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Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung im Ländervergleich Schweiz und Deutschland

Der Kanton Zug und das Bundesland Nordrhein-Westfalen im Vergleich

Titre: Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung im Ländervergleich Schweiz und Deutschland

Thèse de Bachelor , 2018 , 91 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Angela Hellmig (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
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Die vorliegende Thesis befasst sich mit der Chancengerechtigkeit der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) in den Ländern Deutschland und Schweiz. Zunächst wird der Begriff der FBBE definitorisch festgelegt. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf den Aspekten der Beachtung der individuellen Lebensumstände, der gesamtheitlichen Förderung sowie der Vorbereitung auf den weiteren Lebensweg der Kinder. Sie wird als Aufgabe von fachlich fundierten Erwachsenen gesehen, was wiederum die Wichtigkeit der qualitativ hochwertigen Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte in diesem Zusammenhang betont.

Der gesellschaftliche Nutzen bezieht sich dabei nicht nur auf das Individuum, sondern auch auf das Bilden von Humankapital sowie die Frauenerwerbstätigkeit. Aufgrund der föderalistischen Strukturen der Länder werden insbesondere die Rahmenbedingungen der Gliedstaaten Nordrhein-Westfalen sowie Zug betrachtet. Es soll aufgezeigt werden, inwiefern die vorherrschenden Bedingungen zur Chancengerechtigkeit beitragen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung

2.1 Definition

2.2 UN-Kinderrechtskonvention

2.3 Auswirkungen von frühpädagogischen Einrichtungen auf Kinder

2.4 Volkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Betreuung

3. Ergebnisse der OECD

3.1 Pisa Ergebnisse beider Länder

3.2 Gegenüberstellung der Ergebnisse

3.3 Kritik an der OECD und der Pisa-Studie

4. Stand FBBE in Deutschland und der Schweiz

4.1 Bildungssystem Deutschland und Schweiz

4.1.1 Deutschland

4.1.2 Schweiz

4.1.3 Ländervergleich gestützt auf der Starting-Strong-Studie

4.2 Stand FBBE im Bundesland NRW und dem Kanton Zug

4.2.1 Rahmenbedingungen FBBE in NRW

4.2.2 Rahmenbedingungen FBBE in Zug

4.3 Ausbildung der Fachkräfte in Deutschland und der Schweiz

4.3.1 Fachkräfte in Deutschland

4.3.2 Fachkräfte in der Schweiz

5. Chancengerechtigkeit in der frühen Kindheit

5.1 Definition

5.2 Risikogruppen benachteiligter Kinder

5.3 Kinderarmut

5.4 Bedeutung Fachpersonal

5.5 Kompensatorischer Effekt von Kindertageseinrichtungen

6. Chancengerechtigkeit unter den Bedingungen des Bundeslandes NRW und des Kantones Zug

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedingungen der institutionellen frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) in Deutschland (Bundesland Nordrhein-Westfalen) und der Schweiz (Kanton Zug) und analysiert deren Beitrag zur Chancengerechtigkeit für Kinder im Vorschulalter.

  • Vergleich der Bildungssysteme und Rahmenbedingungen in NRW und Zug
  • Analyse des Einflusses frühkindlicher Betreuung auf die Chancengerechtigkeit
  • Diskussion der Bedeutung von Fachpersonal und Bildungsqualität
  • Kritische Beleuchtung der PISA-Studien und deren bildungspolitischer Folgen
  • Ökonomische Perspektive der Investition in frühkindliche Förderung

Auszug aus dem Buch

2.4 Volkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Betreuung

Auf der im Jahr 2011 stattgefundenen Tagung „Neue Wege zur Bildungsgerechtigkeit“ gingen führende internationale Wissenschaftler den Wirkungsmechanismen sozialer Herkunftseffekte im Bildungsverlauf nach. „Zugrunde liegt die Annahme der Einladenden, dass ungleiche Bildungschancen nicht nur ein moralisches, sondern auch ein ordnungspolitisches und volkswirtschaftliches Problem darstellen, das es zu lösen gilt“ (Deißner 2013, S. 9). Das erwähnte volkswirtschaftliche Problem liegt darin begründet, dass die Chancengerechtigkeit sich direkt auf Bildungslaufbahnen auswirkt. Der Begriff der Chancengerechtigkeit wird im Kapitel 5 näher betrachtet. Investitionen in die frühkindliche Förderung bedeuten mehr Effizienz in der Wirtschaft. Dies bedeutet konkret: Erhöhung des Wirtschaftswachstums, Erhöhung der Chancengleichheit und Verringerung des Gehaltsunterschieds zwischen Frauen und Männern (vgl. Anger und Plünnecke 2008, S. 4). Plünnecke stellte fest, dass ein höheres Bildungsniveau der Bevölkerung zu mehr Wirtschaftswachstum führen kann (ebenda S. 9).

