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Sozialdemokratischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland

Title: Sozialdemokratischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland

Seminar Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 2

Autor:in: Susanne Weid (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Alle verschiedenartigen Einstellungen, Handlungen und Haltungen, die sich gegen den Nationalsozialismus als Ideologie und praktizierte Herrschaftsform richten, werden unter dem allgemeinen Begriff des Widerstandes zusammengefasst. Generell gibt es zu diesem Themenkomplex eine Fülle von Untersuchungen, trotzdem treten bei der Bewertung und Darstellung des Themas immer wieder Probleme auf, sei es wegen der Komplexität der Formen und Gruppen des Widerstandes, oder wegen der durchaus auftretenden unterschiedlichen Bewertungen. In diesem Zusammenhang muss unterschieden werden zwischen dem Begriff des passiven und des aktiven Widerstandes, wohingegen sich aber beide Arten des Widerstandes im Prinzip den gleichen Schwierigkeiten gegenübergestellt sehen. Diese sind unter anderem die Totalität des Regimes, was totale Überwachung und Bespitzelung, fehlende Grundrechte sowie das Ende von Parteien und Interessenverbänden mit sich zieht, sowie eine fehlende Tradition zur Auflehnung gegen die Staatsgewalt in Deutschland oder auch die über lange Zeit nicht stattfindende Unterstützung durch das Militär. Im Folgenden möchte ich anhand einer klassischen Vierteilung des Themenkomplexes chronologisch erörtern, inwiefern die genannten Schwierigkeiten, sowie andere Phänomene auf den Sozialdemokratischen Widerstand von 1933- 1945 in Deutschland zutreffen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Der Weg SPD in die Illegalität.

3. Widerstand in den Anfangsjahren des Regimes

3.1 Widerstandsgruppen zwischen 1933 und 1936

3.1.1 Die »Sozialistische Front«

3.1.2 »Latente« Widerstandsgruppen

3.1.3 Untergrundorganisationen in Großstädten und Regionen

3.2 Zusammenarbeit der SPD und KPD

4. Widerstand während der Entfaltung des Regimes

4.1 Widerstand auf »kleiner Flamme«

4.2 Die linken Zwischenparteien

4.2.1 »Sozialistische Arbeiterpartei (Deutschlands)« (SAP[D])

4.2.2 »Internationaler Sozialistischer Kampfbund« (ISK)

4.2.3 Der »Rote Stoßtrupp«

4.2.4 »Neu Beginnen«

5. Die letzten Jahre des Widerstandes

6. Abschließende Worte

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den sozialdemokratischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland im Zeitraum von 1933 bis 1945. Ziel ist es, die spezifischen Schwierigkeiten und Phänomene dieses Widerstands chronologisch darzustellen und aufzuzeigen, wie sich die sozialdemokratische Organisation unter den Bedingungen eines totalitären Regimes wandelte.

  • Die Entwicklung und der Übergang der SPD in die Illegalität.
  • Strukturen und Arbeitsweisen sozialdemokratischer Widerstandsgruppen in den Anfangsjahren.
  • Die Rolle linker Zwischenparteien und deren abweichende Strategien.
  • Die zunehmende Bedeutung von überparteilichen Widerstandskreisen in der Endphase des NS-Regimes.
  • Die konspirative Praxis der Selbstbehauptung im Untergrund.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 »Latente« Widerstandsgruppen

