Schwangerschaften in der Adoleszenz. Auswirkungen auf die Mutter und ihr Kind

USA


Bachelorarbeit, 2017
63 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemrelevanz
1.2 Ziele und Fragestellungen der Arbeit
1.3 Methodisches Vorgehen

2 Schwanger- und Mutterschaft in der Adoleszenz
2.1 Adoleszenz
2.1.1 Körperliche und hormonelle Veränderungen während der Adoleszenz
2.1.2 Adoleszenzkrise
2.2 Exkurs: Die wichtigsten demographischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte
2.3 Schwangerschaften
2.4 Geburten
2.4.1 Geburtenrate nach Bevölkerungsgruppen
2.4.1.1 Nicht-hispanische weiße Bevölkerung
2.4.1.2 Nicht-hispanische schwarze Bevölkerung
2.4.1.3 Hispanische Bevölkerung
2.4.2 Geographische Unterschiede
2.4.3 Religiosität
2.4.4 Schwangerschaftsabbrüche
2.4.4.1 Exkurs: Politischer Einfluss auf Schwangerschaftsabbrüche
2.4.5 Sexualverhalten jugendlicher Mädchen
2.4.5.1 Kontrazeption
2.4.5.2 Prävention

3 Ursachen, Erklärungsansätze und Auswirkungen
3.1 Ursachenforschung
3.1.1 Unzufriedenheit
3.1.2 Perspektivlosigkeit
3.1.3 Ungefestigte Partnerschaft
3.2 Auswirkungen einer Schwangerschaft
3.2.1 Auswirkungen auf die Mutter
3.2.1.1 Abruptes Beenden der Kindheit und der Jugend
3.2.1.2 Exkurs: Familienpolitik in den USA
3.2.1.3 Mangelnde berufliche Perspektiven
3.2.1.4 Partnerschaft
3.2.1.5 Marginalisierung
3.2.2 Auswirkungen auf das Kind
3.2.2.1 Gesundheit und Entwicklung
3.2.2.2 Ökonomie
3.2.2.3 Familie

4 Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Anhang

Vorwort

Von August 2010 bis zum Juni 2011 habe ich ein Auslandsjahr bei meiner mormonischen Gastfamilie in Missouri verbracht. Mormonen haben, neben dem Kirchengang am Sonntag, auch unter der Woche fast täglich Kirchenaktivitäten, an denen sie teilnehmen. Nach der Schule war ich damals in meiner Freizeit immer gerne bei Aktivitäten für meine Altersgruppe dabei und habe viel mit Freunden aus der Kirche unternommen. Dass ich mit 15 Jahren bereits den ersten Freund hatte, stieß damals auf Neugierde bei meinen Freundinnen, wurde aber von allen Seiten akzeptiert und respektiert. Nun bin ich 22 Jahre alt und nahezu die Letzte aus meinem damaligen Freundeskreis, die noch nicht verheiratet, verlobt, oder gar Mutter ist. Das „große Heiraten“ begann bei vielen bereits mit der Volljährigkeit, woraufhin das erste Kind nicht lange auf sich warten ließ.

Zu meinem letzten Besuch im Februar 2015 gehörte auch der regelmäßige Kirchenbesuch gemeinsam mit meiner Gastfamilie. Ich kann nicht mehr genau sagen, wie häufig ich gefragt wurde, warum ich mit 22 Jahren noch nicht verheiratet bin und ob mein Freund es denn überhaupt ernst mit mir meine, wenn er nach über sechs Jahren Beziehung noch nicht gefragt hat, ob ich ihn heiraten möchte. Trotzdem ich die Menschen der Kirchengemeinde und auch den Glauben nach einem Jahr dort leben sehr gut kenne, war ich doch verwirrt. In der heutigen Zeit ist es zur Ausnahme geworden, in einem jungen Alter zu heiraten, oder Mutter zu werden. Mit Anfang 20 habe ich außerdem so viele Träume und Wünsche und kann mir noch überhaupt kein Leben mit Ehemann und Kindern vorstellen. Sicherlich ist es bei Mormonen die Religion, die für das frühe Heiraten und für eine frühe Geburt des ersten Kindes verantwortlich ist. Eine große Familie mit vielen Kindern ist bei Mormonen deutlich höher angesehen als gute Bildung, besonders bei den Frauen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Mütter keinen Collegeabschluss besitzen und von der Geburt des ersten Kindes an Hausfrau bleiben.

