Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die Möglichkeiten und Grenzen des stationären Einzelhandels im Wettbewerb mit dem Online-Handel unter besonderer Berücksichtigung der Umsetzung an der Sekundarstufe 1 in Baden-Württemberg. Onlineshopping hat einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft und ist darin fest verankert. Aus diesem Grund sollte dieses Thema auch im schulischen Kontext erörtert und vertieft werden. Ziel der Schule ist es, die Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgern zu erziehen, welche ökonomisch geprägte Lebenssituationen erkennen und gestalten können sollen.
Kaum ein Medium hat unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft so beeinflusst wie das Internet. Das Internet wird heutzutage längst nicht mehr nur als Informationsmedium, sondern vielmehr als Kommunikations- und Unterhaltungsmedium genutzt. Außerdem stellt das Internet aus der Sicht der Konsumenten eine zunehmend attraktiver werdende Möglichkeit dar, um Einkäufe zu erledigen oder erworbene Produkte zu bewerten. Der Konsument nutzt das Internet dabei nicht nur um Produkte oder Dienstleistungen zu erwerben, sondern neigt dazu Alternativen abzuwägen. Im Rahmen der Kaufentscheidung filtert er die jeweiligen Vor- oder Nachteile der stationären Einzelhändler und der Online-Shops herauszufiltern. Durch die fortschreitende Digitalisierung stehen alle Anbieter in einer direkt vergleichbaren Konkurrenzsituation. Ein Kunde ist nicht länger auf Geschäfte in der Nähe angewiesen, sondern kann in Online-Shops weltweit vergleichen, bestellen und sich Waren bequem liefern lassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Analysefragen
1.3 Methodisches Konzept
2. Die Entstehung und Entwicklung des Internets
2.1 Geschichte des Internets
2.2 Internetnutzung von Privatpersonen in Deutschland
3. Online Handel
3.1 Definition Electronic Business
3.2 Formen des Electronic Business
3.3 Electronic-Commerce/Versandhandel
4. Onlineshopping – elektronischer Handel
4.1 Onlineshop Begriffliche Abgrenzung
4.2 Formen von Onlineshops
4.2.1 Der einzelne Onlineshop
4.2.2 Elektronische Einkaufszentren
4.3 Potenzial von Online-Shops
4.3.1 Forderungen der Kundschaft
4.3.2 Erfolgsfaktoren von Online-Shops
4.3.3 Online-Marketing
4.3.3.1 Werbebanner
4.3.3.2 E-Mail-Marketing
4.3.3.3 Suchmaschinenmarketing
4.3.3.4 Social Media Marketing
4.3.3.5 Affiliate-Marketing
4.4 Entwicklung der Umsätze und Marktanteile im Online-Einzelhandel
4.5 Branchenanteile im Online-Handel
4.6 Berufe und Arbeitsplätze im E-Commerce
4.6.1 Probleme und Chancen in der E-Commerce Arbeitswelt
4.6.2 Aktuelle Berufe im E-Commerce
5. Der stationäre Einzelhandel
5.1 Stadt und Handel
5.2 Geschichte des stationären Handels
5.3 Der Einzelhandel heute
6. Auswirkungen des Online-Handels auf den stationären Einzelhandel
6.1 Auswirkungen im Allgemeinen
6.2 Auswirkungen auf Shoppingcenter
6.3 Auswirkungen auf die Städte
7. Perspektiven und Optionen des stationären Einzelhandels
7.1 Zukunft des stationären Einzelhandels
7.2 Perspektiven des stationären Einzelhandels
7.2.1 Das wandelnde Kaufverhalten der Kundschaft
7.2.2 Instrumente des stationären Einzelhandels
8. Umsetzung der Thematik in der Sekundarstufe 1
8.1 Didaktische Überlegungen
8.1.1 Eingliederung in die Rahmenrichtlinien
8.1.2 Deutsche Gesellschaft für ökonomische Bildung
8.1.3 Aus der Kompetenzorientierung abgeleitete Lernziele
8.1.4 Bedeutung des Themas für die Schülerinnen und Schüler
8.2 Unterrichtsbeispiel
8.2.1 Unterrichtseinheit / Projektablauf und Lernziele
8.2.2 Methodische Überlegungen zur Unterrichtsstunde
8.2.3 Verlaufsplanung zur ausführlichen Unterrichtsstunde
9. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des E-Commerce auf den stationären Einzelhandel und analysiert, wie sich letzterer im Wettbewerb positionieren kann. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der didaktischen Umsetzung der Thematik für den Unterricht an der Sekundarstufe 1 in Baden-Württemberg, um Schüler für ökonomische Fragestellungen zu sensibilisieren.
- Analyse der Dynamik zwischen stationärem Handel und Online-Handel.
- Untersuchung von Erfolgsfaktoren und Strategien für Einzelhändler im digitalen Zeitalter.
- Betrachtung von Kaufverhaltensänderungen wie Showrooming und Webrooming.
- Heranführung der Thematik an die schulische Praxis im Fach Wirtschaft.
Auszug aus dem Buch
Die Entstehung und Entwicklung des Internets
Das Internet nimmt in der heutigen Zeit einen sehr großen Stellenwert in unserer Gesellschaft ein. Nahezu jede Information ist online abrufbar und auch große Teile der Unterhaltung werden durch Online-Formate wie beispielsweise „Youtube“ gestützt. Die Anfänge des Internets reichen jedoch bis in die 1950er Jahre zurück. Im Jahre 1958 wurde vom amerikanischen Verteidigungsministerium eine Forschungsbehörde, welche den Namen „Advanced Research Project Agency (kurz: ARPA) trägt gegründet. Innerhalb und mithilfe dieser Behörde sollten unterschiedliche Technologien erforscht werden (vgl. Holsing, Olbrich & Schultz 2015, S.6).
