Die Hausarbeit untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen Geschlecht, dem sozioökonomischen Status sowie der Gesundheit besteht. Bei der Analyse wurden die Daten der GEDA Studie 2012 genutzt.
Das Oberthema Gesundheit scheint in Bezug auf soziale Ungleichheit relevant, da viele Menschen Gesundheit als das wichtigste Gut in ihrem Leben wahrnehmen. Die Arbeit verbindet die beiden Ebenen der vertikalen und der horizontalen Ungleichheit, um eine spezifische Aussage über Frauen mit einem sozioökonomisch niedrigen Status zu treffen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theorien zu dem Verhältnis gesunder Lebenserwartung und reeller Lebenserwartung
3. Forschungshintergrund
3.1 Definition soziale Ungleichheit
3.2 Forschungshintergrund Soziale Ungleichheit und gesunde Lebenserwartung in Deutschland
3.3 Forschungshintergrund Frauen und gesunde Lebenserwartung in Deutschland
4. Methode
4.1 Gesundheit in Deutschland aktuell 2012 (GEDA 2012)
4.2 GEDA Studie- Chronische Erkrankung
4.3 GEDA Studie- Gesundheitliche Einschränkung
4.4 GEDA Studie- Risikofaktoren
5. Diskussion
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Ungleichheit auf die gesunde Lebenserwartung von Frauen mit einem sozioökonomisch niedrigen Status in Deutschland, basierend auf Daten der GEDA Studie 2012.
- Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status und gesundheitlicher Lage
- Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der gesunden Lebenserwartung
- Analyse chronischer Erkrankungen und gesundheitlicher Einschränkungen
- Einfluss von Risikofaktoren wie Ernährung, Sport und Arbeitsbedingungen
- Verknüpfung theoretischer Konzepte mit quantitativen Studiendaten
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition soziale Ungleichheit
Um den Zusammenhang von sozialer Ungleichheit und gesunder Lebenserwartung zu untersuchen, muss man zunächst klären, wie soziale Ungleichheit definiert werden kann und an welchen Indikatoren sie gemessen werden kann. Jens Hoebel schreibt hierzu:
„Soziale Ungleichheit besteht [...] immer dann, wenn sich durch die unterschiedliche Verfügung über als wertvoll erachtete Ressourcen regelmäßig Vor- und Nachteile im Hinblick auf zentrale Aspekte gesellschaftlicher Teilhabe ergeben“ (Hoebel 2017: 4).
Die wichtigsten Ressourcen seien vor allem Einkommen, Bildung und Berufsstatus (vgl., Schulze/ Unger 2013: 547). Die einzelnen Indikatoren würden sich gegenseitig beeinflussen. Ein hoher Bildungsstatus verhelfe oftmals zu einem hohen ökonomischen Kapital, welches wiederum weitere Indikatoren positiv beeinflussen könne wie beispielsweise die soziale Teilhabe (vgl. Lichtenberger 2013: 21). Die Indikatoren zur Messung sozialer Ungleichheit können je nach Studie variieren. In der von mir ausgewählten Studie wurde der Bildungsabschluss als Indikator ausgewählt (vgl., GEDA 2014: 7).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich des Einflusses sozialer Ungleichheit auf die gesunde Lebenserwartung von Frauen mit niedrigem sozioökonomischem Status.
2. Theorien zu dem Verhältnis gesunder Lebenserwartung und reeller Lebenserwartung: Darstellung verschiedener theoretischer Ansätze zur Abgrenzung von chronischer Krankheit und tatsächlicher Lebenserwartung.
3. Forschungshintergrund: Theoretische Definition von sozialer Ungleichheit und Überblick über den bisherigen Forschungsstand zum Thema Gesundheit in Deutschland.
4. Methode: Erläuterung der Datengrundlage der GEDA Studie 2012 und deren Relevanz für die Analyse von chronischen Krankheiten, Einschränkungen und Risikofaktoren.
5. Diskussion: Zusammenführung der theoretischen Annahmen mit den statistischen Ergebnissen und kritische Reflexion der Untersuchung.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Soziale Ungleichheit, gesunde Lebenserwartung, Frauen, GEDA Studie 2012, sozioökonomischer Status, Bildungsabschluss, chronische Erkrankung, gesundheitliche Einschränkung, Prävention, Lebensstil, Risikofaktoren, Deutschland, Gesundheitswesen, Gender Studies.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sich soziale Ungleichheit auf die gesunde Lebenserwartung von Frauen mit niedrigem sozioökonomischem Status in Deutschland auswirkt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind soziale Ungleichheit, die gesundheitliche Lage nach Statusgruppen, geschlechtsspezifische Unterschiede im Gesundheitswesen und der Einfluss von Lebensbedingungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Analyse der GEDA Studie 2012 zu erforschen, ob Frauen aus sozial schwachen Schichten eine geringere gesunde Lebenserwartung aufweisen als andere Bevölkerungsgruppen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine Sekundäranalyse der GEDA Studie 2012 des Robert-Koch-Instituts durchgeführt, wobei der Bildungsabschluss als zentraler Indikator für den sozioökonomischen Status diente.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, den aktuellen Forschungsstand, die Vorstellung der Datengrundlage und die detaillierte Auswertung bezüglich chronischer Erkrankungen und Risikofaktoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind soziale Ungleichheit, gesunde Lebenserwartung, GEDA Studie, sozioökonomischer Status und geschlechtsspezifische Gesundheitsunterschiede.
Inwiefern beeinflusst der Bildungsstatus die gesundheitliche Lage laut den Ergebnissen?
Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen aus der unteren Bildungsschicht signifikant häufiger von chronischen Erkrankungen und gesundheitlichen Einschränkungen betroffen sind als Frauen mit höherem Bildungsabschluss.
Welche Rolle spielen Arbeitsbedingungen für die Gesundheit der untersuchten Frauen?
Die Studie deutet darauf hin, dass Frauen in der unteren Bildungsschicht verstärkt unter belastenden Arbeitsbedingungen leiden, was ihre gesundheitliche Situation zusätzlich negativ beeinflusst.
Welche Bedeutung hat das Geschlecht in dieser Studie?
Obwohl Frauen allgemein eine höhere Lebenserwartung haben, zeigt die Studie, dass sie im Alter häufiger von multiplen chronischen Krankheiten betroffen sind, was die Bedeutung der Unterscheidung zwischen reeller und gesunder Lebenserwartung unterstreicht.
- Arbeit zitieren
- Sophia Jendrzejewski (Autor:in), 2018, Wie wirkt sich die soziale Ungleichheit auf die Lebenserwartung von Frauen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status aus?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470482