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Christian Schad und Otto Dix - Porträts in der Neuen Sachlichkeit

Title: Christian Schad und Otto Dix - Porträts in der Neuen Sachlichkeit

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Angela Ott (Author)

Art - Painting
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Einleitung

In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts gründete sich, als Gegenbewegung zur Abstraktion von Kubismus und Futurismus, eine neue Stilrichtung in der Kunst die im Dadaismus ihre Ursprünge suchte: die Neue Sachlichkeit. Zwischen Tradition und Avantgarde reflektierte die Kunst der Neuen Sachlichkeit ohne verbindliche Programmatik, die gesellschaftliche Realität der Weimarer Republik. Sie wurde auch unter den Begriffen Magischer Realismus und Verismus bekannt, welche aber von verschiedenen Theoretikern den zwei unterschiedlichen Hauptrichtungen zugeordnet worden sind, dem rechten und dem linken Flügel.
Die folgende Arbeit behandelt das Thema der Porträtmalerei innerhalb der Neue Sachlichkeit. Als Beispiele werden drei Porträts von Christian Schad sowie drei Porträts von Otto Dix besprochen, je ein Selbstporträt, ein Einzelporträt und ein Gruppenporträt. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten sollen näher betrachtet und mit der Gattung der Neuen Sachlichkeit verbunden werden. Die Frage, wie die Künstler der Neuen Sachlichkeit Personen im Bild darstellten und ob es Unterschiede zwischen den Künstlern innerhalb der Gattung gibt, wird in die Untersuchung einbezogen. Kann man Künstler der Neuen Sachlichkeit wirklich miteinander vergleichen, oder sind sie eher Individuen, die man einzeln, jeden für sich betrachten muss? Ebenso ist zu klären, ob Christian Schad und Otto Dix überhaupt Vertreter der Neuen Sachlichkeit sind.
Wie auch viele andere Künstler ihrer Zeit wollen Christian Schad und Otto Dix keiner „allgemeinen ‚Richtung’ zugeordnet werden“ . Die Gründe für diese Ablehnung liegen in ihrem Kunstverständnis. Während Schad befürchtete, „dass durch eine solche Klassifikation die ganz persönlichen Besonderheiten des Malers verwischt werden könnten.“ , ist für Otto Dix das „Dogma in der Kunst […, dass] der Künstler [… den Betrachter] bessern oder belehren [wolle]“ abschreckend. Er will lieber nur ein „Zeuge [sein], der sich auf seine Augen verlässt.“ Wenn er jedoch in die Richtung gedrängt wird, mit seinen Bildern richten zu wollen, ist die Möglichkeit auch nahe liegend, dass er in eine Kunstrichtung eingeordnet wird.
Die Definition der „Neuen Sachlichkeit“ wie sie im ersten Kapitel näher dargestellt wird, ist keine allgemeingültige und soll in der folgenden Arbeit näher betrachtet und, womöglich, redigiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Neue Sachlichkeit

2. Christian Schad

2.1 „Selbstporträt“, 1927, Öl auf Holz, 76x61,5 cm, Privatbesitz

2.2 „Ludwig Bäumer“, 1927, Öl auf Holz, 61x50 cm, Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Berlin

2.3 „Graf St Genois d'Anneaucourt“, 1927, Öl auf Holz, 103x80,5 cm, Centre Georges Pompidou, Paris

3. Otto Dix

3.1 „Selbstporträt mit nacktem Modell“, 1923, Öl auf Leinwand, 105x90 cm, Privatbesitz, New York

3.2 „Alfred Flechtheim“, 1926, Mischtechnik auf Holz, 120x80 cm, Staatliche Museen, Preußische Kulturbesitz, Nationalgalerie, Berlin

3.3 „Zuhälter und Nutten“, 1922, Öl auf Leinwand, 70x55 cm, Privatbesitz

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Porträtmalerei innerhalb der Epoche der Neuen Sachlichkeit anhand von ausgewählten Werken der Künstler Christian Schad und Otto Dix. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse von Unterschieden und Gemeinsamkeiten in der Darstellung von Personen, insbesondere der Frage, inwieweit die Künstler individuelle Charaktere oder soziale Typen porträtieren und wie sie sich in das kunsthistorische Gefüge der Epoche einordnen lassen.

  • Vergleich der künstlerischen Positionen von Christian Schad und Otto Dix
  • Analyse von Selbst-, Einzel- und Gruppenporträts der 1920er Jahre
  • Untersuchung der Kategorisierung von Künstlern als Vertreter der Neuen Sachlichkeit
  • Diskussion über das Verhältnis von Individuum und sozialem Typus in der Porträtmalerei
  • Rezeption von Vorbildern der Spätgotik und deren Einfluss auf die Bildsprache

Auszug aus dem Buch

2.1 „Selbstporträt“, 1927, Öl auf Holz, 76x61,5 cm, Privatbesitz

Das „Selbstporträt“ (Abb. 1) von Christian Schad zeigt vom Betrachter aus gesehen im linken Bildvordergrund den Künstler im Dreiviertelprofil, mit einer Wendung des Kopfes nach links, auf einem Bett sitzend. Hierbei handelt es sich um eine halbfigurige Darstellung: der Oberkörper ist nach rechts gedreht. Der Künstler schaut den Betrachter, mit einem vermeintlich arroganten, kritischen Blick, direkt an. Er wirkt verletzlich, selbstentblösst. Seine braunen, streng nach hinten gekämmten Haare, liegen glatt am Kopf an und verstärken diesen Eindruck.

