Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, sich mit den Ursprüngen der Gesellschaft Jesu auseinanderzusetzen.
Zunächst soll die Gründungsfigur des heiligen Ignatius von Loyola im Hinblick auf ihr Leben vor der Bekehrung bei Pamplona näher beleuchtet werden. In einem weiteren Kapitel soll analysiert werden, wie der in Pamplona begonnene Prozess der Bekehrung vonstatten gegangen ist und ein Blick auf den Bericht des Pilgers, eine Reisebeschreibung des Gründers der Jesuiten, die die Zeit von seiner Verwundung bei Pamplona bis hin zu Ignatius Aufenthalt in Rom umfasst, geworfen werden. Dieser Ausschnitt aus der Biographie des Ignatius soll, gewissermaßen als Vorgeschichte zur eigentlichen Errichtung des Jesuitenordens, darstellen, inwiefern die Ereignisse im Leben des Heiligen vor seiner Bekehrung, vor allem aber seit seiner Verwundung bei Pamplona, ihn zur Gründung eines Ordens veranlasst und geprägt haben.
Ferner soll ein genauer Blick auf die Gefährten des hl. Ignatius und die Umstände, die zum Beschluss der Gründung einer Ordensgemeinschaft führten, erfolgen. Ein weiteres Kapitel soll schließlich auf die Ausarbeitung der Ordensregel und der Satzungen der Gesellschaft Jesu, sowie die Bestätigung durch den Heiligen Stuhl näher eingehen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Ignatius von Loyola- Gründer der Gesellschaft Jesu
1.1 Leben des heiligen Ignatius bis zu seiner Bekehrung
1.1.1 Geburt
1.1.2 Leben als Höfling in Arévalo
1.1.3 Soldat in den Diensten des Vizekönigs von Navarra
1.2 Bekehrung des heiligen Ignatius
1.2.1 Pamplona
1.2.2 Geistliche Lektüre und beginnende innere Wandlung
1.2.3 Der Bericht des Pilgers
1.2.3.1 Montserrat als äußeres Zeichen der Abkehr von seinem alten Leben
1.2.3.2 Büßerleben in Manresa und Abfassung der geistlichen Übungen
1.2.3.3 Ignatius im Heiligen Land und anschließendes Studium
2. Gründung der Gesellschaft Jesu
2.1 Aufenthalt in Paris
2.2 Die Gefährten
2.3 Gelübdefeier auf Montmartre
2.4 Beschluss zur Ordensgründung
2.5 Namensgebung und Vision von La Storta
3. Bestätigung der Gesellschaft Jesu
3.1 Ausarbeitung der Ordensregel (Formula vivendi)
3.2 Bestätigung der Gesellschaft Jesu
3.3 Die Konstitutionen der Gesellschaft Jesu
Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Ursprünge der Gesellschaft Jesu, wobei der Fokus auf der biografischen Entwicklung des Gründers Ignatius von Loyola sowie den entscheidenden Schritten von der ersten Gefährtengruppe hin zur päpstlichen Anerkennung des Ordens liegt.
- Lebensweg des Ignatius von Loyola vor und nach seiner Bekehrung
- Die Entwicklung der jesuitischen Spiritualität und der "Geistlichen Übungen"
- Die Entstehung und strukturelle Organisation der Gefährtengruppe
- Der rechtliche Prozess der Ordensbestätigung durch Papst Paul III.
- Die Bedeutung der Vision von La Storta und der Ordenskonstitutionen
Auszug aus dem Buch
1.2.2 Geistliche Lektüre und beginnende innere Wandlung
Iñigo wollte etwas Abwechslung und bat daher seine Schwägerin Magdalena ihm Romane, die er gerne las zu besorgen.Magdalena konnte ihm allerdings nur das ‘Leben Christi‘, die der Kartäusermönch Ludolf von Sachsen verfasst hatte, sowie das Buch ‘Imitatio Christi‘, das von Thomas von Kempen geschrieben wurde, bringen.Neben diesen Werken las er auch eine von Jacobus de Voragine verfasste Sammlung von Heiligenviten und „begann in den Heiligen ein neues Rittertum zu entdecken, das höheren Zielen diente.“Besonders die Heiligen Dominikus und Franziskus wurden von ihm bewundert und so fasste er den Entschluss diese Heiligen nachzuahmen und sich immer anspruchsvolleren und anstrengenderen Aufgaben zuzuwenden.Befeuert durch die Lektüre dieser Werke wurde Iñigo ratlos und überlegte ob er sein Leben weiterleben sollte „wie bisher“, oder ob er nur noch „Taten für Gott [anstreben] solle“.Iñigo merkte, dass sich etwas in seinem tiefsten Inneren radikal verändert hatte.
