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Ernährungsverhalten bei Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund

Der Einfluss des Ernährungsverhaltens auf anthropometrische Größen

Title: Ernährungsverhalten bei Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund

Examination Thesis , 2016 , 53 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jonathan Kimpel (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit untersucht den Einfluss des Ernährungsverhaltens von Kindern und Jugendlichen auf ihre anthropometrischen Werte. Im Zuge dessen wird untersucht, ob es Unterschiede zwischen dem Ernährungsverhalten von Kindern mit Migrationshintergrund und ohne Migrationshintergrund gibt.

Nach Aussage des Bundesministeriums für Gesundheit besteht eine allgemein gute gesundheitliche Lage der Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Die Risiken für Krankheiten und Gesundheitsstörungen sind allerdings nicht gleich verteilt. Gesundheitspolitisch relevante Problemlagen und ungleiche Verteilungen von Gesundheitschancen gilt es zu erkennen und Gesundheitsziele für das Kindes- und Jugendalter abzuleiten. Hier gibt es verschiedene Umstände und Faktoren, die die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beeinflussen. Es bieten sich nach Einschätzung des Bundesministerium für Gesundheit sozialer Stand und Migrationshintergrund der Familien für eine nähere Untersuchung an, da Übergewicht, psychische Auffälligkeiten und verschiedene Krankheiten in diesen Populationen häufiger auftreten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Forschungsidee

2 Forschungsstand

2.1 Ernährung im Überblick

2.2 Energie und Nährstoffzufuhr

2.2.1 Makronährstoffe

2.2.2 Mikronährstoffe

2.3 Einfluss des sozioökonomischen Status auf die Ernährung

2.4 Der Zusammenhang von Migration und sozioökonomischem Status

2.5 Einflüsse auf das Ernährungsverhalten bei Migranten

3 Ziel der Arbeit

3.1 Hypothesen

4 Methodik

4.1 Beschreibung der Stichprobe

4.2 Anthropometrische Messungen

4.3 Fragebogen

4.4 Statistische Analyse

5 Ergebnisse

5.1 Anteil der Teilnehmer an der Studie ‚Sternstunden der Gesundheit‘ mit mindestens einseitigem Migrationshintergrund

5.2 Auswertung der Frage nach dem Gewichtszustand der Kinder

5.3 Auswertung des „BMI Z-Score“ der Kinder abhängig ihres Migrationshintergrunds

5.4 Auswertung des ‚Waist-to-Height Ratio‘ der Kinder abhängig ihres Migrationshintergrunds

5.5 Lebensmittelverzehr

5.5.1 Auswertung der Verzehrhäufigkeiten abhängig des Migrationshintergrunds

5.5.1.1 Getränke

5.5.1.2 Kohlenhydratreiche Lebensmittel

5.5.1.3 Obst und Gemüse

5.5.1.4 Milch und Milchprodukte

5.5.1.5 Fleisch und Wurst

5.5.1.6 Eier und Fisch

5.5.1.7 Süßwaren und Knabberartikel

5.5.1.8 Fertiggerichte und Fast-Food

5.6 Ernährungsverhalten und Ernährungsumstände

5.6.1 Vegetarische Ernährung

5.6.2 Familienmahlzeiten

5.6.3 Häufigkeit und Ort der Mahlzeiten

5.6.4 Verpflegung in der Schule

5.6.5 Kochfähigkeiten

5.7 Statistisch relevante Ergebnisse

5.7.1 Statistisch relevante Ergebnisse der anthropometrischen Datenerhebung

5.7.2 Statistisch relevante Ergebnisse der Auswertung der Verzehrhäufigkeiten

5.8 Weitere Ergebnisse

6 Interpretation der Ergebnisse und Diskussion

6.1 Lebensmittelverzehr

6.2 Unterschiede zwischen den Teilnehmern mit verschiedenen Migrationshintergründen

6.3 Interpretation der Ergebnisse des Projekts „Sternstunden der Gesundheit“ im Vergleich zu den Ergebnissen aus der KiGGS-Studie

6.4 Handlungsempfehlungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Ernährungsverhaltens von Kindern und Jugendlichen auf ihre anthropometrischen Werte (Body-Mass-Index und Waist-to-Height Ratio) und analysiert, ob signifikante Unterschiede zwischen Probanden mit und ohne Migrationshintergrund bestehen. Dabei werden die Ergebnisse des regionalen Projekts „Sternstunden der Gesundheit“ in den Kontext der bundesweiten KiGGS-Studie gestellt, um gesundheitspolitisch relevante Faktoren für diese Zielgruppe zu identifizieren.

