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Die Begriffsanalyse nach John Wilson

Titel: Die Begriffsanalyse nach John Wilson

Hausarbeit , 2018 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Eva Schmidt-Hengst (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit wird der Begriff der Stärke analysiert. Dabei wurden klare Strukturen verwendet, im Sinne von John Wilson. Ziel der Analyse war es, diese durchzuführen, um Schülerinnen und Schülern bei der Erfüllung einer solchen Aufgabe verständnisvoll entgegentreten zu können. Daher wird am Ende diskutiert und analysiert inwiefern die Begriffsanalyse pädagogischen Wert hat.

Um Schülern die Philosophie näher zu bringen, sollten die verschiedenen philosophischen Richtungen nicht nur als Gegenstand des Unterrichtes betrachtet werden, sondern auch als Ansatz für Methoden, welche im Unterricht verwendet werden können. Eine mögliche Methode, die ihren Ansatz in der Sprachanalyse hat, stellt die Begriffsanalyse dar. Das Ziel dabei ist die Klärung undeutlicher Begriffe, die aus vielen Perspektiven betrachtet werden können und zu Beginn nicht greifbar erscheinen, wie zum Beispiel „Gerechtigkeit“, „Freiheit“ oder „Liebe“. In der Philosophie ist diese Methode besonders wichtig, da alle Diskussionen und Fragestellungen auf der Sprache beruhen und damit auch auf dem Verständnis von Begriffen und Wörtern. Sie soll helfen einen Begriff und seine Bedeutung so exakt wie möglich zu bestimmen, um zu gewährleisten, dass jeder Teilnehmer der Diskussion über dieselbe Sache spricht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Methodendarstellung – Begriffsanalyse nach John Wilson

Begriffsanalyse: Was bedeutet Stärke?

Einleitung

Analyse

Schlussfolgerung

Unterrichtstauglichkeit und Leistungsfähigkeit der Methode

Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Methode der Begriffsanalyse nach John Wilson theoretisch zu fundieren und ihre praktische Anwendbarkeit sowie Leistungsfähigkeit im schulischen Philosophieunterricht zu evaluieren. Im Zentrum steht dabei die exemplarische Anwendung der Methode auf den Begriff der „Stärke“, um dessen semantische Vielschichtigkeit und Abhängigkeit von Kontexten zu verdeutlichen.

  • Grundlagen der philosophischen Begriffsanalyse nach John Wilson
  • Strukturierte Herangehensweise durch Modell-, Grenz- und verwandte Fälle
  • Kontextuelle Analyse des Begriffs „Stärke“ unter Einbezug der Arendt’schen Definition
  • Evaluation der didaktischen Eignung anhand des nordrhein-westfälischen Kernlehrplans

Auszug aus dem Buch

Modellfälle

Da der Begriff Stärke nicht in wenigen Worten definiert werden kann, wenden wir uns zunächst Modellfällen zu, die seine Merkmale hervorheben.

Nehmen wir zu Beginn an, Pippi Langstrumpf würde existieren. Wenn man sehen würde, wie sie ihr Pferd hochstemmt, würde niemand anzweifeln, dass dieses Kind, egal wie jung und klein es ist, physische Stärke besitzt. Sogar im Vergleich zu erwachsenen Menschen wäre ihre physische Stärke enorm. Allerdings ist Stärke nicht nur als Begriff der Extreme zu verstehen. Auch ein Kleinkind, das eine 10 kg Scheibe anhebt, würde als stark gelten, weil die meisten anderen Kinder in dem Alter dies nicht schaffen würden. Es handelt sich also um einen relativen Begriff. Um von Stärke sprechen zu können muss es einen Standard oder einen Normwert geben mit der die jeweilige Stärke verglichen werden kann.

