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Inklusive Pädagogik an Kindertagesstätten in Thüringen. Das Programm "Sprach-Kitas" und seine Umsetzung

Título: Inklusive Pädagogik an Kindertagesstätten in Thüringen. Das Programm "Sprach-Kitas" und seine Umsetzung

Tesis de Máster , 2017 , 95 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Elisa Herschleb (Autor)

Pedagogía - Pedagogía en educación Pre-escolar
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Diese Arbeit befasst sich mit der praktischen Umsetzung des Programms Sprach-Kitas in Thüringen. Dazu wurde eine Interviewstudie mit am Programm beteiligten Fachkräften durchgeführt. Der Umgang mit dem Programm lässt sich, basierend auf den Ergebnissen, nicht verallgemeinern, da jede Einrichtung verschiedene Bedarfe aufweist und die Fachkräfte unterschiedliche Herangehensweisen haben.

Nach dem schlechten Abschneiden deutscher Schüler in der PISA-Studie arbeiteten Bund und Länder an Vorschlägen zur Verbesserung der Bildungsbegebenheiten. Ein Beitrag hierzu ist das Programm Sprach-Kitas. Das Programm möchte sicherstellen, dass alle Kinder, unabhängig ihrer Herkunft, gleiche Startchancen beim Übergang vom Kindergarten zur Schule haben. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf alltagsintegrierter sprachlicher Bildung im Kindergarten, da Bildung nicht erst in der Schule beginnt. Zudem stellt die Sprache ein zentrales Mittel zur Bildung eines jeden Menschen dar.

Auch wenn das Programm einen durchaus durchdachten Ansatz für Kindertageseinrichtungen bietet, sind die personellen und materiellen Ressourcen vor Ort häufig nicht ausreichend. Auch gibt es in der Gestaltung des Programms und der daraus folgenden Umsetzung Schwachstellen, die aufgezeigt werden. Jede Einrichtung im Programm hat die Aufgabe, gezielt nach ihren spezifischen Defiziten zu suchen und dahingehend zu arbeiten, diese zu verbessern. Nur dann kann ein Erfolg für die Kinder tatsächlich eintreten. Die Ergebnisse zeigen, dass dies ein äußerst schwieriges Unterfangen darstellt, das eines behutsamen Vorgehens bedarf. Eine nachhaltige Etablierung ist bisher schwierig, da viele verschiedene Faktoren einander bedingen und dies zu einem vielschichtigen Prozess machen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Input-Faktoren im Spracherwerbsprozess bei Kindern

