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Das psychoanalytische Erstgespräch zwischen Technik und Praxis

Übertragung und Gegenübertragung bei Sigmund Freud

Title: Das psychoanalytische Erstgespräch zwischen Technik und Praxis

Seminar Paper , 1999 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nadja I. Wieczorek (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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Diese Arbeit untersucht die Technik und Praxis des psychoanalytischen Erstgesprächs. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf ausgewählten Arbeiten von Sigmund Freud.

Diese Seminararbeit zum Thema "Technik und Praxis des psychoanalytischen Erstgesprächs: Übertragung und Gegenübertragung" beschäftigt sich mit vier Schriften Sigmund Freuds, da ich für ein psychoanalytisch orientiertes Seminar am angemessensten halte, mich mit Werken vom "Meister persönlich" auseinanderzusetzen, weil diese die Quelle für jede spätere weitere Entwicklung der psychoanalytischen Therapie sind. Ihre Titel übernahm ich zur besseren Übersicht als Überschriften. Sie beinhalten die Einleitung einer psychoanalytischen Behandlung, Ratschläge für den psychoanalytisch behandelnden Arzt sowie die Dynamik der Übertragung und Bemerkungen zur Übertragungsliebe.

Lange Vorgespräche sind eine ungünstige Ausgangssituation für eine psychoanalytische Therapie. Es ist nicht gerade förderlich, wenn vorher bereits eine andere Therapie gemacht wurde. Sind Therapeut und Patient einander bereits von früher bekannt, ist dies ebenfalls eine ungünstige Basis. Diese erwähnten Gegebenheiten sind Gründe dafür, dass der zu Analysierende zum Therapeuten bereits mit einer fertigen Übertragungseinstellung kommt. Diese kann der Analytiker nur langsam aufdecken, obwohl er im Idealfall die Möglichkeit haben soll, die Übertragung, wie sie wächst und sich entwickelt, zu beobachten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Zur Einleitung der Behandlung

2 Ratschläge für den Arzt bei der psychoanalytischen Behandlung

3 Zur Dynamik der Übertragung

4 Bemerkungen über die Übertragungsliebe

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die zentralen technischen Prinzipien und praktischen Herausforderungen des psychoanalytischen Erstgesprächs anhand grundlegender Schriften von Sigmund Freud darzustellen und zu analysieren.

  • Methodische Grundlagen der psychoanalytischen Erstbehandlung
  • Die Rolle des Therapeuten und notwendige therapeutische Haltungen
  • Die Dynamik der Übertragung als zentrales therapeutisches Phänomen
  • Der Umgang mit Übertragungsliebe in der therapeutischen Praxis

Auszug aus dem Buch

4 Bemerkungen über die Übertragungsliebe

Die Situation scheint klar zu sein: Während der Analyse bemerkt die Patientin, dass sie sich in den Analytiker verliebt hat. Bei näherer Betrachtung ist dieser Prozess nicht mehr so eindeutig und bedarf daher einer eingehenderen Betrachtung. In einer solchen Situation, meint Freud, wird der Behandler meinen, es gäbe nur zwei Möglichkeiten, wie diese heikle Angelegenheit ausgehen kann. Entweder der Arzt geht auf dieses Werben ein und die Beziehung kann ohne Schwierigkeiten ohne äußere Hindernisse vonstattengehen, was jedoch eher ein seltenerer Fall ist, oder die therapeutische Beziehung wird mitten in der Behandlung aufgelöst. Die dritte Möglichkeit, dass Analytiker und Patientin ihre Liebesbeziehung heimlich miteinander ausleben, ist laut Freud allein aus moralischen Gründen und aufgrund der Ärztewürde unmöglich.