Als ich im dritten Trimester an der Hochschule ein Referat über einen Text zum Thema „Why is the Teen Birth Rate in the United States so High and Why Does it Matter?“ hielt, wunderte ich mich sehr, dass gerade Religionen bei der Betrachtung der Geburten keine Rolle spielten. Der Text war mir insgesamt zu oberflächlich und nicht ausführlich genug. Auch die möglichen Auswirkungen einer frühen Schwanger- und Mutterschaft wurden in meinen Augen nicht ausreichend betrachtet. Somit entschloss ich mich dieses Thema umfassender zu untersuchen und zum Thema meiner Bachelorarbeit zu machen.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Geburtenrate unterschiedlicher Länder

Abbildung 2: Geburtenrate nach Altersgruppe

Abbildung 3: Zugehörigkeit der Gesamtbevölkerung der USA zu den Ethnien

Abbildung 4: Geburtenrate nach Bevölkerungsgruppen

Abbildung 5: Prozentuale Bevölkerungsverteilung der nicht-hispanischen weißen Bevölkerung

Abbildung 6: Prozentuale Bevölkerungsverteilung der nicht-hispanischen schwarzen Bevölkerung

Abbildung 7: Prozentuale Bevölkerungsverteilung der hispanischen Bevölkerung

Abbildung 8: Geburtenrate nach Bundesstaaten der USA

Abbildung 9: Geburtenrate nach Staaten

Abbildung 10: Prozentuale Religionszugehörigkeit der Gesamtbevölkerung

Abbildung 11: Zusammenhang von Geburtenrate und Religiosität

Abbildung 12: Legale Schwangerschaftsabbrüche

Abbildung 13: Schwangerschaftsabbrüche nach Alter

Abbildung 14: Schwangerschaftsabbrüche nach Bevölkerungsgruppen

Abbildung 15: Schwangerschaften, Geburten und Schwangerschaftsabbrüche

Abbildung 16: Geburtenrate und sexuelle Aktivität im Vergleich

Abbildung 17: Bildungsgrad der Mutter

Abbildung 18: Medianes Haushaltseinkommen von Frauen

1 Einleitung

1.1 Problemrelevanz

Seit Jahrzehnten verschiebt sich die Rolle der Frau in der Gesellschaft erheblich. Dabei nimmt die Bildungs- und Erwerbsbeteiligung von Frauen in den westlichen Industriestaaten immer mehr zu. Die Bildungspartizipation, insbesondere von Frauen, stieg dabei überproportional schnell an, wobei zeitgleich das Heiratsalter und die Fertilität rückläufig sind. Durch den Rollenwandel der Frau in der Gesellschaft und ihre zunehmende Emanzipation, will diese heute wie der Mann Karriere machen und nicht mehr „nur“ noch Hausfrau und Mutter sein. In den USA und nahezu allen vergleichbaren Ländern der Welt gelten bereits das Grundprinzip der Gleichberechtigung und der Gleichstellung von Frau und Mann. Daher wird neben dem Umdenken der Gesellschaft auch eine gut funktionierende Familienpolitik der einzelnen US-Bundesstaaten immer wichtiger, damit es möglich ist die Familie mit dem Beruf zu vereinen. Neben dem hohen ansteigenden Bildungsniveau, lässt auch die dauerhafte mediale Konfrontation zum Thema Sexualität vermuten, dass es sich bei der heutigen US-amerikanischen Jugend um eine aufgeklärte Generation handelt, die in Sachen Sexualität und Verhütung über alles Nötige Bescheid weiß. In den vergangenen Jahren kam das Thema Schwangerschaften bei Jugendlichen insbesondere durch das Fernsehen immer mehr ins Gespräch. Neben den deutschen Fernsehsendungen wie „Teenie-Mütter“, oder „Wenn Kinder Kinder kriegen“ gibt es auch US-amerikanische Fernsehserien wie „16 and Pregnant“ und „Teen Mom“, die die Thematik aufgreifen und der Bevölkerung auf unterhaltsame Weise hautnahe Einblicke in den Alltag junger Mütter geben. Doch anstelle von Aufklärung herrscht Unsicherheit und in den USA eine für Industriestaaten noch immer sehr hohe Geburtenrate bei jungen Frauen. Vor allem die Zahl der „Teenager1 -Geburten“ in den USA sticht im Vergleich zu ähnlich weit entwickelten Ländern deutlich hervor. Die Geburtenrate in dieser Altersklasse ist in den USA mehr als doppelt so hoch wie in Kanada und viermal so hoch wie in Deutschland.

Die Brisanz des Themas ergibt sich zusätzlich aus der komplexen Lebensphase, in der sich die schwangeren Jugendlichen befinden. Diese ist von Entwicklungsaufgaben bestimmt, zu denen die Mutterschaft nicht gehört. Die Vereinbarkeit von der eigenen Jugend mit der Mutterschaft birgt demnach große Aufgaben und Herausforderungen.

Bei der Recherche nach geeigneter Fachliteratur zu diesem Thema wird schnell deutlich, dass das Thema der adoleszenten Mutterschaft insgesamt sehr brisant ist. Die Meinungen von Forschern und Herausgebern aus aller Welt gehen deutlich auseinander. Bisher nahm das Thema der frühen Mutterschaft jedoch nur einen sehr geringen Stellenwert in der deutschen und US-amerikanischen Forschung ein, weshalb bislang nur wenige Forschungsarbeiten zu diesem Thema vorliegen. Hilfreich in diesem Zusammenhang war, dass neben der wenigen deutschen Literatur die Englischsprachige hinzugezogen werden konnte, die das Kontingent erheblich erweiterte.

