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Das seleukidische Heer

Title: Das seleukidische Heer

Seminar Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 2

Autor:in: Susanne Weid (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Die Geschichte des seleukidischen Heeres umfasst eine Periode von mehr als 200 Jahren, während derer die Könige ständig und fortwährend Feldzüge der verschiedensten Art gegen Bedrohungen und Angreifer der hellenistischen Welt führten. Dies lässt bereits den Gedanken zu, dass das seleukidische Heer eine unverzichtbare Institution der seleukidischen Herrschaft war. Krieg war zu der Zeit einfach das geläufigste Mittel zur Machtdemonstration des Königs. Ebenso diente er als Grundlage der Monarchie. Ein funktionierendes Heer war also von großer Wichtigkeit.
Doch diese relative lange Zeitspanne, sowie die ständige Gegenwärtigkeit des seleukidischen Heeres machen es nur schwer möglich über die gängigen Geschichtsschreiber einen konkreten Zugriff auf diesen Themenkomplex zu erhalten. Vielmehr lassen sich immer wieder eher beiläufige Erwähnungen, zum Beispiel bei Kriegsberichten, finden.
Diese Arbeit stützt sich hauptsächlich auf Strabon, Polybios und Appian. Wobei aber eben wie schon erwähnt nur relativ sporadisch Hinweise zum seleukidischen Heer, seinem Aufbau, dessen Rolle und Zusammensetzung auftauchen. Im Folgenden sollen genau diese Punkte verdeutlicht und diskutiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die Seleukidische Herrschaftsauffassung

3. Die Rolle des Heeres

4. Die Zusammensetzung des Heeres

4.1 Die Phalanx

4.2 Das Rekrutierungsreservoir

4.3 Die nationalen Kontingente

4.4 Die Truppenstärke

5. Militärische Siedlungen (katoikiai)

6. Die Kampfordnung

7. Zusammenfassung

8. Abschließende Worte

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung des seleukidischen Heeres als Machtinstrument und Herrschaftsgrundlage im Seleukidenreich. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf den Aufbau, die Rolle, die Zusammensetzung sowie die strategische Organisation der Streitkräfte im Kontext der hellenistischen Epoche.

  • Herrschaftsauffassung und Rolle des Militärs im Seleukidenreich
  • Struktur und Rekrutierung der seleukidischen Armee
  • Die Rolle der Militärsiedlungen (katoikiai) als Stützpunkte
  • Taktische Kampfordnung und militärische Effizienz
  • Die Auswirkungen der Heeresstruktur auf die Reichsverwaltung

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Phalanx

Bei der Phalanx handelt es sich um eine im siebten Jahrhundert vor Christus aufkommende Schlachtordnung, deren Stärke in der Wucht des geschlossenen Angriffs lag und bis zu 16 Mann tief war. In guten Zeiten zählte die Phalanx an die 20.000 Mann.

Als stehende Truppe bildete sie den Kern des Heeres. Bewaffnet mit der Sarissa, einem 21 Fuß langem Spieß, einem Schwert und zusätzlich geschützt durch einen Helm und ein Schwert, gehörten sie zur schweren Infanterie. Hierbei handelte es sich um eine Truppe, „[...] der er wegen ihres ausgezeichneten Drills besonderes Vertrauen hätte schenken sollen [...].“

Die Phalanx setzte sich zusammen einerseits aus bezahlten Söldnern und andererseits aus den Nationalen Kontingenten, auf die im weitern Verlauf noch zu kommen ist. Als Folge und zur Einschränkung des erheblichen finanziellen Aufwandes, wurde „[...] an ältere orientalische Formen [...]“ angeknüpft und „[...] ein sozusagen bargeldloses System eingebürgert [...].“ Diese sollte zusätzlich zur besseren Kontrolle des Heeres dienen. Das Prinzip beruhte darauf, dass aus dem Besitz des Königs Land an die vergeben wurde, die im Gegenzug dafür bei Bedarf militärische Dienstleistungen erbringen sollten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführung in die zeitliche Einordnung und die Quellenlage zur Geschichte des seleukidischen Heeres.

2. Die Seleukidische Herrschaftsauffassung: Analyse der engen Verknüpfung zwischen dem militärischen Führeranspruch des Königs und der Struktur seines Reiches.

