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Wo liegen in der Personalauswahl die ethischen und rechtlichen Grenzen der Privatsphäre?

Titel: Wo liegen in der Personalauswahl die ethischen und rechtlichen Grenzen der Privatsphäre?

Hausarbeit , 2018 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marina Meyer (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als arbeitsuchender Bewerber ist jedem der übliche Bewerbungsprozess geläufig. Dem eigentlichen persönlichen Kennenlernen steht zunächst die Erstellung der Bewerbungsunterlagen und das Zusendenden dieser an den potenziellen Arbeitgeber voraus. Findet sich der Arbeitgeber von den Bewerbungsunterlagen angesprochen, erfolgt in der Regel die Einladung zu einem persönlichen Auswahlverfahren. Innerhalb der persönlichen Gespräche kann es dann zu rechtlichen und ethischen Konflikten kommen, die dem Arbeitnehmer möglicherweise nicht bekannt sind. Dadurch gelangt der Bewerber dem Arbeitgeber gegenüber in einen Informationsrückstand. Aus Arbeitgebersicht, der möglichst detailreiche und private Daten über den Bewerber erfahren möchte, ist dessen Ungewissheit durchaus nützlich. Ist sich der Bewerber nicht im Klaren über seine Rechte oder tritt er sehr unsicher auf, werden schnell Fragen beantwortet, die rechtlich, aber auch ethisch nicht vertretbar sind. Bewerber empfinden sich oft den Arbeitgebern unterlegen, da sie überzeugen möchten. Dabei gilt jedoch stets, dass die Privatsphäre eines jeden Bewerbers gleich schützenswert ist und zu private Informationen dem Arbeitgeber generell nicht mitgeteilt werden müssen. Um nicht einen negativen Eindruck zu vermitteln, weil man als Bewerber vernarrt auf seine Rechte pocht, hat ein jeder Bewerber das Recht zur Lüge bei nicht rechtlich zugelassenen oder ethisch nicht vertretbaren Fragen, sofern die Lüge legitim ist.
Anhand dieser Hausarbeit sollen die rechtlichen Grenzen der Privatsphäre eines Bewerbers in der Personalauswahl dargestellt und in Verbindung mit einer Auswahl von ethischen Ansätzen kritisch hinterfragt werden. Anhand dieser Rechtsgrundlagen, die die Personalauswahl betreffen, soll aufgezeigt werden, ob und inwiefern diese ethisches Handeln in der Personalauswahl für den Arbeitgeber bereits rechtlich vorgeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eingrenzung Privatsphäre

3. Definition Ethik

4. Personalauswahl

5. Auswahl von Rechtsgrundlagen

a. Schwangerschaft

b. Ethnischer Herkunft

c. Religions- und Parteizugehörigkeit

d. Behinderung und Krankheit

e. Lebenslauf

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die rechtlichen und ethischen Grenzen der Privatsphäre bei der Personalauswahl und analysiert, inwieweit Unternehmen verpflichtet sind, ethische Maßstäbe über die rein rechtliche Vorgabe hinaus zu berücksichtigen.

  • Grundlagen der Privatsphäre und deren Schutz im Auswahlprozess
  • Ethische Verantwortung von Unternehmen im Kontext der Personalgewinnung
  • Analyse kritischer Fragestellungen (Schwangerschaft, Herkunft, Religion, Krankheit)
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und deren Anwendung in der Praxis
  • Die Rolle des "Rechts zur Lüge" bei unzulässigen Fragen

Auszug aus dem Buch

2. Eingrenzung Privatsphäre

Wenn der Arbeitgeber während der Personalauswahl zu persönliche und intime Fragen stellt, greift dies in die Privatsphäre der Bewerber ein. Hier stellt sich die Frage, wann in die Privatsphäre eines Bewerbers eingedrungen wird und wie diese abgegrenzt ist. In dem in Art. 2 Abs. 1 Grundgesetz i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG geregelten allgemeinen Persönlichkeitsrecht ist unter anderem die Privatsphäre ein Bestandteil. Demnach lässt sich die Privatsphäre durch zwei Arten bestimmen. „Zum einen ist damit das Leben im häuslichen Bereich, im Familienkreis und generell im Privatleben (räumlich) gemeint. Zum anderen gehört zur Privatsphäre auch das Recht, dass private Angelegenheiten (gegenständlich) nicht an die Öffentlichkeit getragen werden“ (Geßner 2014). Das bedeutet auch im Auswahlverfahren hat jeder Bewerber das Recht auf den Schutz seiner Privatsphäre und das Recht darüber zu bestimmen, welche persönlichen Daten preisgegeben werden.