1.2 Ziele und Fragestellungen der Arbeit

Der Zweck dieser Bachelorarbeit ist es, das Geburtenverhalten von jugendlichen Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren in den letzten Jahrzehnten in den USA zu untersuchen und zu verstehen. Außerdem werden Einflussfaktoren, Ursachen sowie Auswirkungen von Geburten im Jugendalter gefunden und erklärt. Bei den Auswirkungen wird sich das Hauptaugenmerk auf die Mutter richten, da sich viele Auswirkungen von Schwangerschaften in der Familie wiederholen, bzw. sich von der Mutter auf ihr Kind übertragen.

Die zentralen Fragestellungen zu dieser Arbeit lauten demnach:

- Wie stellt sich das aktuelle Geburtenverhalten adoleszenter Mädchen in den USA dar?
- Sind die Schwangerschaften Ausdruck von sozialen und ökonomischen Schieflagen?
- Wie gravierend sind die Auswirkungen einer frühen Mutterschaft?

1.3 Methodisches Vorgehen

Durch eine ausführliche Literaturrecherche wird zu Beginn dieser Arbeit ein Überblick zur Thematik gegeben. Dies erfolgt anhand von qualitativen sowie quantitativen Daten, um am Ende eine umfassende Schlussbetrachtung durchzuführen.

Die Arbeit ist wie folgt gegliedert:

Das erste Kapitel beinhaltet die Einleitung sowie eine Kurzübersicht zum Ziel, den zentralen Fragestellungen dieser Arbeit und dem Aufbau.

Kapitel zwei beinhaltet Definitionen zum Thema Jugend, Schwangerschaften und Geburten. Es wird geklärt, in welchem Umfang jugendliche Schwangerschaften und Geburten in den USA auftreten und welche Entwicklung diese in den letzten Jahrzenten durchlaufen haben. Es wird unter anderem untersucht, inwieweit die Abstammung von einer Bevölkerungsgruppe, der Wohnort, die Religion und andere Faktoren Einfluss auf das Geburtenverhalten haben.

Im dritten Kapitel werden eine Ursachenforschung und eine Analyse der Auswirkungen von Schwangerschaften im Jugendalter durchgeführt. Die Auswirkungen werden separat für die Mutter und das Kind herausgestellt.

Letztlich erfolgt die Gesamtauswertung aller Ergebnisse im Rahmen einer Schlussbetrachtung im Kapitel 4.

2 Schwanger- und Mutterschaft in der Adoleszenz

2.1 Adoleszenz

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Ursachen und den Auswirkungen von Schwangerschaften bei Mädchen im Jugendalter, weshalb es sinnvoll erscheint die Begriffe Jugend und Adoleszenz zu definieren, um damit die Zielgruppe und deren Besonderheiten dieser Arbeit einzugrenzen.

Der Begriff Jugend wird neben dem Alltagssprachgebrauch auch im wissenschaftlichen Rahmen genutzt. Er kann zum einen für die Eingrenzung einer Altersphase, aber auch für eine bestimme soziale Gruppierung einer Gesellschaft sowie als gesellschaftliches Leitbild genutzt werden (vgl. Tenorth/ Tippelt 2007; 370). In dieser Arbeit bezieht sich der Begriff Jugend auf die Altersphase der Jugend.

Die Jugend beschreibt die Altersphase zwischen Kindheit und Erwachsensein. Sie beginnt mit der Pubertät, der sichtbarsten körperlichen Veränderung, bzw. mit der Geschlechtsreife und endet mit der Übernahme sozial relevanter Erwachsenenrollen in der Gesellschaft, bspw. der Aufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses (ebd.; 369). Eine einheitliche Gruppe der Jugend kann nicht identifiziert werden, da der Begriff Jugend als heterogen betrachtet wird und jeder Jugendliche aufgrund von unterschiedlichen, individuellen Lebenslagen diese Phase anders durchläuft und wahrnimmt (vgl. Stimmer 1996; 261, Fend 2000; 197).

Im juristischen und pädagogischen Sprachgebrauch wird bei der Jugend von einer Altersgruppe zwischen 13 und 25 Jahren ausgegangen. Diese ist jedoch bedingt durch den gesellschaftlichen Wandel (z.B. durch zunehmende Verschulung), weshalb sich die Grenzen nach unten sowie nach oben verschieben können (vgl. Tenorth/ Tippelt 2007; 369).

Der Begriff der Adoleszenz (lat.: Heranwachsen) thematisiert die typischen intrapsychischen Verarbeitungsmuster zwischen Kindheit und Erwachsensein (ebd.; 4), die im nächsten Kapitel näher betrachtet werden. Das Alter, in der sich ein Jugendlicher in der Adoleszenz befindet, ist ebenfalls nicht eindeutig abgrenzbar, denn hier sind historische Hintergründe, der jeweilige Kulturkreis und die individuelle Entwicklung des Einzelnen zu beachten. Somit können Unterschiede beim Eintritts- und Austrittsende der Adoleszenz auftreten (ebd.).

