Schriftliche Ausarbeitung des Abschlussprojektes zum Themenbereich Fische

Abschlussarbeit zur Weiterbildung als Fachkraft für die Elementare Musikpädagogik (EMP)


Ausarbeitung, 2019
43 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Methodisch didaktische Vorüberlegungen zur Themenfindung

2. Inhalte
2.1. Ideenfindung sortiert nach den Inhaltsbereichen der EMP
2.2. Gestaltungsprinzipien der EMP

3. Ziel des Projektes
3.1. Lernziele im Sinne der EMP
3.2. Soziale und pädagogische Lernziele
3.3. Beschreibung der geplanten Aufführung oder Abschlusspräsentation des Projektes in der Kita

4. Planung der schrittweisen Umsetzung der Inhalte in der Kita

5. Konzept zur praktischen Vorstellung des Projektes für die Weiterbildungsgruppe

6. Material
- Heimische Fischarten
- „Ein Fisch“ (Ganzkörperbewegung)
- „Tief unten im Meer“ (Klanggeschichte)
- „Tanzlied der Fische“-
- Bewegungsgestaltung zum Lied „Tanzlied der Fische“ (selbst erstellt)
- Darstellung des Sensibilisierungsspieles (selbst erstellt)
- Pappfische: Fische basteln aus Papptellern
- „Zwei Fische im Meer“ (Fingerspiel)
- „Da kommt ein Hai“
- Darstellung des Ablaufes zum Musikstück „Das Aquarium“-
- Instrumentalbegleitung (Glockenspiel (Fische) und Ocean Drum (Algen) in Bezug auf den Formablauf des Musikstückes „Das Aquarium“ (selbst erstellt))
- „Lied der Fische“
- Aufstellung zum Lied „Lied der Fische“ (selbst erstellt)
- Bastelanleitung eines Rainmakers
- „Das Wasserinstrument“: Mit wassergefüllten Gläsern Musik machen
- „Fünf kleine Fische“
- „Fünf kleine Fische“ (selbst erstellte Bearbeitung über das Programm Musescore)
- Algenmaske und Fischmaske
- Haimaske
- Korallen aus Pompons basteln

7. Literatur und Quellenverzeichnis

1. Methodisch didaktische Vorüberlegungen zur Themeneinführung

Die Ideenfindung zum Thema „Fische“ entstand aus mehreren wie folgt aufgelisteten Ge- sichtspunkten: Eine passende Einstiegsvorlage in die Thematik wurde bereits durch das zuvor behandelte Projekt „Meere und Seen“ mit den Kindern ermöglicht. Auf diese Weise konnten im Vorfeld die Interessen der Kinder, wie die Wissensneugier über Haie, für die vorliegende Thematik und die Stundenplanung aufgegriffen werden. Somit entstanden ebenfalls Vorüberlegungen im Hinblick auf die Aufführung des Abschlussliedes „Fünf kleine Fische“ beim Sommerfest mit den Kindern.

Das Thema der Fische ermöglicht darüber hinaus eine Kooperation mit den Erziehern weiterer Funktionsräumen in den Fachbereichen, wie z.B. dem Theaterraum (Erarbeiten eines Fischmusicals) und Bastelwerkstatt (Basteln von Fischmaterialien), sodass eine re- gelmäßige Begleitung, ständige Auseinandersetzung und Beschäftigung mit der Fischthe- matik für die Kinder erfolgen kann. Das Sommerfest bietet auf diese Weise die Möglich- keit alle Erarbeitungen in ihrer Gesamtheit vorzustellen.

Einen weiteren Ideenimpuls zur Themenwahl bot die EMP Fortbildung an, indem sie die Unterrichtseinheit zum Regenbogenfisch mit lehrreichem musikalischem Arbeitsmaterial vorstellte, welches im Stundenablauf teilweise genutzt wird.

Zur Unterrichtsausführung kann die Thematik außerdem mehrere Inhaltsbereiche der ele- mentaren Musikpädagogik und viele Gestaltungsprinzipien nach Michael Dartsch in viel- fältigen Unterrichtsstunden aufnehmen. Insbesondere die musikalischen Aspekte im Be- reich der Bewegungsorientierung, Stimmlichkeit, musikalischen Instrumentalisierung sind ständiger Begleiter der geplanten Unterrichtsstunden. Dadurch werden soziale und pädagogische Aspekte, wie beispielsweise das Gemeinschaftsgefühl und die Achtsamkeit beim gemeinsamen Singen und Spielen, untereinander regelmäßig gestärkt.