Die Übertragungsliebe ist unvermeidbar, meint Freud. Wird die Therapie beim behandelnden Arzt aufgrund ihrer abgebrochen, ist das keine große Hilfe für die Patientin. Sobald sie zu einem anderen Arzt in Behandlung geht, wird ihr dasselbe passieren. Der Analytiker muss erkennen, dass die Übertragungsliebe durch die analytische Situation hervorgerufen wird. Besondere Attraktivität des Behandlers ist in diesem Fall nicht der ausschlaggebende Grund für eine solche Reaktion.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zur Einleitung der Behandlung: Dieses Kapitel erläutert Freuds Empfehlungen für eine provisorische Probezeit zu Beginn der Therapie, um die Eignung des Patienten festzustellen und einen frühen Behandlungsabbruch zu vermeiden.

2 Ratschläge für den Arzt bei der psychoanalytischen Behandlung: Hier werden technische Empfehlungen für den Therapeuten gegeben, wie etwa die Bedeutung der gleichschwebenden Aufmerksamkeit und die Vermeidung von Notizen während der Sitzungen.

3 Zur Dynamik der Übertragung: Dieser Abschnitt analysiert, warum die Übertragung in der Psychoanalyse als Widerstand auftritt und wie sie die introvertierte Libido des Patienten widerspiegelt.

4 Bemerkungen über die Übertragungsliebe: Das letzte Kapitel befasst sich mit der Unvermeidbarkeit der Verliebtheit des Patienten in den Analytiker und mahnt zu einem professionellen, aber nicht abweisenden Umgang damit.

Schlüsselwörter

Psychoanalyse, Sigmund Freud, Erstgespräch, Übertragung, Gegenübertragung, Übertragungsliebe, Therapeut, Behandlungstechnik, Widerstand, Unbewusstes, Libido, Patientenbeziehung, Psychotherapie, Neurose, Analytische Situation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den technischen und praktischen Aspekten der psychoanalytischen Therapie, basierend auf vier Schlüsseltexten von Sigmund Freud.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Einleitung einer Behandlung, der Arbeitshaltung des Analytikers, der Dynamik der Übertragung und dem professionellen Umgang mit der sogenannten Übertragungsliebe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die strukturierte Zusammenfassung und kritische Beleuchtung der Freud'schen Techniken zur Steuerung des psychoanalytischen Prozesses.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse klassischer psychoanalytischer Schriften von Sigmund Freud.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die vier Hauptkapitel analysiert, die sich mit dem Probestadium, der Vermeidung von Aufzeichnungen, der Libidotheorie in der Übertragung und der moralischen sowie therapeutischen Handhabung der Übertragungsliebe befassen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Übertragung, Gegenübertragung, Widerstand, Libido, Psychoanalytische Behandlung und Übertragungsliebe.

Warum lehnt Freud das Mitschreiben während der Sitzung ab?

Freud argumentiert, dass das Mitschreiben den Therapeuten dazu verleitet, selektiv Informationen zu filtern, statt dem Patienten mit einer unvoreingenommenen, gleichschwebenden Aufmerksamkeit zu begegnen.

Wie sollte der Therapeut mit Übertragungsliebe umgehen?

Die Übertragungsliebe darf weder erwidert noch unterdrückt werden; stattdessen muss sie als ein durch die analytische Situation provoziertes Phänomen und als Widerstand verstanden und analysiert werden.

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Details

Title
Das psychoanalytische Erstgespräch zwischen Technik und Praxis
Subtitle
Übertragung und Gegenübertragung bei Sigmund Freud
College
Klagenfurt University  (Institut für Psychologie)
Grade
1,0
Author
Nadja I. Wieczorek (Author)
Publication Year
1999
Pages
16
Catalog Number
V469008
ISBN (eBook)
9783668949324
ISBN (Book)
9783668949331
Language
German
Tags
Psychoanalyse Sigmund Freud Übertragung Gegenübertragung Übertragungsliebe Psychotherapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadja I. Wieczorek (Author), 1999, Das psychoanalytische Erstgespräch zwischen Technik und Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469008
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