Sofern nicht anders angegeben, werden sich die in dieser Arbeit bezogenen Daten auf Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren beziehen. Laut der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen, englisch United Nations Economic Commission for Europe (UNECE), wird von einem Reproduktionsalter2 beginnend bei 15 Jahren ausgegangen. Da Statistiken über Bevölkerungen standardmäßig in Altersgruppen von fünf Jahren betrachtet werden, reicht das Alter hier bis 19 Jahre.3 Die Gruppe der 10- bis 14-Jährigen weist seit Jahren eine so geringe Geburtenrate auf, dass diese Altersgruppe in dieser Arbeit keine Berücksichtigung findet.

2.1.1 Körperliche und hormonelle Veränderungen während der Adoleszenz

Während der Zeit der Adoleszenz festigen sich die Persönlichkeit und der Adoleszent findet sich in der Erwachsenenwelt ein. Körperliche Reifeprozesse sind hier den psychischen Reifeprozessen untergeordnet (vgl. Böhm 2000; 4). Jedoch bildet die Geschlechtsreife in Verbindung mit dem Herausbilden der sexuellen Identität einen wichtigen Teilprozess in dieser Lebensphase, denn es werden die ersten sexuellen Erfahrungen gesammelt und die erste intime Beziehung erlebt, bzw. durchlebt, womit die Kindheit gänzlich beendet wird (vgl. Tenorth/ Tippelt 2007; 383). Auf die Wichtigkeit der sexuellen Aufklärung beim ersten Sexualkontakt wird an späterer Stelle eingegangen, denn diese ist von enormer Bedeutung und kann die Schwangerschafts- und Geburtenrate bei Adoleszenten beeinflussen.

Neben der Geschlechtsreife finden Veränderungen der Anatomie in Form eines Wachstumsschubs sowie Veränderungen der Körperproportionen und des Körpergewichts statt. Bei Mädchen äußern sich diese Veränderungen mit Fettablagerungen an Beinen und am Gesäß sowie der Herausbildung des Busens, der Vergrößerung der Brustwarzen und der einsetzenden Schambehaarung (vgl. Böhm 2000; 434).

Das deutlichste Zeichen bei Mädchen ist jedoch die Menarche (erste Menstruation). Mit ihr tritt die Fruchtbarkeit ein. Je nach Aufklärung, eigenem Empfinden und den Schmerzen, wird die Menstruation von jedem Mädchen unterschiedlich erlebt. Sie kann zu Verunsicherung, Scham oder Überforderung führen, was die Unsicherheit dieser Lebensphase verstärkt. Hier wird der starke Zusammenhang von körperlichen, hormonellen und psychischen Entwicklungen deutlich. Die hormonellen Veränderungen nehmen jedoch noch einen deutlich größeren Stellenwert ein, als die körperlichen.

Der Jugendliche entdeckt sein erwachsenes Ich und bildet sein eigenes Persönlichkeitsbild. In dieser Phase stellt sich der Jugendliche immer wieder die Frage „Wer bin ich?“ und reflektiert sich stetig selbst, was zu einer vorrübergehenden krisenhaften Identitätsbildung führen kann, in der sich der Jugendliche nicht als ideal, wie er gerne sein möchte, sieht (vgl. Tenorth/ Tippelt 2007; 5). Die Gedanken der Jugendlichen drehen sich vornehmlich um sich selbst und die eigene Wahrnehmung. Die eigene körperliche Erscheinung anzuerkennen, ein eigenes Sexualleben, emotionale Unabhängigkeit von den Eltern und ein eigenes Wertesystem zu bilden, sind Entwicklungen, die jeder Jugendliche durchläuft und die ihnen allein bereits viel emotionale Stärke und Ausdauer abverlangen (ebd.; 7). Ereignisse wie eine Schwangerschaft und die damit verbundene Verantwortung einem anderen Menschen gegenüber, stellen daher eine besonders große Herausforderung während dieser Identitätsverwirrung dar.

Das Eintreten der Veränderungen, körperlich sowie hormonell, ist geschlechterspezifisch, kann jedoch auch innerhalb eines Geschlechts deutlich voneinander abweichen und wird von jedem Adoleszenten individuell wahrgenommen. Dies trifft auch auf die psychischen und physischen Veränderungen während einer Schwangerschaft zu.

2.1.2 Adoleszenzkrise

Die sogenannte Adoleszenzkrise beschreibt die prekäre psychische Instabilität beim Jugendlichen in der adoleszenten Entwicklung. Durch die vielen stattfindenden Veränderungen, wird die eigene Selbstwahrnehmung verschoben und Verunsicherung entsteht. Eine solche Krise führt dazu, die eigene Person in Frage zu stellen und letztlich zu einer Veränderung der eigenen Identität (ebd.; 332).