Manchmal wurde er von großer Traurigkeit erfüllt und fand keine Freude mehr am Gebet, dann aber gab es Zeiten, in denen er voller Freude lange Gebete verrichtete und die Worte Christi und unserer Lieben Frau regelrecht verschlang. .Diese unterschiedlichen Gefühlszustände halfen Iñigo dabei die Technik der Unterscheidung der Geister zu entwickeln. Beschäftigte er sich mit weltlichen Ruhmestaten, so gefiel ihm dies zunächst sehr gut, sobald er dieser jedoch überdrüssig wurde, fühlte er eine große innere Trockenheit und war schlechter Laune. Zog er es aber in Betracht „barfuß nach Jerusalem zu gehen und […] alle anderen Kasteiungen auf sich zu nehmen, [tröstete ihn dies nicht nur], sondern er blieb auch zufrieden und froh, nachdem er von [diesen Gedanken] abgelassen hatte.“Durch die Lektüre der Heiligenlegenden und des Lebens Christi wurde er mit seinen bisherigen Lebensplänen- und idealen konfrontiert und „fing an [zu erkennen, dass er für sein vergangenes Leben] Buße [tun muss].“ So fasste er den festen Entschluss eine möglichst entbehrungsreiche Wallfahrt nach Jerusalem zu unternehmen, sobald sein Bein vollständig geheilt war.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ignatius von Loyola- Gründer der Gesellschaft Jesu: Dieses Kapitel beleuchtet die Herkunft, die militärische Laufbahn und die lebensverändernde Bekehrung des Ignatius nach seiner Verwundung bei Pamplona.
2. Gründung der Gesellschaft Jesu: Hier werden die Studienzeit in Paris, die Bildung der ersten Gemeinschaft, das Gelübde von Montmartre und die konzeptionelle Ausarbeitung des neuen Ordens dargestellt.
3. Bestätigung der Gesellschaft Jesu: Das letzte Kapitel behandelt den formalen Prozess der Anerkennung des Ordens durch Papst Paul III. sowie die Etablierung der Ordenskonstitutionen.
Schlüsselwörter
Ignatius von Loyola, Gesellschaft Jesu, Jesuiten, Bekehrung, Pamplona, Bericht des Pilgers, Geistliche Übungen, Montmartre, Orden, Formula vivendi, Konstitutionen, Papst Paul III., Mission, Spiritualität, Ordensgründung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehungsgeschichte der Gesellschaft Jesu und dem Lebensweg ihres Gründers Ignatius von Loyola.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die biografische Wandlung des Gründers, die Entwicklung jesuitischer Spiritualität und der institutionelle Werdegang bis zur päpstlichen Approbation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die prägenden Ereignisse und strukturellen Schritte aufzuzeigen, die zur Gründung des Jesuitenordens innerhalb der katholischen Kirche führten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theologische und historische Analyse auf Basis von Fachliteratur, zeitgenössischen Berichten und der Autobiografie des Ignatius.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bekehrungsgeschichte des Heiligen, die Entstehung der Gefährtengemeinschaft in Paris und die kirchenrechtliche Etablierung des Ordens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ignatius von Loyola, Gesellschaft Jesu, Bekehrung, Ordensgründung und geistliche Übungen charakterisiert.
Welche Bedeutung hat die Verwundung bei Pamplona für den weiteren Lebensweg des Ignatius?
Die Verwundung fungierte als äußerer Anlass für eine radikale Abkehr vom bisherigen ritterlichen Lebensstil hin zu einer geistlichen Berufung und dem Studium der Theologie.
Warum war die "Namensgebung" des Ordens für Zeitgenossen problematisch?
Die Wahl des Namens "Gesellschaft Jesu" erregte Missfallen, da man gewohnt war, Orden nach ihren Gründern zu benennen, und der Begriff eine besondere Exklusivität suggerierte.
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- Martin de Germareskauuensis (Autor:in), 2019, Ignatius von Loyola und die Gründung der Gesellschaft Jesu, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470037