2. Inhalte

2.1. Ideenfindung sortiert nach den Inhaltsbereichen der EMP

1. Stimme:

- Fingerspiel „Zwei Fische im Meer“ 1: Mitsprechen des Textes mit unterschiedlicher Dy- namikbetonung und gleichzeitigen Handbewegungen als Fischdarstellung
- „Tanzlied der Fische“: Singen und Stimmimprovisation (Nachahmens des Trinkens ei- nes Getränkes aktiviert die Atmung und Lippenmuskulatur); Koordination von Singen und Bewegungsausführung in der Gemeinschaft im Kreis
- „Lied der Fische“: Einbindung eines szenischen Spiels neben dem Singen des Liedes; Singen der Begriffe „Blubb“ lockert die Kiefermuskulatur; Singen einer Solostimme „Blubb“ nach Wunsch (Förderung des Selbstbewusstseins und der Stimmvorstellung)
- „Da kommt ein Hai“: Singen des Liedes mit gleichzeitiger Bewegungsausführung zu „Schnapp“ oder dessen Übernahme durch ein Klangholzspiel
- Singen des Abschlussliedes „Fünf kleine Fische“: erneute Aufnahme der Begriffe „Blubb“ und „Schnapp“ zur Lockerung und Aktivierung der Stimmmuskulatur; span- nende Fischgeschichte erhöht das Singverlangen der Gruppe; Sologesang und Gruppen- gesang steigert das eigenständige Singen sowie die Gruppendynamik untereinander

2. Bewegung:

- Sensibilisierungsspiel: Verbalisieren der Bewegungsaktionen zu verschiedenen Fischen und Haien in Bezug auf die Dynamik, das Tempo, den Raum und ihren Ebenen (auch in Bezug auf die allgemeine Musiklehre); Ausführung von gleitenden und schwebenden Schwimmbewegungen in plötzlichen oder allmählichen Bewegungsabläufen, welche in Beziehung zueinander stehen, voneinander weg agieren sowie gemeinsam oder gegen- sätzlich zueinander ablaufen können
- Bewegungsspiel „Ein Fisch“: Nachdenken über die Bewegungsausführung eines Fi- sches und Gleiten sowie Schweben durch den Raum auf verschiedenen wechselnden oder gleichbleibenden Ebenen (hoch, mittel, tief)
- Bewegungsausführung im Kreis „Tanzlied der Fische“: Bewegungsdurchführung in Kreisform; Bewegung durch Armbewegungen (Eintauchen ins Wasser), Bein- und Fuß- bewegung (Drehen im Kreis); gemeinschaftliches Tanzen mit gleich auszuführenden Be- wegungen auf unterschiedlichen Ebenen; Bewegungen unterstützen den Gesang im Text
- Musikstück „Das Aquarium“ von Camille Saint-Saens: Bewegen zum Musikstück als Fisch oder Alge mit zusätzlichem Hilfsmaterial (Unterstützung des Gleitens durch ein Tuch; Bewegungsraum wird begrenzt durch einen Gymnastikring (nur bei der Alge))
- „Lied der Fische“: szenische Bewegungsausführung und Darstellung eines Fisches oder Alge durch den eigenen Körper; Bewegungsausführung eines Fisches durch einen gebas- telten Fisch (Ausführung der Fischbewegung mittels eigener Hände am gebastelten Fisch)
- Lied „Da kommt ein Hai“: rhythmische Durchführung einer Bodypercussion („Hände- klatschen“) zum Sprechtext „Schnapp“ als Vorbereitung für das Klangholzspiel
- Fingerspiel „Zwei Fische im Meer“: Aktivierung der Hand-, Finger- Augenmotorik: Darstellung der gleitenden Fischbewegungen mittels Hand und Finger, erneute Fischbe- wegungsausführung mit selbst gebastelten Pappfischen in Einzel- bzw. Partnerarbeit
- Abschlusslied „Fünf kleine Fische“: Ausführen von Fisch- oder Algenbewegungen mit Tuch (Alge: zzgl. Gymnastikring) in einer vorgegebenen Aufstellung im szenischen Spiel