3. Die Rolle des Heeres: Untersuchung der Bedeutung des Heeres als zentrales Machtorgan und persönliche Dienstleistungseinrichtung der Monarchie.

4. Die Zusammensetzung des Heeres: Beschreibung der heterogenen ethnischen Zusammensetzung sowie der internen Gliederung in Infanterie, Söldner und Siedler.

4.1 Die Phalanx: Darstellung der Phalanx als schwerbewaffnete Kerntruppe und taktisches Zentrum des Heeres.

4.2 Das Rekrutierungsreservoir: Erläuterung der Bedeutung von Militärsiedlungen für die stetige Mobilisierung neuer Truppen.

4.3 Die nationalen Kontingente: Analyse der Integration verschiedener Völker in die Armee bei gleichzeitiger Vorsicht gegenüber lokalen Gruppierungen.

4.4 Die Truppenstärke: Kritische Auseinandersetzung mit antiken Quellenangaben zur tatsächlichen Größe des seleukidischen Heeres.

5. Militärische Siedlungen (katoikiai): Untersuchung der strategischen Anlage und Funktion von Militärsiedlungen als Barrieren und Machtstützpunkte.

6. Die Kampfordnung: Analyse der festgefahrenen taktischen Regeln und der Aufstellung des Heeres in Schlachtsituationen.

7. Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse über den Erfolg und die strukturellen Grenzen der seleukidischen Militärorganisation.

8. Abschließende Worte: Rückblick auf die historische Bedeutung des seleukidischen Heeres und sein Erbe für spätere Epochen.

Schlüsselwörter

Seleukiden, Heer, Phalanx, Militärsiedlungen, Katoikiai, Hellenismus, Kriegführung, Monarchie, Seleukos, Antiochus, Sarissa, Söldner, Schlachten, Raphia, Magnesia

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische Rolle, Organisation und strategische Bedeutung des seleukidischen Heeres während einer über 200-jährigen Periode des Hellenismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Schwerpunkte bilden die militärische Herrschaftsauffassung, die Zusammensetzung der Truppen, das System der Militärsiedlungen sowie die taktische Kampfordnung.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie das seleukidische Heer als unverzichtbare Institution der Monarchie fungierte und welche strukturellen Faktoren seine Stabilität und Effizienz in den zahlreichen Feldzügen gewährleisteten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine quellenkritische Auswertung antiker Autoren wie Strabon, Polybios und Appian sowie auf moderne fachwissenschaftliche Sekundärliteratur.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Truppentypen (insbesondere die Phalanx), die Rekrutierungsmechanismen über Militärsiedlungen, die Rolle nationaler Kontingente und die Analyse antiker Truppenstärken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die seleukidische Phalanx, die Katoikiai als Siedlungsform, die heterogene Truppenzusammensetzung sowie die Machtdemonstration als politisches Ziel der Kriegsführung.

Warum war das „bargeldlose System“ der Landvergabe so bedeutend?

Es ermöglichte dem König, eine treue und ständig verfügbare Soldatenschaft zu unterhalten, ohne die Staatskasse durch ständige Soldzahlungen zu überlasten, während gleichzeitig eine Bindung an das Land entstand.

Warum wurden bestimmte Volksstämme wie Syrer und Babylonier aus dem Heer ferngehalten?

Die Seleukiden fürchteten, dass eine militärische Ausbildung und Bewaffnung dieser Bevölkerungsgruppen das Risiko für Aufstände im Zentrum des Königreichs, die dessen Bestand gefährden könnten, massiv erhöhen würde.

Welchen Einfluss hatten die seleukidischen Militärtraditionen auf die römische Zeit?

Der Autor argumentiert, dass spätere römische Herrschaftssysteme und Behördenstrukturen indirekt in ihren Organisationsprinzipien von den administrativen Errungenschaften der hellenistischen Königreiche profitierten.

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Details

Title
Das seleukidische Heer
College
University of Würzburg
Grade
2
Author
Susanne Weid (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V47048
ISBN (eBook)
9783638440912
Language
German
Tags
Heer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Weid (Author), 2003, Das seleukidische Heer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47048
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