Boulevardisierung der Sportberichterstattung. Inhaltsanalyse der "Bild Hamburg" und der "Hamburger Morgenpost"


Hausarbeit, 2018
20 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Abbildungsverzeichnis

II Tabellenverzeichnis

III Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorhandene Fachliteratur

3 Die Sportberichterstattung
3.1 Die Geschichte der Sportberichterstattung in den Printmedien
3.2 Darstellungsformen im Sportjournalismus
3.3 Die Regelwerke

4 Boulevardjournalismus & Boulevardisierung
4.1 Stilistische & sprachliche Merkmale
4.2 Optische Merkmale
4.3 Inhaltliche Merkmale
4.4 Merkmale der Titelseite und Schlagzeile

5 Untersuchte Zeitungen
5.1 Die ‚Bild Hamburg‘
5.2 Die ‚Hamburger Morgenpost‘

6 Empirische Vorgehensweise
6.1 Aufbau der Inhaltsanalyse
6.2 Auswertung der Ergebnisse

7 Zusammenfassung/Fazit

IV Literaturverzeichnis

I Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Anteilsverteilung der Medien in der Bild

Abb. 2: Anteilsverteilung der Medien in der MoPo

Abb. 3: Anzahl der Darstellungen in beiden Zeitungen

Abb. 4: Anteilsverteilung der Textinhalte in der Bild

Abb. 5: Anteilsverteilung der Textinhalte in der MoPo

Abb. 6: Vergleich der Boulevardisierungsausprägung

II Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Code-Bogen

III Abkürzungsverzeichnis

Abk. 1: MoPo – Hamburger Morgenpost

1 Einleitung

Rund 15% der Hamburger wählen die ‚Hamburger Morgenpost‘ als ihre Frühstückslektüre und sogar jeder achte Deutsche liest täglich die ‚Bild‘.1 Boulevardmedien gewinnen innerhalb der letzten Jahre immer mehr an Bedeutung in der deutschen Gesellschaft. Es stellt sich jedoch die Frage, inwieweit auch kleinere Zeitungen wie die Hamburger Morgenpost bereits boulevardisiert sind und wie sich diese mit dem Branchenprimus Bild2 vergleichen lassen. Dieser Entwicklung und Fragestellung möchte ich, im Rahmen des Oberthemas ‚Boulevardisierung der Sportberichterstattung‘, näher auf den Grund gehen.

Im Teil der theoretischen Grundlagen wird daher zunächst ein Überblick über die Geschichte der Sportberichterstattung in den Printmedien verschafft, bevor die häufigsten Darstellungsformen und die beiden Regelwerke im Sportjournalismus differenziert werden. Im Anschluss werden die Begriffe des Boulevardjournalismus und der damit zusammenhängenden Boulevardisierung definiert, um daraus die spezifischen Merkmale herzuleiten.

Im Hauptteil sollen die in dieser Arbeit zu untersuchenden Zeitungen, die Bild Hamburg und die Hamburger Morgenpost, separat und grundlegend vorgestellt werden. Anschließend erläutere ich meine empirische Vorgehensweise und den Aufbau meiner Inhaltsanalyse. Nach Festlegung der Kategorien und Kriterien erfolgt die Erstellung eines Code-Bogens und die damit verbundene Auswertung der Ergebnisse. Anhand dieser Ausarbeitung komme ich in der Zusammenfassung bzw. dem Fazit zu einer abschließenden Bewertung der Ergebnisse meiner Leitfrage.

2 Vorhandene Fachliteratur

In der deutschsprachigen Fachliteratur haben sich bisweilen einige Autoren mit dem Thema der Boulevardisierung beschäftigt. Margreth Lünenborg, Direktorin der Freien Universität Berlin, schrieb zu dem Thema ein Handbuch für Wissenschaft und Studium. Im Rahmen ihrer Masterarbeit beschäftigte sich Julia Klingemann vertiefend mit der Veränderung der regionalen Berichterstattung. Julian Borghardt gehört zu den wenigen, die sich im Zusammenhang mit der Boulevardisierung auch speziell mit der Bild befasst haben. Da in der deutschen Literatur jedoch, bis dato, kein derartiger Vergleich zweier regionalen Zeitungen aus Hamburg vorhanden ist, spezialisiert sich meine Arbeit auf eben dies Thema.

3 Die Sportberichterstattung

In diesem Abschnitt wird ein Überblick über die Geschichte der Sportberichterstattung in den Printmedien vermittelt. Danach sollen die wichtigsten und am häufigsten verwendeten Darstellungsformen im Sportjournalismus aufgeführt werden. Abschließend wird die moralisch-ethische Einschränkung des Sportjournalismus im Rahmen der beiden wichtigsten Regelwerke für Sportjournalisten erläutert.

3.1 Die Geschichte der Sportberichterstattung in den Printmedien

Die Sportberichterstattung in Deutschland fand seinen Ursprung im Jahre 1724, als die damalige ‚Breslauer Zeitung‘ exklusiv von einem Pferderennen berichtete.3 Mit zunehmender Entwicklung gestaltete sich die Gründung eigener Sportressorts in den Zeitungen als essenziell. So rekrutierten die Zeitungen ihre Journalisten damals noch aus dem Sport selbst, also oftmals auch Wettkämpfer, um von der fachlichen Nähe zum Sport zu profitieren.4 Bis 1933 stieg die Zahl der Sportfachzeitschriften auf über 400, zwei davon waren damals das ‚Kicker-Sportmagazin‘ und schon die Bild.5 In Folge der Erweiterung des Leserkreises durch die Gründung der Fußball-Bundesliga, machte die Sportberichterstattung schließlich auch dem Fernsehen und Hörfunk Konkurrenz.6 Jene Schritte wirkten sich entscheidend auf das heutige Erscheinungsbild der Sportberichterstattung aus.7

3.2 Darstellungsformen im Sportjournalismus

„Journalistische Darstellungsformen stellen im Grunde typische Formen für die Stoffgestaltung dar […].“8 In diesem Abschnitt werden dazu die am meisten vorkommenden Formen im Sportjournalismus vorgestellt.