  • Analyse anthropometrischer Messdaten (BMI, WHtR) in Abhängigkeit vom Migrationshintergrund.
  • Erfassung des individuellen Ernährungsverhaltens mittels Verzehrhäufigkeitsfragebogen.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen sozioökonomischem Status, Migration und Essgewohnheiten.
  • Vergleich der lokalen Studienergebnisse aus dem Berchtesgadener Land mit repräsentativen KiGGS-Daten.
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Förderung eines gesunden Ernährungsbewusstseins.

Auszug aus dem Buch

2.4 Der Zusammenhang von Migration und sozioökonomischem Status

Bisherige Untersuchungen zu Mechanismen gesundheitlicher Ungleichheit zwischen Migranten und Nichtmigranten in Deutschland verweisen auf einen sehr komplexen Zusammenhang zwischen Migration und Gesundheit. Migranten gehören häufiger sozial benachteiligten Schichten an und leben überproportional oft in prekären Erwerbs- und Einkommenssituationen (Schenk, 2007). Eine soziale Benachteiligung schlägt sich auch in der Bildungssituation der Kinder nieder. Schüler mit ausländischer Staatsangehörigkeit haben häufiger nur einen niedrigen oder gar keinen Schulabschluss (Schenk, 2007). Aktuelle Untersuchungen ergeben, dass sich der Zusammenhang von Migration und sozioökonomischem Status nicht pauschal betrachten lässt. Die verschiedenen Beweggründe der Migration und die Herkunftsländer der Migrierenden spielen hierbei eine erhebliche Rolle. Um diesen Zusammenhang näher zu betrachten, sei im Folgenden kurz auf verschiedene Migrationstheorien eingegangen. Das Gastarbeitermodell war gerade in Deutschland in der zweiten Hälfte des 20 Jahrhunderts aktuell. Gäste wurden eingeladen, um personelle Arbeitskraft für das Land zu gewinnen. Eine Integration ist in diesem Modell nicht gewünscht und es findet keine dauerhafte Migration statt. Das Melting-Pot Modell geht davon aus, dass Migrierende erst nach und nach mit dem Einwanderungsland verschmelzen. Migration wird hier als eindeutig zielgerichteter Wohn und Sozialraumwechsel verstanden. Die Verschmelzung der unterschiedlichen Sozialräume findet allerdings nur selten tatsächlich statt (Pries, 2012). Aus diesem Grund entstand das Salatschüssel-Modell, welches davon ausgeht, dass Migranten nicht einfach mit der Ankunftsgesellschaft zu einer neuen sozialräumlichen einheitlichen Gesellschaft verschmelzen. Es werden vielmehr spezifische kulturelle Orientierungsmuster im Ankunftsland beibehalten. Die Menschen sind zwar physisch dauerhaft angekommen, nicht aber sozial und kulturell (Pries, 2012). Alle Modelle besitzen einen Erklärungswert für bestimmte Teile der Migrantenbevölkerung. Hieraus ergeben sich Folgerungen für die Erforschung sozialer Ungleichheit(Pries, 2012). Der Rahmen sozialer Ungleichheit von Migrierenden kann sich erheblich unterscheiden. Diese Unterschiede sind abhängig davon, welchem Migrationsmodell ihre Lebenspraxis und Lebensorientierung entsprechen. Aus einzelnen Modellen ergeben sich mehrfache Bezugsrahmen der ökonomischen, sozialen, kulturellen und politischen Teilhabe von Migranten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Forschungsidee: Einleitung in die Relevanz der Kindergesundheit und Vorstellung des Projekts „Sternstunden der Gesundheit“ zur Untersuchung anthropometrischer Normdaten.