Zur zweiten Gruppe mussten in dieser Zeit beinahe alle bestehenden Widerstandsgruppen gerechnet werden. Folglich entstanden deren Zentren in Berlin, Oberschlesien, Sachsen, im Rhein- Main- und Neckerraum, im Ruhrgebiet, am Niederrhein und in Bremen und Hamburg. Auch in Süddeutschland, das heißt in Nürnberg, München, Augsburg und Stuttgart breiteten sich solche Organisationen aus. Vertreten waren vor allem die alten Basismilitanten. Hauptsächlich wurden sie geprägt durch das Verbreiten der Sopaden-Literatur unter den Genossen, wobei streng darauf geachtet wurde, dass nichts nach außen drang. „Solange diese Gruppen sich nach außen strikt abschlossen und tarnten und ihre Aktivitäten auf einen überschaubaren geographischen und sachlichen Bereich beschränkten, blieben sie relativ lange unentdeckt. Je isolierter die Gruppen arbeiteten, desto sicherer waren sie, aber desto weniger konnten sie auch irgendwelche größere Breitenwirkung erzielen.“ Es ging ihnen also zunächst nur um die reine Bewusstseinswahrung und den Informationsaustausch im eigenen Kreis, und „[...] nicht um selbstmörderische Agitation nach außen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor erläutert den Begriff des Widerstands und die Schwierigkeiten bei der Bewertung des sozialdemokratischen Widerstands zwischen 1933 und 1945.

2. Der Weg SPD in die Illegalität.: Das Kapitel behandelt den Verlust der legalen Existenz der SPD nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und die zögerliche Reaktion der Parteiführung.

3. Widerstand in den Anfangsjahren des Regimes: Es wird die Bildung des Exilvorstandes (Sopade) und die Entstehung verschiedener Widerstandsstrukturen im Inland beschrieben.

4. Widerstand während der Entfaltung des Regimes: Dieses Kapitel analysiert das Wirken auf „kleiner Flamme“ sowie die spezifischen Strategien kleinerer linker Zwischenparteien.

5. Die letzten Jahre des Widerstandes: Der Fokus liegt auf der Einbindung der Sozialdemokratie in überparteiliche Widerstandskreise und die Verschwörung des 20. Juli 1944.

6. Abschließende Worte: Die Arbeit resümiert, dass sich der sozialdemokratische Widerstand primär durch konspirative Selbstbehauptung und den Willen zum Überleben auszeichnete.

Schlüsselwörter

Sozialdemokratie, Nationalsozialismus, Widerstand, Illegalität, SPD, Sopade, Untergrund, NS-Regime, Konspiration, Selbstbehauptung, Exil, Widerstandsgruppen, Antifaschismus, Arbeiterbewegung, Sozialistische Front.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Formen und der Entwicklung des sozialdemokratischen Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime in Deutschland von 1933 bis 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Übergang der SPD in die Illegalität, die unterschiedlichen Widerstandstypen (von der Sopade bis zu Splittergruppen) und die spätere Vernetzung innerhalb des breiteren Widerstands bis hin zum 20. Juli 1944.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, chronologisch aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen der sozialdemokratische Widerstand existierte und wie er trotz totalitärer Unterdrückung versuchte, eine oppositionelle Haltung zu bewahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine chronologische Erörterung und stützt sich auf eine Analyse einschlägiger historischer Untersuchungen und zeitgenössischer Dokumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen der Machtübernahme, die Etablierung illegaler Strukturen in der Anfangszeit, die Rolle der „linken Zwischenparteien“ und schließlich die Verflechtung der Sozialdemokratie in den Widerstandskreisen der späten Kriegsjahre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Sozialdemokratie, Widerstand, Illegalität, Sopade, Konspiration und Selbstbehauptung.

Welche Rolle spielten die sogenannten „linken Zwischenparteien“?

Diese Gruppen, wie die SAP oder der ISK, waren oft besser auf die Illegalität vorbereitet als die SPD, da sie kleinere, konspirative Kaderstrukturen besaßen und weniger anfällig für die anfänglichen Massenverhaftungen waren.

Was geschah nach dem Scheitern des Attentats vom 20. Juli 1944?

Das Scheitern des Umsturzversuchs besiegelte das Schicksal der involvierten Widerstandskämpfer, die in der Folge von den Repressionen des Volksgerichtshofs und der „Welle des Terrors“ vernichtet wurden.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Sozialdemokratischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland
College
University of Würzburg
Grade
2
Author
Susanne Weid (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V47053
ISBN (eBook)
9783638440967
Language
German
Tags
Sozialdemokratischer Widerstand Nationalsozialismus Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Weid (Author), 2003, Sozialdemokratischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47053
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