3. Elementares Instrumentalspiel:

- Musikstück „Das Aquarium“: Auswahl des passenden Instrumentes für Alge und Fisch: Instrumentalspiel zum Musikstück (Darstellen des Auf- und Niederschwimmens des Fi- sches durch ab- und aufsteigende Tonverläufe des Glockenspiels, Gleichsetzen des Hin- und Hergleitens der Alge mit dem wechselseitigen Hin- und Herwiegen der Ocean Drum)
- Lied „Da kommt ein Hai“: Instrumentalspiel des Klangholzes zum Sprechtext „Schnapp“; Aufmerksamkeit und gemeinsames Spiel auf den Spieleinsatz
- Instrumentalspiel zum Abschlusslied „Fünf kleine Fische“: Differenzierung nach Al- tersgruppe und Fähigkeit: selbst erstelltes Wasserinstrument (ab 6 Jahren (tonal metri- sches, möglichst eigenständiges Spiel)); Djemben, Glockenspiel und Klanghölzer bein- halten rhythmisch textgebundene Spielweise (ab 3 Jahren; Glockenspiel ab 4 Jahren (to- nales rhythmisches Spiel mit treffsicherer Spielweise)); Klangschale und selbst gebastel- ter Rainmaker sind nicht metrisch zeitgebunden (ab 3 Jahren möglich)

4. Hören:

- Musikstück „Das Aquarium“: Wecken der auditiven Aufmerksamkeit; Wahrnehmen und Verbalisieren des Form- und Musikablaufs; Bewegungen und Instrumente müssen passend zum Musikstück und -ablauf gehört und eingesetzt werden
- Klanggeschichte „Tief unten im Meer“: Hören der Geschichte und Achten auf den Ein- satz des Instrumentalspiels in der Gemeinschaft (Verklanglichen der Fischhandlungen)
- Erkennen, Vergleichen und Unterscheiden der Tonlagen beim selbsterstellten Wasser- instrument; bewusstes und differenziertes Wahrnehmen der Klänge
- Sensibilisierungsspiel: einander Hören und Wahrnehmen mit verschiedenen Sinnen

5. Erfahrungen mit Instrumenten:

- Klanggeschichte „Tief unten im Meer“: Verklanglichen von Handlungen von Fischen mit Instrumenten (z.B. Fische schwimmen, Hai jagt Fisch etc.)
- Basteln eines Rainmakers: Untersuchung der Klangerzeugung und Bauelemente für die
Klangausübung; Ausführung von fein- und grobmotorischen Handlungen
- Erstellen eines tonalen Wasserinstrumentes: Forschen und Experimentieren mit Klang; Sammeln von Kenntnissen zur Klangerzeugung und -qualität mit Glas und Wasser; Ex- perimentieren und in Verbindung setzen der Tonhöhen mit der Wasserfüllmenge

6. Allgemeine Musiklehre:

- Musikstück „Das Aquarium“: Erkennen, Vergleichen und Unterscheiden der Aufbau- form, Dynamik, Tonhöhen, Klangfarben und des Tempos
- Verbalisieren und körperliches Darstellen des Schwimmens von Fisch und Hai in Dy- namik, Tempo und Tonhöhen (z.B. Bewegungsspiel „Ein Fisch“, Sensibilisierungsspiel)
- stetiges Erfahren der rhythmischen Begleitung mit Instrumenten („Schnapp“, „Blubb“)

7. Sensibilisierung:

- Sensibilisierungsspiel: Eindringen in ein musikalisches Rollenspiel der Fische und Haie; Einbindung von Instrumenten und Bewegungen: Auswählen und Verbalisieren von pas- senden Instrumenten und Bewegungsaktionen zum Fisch oder Hai; achtsames Spielen und Hören von Instrumenten zum Spielverlauf (aufeinander hören und agieren)
- Basteln von Pappfischen: kreatives Erstellen eigener Fische mit Händen und Fingern
- Fingerspiel „Zwei Fische im Meer“: Wahrnehmen und Bewegen der Hände und Finger, Ausführen bestimmter Bewegungen in Beziehung zueinander sowie passend zum Text

2.2. Gestaltungsprinzipien der EMP

1. Prozessorientierung:

Für die Vorbereitung und Aufführung des Abschlussliedes „Fünf kleine Fische“ werden bereits in den vier Wochen zuvor Bewegungs-, Instrumental- und Stimmausführungen erprobt, welche in darauffolgenden Stunden wiederholten Einsatz finden. Auf diese Weise sind den Kindern schon vor und neben der Bearbeitung des Abschlussliedes meh- rere musikalischer Gestaltungselemente aus anderen Liedern bewusst und in einem neuen Lied einfach zu übertragen. Hierzu werden im Abschlusslied zuvor benutze Gegenstände (z.B. Tücher, Gymnastikring) und bereits erbaute Instrumente (Rainmaker, Wasserinstru- ment) eingesetzt. Die erfahrenen musikalischen Gestaltungs- und Darstellungselemente im Bereich Bewegung, Gesang und Instrumentaleinsatz werden im Abschlusslied als ge- meinsames Ergebnis nochmals aufgegriffen, zusammengehalten, erweitert und gefestigt.

