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Die pastorale Bedeutung des Gesprächs "zwischen Tür und Angel"

Titel: Die pastorale Bedeutung des Gesprächs "zwischen Tür und Angel"

Hausarbeit , 2006 , 42 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Markus Dörre (Autor:in)

Theologie - Praktische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, wie viel Zeit Seelsorge braucht um hilfreich und not-wendend zu sein. Ein Schwerpunkt ist die innere Haltung des Seelsorgers gegenüber diesem angesprochen sein. Es werden aber auch die Grenzen der Seelsorge im Vorübergehen in den Blick genommen.

Meistens beginnen die Begegnungen, die Gegenstand dieser Arbeit sind, ganz harmlos und unverfänglich mit einem zufälligen Zusammentreffen eines Seelsorgers und einem Gemeindemitglied. Sie geschehen ungeplant zwischen Tür und Angel, ohne Termin, ohne Vorbereitung und ohne Vorwarnung, einfach so auf der Straße oder an einem anderen beliebigen Ort. Manchmal nehmen aber gerade diese beiläufigen Begegnungen eine unerwartete Wende und gehen rasch in die Tiefe, so dass der Angesprochene plötzlich ganz in seiner Eigenschaft als Seelsorger gefragt ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Von beiläufigen und tiefgehenden Gesprächen

2.1 Gespräche mit fließendem Übergang

2.2 Zwischen Tür und Angel lässt sich nichts einrichten

2.3 Integration der alltäglichen Begegnungen in den Begriff der Seelsorge

2.3.1 Seelsorge im Vorübergehen

2.3.2 Beiläufige Begegnung mit dem Seelsorger Jesus

2.3.2.1 Mk 5,21-43: Exegetischer Befund

2.3.2.2 Interpretation

2.3.2.3 Konsequenzen für die „Seelsorge zwischen Tür und Angel“

2.4 „Es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte“ (Lk 6,19b)

3. „Gut, dass ich sie treffe!“ - Seelsorge zwischen Tür und Angel

3.1 Über den günstigen Zeitpunkt

3.1.1 Der „Kairos“

3.1.2 Vom Kleinen groß denken

3.2 Echte Begegnung zwischen Tür und Angel

3.2.1 Ein Beispiel

3.2.2 Da-sein und Weiter-müssen

3.2.2.1 Anhalten und Haltung zeigen

3.2.2.2 „Er sah ihn und ging weiter“ (Lk 10,31b)

3.2.2.3 Mut zum weitergehen - TROTZDEM?

4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die pastorale Relevanz von ungeplanten, alltäglichen Kurzbegegnungen zwischen Priestern und Gemeindemitgliedern, die sogenannten Gespräche „zwischen Tür und Angel“. Ziel ist es, diese informellen Momente theologisch einzuordnen, ihre seelsorgliche Qualität zu bestimmen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für Priester im Spannungsfeld zwischen zeitlicher Begrenzung und menschlicher Zuwendung aufzuzeigen.

  • Theologische Grundlegung der Alltagsseelsorge
  • Analyse biblischer Begegnungen Jesu als Vorbild
  • Umgang mit dem „Kairos“ in spontanen Situationen
  • Spannungsfeld zwischen zeitlicher Enge und präsentem Da-sein
  • Priesterliche Rollenfindung im Kontext moderner Pastoralstrukturen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Ein Beispiel

Es ist Freitag Morgen. An diesem Tag habe ich um 9.00 Uhr ein Trauergespräch in Schwabmünchen. Da ich etwas außerhalb der Stadt wohne, das von der Pfarrei St. Michael Schwabmünchen mitbetreut wird, verbinde ich meine Termine gerne mit meinen Besorgungen für meinen alltäglichen Bedarf. An diesem Tag habe mir vorgenommen, vorher meine Einkäufe zu erledigen. Es ist ca. 8.40 Uhr, als ich zu Fuß auf dem Weg vom Supermarkt zum Bäcker bin. Da ich noch die Fahrzeit zum Pfarrbüro einrechnen muss, habe ich es gerade so geplant, dass ich rechtzeitig dort sein kann. Eine Frau, die mir aus der Gemeinde bekannt ist, (ca. Anfang/Mitte 70) spricht mich an. Es ergibt sich folgendes Gespräch:

F: Herr Benefiziat. Dass sie auch schon unterwegs sind.