Die Krise in der Adoleszenz kann in drei Phasen gegliedert werden:

1. Die Entwicklungskrise (psychische Anpassung an Umgebung),
2. die Loslösungskrise (Ablösung von den Eltern),
3. die Identitätskrise (Identitätsfindung in der Erwachsenenwelt) (ebd.; 8).

Die drei Phasen der Krise treten nicht zwangsläufig bei jedem Adoleszenten auf. Die Intensität und die zeitliche Abfolge werden dabei von jedem Adoleszenten individuell wahrgenommen.

„Eine eigenständige Lebensführung hängt vor allem von einer stabilen Persönlichkeitsstruktur ab.“ (Dechau 2004; 47)

Diese von Egozentrik, Unsicherheit, Orientierungslosigkeit, Empfindlichkeit, Verletzbarkeit und Experimentierfreudigkeit geprägte Zeit muss bei der Diskussion von Schwangerschaften berücksichtigt werden, da sie eine entscheidende Rolle bei der Wahrnehmung der eigenen Person, und der Identitätskrise der Schwangerschaft spielt.

Die Komplexität der Adoleszenz macht deutlich, dass die Ursachen, die zu einer frühen Schwangerschaft führen, oft nicht, wie angenommen, im jugendlichen Leichtsinn begründet sind, sondern auf grundlegende soziale Schieflagen hinweisen.

2.2 Exkurs: Die wichtigsten demographischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte

In den letzten Jahrzehnten ist es in den USA und den meisten westlichen Industriestaaten zu einem starken Rückgang der Geburtenzahlen gekommen. Parallel dazu stiegen die Anzahl von nichtehelichen Partnerschaften, das Heiratsalter sowie das Alter bei der Geburt des ersten Kindes (Kincaid 2015, 05.02.2017). Diese Verläufe lassen sich vor allem durch den Rollenwandel der Frau erklären. Mit dem Anstieg weiblicher Bildungs- und Erwerbsbeteiligung sind Frauen nicht mehr nur Hausfrau und Mutter. Sie emanzipierten sich zunehmend (U.S: Society & Values 1997, 26.01.2017).

Bis Anfang der 1960er Jahre sah die Situation von Frauen noch unmissverständlich anders aus. Sie waren hauptsächlich Ehefrau, Hausfrau und Mutter und weniger gebildet und seltener erwerbstätig als ihre Ehemänner. Die Ehe stellte die traditionelle Rollenverteilung dar und entsprach dem gesellschaftlichen Ideal einer Familie. Der Ehemann ging als Alleinverdiener arbeiten, während sich die Frau um die Kinder und den Haushalt bemühte. Abweichende Konstellationen gab es, jedoch nicht häufig (ebd.).

Nach dem zweiten Weltkrieg setze in den USA, wie auch in den meisten anderen Industriestaaten, ein Baby-Boom ein, der für einen Geburtenanstieg bis in die Mitte der 1960er Jahre sorgte. Die Nachkriegszeit war zudem durch hohe Heiratsraten und einem niedrigen Alter bei der Heirat und der Geburt des ersten Kindes geprägt (ebd.).

Mit der Einführung der Antibabypille in den 1960er Jahren änderte sich dieser Trend und die Sexualität wurde in den kommenden Jahren freier ausgelebt. Die Antibabypille hat das Gebären von Kindern revolutioniert, denn Frauen bestimmen seither selbst über ihre Fertilität und können Geburten besser planen. Damit stieg auch erstmals der Wunsch nach der Bildungsbeteiligung (ebd.).

Heute liegt die Geburtenrate der USA noch immer leicht über dem Durchschnitt vergleichbarer Länder. Die Zahl der Teenager-Geburten ist über die letzten Jahrzehnte gesunken, sie ist jedoch noch immer überdurchschnittlich hoch.

Die Bevölkerungstrends der letzten Jahrzehnte der USA lassen sich demnach wie folgt zusammenfassen:

- Die Bildungsbeteiligung von Frauen nimmt zu,
- Die Erwerbsbeteiligung von Frauen nimmt zu,
- Die Zahl der Eheschließungen sinkt,
- Das Zweiverdiener-Familienmodell überwiegt dem Alleinverdiener-Modell,
- Alternde Bevölkerung mit sinkender Fertilität,
- Alter der Mutter bei erster Geburt nimmt zu.

2.3 Schwangerschaften

Als Schwangerschaft wird der Zeitraum bezeichnet, in dem eine befruchtete Eizelle im Körper einer geschlechtsreifen Frau zu einem Kind heranreift (Duden Wörterbuch). Von der Empfängnis bis zur Geburt liegen durchschnittlich 267 Tage, bzw. zehn Monate.

Zu der Schwangerschaftsrate zählen in dieser Arbeit alle, unabhängig bis zu welcher Schwangerschaftswoche, schwangeren Frauen zwischen 15 und 19 Jahren. Die Schwangerschaftsrate ergibt sich aus den Zahlen der Geburten. Diese werden mit den Schwangerschaftsabbrüchen und den fötalen Verlusten durch Fehlgeburten (Abort) und Totgeburten summiert (vgl. Kost et al. 2008; 13). Die Einflussfaktoren, die sich in erster Linie auf die Schwangerschaftsrate auswirken sind Schwangerschaftsabbrüche und fötale Verluste, auf die an anderer Stelle detaillierter eingegangen wird.