2. Spielorientiert:

- Einführung des Sensibilisierungsspiels: Vereinigung mehrerer musikalischer Aus- drucksmittel (Bewegung, Instrumente) in Verbindung mit einem Spiel
- Fingerspiel „Zwei Fische im Meer“: Spiel von Fischbewegungen im szenischen Spiel in Einzel- und Partnerarbeit mit den Händen oder selbst gebastelten Fischen
- Eintauchen in die Wasserwelt der Fische: Darstellen der eigenen Fischrolle mittels Ge- sang, Bewegung und Instrumentalspiel; Nutzen verschiedener musikalischer Zugänge, Gestaltungsideen (z.B. Fisch basteln und bewegen) und beziehungsorientierter Arbeit
- Erschaffen von Möglichkeiten zu offenen Spielzugängen zu den verschiedenen Inhalts- bereichen mit zielgerichteten roten Unterrichtsfaden auf das Abschlusslied

3. Experimenteller Ansatz:

- selbstentdeckendes Lernen und Ausprobieren sowie Wecken von Neugier und Forscher- drang (z.B. Erstellen eines tonalen Wasserinstrumentes: Forschen mit Wasser und Glas)
- Vertiefung musikalischer Elemente durch eigenständig entdeckendes Lernen
- spielendes Erkunden schafft eine Beziehung zum Instrument
- Entdeckung körperlicher Bewegungsmöglichkeiten durch spielerisches Ausprobieren

4. Kreativität:

- Basteln von tonalen und nichttonalen Instrumenten (Wasserinstrument, Rainmaker) so- wie Pappfischen übt kreatives Gestalten, Forschen und Experimentieren
- Entwickeln eigener Gestaltungsideen zu den verschiedenen behandelten Fischliedern im Bereich Singen, Bewegung und Instrumentalbegleitung
- Überlegen und Erarbeiten gemeinsamer Improvisationen (z.B. Sensibilisierungsspiel)

5. Beziehungsorientierte Arbeit:

- Arbeit in verschiedenen Sozialformen (Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit) unter Aus- führung mehrerer musikalischer Gestaltungsformen
- Aufgreifen verschiedener sozialer und pädagogischer Lernziele (s. Punkt 3.2., S. 6-7)

6. Offenheit:

- Offenheit gegenüber der Gestaltungsideen und individuellen Lernwege der Kinder
- Erschaffen von Möglichkeiten zu Abweichungen der Unterrichtsgestaltung, ihres Ver- laufs sowie Stundenprozesses hinsichtlich des Lernziels

7. Intermedial:

- Singen, Bewegung und Instrumentalspiel stehen in Verbindung zueinander und ermög- lichen unterschiedlichen Ausdruck, Vertiefung, Bereicherung in verschiedenen Gestal- tungskanälen wie auch eine Festigung der Lerninhalte im intermedialen Aufbau

8. Körperorientierung:

- Fingerspiel „Zwei Fische im Meer“: motorische Bewegungskoordination und -ausfüh- rung mit den Händen und Fingern
- Bewegungsspiel mit Ganzkörperhandlung „Ein Fisch“: Ausführung, Verbalisierung und Einübung von Fischbewegungen mit dem gesamten Körper
- Sensibilisierungsspiel: Einbindung von verschiedenen körperorientierenten Gestal- tungselementen mit Einbindung von Instrumenten in sozialer Gemeinschaft im Spiel
- „Tanzlied der Fische“: Bewegungs- und Tanzgestaltung im Kreis in der Gemeinschaft
- Bewegungsgestaltung mit Tüchern und Gymnastikring (z.B. „Das Aquarium“) in unter- schiedlicher Position (z.B. Fisch, Alge) und Bewegungsaktion sowie -ebene
- Schulung und Koordination des eigenen Körpers mittels Instrumentalspiel