Hierbei entstand der Grundgedanke eines Netzwerkes, bei welchem jeder einzelne, an das Netzwerk angeschlossene Computer, auf einen gleichen Datenpool zugreifen kann. Das ARPANET diente fortan vor allem der Vernetzung von mehreren Universitäten und Forschungseinrichtungen. Somit stand dieses Netzwerk nicht für jedermann, sondern ausschließlich dem Militär, Universitätsangehörigen und einigen Wissenschaftlern zur Verfügung. Erst im Jahre 1987 konnten auch Privatpersonen und Haushalte das Netzwerk benutzen. Durch die Entstehung des Internetdienstes (World Wide Web), welcher im Jahre 1990 eröffnet wurde, war die optimale Zugangsmöglichkeit, mit anwendungsfreundlicher Optik geschaffen. Mit dem World Wide Web wurde ein Trend ausgelöst und die Nutzerzahlen des Internets stiegen schnell an. Bis heute verzeichnet das Internet eine steigende Zahl an Nutzern. Das Internet hat sich im Laufe der Jahre jedoch weiterentwickelt. Es dient schon seit langer Zeit nicht mehr nur als reine Informationsquelle oder als Kommunikationsmedium sondern auch als Unterhaltungsmedium, als Arbeitsplatz oder als Ort des Handels.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erörtert die Relevanz und Zielsetzung der Arbeit, führt die zentralen Analysefragen ein und erläutert den methodischen Aufbau.
2. Die Entstehung und Entwicklung des Internets: Dieses Kapitel betrachtet die historischen Anfänge des Internets sowie die heutige Bedeutung der Internetnutzung in der deutschen Bevölkerung.
3. Online Handel: Hier wird der Begriff E-Business definiert, verschiedene Formen wie B2B, B2C und C2C unterschieden und die Grundlagen des E-Commerce charakterisiert.
4. Onlineshopping – elektronischer Handel: Das Kapitel fokussiert auf Onlineshops, deren Erfolgsfaktoren, Online-Marketing-Methoden, Umsatzentwicklungen sowie die Arbeitswelt im E-Commerce.
5. Der stationäre Einzelhandel: Diese Sektion behandelt die Geschichte, die städtebauliche Bedeutung und die gegenwärtige Rolle des stationären Einzelhandels als Arbeitgeber.
6. Auswirkungen des Online-Handels auf den stationären Einzelhandel: Hier werden die Effekte des Online-Trends auf Ladengeschäfte, Shoppingcenter und Innenstädte diskutiert.
7. Perspektiven und Optionen des stationären Einzelhandels: Das Kapitel reflektiert zukünftige Strategien, wie etwa Kundenzentriertheit und Omnichannel-Ansätze, um die Konkurrenzfähigkeit zu sichern.
8. Umsetzung der Thematik in der Sekundarstufe 1: Dieser Abschnitt beschreibt die didaktische Einbindung des Themas in den Bildungsplan und stellt eine konkrete Unterrichtseinheit vor.
9. Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und reflektiert die zukünftige Koexistenz von Online- und Offline-Handel.
Schlüsselwörter
E-Commerce, Online-Handel, stationärer Einzelhandel, Digitalisierung, Onlineshopping, Kundenverhalten, Multi-Channeling, Omnichannel, Marketing, Wettbewerb, Internetnutzung, Einzelhandel, ökonomische Bildung, Standortattraktivität, Verbraucherbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem stationären Einzelhandel und dem wachsenden Online-Handel sowie die Frage, wie stationäre Geschäfte in diesem Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Neben den betriebswirtschaftlichen Grundlagen des E-Business und E-Commerce werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf Innenstädte, das veränderte Kaufverhalten der Kunden und konkrete Lösungsansätze wie Omni-Channel-Modelle betrachtet.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, einen fundierten wissenschaftlichen Überblick über den Einfluss des E-Commerce auf den stationären Handel zu geben und Optionen aufzuzeigen, wie letzterer seine Zukunft sichern kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Statistiken und Studien zur Umsatzentwicklung und zum Nutzerverhalten, ergänzt durch didaktische Überlegungen zur Umsetzung im Unterricht.
Was behandelt der Hauptteil?
Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Internets, definiert E-Commerce, beleuchtet Erfolgsfaktoren für Onlineshops, untersucht die Auswirkungen auf Städte und Shoppingcenter und evaluiert Perspektiven für stationäre Händler.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Digitalisierung, E-Commerce, stationärer Einzelhandel, Multi-Channeling, Konsumentenverhalten, Wettbewerb und ökonomische Bildung.
Welche Rolle spielt die "Kundenzentriertheit" für den stationären Handel?
Sie wird als essenzielle Basisanforderung für zukünftige Geschäftsmodelle beschrieben, bei der der Kunde individuell betrachtet und beraten werden muss, um sich erfolgreich vom Online-Wettbewerb abzuheben.
Warum ist das Thema für die Sekundarstufe 1 relevant?
Da Jugendliche bereits als Konsumenten agieren, ist die ökonomische Bildung im Rahmen des Faches WBS wichtig, um sie zu mündigen Bürgern zu erziehen, die in einer digitalisierten Welt informierte Entscheidungen treffen können.
- Quote paper
- Max Baldarm (Author), 2018, Möglichkeiten und Grenzen des stationären Einzelhandels im Wettbewerb mit dem Online-Handel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470273