2.1. Allgemeine Faktoren

2.2. Aspekte der Sprachförderkompetenz von Fachkräften

2.3. Professionalisierung der Sprachförderkompetenz

2.4. Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist

2.4.1. Das Vorgängerprogramm: Schwerpunkt-Kitas: Sprache & Integration

2.4.2. Das Nachfolgeprogramm Sprach-Kitas

2.5. Basis des Porgramms: Orientierungsleitfäden des Deutschen Jugend Institutes

2.6. Akteure im Programm

3. Sprachentwicklung im Thüringer Bildungsplan

4. Begründung für die empirische Arbeit und Forschungsfragen

5. Zielgruppe und Untersuchungsinstrumente

5.1. Studie 1: Interviewstudie

5.2. Zielgruppe für das Interview

5.3. Qualitative Erhebungsform: Interview

5.4. Studie 2: Beobachtungen

5.5. Zielgruppe für die Beobachtung

5.6. Qualitative Erhebungsform: Beobachtung

6. Untersuchungsdurchführung

7. Auswertung der Interviews

7.1. Alltagsintegrierte sprachliche Bildung

7.2. Inklusives Sprachbildungskonzept

7.3. Chancen zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung erkennen und wahrnehmen

7.4. Qualitätssicherung

7.5. Sprachförderkompetenz

7.6. Feinfühlige Dialoghaltung und sprachliches Vorbild

7.7. Weiterbildungsmöglichkeiten

7.8. Die Arbeit im Team

7.9. Mehrsprachigkeit

7.10. Elternarbeit

7.11. Kritik am Programm

8. Auswertung der Beobachtungen

8.1. Beobachtung I

8.2. Beobachtung II

8.3. Vergleich der Beobachtungen

9. Zusammenfassung der empirischen Daten

10. Diskussion der Ergebnisse

10.1. Sprachfachkräfte

10.2. Kompetenzerwerb

10.3. Bundesprogramm Sprach-Kitas

10.4. Rahmenbedingungen in Einrichtungen

10.5. Einrichtungsteams

10.6. Sprachbildung im Thüringer Bildungsplan

10.7. Sprachbildung in der Erstausbildung von pädagogischen Fachkräften

11. Fazit & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die praktische Umsetzung des Bundesprogramms Sprach-Kitas an Kindertageseinrichtungen in Thüringen. Ziel der Arbeit ist es zu ergründen, wie das Programm vor Ort ankommt, welche Erfolge und Herausforderungen bei der Umsetzung auftreten und inwieweit die alltagsintegrierte sprachliche Bildung nachhaltig im Kita-Alltag verankert werden kann.

  • Praktische Implementierung des Bundesprogramms Sprach-Kitas in Thüringen
  • Analyse der Sprachförderkompetenz pädagogischer Fachkräfte
  • Rolle der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung und Inklusion
  • Zusammenarbeit mit Eltern und Teamdynamiken im Kontext der Sprachbildung
  • Identifikation von förderlichen Rahmenbedingungen und bestehenden Hemmnissen

Auszug aus dem Buch

2. Input-Faktoren im Spracherwerbsprozess bei Kindern

Ein Kind ist bereits als Säugling in der Lage, an Interaktionen mit seinen Bezugspersonen teilzunehmen, was für seine kognitive und emotionale Entwicklung unabdingbar ist. Bruner schreibt diesen Handlungen eine „Mittel-zum-Zweck-Sensibilität“ (1987: 19) zu. Das Kind tritt also in den sozialen Austausch und lernt dadurch in seiner sprachlichen Entwicklung stetig dazu. So kann sich seine Sprache immer weiter entwickeln. Im Zuge dieses Prozesses durchläuft das Kind in den ersten sechs Lebensjahren die wichtigsten Phasen der Sprachentwicklung (Jung & Günther 2016: 101).

Allerdings benötigen Kinder hierbei persönliche Begleitung für das Sprechen, Spielen, Leben und Lernen. Dieser Prozess kann als „Unterstützungssystem für den Spracherwerb“ (Bruner 1987: 32) bezeichnet werden. Mit Hilfe dieses Systems kann das Gegenüber des Kindes auf Worte oder andere Feinheiten eingehen, die das Kind in seiner Sprache noch nicht ausgeprägt hat und dann beispielsweise durch Aufsagen, Wiederholen oder Korrigieren das Kind beim Erlernen eben jener Worte unterstützen. Allerdings zählt hier, wie ebenfalls sehr anschaulich im Artikel der GEO beschrieben, auch die Art und Weise, wie mit einem Kind gesprochen wird. Freundlichkeit wird hier als erstes Gebot angeführt (Kretz 2016: 33). Harsche oder gar ablehnende Äußerungen dem Kind gegenüber bewirken zumeist eine weniger gelingende Ausprägung einer Sprache beim Kind (De Houwer, 2015a: 173; Hachul & Schönauer-Schneider 2016: 94).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des kindlichen Spracherwerbs und stellt die Relevanz der Sprachförderung im Kontext des Bundesprogramms Sprach-Kitas sowie dessen Einbettung in Thüringen dar.

2. Input-Faktoren im Spracherwerbsprozess bei Kindern: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des kindlichen Spracherwerbs, einschließlich der Rolle der Bezugspersonen, der Sprachförderkompetenz und der Strukturen des Programms Sprach-Kitas.

3. Sprachentwicklung im Thüringer Bildungsplan: Es wird die Verknüpfung des Bundesprogramms mit den bereits bestehenden Richtlinien des Thüringer Bildungsplans für frühkindliche Bildung untersucht.

4. Begründung für die empirische Arbeit und Forschungsfragen: Die Begründung für die empirische Untersuchung wird dargelegt und die zentralen Forschungsfragen zur Umsetzung des Programms in der Praxis formuliert.

5. Zielgruppe und Untersuchungsinstrumente: Die methodische Vorgehensweise der qualitativen Interviewstudie und der Beobachtungen sowie die Auswahl der Zielgruppe werden erläutert und begründet.

6. Untersuchungsdurchführung: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Ablauf der Datenerhebung, von der Pilotphase bis hin zur Kodierung der gewonnenen Interviewdaten.