3. Ziel des Projektes

3.1. Lernziele im Sinne der EMP

Im gesamten Projektablauf sind folgende Lernziele zu vermerken:

- Erfahren und Einsetzen vielfältiger musikalischer Ausdrucksmittel (Stimme, Bewe- gung, Instrumente)
- Förderung der Sprach- und Stimmentwicklung mittels verschiedener Lieder, Finger- spiele und Bewegungsspiele
- Umsetzen verschiedener Bewegungsaktionen zur Musik (insb. Fischhandlungen)
- Schulen der motorischen Koordination mittels unterschiedlicher Bewegungsaufgaben
- bewusstes Hören, Speichern, Unterscheiden, Wiedergeben und gestaltendes Einsetzen von Klängen und Musik (Erlebnisse mit Klang und Akustik)
- Erkennen musikalischer Ordnungen (Lautstärke, Tempo, Tondauer, Tonhöhe, Rhyth- mus, Bewegungsrichtung von Tonfolgen (insbesondere Auf- und Abschwimmen der Fi- sche)) und Umsetzen verschiedener Darstellungen in musikalische Ausdrucksformen
- Entwickeln von Freude und Spaß am eigenen und gemeinsamen Musizieren

Das Lernziel der Abschlusspräsentation beinhaltet das Singen des Liedes „Fünf kleine Fische“ mit Ausübung einer passenden Bewegungsausführung und einem vorgegebenem Instrumentalspiel als Liedbegleitung. Dazu zählen die Zusammenstellung und –spiel der Elemente der Bewegungsgestaltung, des Singens und Instrumentalspiels.

3.2. Soziale und pädagogische Lernziele

In der Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit lernen die Kinder beim Musikmachen in den verschiedenen Inhaltsbereichen Freude und Glück zu erleben. Zudem entwickeln bzw. erweitern sie ihr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Bei Erfolgen erfahren sie Bestätigung, dass sich Engagement auszeichnet und ihr Selbstwertgefühl erhöht. Sie ler- nen eigene Wünsche und Bedürfnisse zu äußern, zurückzustellen sowie mit Enttäuschun- gen umzugehen (z.B. Spiel eines anderen Instrumentes zum Lied).

Die Förderung der Selbstständigkeit entsteht beispielgebend durch die Übernahme einer Solorolle eines Fisches in einer beliebigen Strophe. Durch zielstrebiges und motiviertes Arbeiten kann ein verbesserter Umgang mit dem Instrument und dem Singen erreicht werden (Entwicklung der Selbstdisziplin). Darüber hinaus üben sie Situationen und An- forderungen des täglichen Lebens, erlernen ihre Bewältigung und aus Erfahrungen Ei- geninitiative zu ergreifen.

In der Entfaltung des sozialen Verhaltens nehmen die Kinder im musikalischen Verlauf Gefühle und Bedürfnisse anderer wahrzunehmen und darauf einzugehen. Sie erwecken untereinander Wertschätzung, Akzeptanz, Respekt, Mitgefühl- und Einfühlungsvermö- gen und entwickeln eine Kompromiss- sowie Kritikfähigkeit. In der Gemeinschaft erler- nen sie als Gruppe miteinander zu arbeiten, zu kommunizieren, untereinander hilfsbereit zu sein, mit Konflikten umzugehen und Leistungen anzuerkennen. Auf dieser Grundlage wird Freude, Motivation und Spaß im Prozess des Gruppenmusizierens erzielt. Die Arbeit in verschiedenen Sozialformen ermöglicht zudem eine Stärkung der Gruppendynamik.

3.3. Beschreibung der geplanten Aufführung oder Abschlusspräsentation des Projektes in der Kita

Das Abschlusslied „Fünf kleine Fische“ ist in G-Dur verfasst und setzt sich aus sechs Strophen und einem wiederkehrenden Refrain zusammen. In jeder Strophe wird ein Fisch vom Hai gefressen, sodass in der letzten Strophe alle aufgefressenen Fische wieder vom platzenden Hai ausgespuckt werden. Im Strophenverlauf machen Texteinwürfe („Blubb“) mit drei tonalen Aufwärtsfolgen (d, e, fis, g) das Lied zum ständig wiederkehrenden Sing- verlauf interessant. Der Refrain nimmt dieselben tonalen Folgen in Wiederholung mit auf, sodass der Liedverlauf in ihrer Melodieabfolge schnell bewusst und begreifbar wird.