In den 1980er und 1990er Jahren hatten die USA ihre höchste Schwangerschaftsrate bei Jugendlichen. Seit Mitte der 1990er Jahre sinkt die Schwangerschaftsrate kontinuierlich (vgl. Santelli 2007; 150-156). Lag sie 1991 bei knapp 120 Schwangerschaften auf 1.000 Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren, sank sie bis 2011 auf knapp 50 Schwangerschaften, um mehr als die Hälfte (Abbildung 15).

Bei einer Schwangerschaft muss sich die Jugendliche in jedem Fall zwischen der Austragung, der Freigabe zur Adoption, oder einem Schwangerschaftsabbruch entscheiden.

2.4 Geburten

Die Geburtenrate beschreibt im Allgemeinen und im Folgenden die Anzahl der Lebendgeborenen gemessen auf 1.000 junge Mütter zwischen 15 und 19 Jahren4 in den USA. Es wird dabei das Alter und Jahr der Schwangeren betrachtet, indem die Geburt, nicht die Empfängnis stattfand (vgl. Kost et al. 2008; 13). Die Geburtenrate ist zunächst von der Schwangerschaftsrate abzugrenzen, denn nicht jede Schwangerschaft endet in einer Geburt. Sie ist Schwankungen durch fötale Verluste und Schwangerschaftsabbrüchen ausgesetzt. Folglich sind die genannten Raten nicht bedeutungsgleich, weshalb auch die Verläufe der Schwangerschaftsrate und der Geburtenrate voneinander abweichen.

Während der 1970er5 und bis Anfang der 1980er Jahre lagen die Geburtenrate junger Mädchen konstant zwischen 50 und 55 Geburten.6 In den 1980er und 1990er Jahren hatten die USA dann ihre höchste Geburtenrate mit rund 60 Geburten. Seit 1991 fällt die Geburtenrate bei Jugendlichen stetig (vgl. Kearney/ Levine 2012; 6). Lag sie 1991 noch bei 61,8 Geburten auf 1.000 Frauen zwischen 15 und 19 Jahren, sank sie bis 2015 um 64 Prozent auf ein historisches Tief von 22,3 Geburten (Anhang A), womit sie noch immer deutlich über der von anderen vergleichbaren Industriestaaten lag.

Abbildung 1: Geburtenrate unterschiedlicher Länder

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung, Daten von UNECE 2015

Vergleichbare Länder hatten etwa drei bis sechzehn Geburten auf 1.000 (Abbildung 1) in dieser Altersgruppe (ebd.; 6). Die Abbildung 1 verdeutlicht den Ausreißer USA anhand einiger beispielhafter Länder. Deutschland lag 2014 mit acht Geburten im Mittelfeld, skandinavische Länder und die Schweiz mit drei bis fünf Geburten deutlich darunter. Die nähere Betrachtung der einzelnen US-Bundesstaaten wird zeigen, dass die Geburtenrate innerhalb der USA ebenfalls stark variiert. Die Werte reichen von 9,4 Geburten in Massachusetts, was sich in den Durchschnitt der in Abbildung 1 aufgezeigten Länder einordnet, bis zu 38 Geburten in Arkansas in 2015.

Wird die Geburtenrate der 15- bis 19-Jährigen erneut in zwei Altersgruppen unterteilt, unterscheiden sich die Ergebnisse erheblich.

Abbildung 2 : Geburtenrate nach Altersgruppe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Hamilton 2016

Die Geburtenrate der 15- bis 17-Jährigen lag 2014 bei 10,9 Geburten, bei den 18- bis 19-Jährigen hingegen bei 43,8 Geburten. Dies ergibt einen Rückgang bei den 15- bis 17-Jährigen seit 2013 um 11 Prozent und bei den 18- bis 19-Jährigen um 7 Prozent. Ein historisches Tief für beide Altersgruppen. Seit 1991 sind die Raten somit um 72 und 53 Prozent gesunken.

Schwankungen bei der Geburtenrate lassen sich zum Teil durch variierende Zahlen von Schwangerschaftsabbrüchen und Schwangerschaftszahlen erklären. Die Zahl der fötalen Verluste wird über die Zeit als stabil angesehen, sodass diese keinen verändernden Einfluss ausübt.

Trotz des stetigen Geburtenrückgangs bei adoleszenten Mädchen in den vergangenen Jahren variieren die Zahlen noch immer erheblich nach Bevölkerungsgruppen, Ethnizität und geographischer Lage in den USA, weshalb diese Aspekte in den folgenden Abschnitten näher betrachtet werden.

2.4.1 Geburtenrate nach Bevölkerungsgruppen

Die USA sind als Einwanderungsland durch eine Vielzahl von kulturellen Einflüssen geprägt und haben eine „multiethnische, segmentierte Gesellschaft“ (Bundeszentrale für politische Bildung, 30.01.2017).