B: Guten Morgen. Ja, ich muss mal wieder meine Vorräte auffüllen und muss noch zum Bäcker. Ich brauch' noch Brot.

F: Sie versorgen sich selbst?

B: Ja, ja.

F: Ich dachte, sie essen im Pfarrhof?

B: Nur zweimal die Woche. Ansonsten koche ich selber. Sonst muss ich ja extra nach Schwabmünchen zum Essen fahren.

F: Ach so! - Am Dienstag komme ich zu ihnen nach Mittelstetten in die Messe.

B: Wieso denn das?

F: Da ist in Schwabmünchen ökumenischer Gottesdienst.

B: Oh, stimmt! Da ist ja die Gebetswoche für die Einheit der Christen.

F: Sind sie für die Ökumene?

B: Ja, ich find's wichtig.

F: Wissens... Ich kann damit ja nichts anfangen! Da fühl ich mich nicht wohl.

B: Es ist doch 'ne Umstellung...

F: Ja. Beim letzten Mal hab ich nicht gewusst, wann ich aufstehen oder mich hinsetzen muss... Da hab' ich mich nicht wohl gefühlt. Ich hab' lieber mei Mess. Da weiß, was ich tun muss, da bin ich daheim. Ich geh da nicht mehr hin.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführung in die Thematik der alltäglichen, ungeplanten Begegnungen und deren Bedeutung für das priesterliche Handeln.

2. Von beiläufigen und tiefgehenden Gesprächen: Theologische Einordnung spontaner Kontakte und deren Abgrenzung sowie Integration in den allgemeinen Seelsorgebegriff.

3. „Gut, dass ich sie treffe!“ - Seelsorge zwischen Tür und Angel: Reflexion über die praktische Gestaltung solcher Begegnungen, insbesondere im Hinblick auf Zeitmanagement, Präsenz und innere Haltung des Priesters.

4. Schlussbemerkungen: Reflexion über die zukünftige pastorale Situation und die Notwendigkeit, trotz struktureller Herausforderungen Raum für spontane Begegnungen zu schaffen.

Schlüsselwörter

Seelsorge, Priesteramt, Alltagsbegegnungen, Pastoraltheologie, Kairos, Zwischen Tür und Angel, Zuwendung, Priesterliche Rolle, Gemeindepastoral, Seelsorgerliches Handeln, Spontaneität, Präsenz, Ökumene, Kommunikation, Zeitmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen ungeplanter, alltäglicher Kurzbegegnungen von Priestern mit Gemeindemitgliedern außerhalb klassischer Seelsorge-Settings.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Felder sind die theologische Bedeutung von Alltagskontakten, die Rollenfindung des Priesters, die Herausforderung des Zeitmanagements und die biblische Vorbildfunktion Jesu.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Priester diesen „Begegnungen zwischen Tür und Angel“ eine seelsorgliche Qualität verleihen können, ohne ihre eigenen Grenzen und Aufgaben zu vernachlässigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit kombiniert eine theologische Grundlegung mit einer reflexiven Analyse der eigenen seelsorglichen Praxis sowie exegetischen Betrachtungen biblischer Texte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert zunächst theoretische Aspekte wie den „Kairos“-Begriff, bevor er in einer praktischen Reflexion konkrete Gesprächsbeispiele und die notwendige Haltung des Priesters beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Seelsorge, Priesterrolle, Alltagsbegegnungen, Kairos und pastorale Präsenz beschreiben.

Wie bewertet die Arbeit die moderne Rollenkrise des Priesters?

Der Autor sieht in der Rollenfindung eine Herausforderung, betont aber, dass Priester trotz aller institutionellen Erwartungen auch menschlich präsente Begleiter für ihre Gemeinde bleiben müssen.

Warum ist das Beispiel aus der eigenen Praxis für die Arbeit wichtig?

Das Fallbeispiel verdeutlicht exemplarisch das Spannungsfeld zwischen einem spontanen Anliegen eines Gemeindemitglieds und dem engen Zeitplan des Priesters im Alltag.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die pastorale Bedeutung des Gesprächs "zwischen Tür und Angel"
Note
1,0
Autor
Markus Dörre (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
42
Katalognummer
V469415
ISBN (eBook)
9783668938175
ISBN (Buch)
9783668938182
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bedeutung gesprächs angel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Dörre (Autor:in), 2006, Die pastorale Bedeutung des Gesprächs "zwischen Tür und Angel", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469415
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  42  Seiten
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