Schad stützt sich mit seinen Händen nach hinten ab, wobei der Betrachter jedoch nur einen Teil des rechten Oberarms sehen kann, während der linke Arm nicht zu sehen ist. Der Künstler trägt ein grünes, durchscheinendes Hemd, wie Nylon, das wie eine zweite Haut an seinem Körper anliegt. Das Hemd wird mit einer Schnur oberhalb der Brust zusammen gehalten, wobei es jedoch den Hals frei hält. Die Schnüre hängen ihm auf die Brust herunter.

Die Lichtquelle liegt links oben, außerhalb des Bildraumes, was aber nur anhand des leichten Schattens auf Christian Schads linker Gesichtshälfte (Abb. 9) zu vermuten ist. Allgemein ist der Schattenwurf in diesem Gemälde sehr schwach ausgeprägt. Jedoch sind seine Haare an der rechten Schläfe angeleuchtet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Einordnung der Neuen Sachlichkeit als Gegenbewegung zum Expressionismus ein und definiert die Forschungsfrage, welche die Porträtmalerei von Christian Schad und Otto Dix vergleichend betrachtet.

1. Neue Sachlichkeit: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung und begriffliche Definition der Neuen Sachlichkeit sowie deren Unterteilung in Strömungen wie den Verismus und den Magischen Realismus.

2. Christian Schad: Anhand von drei Fallbeispielen wird das Werk Christian Schads analysiert, wobei besonders seine Herangehensweise an die Darstellung von Individuen und der Einsatz symbolischer Attribute beleuchtet werden.

3. Otto Dix: Dieses Kapitel untersucht drei Porträts von Otto Dix und fokussiert dabei auf seine Tendenz, soziale Typen darzustellen und die Wirklichkeit karikaturhaft zu überspitzen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Künstler nicht eindeutig einer einzelnen Unterkategorie der Neuen Sachlichkeit zugeordnet werden können und die schöpferische Kraft über die rein formale Kategorisierung zu stellen ist.

Schlüsselwörter

Neue Sachlichkeit, Christian Schad, Otto Dix, Porträtmalerei, Weimarer Republik, Magischer Realismus, Verismus, Selbstporträt, soziale Typen, Individuum, Dandy, Maltechnik, Bildanalyse, 1920er Jahre, Kunstgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Porträtmalerei in den 1920er Jahren und analysiert, wie die Künstler Christian Schad und Otto Dix Menschen in ihren Werken darstellten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Einordnung der Künstler in die Neue Sachlichkeit, die Differenzierung zwischen individueller Darstellung und sozialem Typus sowie den Vergleich ihrer künstlerischen Arbeitsweisen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob man Künstler der Neuen Sachlichkeit miteinander vergleichen kann, wie sie Personen im Bild darstellten und ob Schad und Dix überhaupt als Vertreter dieser Gattung gesehen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine kunsthistorische Bildanalyse, bei der anhand von konkreten Werken (Selbst-, Einzel- und Gruppenporträts) stilistische Merkmale und inhaltliche Aussagen untersucht und mit zeitgenössischer Fachliteratur abgeglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Im Hauptteil werden jeweils drei spezifische Porträts von Christian Schad und Otto Dix detailliert analysiert, um Unterschiede in der Bildauffassung und der Darstellung der Porträtierten aufzuzeigen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Neue Sachlichkeit, Verismus, Magischer Realismus, Narzissmus, Typusdarstellung und der historische Kontext der Weimarer Republik.

Welche Rolle spielt die Narzisse im „Selbstporträt“ von Christian Schad?

Die Narzisse im Hintergrund des Bildes wird als ein Zeichen für Eitelkeit und Selbstliebe gedeutet, was den narzisstischen Eindruck des Künstlers unterstreicht, der sich selbst prominent in den Bildvordergrund setzt.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Alfred Flechtheim bei Otto Dix von einer bloßen Abbildung?

Dix nutzt überdimensionierte Merkmale wie die Ohren des Kunsthändlers und eine leicht karikaturhafte Überspitzung, um den Dargestellten nicht nur als Individuum, sondern als sozialen Typus des Kunsthändlers zu charakterisieren.

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Details

Title
Christian Schad und Otto Dix - Porträts in der Neuen Sachlichkeit
College
Ruhr-University of Bochum
Course
Porträtmalerei in der Moderne
Grade
1,3
Author
Angela Ott (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V46937
ISBN (eBook)
9783638440134
ISBN (Book)
9783640988983
Language
German
Tags
Christian Schad Otto Porträts Neuen Sachlichkeit Porträtmalerei Moderne Dix
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Angela Ott (Author), 2005, Christian Schad und Otto Dix - Porträts in der Neuen Sachlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46937
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