Bereits ab 1960 traten erhebliche Unterschiede bei den Geburtenraten weißer und schwarzer Frauen auf. So bekamen Frauen schwarzer Ethnie mehr Kinder und meist in einem jüngeren Alter, als Frauen anderer Ethnien (ebd.). Heute wird bei der Geburtenrate zwischen nicht-hispanischen Weißen, nicht-hispanischen Schwarzen und hispanischen Frauen unterschieden, die die drei größten Bevölkerungsgruppen der USA bilden.7

Abbildung 3 : Zugehörigkeit der Gesamtbevölkerung der USA zu den Ethnien

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle:Statista 2015

Die Weißen nehmen jedoch mit Abstand den größten Teil der Bevölkerung mit 61,59 Prozent ein. Die hispanische Bevölkerung kommt auf 17,61 Prozent und die schwarze Bevölkerung auf 13,26 Prozent. Die Asiaten (5,59 Prozent) und die Ureinwohner (Indianer 1,25 Prozent sowie Hawaiianer und Einwohner von Pazifikinseln 0,24 Prozent) bilden die Minderheit der Gesamtbevölkerung. Die kleineren Bevölkerungsgruppen der Asiaten und Ureinwohner haben eine sehr geringe Geburtenrate und werden in der weiteren Analyse folglich außer Acht gelassen.

Die Geburtenrate aller Ethnien zusammen lag 2015 bei 22,3 Kindern auf 1.000 junge Frauen. Werden jedoch die einzelnen Ethnien betrachtet, unterscheiden sich die Raten deutlich voneinander.

Gebaren 2015 nicht-hispanische Weiße 16 Kinder auf 1.000 Frauen, waren es hingegen 31,8 Kinder bei nicht-hispanischen Schwarzen und 34,9 Kinder bei Hispanischen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4 : Geburtenrate nach Bevölkerungsgruppen

Quelle:Center for Health Statistics 2015

Seit dem Jahr 1991 konnten die Geburtenraten für alle ethnischen Gruppen einen deutlichen Rückgang verzeichnen. Insgesamt nahm in den USA die Geburtenrate der 15- bis 19-Jährigen seitdem um 64 Prozent ab. Betrachtet nach den einzelnen Bevölkerungsgruppen, betrugen die Rückgänge bei den Weißen 63 Prozent, bei den Hispanischen 67 Prozent und bei den Schwarzen, die den größten prozentualen Rückgang verzeichneten, sogar 73 Prozent. Zudem hat die Bevölkerungsgruppe mit der prozentual größten Geburtenrate gewechselt. War es 1991 die schwarze Bevölkerung, die prozentual im Vergleich zu den anderen Bevölkerungsgruppen die meisten Kinder in dieser Altersgruppe gebaren, änderte sich dies Mitte der 1990er Jahre. Seitdem ist die Geburtenrate der hispanischen Bevölkerung höher.

2.4.1.1 Nicht-hispanische weiße Bevölkerung

Die US-Bundesstaaten mit dem prozentual höchsten Bevölkerungsanteil der Weißen befinden sich vornehmlich im Norden sowie mittleren Westen der USA.

Die Staaten mit der prozentualen höchsten weißen Bevölkerung spiegeln jedoch nicht alle ein prozentual ähnliches Geburtenverhalten wider.

Abbildung 5 : Prozentuale Bevölkerungsverteilung der nicht-hispanischen weißen Bevölkerung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle:Kaiser Family Foundation 2016

Die Geburtenrate weißer nicht-hispanischer Mädchen8 unterscheidet sich erheblich von den Geburtenraten der anderen Bevölkerungsgruppen und ist über die gesamte Zeit betrachtet durchgängig niedriger.

1991 fielen auf 1.000 nicht-hispanische weiße Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren rund 43,4 Geburten. Bis 2015 ging die Zahl um 63 Prozent zurück und lag 2015 zuletzt bei 16,0 Geburten.

Doch auch bei den Weißen unterscheiden sich die Zahlen unter den einzelnen US-Bundesstaaten stark. Besonders in den östlichen US-Bundesstaaten verzeichnet diese Bevölkerungsgruppe sehr geringe Geburtenzahlen. Die US-Staaten Connecticut (3,9 Geburten), New Jersey (4,0 Geburten) und Massachusetts (4,8 Geburten) weisen die niedrigsten Geburtenraten vor. Einige Staaten bilden den Gegensatz mit teilweise fast viermal so hohen Geburtenraten auf 1.000 Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren. Arkansas weist die höchste Rate mit 33,6 Geburten vor, dicht gefolgt von West Virginia (32,6 Geburten), Kentucky (31,8 Geburten) und Oklahoma (30,6 Geburten). Anders als im Durchschnitt der USA, wo die Südstaaten die höchsten Geburtenraten vorweisen, sind es bei der weißen Bevölkerung eher die östlichen Staaten des mittleren Westens. Hier lässt sich ein Zusammenhang mit der dortigen Lebensweise und der Religiosität vermuten. Lediglich Arkansas und Oklahoma lassen sich mit ihren hohen Geburtenraten eher zu den Südstaaten zählen.