Auch die Erwerbstätigkeit von Frauen hat direkte Auswirkungen auf das Marktwachstum. Frauen haben, bedingt durch Mutterschafts- oder Elternzeiten, höhere Abwesenheitszeiten vom Arbeitsmarkt. Im Jahr 2003 haben in Deutschland 90 Prozent der Mütter Elternzeit in Anspruch genommen, aber nur ca. 4,9 Prozent der Männer. Je länger die Auszeit vom Arbeitsmarkt ausfällt, desto weniger Humankapital steht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Dies zieht auch Nachteile bei der Lohnentwicklung nach sich (vgl. Anger und Plünnecke 2008, S. 17). Somit stellt der Besuch einer Kindertagesstätte eine Verringerung solcher Nachteile für Frauen dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Relevanz frühkindlicher Investitionen und führt in die Fragestellung nach der Chancengerechtigkeit in Deutschland und der Schweiz ein.

2. Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung: Dieses Kapitel definiert FBBE als systemisches Angebot und betont die Bedeutung qualitativ hochwertiger Betreuung für die kindliche Entwicklung und den volkswirtschaftlichen Nutzen.

3. Ergebnisse der OECD: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der PISA-Studie und deren Einfluss auf die bildungspolitische Debatte in den untersuchten Ländern seit dem Jahr 2001.

4. Stand FBBE in Deutschland und der Schweiz: Dieses Kapitel vergleicht die föderalen Strukturen und die spezifischen Bedingungen der FBBE in Nordrhein-Westfalen und dem Kanton Zug inklusive der Ausbildungssituation für Fachkräfte.

5. Chancengerechtigkeit in der frühen Kindheit: Das Kapitel analysiert Risikofaktoren für Bildungsbenachteiligung und diskutiert den kompensatorischen Effekt von Kindertageseinrichtungen auf sozioökonomisch schwache Familien.

6. Chancengerechtigkeit unter den Bedingungen des Bundeslandes NRW und des Kantones Zug: Basierend auf sechs Thesen werden die regionalen Rahmenbedingungen konkret gegenübergestellt und im Hinblick auf Chancengerechtigkeit evaluiert.

7. Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit eines multidimensionalen Ansatzes zur weiteren Verbesserung der FBBE.

Schlüsselwörter

Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung, FBBE, Chancengerechtigkeit, Ländervergleich, Deutschland, Schweiz, Nordrhein-Westfalen, Kanton Zug, PISA-Studie, Bildungsgerechtigkeit, Humankapital, Bildungsökonomie, Risikogruppen, Kindertagesbetreuung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) und untersucht, wie die institutionellen Rahmenbedingungen in Deutschland (NRW) und der Schweiz (Kanton Zug) zur Herstellung von Chancengerechtigkeit beitragen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Ländervergleich der Bildungssysteme, der Analyse von Qualitätsstandards in der Kinderbetreuung, der volkswirtschaftlichen Bedeutung frühkindlicher Investitionen und der kritischen Reflexion internationaler Leistungsstudien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die bestehenden Bedingungen der institutionellen FBBE in den gewählten Regionen zu identifizieren und zu beurteilen, inwiefern diese Bedingungen benachteiligte Kinder unterstützen und soziale Auslese minimieren können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Studienanalyse, die Daten aus Deutschland und der Schweiz sowie einschlägige Gesetzesgrundlagen systematisch auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die kritische Betrachtung der PISA-Studien, eine detaillierte Gegenüberstellung der FBBE-Systeme in NRW und dem Kanton Zug sowie eine Analyse von Chancengerechtigkeit und Risikofaktoren.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselwörtern charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie frühkindliche Bildung, Chancengerechtigkeit, Ländervergleich, Humankapital, PISA, Bildungsbenachteiligung und regionale Rahmenbedingungen beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Betreuungssituation zwischen dem Kanton Zug und NRW?

Während in NRW ein einheitlich gesteuertes System mit Rechtsanspruch existiert, zeigt sich im Kanton Zug eine stärkere Fragmentierung mit einer dreigegliederten Struktur, in der die öffentliche Hand weniger stark regulierend eingreift als in NRW.

Welche Rolle spielt das Fachpersonal für die Chancengerechtigkeit?

Die Autorin betont, dass eine qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung des Personals entscheidend ist, um den Bedürfnissen unterschiedlichster Risikogruppen im pädagogischen Alltag gerecht zu werden und somit echte Chancengerechtigkeit zu ermöglichen.

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Résumé des informations

Titre
Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung im Ländervergleich Schweiz und Deutschland
Sous-titre
Der Kanton Zug und das Bundesland Nordrhein-Westfalen im Vergleich
Université
University of Applied Sciences Koblenz
Note
1,3
Auteur
Angela Hellmig (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
91
N° de catalogue
V470172
ISBN (ebook)
9783668949980
ISBN (Livre)
9783668949997
Langue
allemand
mots-clé
Frühkindliche Bildung Betreuung und Erziehung; Ländervergleich; Chancengerechtigkeit; vorschulische Betreuung; Schweiz; Deutschland
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Angela Hellmig (Auteur), 2018, Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung im Ländervergleich Schweiz und Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470172
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