Ein szenisches Spiel mit Fischen und einem Hai2 kann gut durch die Kinder dargestellt werden. Zu den einzelnen Strophen können sich die Kinder in Solorollen mit einzelnen Sprechversen im Gesang je nach Wunsch und Mut ausprobieren. Als zusätzliche Mög- lichkeit wird insbesondere den jüngeren Kindern (ab 3 Jahre) angeboten eine Alge dar- zustellen (bereits bekannt aus der Bewegungsaktion zum Musikstück „Das Aquarium“). Dabei können die Kinder frei entscheiden, ob sie die vorgelegten Fischbewegungen (s. Tabelle S. 9-10) mitmachen oder sich allein auf das Singen und im Wasser gleitende Be- wegungen im Gymnastikring mit Tuch (s. Einleitung in der Tabelle, S. 9) konzentrieren möchten.

Als weiteres musikalisches Gestaltungsmerkmal wird ein Instrumentalspiel als Liedbe- gleitung angeboten. Für einen atmosphärischen und meeresimprovisatorischen Einstieg finden die Klangschale und der im Unterrichtsablauf gebastelter Rainmaker Einsatz. Im Liedverlauf können die Texteinwürfe „Blubb“ durch das tonale Glockenspiel betont bzw. Djembenspiel rhythmisch eingespielt werden. Das Haischnappen („Schnapp“) im Refrain wird mittels der Klanghölzer hervorgehoben (rhythmisch textgebundenes Spiel). Durch die wiederkehrende Akkordwahl (G, Em, Am, D) kann ein Ostinato durch das selbstge- baute tonale Wasserinstrument gut eingebaut werden (G, E, A, D (Viertelnoten)).

Die Kinder werden in eine Instrumental- und Bewegungsgruppe aufgeteilt. Auf diese Weise kann sich jedes Kind auf seine wesentlichen Aufgaben konzentrieren und nimmt trotzdem in der Gemeinschaft den musikalischen Ablauf in seiner Umgebung wahr. Wäh- rend sich die Instrumentalgruppe vornehmlich der korrekten Ausübung ihrer Instrumente zum Lied und dem Singen widmet, kümmert sich die Bewegungsgruppe im Wesentlichen um den Gesang mit allen auszuführenden Bewegungs- und Spielaktionen im szenischen Verlauf. In jeder Arbeitsgruppe findet eine altersgerechte und leistungsorientierte Diffe- renzierung statt, sodass sich jedes Kind förderlich mit seinen Kompetenzen zum Lied einbringen kann (Instrumentalgruppe s. Tabelle, S. 15).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die verschiedenen Fische dürfen von den einzelnen Kindern selbstständig in Farbe und Form als Maske gestaltet werden. Dabei passt die Bekleidung der Fische zur jeweiligen Farbe des Fischmaske. Um eine komplette Meeresweltkulisse zu erstellen, werden die Instrumentalisten in ihrer gewünschten Farbe als Koralle geschmückt. Die Kinder, wel- che eine Alge spielen möchten, basteln eine grüne Algenmaske3.

4. Planung der schrittweisen Umsetzung der Inhalte der Kita

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 Alle in der Arbeit vorgelegten Musiklieder, -stücke, Bewegungs- und Fingerspiele, Bastelausführungen sowie wei- tere im Projekt genutzte Materialien sind dem Punkt 6: Material (S.19- 38) zu entnehmen.

2 In dem Lied wird zunächst nur ein Hai ausgewählt, damit es beim Fressen der Fische und seines Platzens keine Rol- lenverwechselungen gibt. Es steht dennoch die Möglichkeit offen mehrere Haie einzuführen.

3 Ideen für das Basteln der Masken und Korallen finden sich im Punkt 6 auf Seite 37-38.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten

Details

Titel
Schriftliche Ausarbeitung des Abschlussprojektes zum Themenbereich Fische
Untertitel
Abschlussarbeit zur Weiterbildung als Fachkraft für die Elementare Musikpädagogik (EMP)
Note
2
Autor
Jahr
2019
Seiten
43
Katalognummer
V469582
ISBN (eBook)
9783668954397
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schriftliche, elementare, fachkraft, weiterbildung, abschlussarbeit, fische, themenbereich, abschlussprojektes, ausarbeitung, musikpädagogik
Arbeit zitieren
Anna Rezmer (Autor), 2019, Schriftliche Ausarbeitung des Abschlussprojektes zum Themenbereich Fische, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469582

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