7. Auswertung der Interviews: Hier werden die Ergebnisse der Befragungen detailliert analysiert, wobei Themen wie alltagsintegrierte Sprachbildung, Inklusion, Teamarbeit und die Rolle der Sprachfachkräfte im Zentrum stehen.

8. Auswertung der Beobachtungen: Die Beobachtungen in den Kindertageseinrichtungen werden ausgewertet, um ein praktisches Bild von der Umsetzung der sprachlichen Bildung zu erhalten.

9. Zusammenfassung der empirischen Daten: Eine Synthese der Ergebnisse aus den Interviews und Beobachtungen wird erstellt, die Stärken und Schwächen der Programmumsetzung aufzeigt.

10. Diskussion der Ergebnisse: Die Befunde werden kritisch im Lichte der Theorie reflektiert und in Bezug auf die Rahmenbedingungen sowie die berufliche Professionalisierung der Fachkräfte diskutiert.

11. Fazit & Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Ergebnisse und gibt Ausblicke auf notwendige Entwicklungen in der frühkindlichen Sprachbildung.

Schlüsselwörter

Spracherwerb, Sprach-Kitas, alltagsintegrierte Sprachbildung, Sprachförderkompetenz, Inklusion, Thüringen, Frühpädagogik, pädagogische Fachkräfte, Kindertageseinrichtung, Dialoghaltung, Mehrsprachigkeit, Elternarbeit, Qualitätsentwicklung, Bildungsgerechtigkeit, Sprachbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Bundesprogramm Sprach-Kitas in der täglichen Praxis thüringischer Kindertageseinrichtungen umgesetzt wird und welche Faktoren dabei für den Erfolg oder das Scheitern entscheidend sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die alltagsintegrierte Sprachbildung, die Stärkung der Sprachförderkompetenz bei Erziehern, die Rolle von Inklusion im Kita-Alltag, die Zusammenarbeit mit dem Team und den Eltern sowie die Herausforderungen durch Mehrsprachigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel zu verstehen, wie das Programm an einzelnen Einrichtungen ankommt, wie sich die Umsetzung gestaltet, ob es kritische Aspekte gibt und welche ersten Aussagen zur Effektivität der Maßnahme getroffen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Studie. Die Datenerhebung erfolgte primär über leitfadengestützte Interviews mit Sprachfachkräften und Fachberatern sowie durch ergänzende, nicht-teilnehmende Beobachtungen in Einrichtungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung des Spracherwerbs, der Vorstellung des Programms Sprach-Kitas, der Auswertung der empirischen Daten (Interviews und Beobachtungen) sowie der anschließenden kritischen Diskussion der Ergebnisse im Kontext bestehender Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Sprach-Kitas, alltagsintegrierte Sprachbildung, Sprachförderkompetenz, Inklusion und pädagogische Professionalisierung geprägt.

Wie bewerten die befragten Fachkräfte die Qualitätssicherung durch das Programm?

Die befragten Fachkräfte äußern sich überwiegend kritisch. Das onlinebasierte Monitoring wird als zu frei und fehleranfällig wahrgenommen, da keine direkte, verbindliche Unterschrift der verantwortlichen Sprachfachkraft mehr erforderlich ist.

Warum ist die Arbeit speziell für den Standort Thüringen relevant?

Thüringen nimmt eine Sonderrolle ein, da dort keine landesweiten Sprachstandserhebungen existieren. Die Arbeit liefert daher wichtige Einblicke in ein Bundesland, in dem die alltagsintegrierte Sprachbildung ohne ein zentrales, offizielles Diagnosesystem fest im Bildungsplan verankert ist.

Final del extracto de 95 páginas  - subir

Detalles

Título
Inklusive Pädagogik an Kindertagesstätten in Thüringen. Das Programm "Sprach-Kitas" und seine Umsetzung
Universidad
University of Erfurt  (Spracherwerb und Mehrsprachigkeit)
Calificación
1,5
Autor
Elisa Herschleb (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
95
No. de catálogo
V470511
ISBN (Ebook)
9783668957046
ISBN (Libro)
9783668957053
Idioma
Alemán
Etiqueta
inklusive pädagogik kindertagesstätten thüringen programm sprach-kitas umsetzung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elisa Herschleb (Autor), 2017, Inklusive Pädagogik an Kindertagesstätten in Thüringen. Das Programm "Sprach-Kitas" und seine Umsetzung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470511
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