Die erste Darstellungsform, die Nachricht, ist aktuell, neu, interessant und von persönlichem Belang, während der Informationskern dabei immer am Anfang steht.9 Eine inhaltliche Orientierung bieten dabei stets die W-Fragen: Wer, was, wann, wo, wie, warum, welche Folgen und woher.10

Der Bericht gehört, wie auch die Nachricht, zu den objektiven, tatsachenorientierten und neutralen Darstellungsformen. Der Autor kann sich hier einer tiefgründigen Bearbeitung des Sachverhaltes widmen.11 Diese Form wird zudem unterteilt in den Tatsachenbericht, Ergebnisbericht, Vorbericht, Nachbericht, Handlungsbericht und Zitatenbericht.12

Der Kommentar ist durch seine stark subjektive und analytische Prägung eine meinungsbetonte Darstellungsform, die eine hohe Textgestaltungsfreiheit bietet. Der Autor muss bewertend Stellung beziehen, urteilen, kritisieren aber auch den Sachverhalt erklären.13

Die vierte Form ist das Interview, welches im Bereich des Sportjournalismus ebenfalls häufig verwendet wird.14

3.3 Die Regelwerke

In der Ausübung des Journalismus unterzieht sich die deutsche Presse seit jeher einer überwiegend freiwilligen Selbstkontrolle, dem Pressekodex des Deutschen Presserats. In jenem lassen sich Prinzipien, die von einem fairen Journalisten zu erwarten sind wiederfinden. Das oberste Gebot ist dabei die „Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhafte Unterrichtung der Öffentlichkeit“.15

Um neben dem für alle deutschen Journalisten geltenden Pressekodex auch eine sportspezifische Bezugsgröße zu haben, wurde zusätzlich ein besonderer Ethos für den Sportjournalismus entwickelt.16 Der sogenannte Ehrenkodex für Sportjournalisten soll demnach die Idee des humanen Sports, die Distanzierung von Diskriminierung, die faire Berichterstattung und die Intim- und Privatsphäre schützen.17 Er besagt im Wortlaut: „Nicht der (die) Sportjournalist (in) ist die Botschaft, sondern allein das sportliche Ereignis und der sportliche Sachverhalt haben im Zentrum der Veröffentlichung zu stehen.“18

Beide Regelwerke stellen keinen rechtlichen Haftungsgrund dar oder lösen alle Probleme, sind aber dennoch stets das moralisch-ethische Bewusstseinsmaß der sportjournalistischen Pressearbeit.19

[...]


1 Vgl. Pressemedien I Media-Analyse ag.ma Media-Micro-Census [2015], zit. n. Lünenborg [2016], S. 13.

2 Vgl. ebd.

3 Vgl. Weischenberg [1976], S. 118-121, zit. n. Klingemann [2017|, S. 5.

4 Vgl. Eggers [2009], S. 16, zit. n. Klingemann [2017], S. 5.

5 Vgl. Weischenberg [1976], S. 130, zit. n. Klingemann [2017], S. 6.

6 Vgl. Horky/Kamp [2012], S. 48, DFB [2012], Bölz [2014], S. 178, zit. n. Klingemann [2017], S. 6f.

7 Vgl. Eggers [2009], S. 21, zit. n. Klingemann [2017], S. 7.

8 Welker/Ernst [2012], S.59, zit. n. Klingemann [2017], S. 19.

9 Vgl. Weischenberg [2001], S. 79, zit. n. Klingemann [2017], S. 22.

10 Vgl. Neuberger/Kapern [2013], S. 47, zit. n. Klingemann [2017], S. 22.

11 Vgl. Liesem [2015], S. 70, Weischenberg [2001], S. 81, zit. n. Klingemann [2017], S. 23.

12 Vgl. Weischenberg [2001], S. 83-86, zit. n. Klingemann [2017], S. 23f.

13 Vgl. Neuberger/Kapern [2013], S. 53, Liesem [2015], S. 122, zit. n. Klingemann [2017], S. 24.

14 Vgl. Klingemann [2017], S. 20.

15 Schmalenbach [2011], S. 79.

16 Weischenberg in: Schlegel [2007], S. 129, zit. n. Schmalenbach [2011], S. 82.

17 Vgl. Hackforth [2007], S. 37, zit. n. Schmalenbach [2011], S. 83.

18 Court [1998], S. 274, zit. n. Schmalenbach [2011], S. 83f.

19 Vgl. Schmalenbach [2011], S. 79-85.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Boulevardisierung der Sportberichterstattung. Inhaltsanalyse der "Bild Hamburg" und der "Hamburger Morgenpost"
Veranstaltung
Journalismus
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V469306
ISBN (eBook)
9783668944497
ISBN (Buch)
9783668944503
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Boulevardisierung, Sportberichterstattung, Inhaltsanalyse, Hamburger Morgenpost, Journalismus
Arbeit zitieren
Maximilian Luca Opaschowski (Autor), 2018, Boulevardisierung der Sportberichterstattung. Inhaltsanalyse der "Bild Hamburg" und der "Hamburger Morgenpost", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469306

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