2 Forschungsstand: Theoretische Grundlagen der menschlichen Ernährung, der Nährstoffzufuhr sowie der sozioökonomischen und migrationsbedingten Einflussfaktoren.

3 Ziel der Arbeit: Darstellung der Forschungsfrage, ob signifikante Unterschiede in anthropometrischen Daten und beim Ernährungsverhalten in Abhängigkeit vom Migrationshintergrund bestehen.

4 Methodik: Erläuterung der Studiendesign-Parameter, der anthropometrischen Messverfahren sowie der statistischen Auswertung mittels SPSS und ANOVA.

5 Ergebnisse: Detaillierte Darstellung der Studienergebnisse zu Migrationsanteilen, Gewichtseinschätzungen, Körpermaßen und dem Lebensmittelverzehr verschiedener Migrantengruppen.

6 Interpretation der Ergebnisse und Diskussion: Kritische Würdigung der Daten im Vergleich zur KiGGS-Studie sowie Ableitung von praxisorientierten Handlungsempfehlungen.

Schlüsselwörter

Ernährungsverhalten, Migrationshintergrund, Kindergesundheit, Jugendliche, Body-Mass-Index, Waist-to-Height Ratio, Sternstunden der Gesundheit, KiGGS-Studie, Ernährungsgewohnheiten, sozioökonomischer Status, Ernährungsstudie, anthropometrische Daten, Übergewicht, Lebensmittelverzehr, Gesundheitsprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen dem Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen und deren anthropometrischen Werten unter besonderer Berücksichtigung des Migrationshintergrunds.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Ernährungswissenschaft, gesundheitliche Ungleichheit aufgrund des sozioökonomischen Status und der Einfluss kultureller Faktoren auf die Essgewohnheiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu prüfen, ob es signifikante Unterschiede bei BMI und WHtR zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund gibt und wie sich diese in den Ernährungsdaten widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Studie durchgeführt, die anthropometrische Messungen mit einer Befragung kombiniert und die Daten statistisch mittels Varianzanalyse (ANOVA) auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst den Forschungsstand zur Ernährung, die methodische Vorgehensweise, die detaillierte Ergebnisdarstellung des Projekts „Sternstunden der Gesundheit“ sowie deren Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Ernährungsverhalten, Migrationshintergrund, Body-Mass-Index (BMI), Waist-to-Height Ratio (WHtR) und die KiGGS-Studie.

Welche Rolle spielen die „Balkanstaaten“ in der Auswertung?

Kinder aus dieser Migrationsgruppe zeigten laut Studie statistisch signifikant höhere WHtR-Werte im Vergleich zu Kindern ohne Migrationshintergrund.

Wie interpretieren die Eltern den Gewichtszustand ihrer Kinder?

Die Studie zeigt, dass beispielsweise Eltern mit Herkunftsland Türkei oder aus den Balkanstaaten ihre Kinder tendenziell häufiger als „ein bisschen zu dick“ einschätzen.

Welches Ernährungsproblem wird bei allen Teilnehmern identifiziert?

Alle untersuchten Gruppen verzehren im Schnitt zu wenig Gemüse, während Fleisch- und Wurstwaren deutlich häufiger als empfohlen konsumiert werden.

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Details

Title
Ernährungsverhalten bei Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund
Subtitle
Der Einfluss des Ernährungsverhaltens auf anthropometrische Größen
College
Technical University of Munich
Grade
2,0
Author
Jonathan Kimpel (Author)
Publication Year
2016
Pages
53
Catalog Number
V470051
ISBN (eBook)
9783346011824
Language
German
Tags
Ernährung Ernährungsverhalten Kinder und Jugendliche Ernährung und Migration Migrationshintergrund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonathan Kimpel (Author), 2016, Ernährungsverhalten bei Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470051
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