2.4.1.2 Nicht-hispanische schwarze Bevölkerung

Die Bundesstaaten mit dem prozentual höchsten Bevölkerungsanteil der schwarzen Bevölkerung befinden sich vornehmlich im Süden, zum Teil Südosten, der USA.

Abbildung 6 : Prozentuale Bevölkerungsverteilung der nicht-hispanischen schwarzen Bevölkerung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle:Kaiser Family Foundation 2016

Die schwarze Bevölkerung9 der USA weist mit einem Geburtenrückgang von 73 Prozent von 1991 bis 2015 bei Jugendlichen den größten Wandel vor. Lag die Geburtenrate 1991 noch bei 118,2 Geburten, sank sie bis 2015 auf 31,8 Geburten, womit sie jedoch noch immer deutlich über dem Durchschnitt aller Bevölkerungsgruppen von 22,3 Geburten (2015) liegt.

Auch bei den Schwarzen herrschen erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesstaaten der USA. Die niedrigsten Geburtenraten dieser Bevölkerungsgruppe lassen sich im Osten in den Staaten Massachusetts (14,1 Geburten), Connecticut (16,3 Geburten) und Rhode Island (17,5 Geburten) feststellen. Diese Werte können jedoch nicht mit den niedrigsten Werten der weißen Bevölkerung mithalten, die bei nur etwa vier Geburten liegen. Auch die Höchstwerte übersteigen die der Weißen deutlich, wobei sich diese zum Teil auf andere Bundesstaaten beziehen. Die eher mittig bis nördlich gelegenen Bundesstaaten Iowa (44,1 Geburten), Wisconsin (47,2 Geburten) und Nevada (43,5 Geburten) weisen nahezu gleich hohe Raten wie die beiden Südstaaten Arkansas (50,8 Geburten) und Louisiana (43,1 Geburten) auf.

2.4.1.3 Hispanische Bevölkerung

Die US-Bundesstaaten mit dem prozentual höchsten Bevölkerungsanteil der hispanischen Bevölkerung befinden sich im Südwesten der USA.

Abbildung 7 : Prozentuale Bevölkerungsverteilung der hispanischen Bevölkerung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle:Kaiser Family Foundation 2016

Die hispanische Bevölkerung10 der USA weist derzeit die höchste Geburtenrate unter den Bevölkerungsgruppen mit 34,9 Geburten bezogen auf 1.000 Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren auf. Seit 1991 (104,6 Geburten) verzeichneten sie jedoch einen starken Rückgang um 67 Prozent.

[...]


1 Der Begriff Teenager kommt aus dem englischen Sprachgebrauch und bedeutet übersetzt Jugendlicher. Zu Teenagern zählen junge Menschen bis zu 20 Jahren.

2 Das Alter, indem die volle Geschlechtsreife erreicht wird und eine Fortplanzung möglich ist.

3 Bei Einteilung der Bevölkerung in Gruppen über fünf Jahre, ergibt dieses: 0-4 Jahre, 5-9 Jahre, 10-14 Jahre, 15-19 Jahre.

4 Alter der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt.

5 Auch wenn es bereits frühere Daten gibt, wird sich diese Arbeit auf die Jahre nach den 1960er und 1970er Jahren beziehen, da es in diesen Jahren zu großen Veränderungen bei Schwangerschaftsabbrüchen, Kontrazeptiva und der Sexualität junger Menschen kam und die Geburtenrate erstmals nach Bevölkerungsgruppen getrennt betrachtet wurde.

6 Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich alle Daten zur Geburtenrate aus Tabelle B, die sich im Anhang befindet.

7 1989 gab es erstmals Statistiken, in denen die Fertilität nach Bevölkerungsgruppen getrennt betrachtet wurde.

8 Die Abstammung von einer Bevölkerungsgruppe und die hispanische Herkunft werden auf Geburtszertifikaten separat vermerkt. Zu dieser Gruppe zählen Weiße, mit nicht hispanischer Herkunft.

9 Die Abstammung von einer Bevölkerungsgruppe und die hispanische Herkunft werden auf Geburtszertifikaten separat vermerkt. Zu dieser Gruppe zählen Farbige, mit nicht-hispanischer Herkunft.

10 Beinhaltet alle Einwohner hispanischer Herkunft jeglicher Bevölkerungsgruppen.

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Details

Titel
Schwangerschaften in der Adoleszenz. Auswirkungen auf die Mutter und ihr Kind
Untertitel
USA
Note
2,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
63
Katalognummer
V470023
ISBN (eBook)
9783668954236
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schwangerschaften, adoleszenz, auswirkungen, mutter, kind
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Marina Meyer (Autor), 2017, Schwangerschaften in der Adoleszenz. Auswirkungen auf die Mutter und ihr Kind, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470023

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