Aber Stärke ist nicht nur der präzise Einsatz von Muskelkraft. Sie kann auch als mentales Phänomen verstanden werden. Stellen wir uns Max vor, der bei einem Unfall querschnittsgelähmt wird, sodass er den Rest seines Lebens im Rollstuhl verbringen muss. Er ist anfangs am Boden zerstört, wollte aber immer schon Karriere als Arzt machen und lässt sich von seiner Behinderung nicht davon abhalten. Man würde Max nicht als physisch stark bezeichnen, aber man würde ihm eine psychische Stärke zusprechen, die relativ zu anderen Menschen stark ausgeprägt ist. Das Hinwegsetzen über körperliche Behinderungen oder andere Hindernisse ist also offenbar auch ein Merkmal von Stärke, sowie Durchhaltevermögen und Standhaftigkeit. Dazu passt auch Kants Aussage: „Alle Stärke wird nur durch Hindernisse erkannt, die sie überwältigen kann“ Diese betont ebenfalls das Durchhaltevermögen als Merkmal von Stärke. Sie bringt aber auch einen anderen Aspekt der Stärke mit ein, nämlich den Umstand, dass sie niemals ohne ihren Gegenbegriff, beispielsweise den der Schwäche, bestehen könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

Methodendarstellung – Begriffsanalyse nach John Wilson: Einführung in die Methodik der Begriffsanalyse als Werkzeug zur Klärung undeutlicher Begriffe in der Philosophie.

Begriffsanalyse: Was bedeutet Stärke?: Praktische Anwendung der Wilsons’schen Methode auf den Begriff der Stärke unter Einbezug von Beispielen, Gegenbegriffen und Kontexten.

Unterrichtstauglichkeit und Leistungsfähigkeit der Methode: Untersuchung der Übertragbarkeit der Methode auf schulische Lehrpläne und deren Beitrag zur Kompetenzentwicklung.

Stellungnahme: Reflexion der persönlichen Lernerfahrung bei der Durchführung der Begriffsanalyse und Einschätzung des Werts für den Schulalltag.

Schlüsselwörter

Begriffsanalyse, John Wilson, Stärke, Philosophie Didaktik, Sprachanalyse, Modellfälle, Schwäche, Kompetenzentwicklung, Hannah Arendt, Unterrichtstauglichkeit, Standhaftigkeit, Durchhaltevermögen, Philosophieunterricht, Begriffskern, Analysefähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die methodischen Grundlagen der Begriffsanalyse nach John Wilson und demonstriert deren Anwendung in der philosophischen Praxis sowie deren Eignung für den Philosophieunterricht.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Theorie der Begriffsanalyse, die semantische Untersuchung des Begriffs „Stärke“ sowie die didaktische Analyse der Methode anhand des Kernlehrplans für Philosophie in NRW.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Komplexität der Begriffsanalyse aufzuzeigen, den Begriff „Stärke“ durch verschiedene Fallanalysen einzugrenzen und die Methode auf ihre Unterrichtstauglichkeit und Leistungsfähigkeit hin zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die „Begriffsanalyse“ nach John Wilson, die durch das Bilden von Modellfällen, entgegengesetzten Fällen, Grenz- und verwandten Fällen eine präzise Bestimmung von Begriffskernen anstrebt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird der Begriff „Stärke“ analysiert, indem mentale und physische Aspekte unterschieden, soziale Kontexte beleuchtet und die Abhängigkeit von Gegenbegriffen wie „Schwäche“ herausgearbeitet werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Begriffsanalyse, Stärke, Relativität des Begriffs, Kompetenzorientierung im Unterricht und philosophische Sprachanalyse charakterisiert.

Inwiefern spielt der Aspekt der „Relativität“ bei der Analyse eine Rolle?

Der Autor zeigt auf, dass Stärke kein absoluter, sondern ein relativer Begriff ist, der immer einen Vergleichsmaßstab oder Normwert benötigt, um als solcher identifizierbar zu sein.

Welche Bedeutung kommt dem „sozialen Umfeld“ bei der Begriffsanalyse zu?

Das soziale Umfeld beeinflusst, wie ein Begriff wahrgenommen und genutzt wird; am Beispiel von „Stärke“ wird gezeigt, dass dieses oft stark von der sozialen Gruppe und der Perspektive der handelnden Personen abhängt.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Begriffsanalyse nach John Wilson
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1,3
Autor
Eva Schmidt-Hengst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V469403
ISBN (eBook)
9783668945104
ISBN (Buch)
9783668945111
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Begriffsanalyse John Wilson Stärke Didaktik Philosophiedidaktik Begriff
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eva Schmidt-Hengst (Autor:in), 2018, Die Begriffsanalyse nach John Wilson, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469403
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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