu den Ämtern gebildet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Definition der Zielgruppe "öffentlicher Dienst" und gibt einen Ausblick auf die behandelten Themenschwerpunkte.
2. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Personalgruppen (Beamte, Angestellte, Arbeiter) und stellt das Konzept des öffentlichen Dienstes als Instrument staatlicher Entscheidungsdurchsetzung vor.
3. Besoldung: Hier werden die unterschiedlichen Vergütungssysteme analysiert, inklusive eines Vergleichs zwischen Bund/Kommunen sowie Ost- und Westlöhnen für die jeweiligen Berufsgruppen.
3.1 Besoldung bei Angestellten: Fokus auf den Bundesangestelltentarifvertrag (BAT), die Struktur der Vergütungsgruppen und die Bedeutung des Ortszuschlags.
3.2 Besoldung bei Arbeitern: Behandlung der Manteltarifverträge, der Sozialzuschläge sowie der verbliebenen Lohnunterschiede zwischen neuen und alten Bundesländern.
3.2 Besoldung bei Beamten: Erläuterung der Besoldungsgruppen (A, B, C, R) und der gesetzlichen Grundlage im Bundesbesoldungsgesetz.
4. Laufbahnen im öffentlichen Dienst: Dieses Kapitel beschreibt die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Laufbahnen und Beförderungen, basierend auf der Bundeslaufbahnverordnung.
5. Personal im öffentlichen Dienst 2000: Eine statistische Analyse der Beschäftigungssituation im Jahr 2000 anhand von Grafiken zur Verteilung auf Verwaltungsebenen und Vertragsarten.
6. "New Public Management": Untersuchung des NPM-Konzepts als Modernisierungsstrategie zur Effizienzsteigerung durch Zielsteuerung und Dezentralisierung.
7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse mit einer kritischen Reflexion über den Reformbedarf und die Herausforderungen für das Personal.
Schlüsselwörter
Öffentlicher Dienst, Personalstruktur, Beamte, Angestellte, Arbeiter, Besoldung, Bundeslaufbahnverordnung, New Public Management, Verwaltungsreform, Tarifverträge, Kundenorientierung, Organisationsentwicklung, Laufbahngruppen, Deutschland, Personalmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Personalstruktur des öffentlichen Dienstes in der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere mit der rechtlichen Einordnung, der Besoldung und der Laufbahngestaltung der verschiedenen Beschäftigtengruppen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die Definition der Beschäftigungsverhältnisse (Beamte, Angestellte, Arbeiter), die Entlohnungssysteme, die Laufbahnregelungen sowie die Auswirkungen moderner Verwaltungsreformen unter dem Schlagwort "New Public Management".
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die komplexe Struktur und die spezifischen Rahmenbedingungen der Arbeit im öffentlichen Dienst zu schaffen, um Kritik und Reformen besser einordnen zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse, die Definition von Begriffen, den Vergleich von Tarif- und Besoldungsdaten sowie die deskriptive Auswertung statistischer Grafiken zur Personalsituation.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Definition der Personalgruppen, die detaillierte Darstellung der Besoldungsunterschiede, die Erklärung der Laufbahnverordnungen und die Analyse des New Public Management sowie die statistische Auswertung der Beschäftigtenzahlen im Jahr 2000.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind öffentlicher Dienst, Personalstruktur, Besoldung, Laufbahnrecht, New Public Management, Verwaltungsreform und die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Beschäftigtengruppen.
Was unterscheidet Beamte von Angestellten im öffentlichen Dienst?
Während Angestellte und Arbeiter auf einem privatrechtlichen Vertrag basieren, sind Beamte in einem besonderen Dienst- und Treueverhältnis zum Staat, dessen Vergütung und Arbeitsbedingungen gesetzlich durch das Beamtenrecht geregelt sind.
Welche Rolle spielt das "New Public Management" in der Arbeit?
Das NPM wird als ein Instrument zur Modernisierung der öffentlichen Verwaltung beschrieben, das durch Zielvorgaben, Dezentralisierung und Kundenorientierung die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Verwaltungsinstanzen erhöhen soll.
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- Julia Adam (Author), 2001, Die Personalstruktur des öffentlichen Dienstes in der BRD, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46889