Dabei zieht jedoch jeder Mensch selbst die Grenzen seiner eigenen Privatsphäre. Die wahrgenommene Privatsphäre variiert zum Teil stark, sodass es keine einheitliche Definition der Privatsphäre gibt. Bei der Personalauswahl können, je nach Stellenausschreibung und Art des Unternehmens, die Grenzen der Privatsphäre ebenfalls stark variieren und „Eingriffe unter strikter Wahrung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes zulässig“ (Rittner 2008, 96) sein. Dies wird im Laufe dieser Hausarbeit deutlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Machtgefälle im Bewerbungsprozess und führt in die rechtliche sowie ethische Problematik der Privatsphäre bei Auswahlgesprächen ein.

2. Eingrenzung Privatsphäre: Dieses Kapitel definiert die Privatsphäre als Bestandteil des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und erläutert die Schwierigkeiten bei deren Abgrenzung.

3. Definition Ethik: Hier werden ethische Grundsätze in Bezug auf individuelle Werte sowie deren Anwendung im unternehmerischen Kontext und bei der Personalauswahl diskutiert.

4. Personalauswahl: Der Fokus liegt auf den Herausforderungen bei der Personalauswahl, insbesondere auf der Notwendigkeit, fachliche Anforderungsprofile mit rechtlichen und ethischen Standards in Einklang zu bringen.

5. Auswahl von Rechtsgrundlagen: Dieses Kapitel behandelt spezifische Rechtsgebiete wie das AGG und untersucht die Zulässigkeit von Fragen zu Schwangerschaft, Herkunft, Religion, Behinderung und dem Lebenslauf.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein ethischer Rahmen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus essenziell für ein respektvolles Auswahlverfahren ist, um Vertrauen zu schaffen.

Schlüsselwörter

Personalauswahl, Privatsphäre, Ethik, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, AGG, Persönlichkeitsrecht, Bewerbungsverfahren, Diskriminierungsverbot, Recht zur Lüge, Rechtsgrundlagen, Unternehmensethik, Anforderungsprofil, Menschenwürde, Bewerber

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen dem Informationsbedürfnis eines Arbeitgebers bei der Personalauswahl und dem Schutz der Privatsphäre der Bewerber.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die rechtlichen Grenzen bei Bewerberfragen, das ethische Handeln von Unternehmen und der Schutz der Persönlichkeitsrechte im Auswahlprozess.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, ob und inwiefern rechtliche Vorgaben wie das AGG ethisches Handeln bei der Auswahl neuer Mitarbeiter bereits definieren oder ob ergänzende Ansätze erforderlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung einschlägiger Rechtsprechung und ethischer Konzepte zur Personalführung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Privatsphäre, Ethik, Personalauswahl) und eine detaillierte Betrachtung spezifischer Rechtsgrundlagen bei heiklen Fragethemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Schlüsselbegriffe sind Personalauswahl, Privatsphäre, AGG, Unternehmensethik und Persönlichkeitsrecht.

Was bedeutet das "Recht zur Lüge" im Kontext dieser Arbeit?

Es beschreibt das legitime Recht eines Bewerbers, auf unzulässige oder ethisch nicht vertretbare Fragen des Arbeitgebers unwahr zu antworten, um sich vor unzulässigen Eingriffen in die Privatsphäre zu schützen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Unternehmens?

Die Autorin stellt fest, dass ethisches Verhalten nicht nur rechtlich geboten, sondern auch ein wichtiger Imagefaktor ist, der dazu beiträgt, ungeeignete Bewerber herauszufiltern und ein harmonisches Arbeitsumfeld zu schaffen.

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Details

Titel
Wo liegen in der Personalauswahl die ethischen und rechtlichen Grenzen der Privatsphäre?
Note
2,0
Autor
Marina Meyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V470020
ISBN (eBook)
9783668949645
ISBN (Buch)
9783668949652
Sprache
Deutsch
Schlagworte
personalauswahl grenzen privatsphäre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marina Meyer (Autor:in), 2018, Wo liegen in der Personalauswahl die ethischen und rechtlichen Grenzen der Privatsphäre?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470020
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Leseprobe aus  16  Seiten
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