Die Einsendeaufgabe thematisiert die Erstellung eines Trainingsplans für eine männliche Person, um Muskeln aufzubauen, den Körperfettanteil sowie den Blutdruck zu senken. Da der Kunde angibt, seit 2 Jahren regelmäßig Kraftsport zu machen, kann davon ausgegangen werden, dass er höhere und intensivere Belastungen gewöhnt ist.
In Bezug auf eine Krafttestung im Freizeitsportbereich eignen sich wenig aufwändige und einfach zu handhabende Kraftmessungen. Für den Kunden wird das X-RM (Mehrwiederholungskrafttest) Testverfahren genutzt. Mehrere Experten empfehlen, für die Bestimmung der submaximalen Trainingsintensität im Training nicht den Maximalkrafttest, sondern die im Training vorgegebene Anzahl an Wiederholungen unter Maximaler Intensität zu testen.
Ziel dieses Testverfahrens ist die Ermittlung des maximal bewältigbaren Gewichtes für eine festgelegte Wiederholungszahl. Dieses Gewicht richtet sich in den meisten Fällen nach der Wiederholungszahl, nach der im folgenden Mesozyklus je nach Trainingsziel (Maximalkrafttraining, Muskelaufbautraining oder Kraftausdauertraining), trainiert werden soll.
Dadurch lässt sich die spätere Trainingsplanung auf der ILB Methode aufbauen. Für die Risikobewertung einer arteriellen Hypertonie wird nach Empfehlung der WHO nicht mehr alleine der Blutdruck herangezogen, sondern das gesamte Risikoprofil des Kunden. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem Adipositas, Rauchen, Diabetes Mellitus, übermäßiger Alkoholkonsum, Stress, falsche Ernährung, und ähnliches. Da der Kunde jedoch von keinem dieser Risikofaktoren betroffen ist, besteht trotz Hypertonie ein niedriges Risiko hinsichtlich des Krafttrainings.
Inhaltsverzeichnis
1 DIAGNOSE
1.1 Krafttestung
2 ZIELSETZUNG
3 MAKROZYKLUSPLANUNG
4 MESOZYKLUSPLANUNG
5 EFFEKTE DES KRAFTTRAININGS BEI DIABETES MELLITUS TYP 2
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, auf Basis einer fundierten Anamnese und Krafttestung einen langfristigen, periodisierten Trainingsplan für einen Kunden mit Hypertonie zu erstellen, um dessen gesundheitliche Parameter zu verbessern und seine sportliche Leistungsfähigkeit zu steigern.
- Diagnostik und Krafttestung zur individuellen Trainingssteuerung
- Erstellung von Makro- und Mesozyklusplänen nach der ILB-Methode
- Gesundheitsorientiertes Training bei arteriellem Bluthochdruck
- Wissenschaftliche Analyse der Effekte von Krafttraining bei Diabetes Mellitus Typ 2
Auszug aus dem Buch
1.1 Krafttestung
Da der Kunde angibt, seit 2 Jahren regelmäßig Kraftsport zu machen, kann davon ausgegangen werden, dass er höhere und intensivere Belastungen gewöhnt ist.
In Bezug auf eine Krafttestung im Freizeitsportbereich eignen sich wenig aufwändige und einfach zu handhabende Kraftmessungen (Bös1987; Bös und Mechling, 1983). Für unseren Kunden wird das X-RM (Mehrwiederholungskrafttest) Testverfahren genutzt. Mehrere Experten empfehlen, für die Bestimmung der submaximalen Trainingsintensität im Training nicht den Maximalkrafttest, sondern die im Training vorgegebene Anzahl an Wiederholungen unter Maximaler Intensität zu testen. (Marshall & Fröhlich, 1999, S. 311)
Ziel dieses Testverfahrens ist die Ermittlung des maximal bewältigbaren Gewichtes für eine festgelegte Wiederholungszahl. Dieses Gewicht richtet sich in den meisten Fällen nach der Wiederholungszahl, nach der im folgenden Mesozyklus, je nachTrainingsziel (Maximalkrafttraining, Muskelaufbautraining oder Kraftausdauertraining), trainiert werden soll. (Strack&Eifler, 2005)
Dadurch lässt sich die spätere Trainingsplanung auf der ILB Methode aufbauen. Für die Risikobewertung einer arteriellen Hypertonie wird nach Empfehlung der WHO (1999, S. 151-184) nicht mehr alleine der Blutdruck herangezogen, sondern das gesamte Risikoprofil des Kunden. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem Adipositas, Rauchen, Diabetes mellitus, übermäßiger Alkoholkonsum, Stress, falsche Ernährung, und ähnliches (Steffel & Lüscher, 2011, S.24). Da unser Kunde jedoch von keinem dieser Risikofaktoren betroffen ist, besteht trotz Hypertonie ein niedriges Risiko hinsichtlich des Krafttrainings.
Zusammenfassung der Kapitel
1 DIAGNOSE: Erfassung des aktuellen Gesundheits- und Fitnesszustands eines 21-jährigen Kunden mittels Anamnesedaten und Durchführung einer Krafttestung zur Bestimmung der Trainingsintensitäten.
2 ZIELSETZUNG: Definition spezifischer, messbarer Ziele hinsichtlich Blutdrucksenkung, Muskelaufbau und Reduktion des Körperfettanteils in einem Zeitraum von 1 bis 12 Monaten.
3 MAKROZYKLUSPLANUNG: Erstellung eines langfristigen Trainingsplans, der verschiedene Phasen von Kraftausdauer bis zum Maximalkrafttraining nach der ILB-Methode strukturiert.
4 MESOZYKLUSPLANUNG: Detaillierte Ausarbeitung eines 2er-Splits (Push/Pull) unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und sportlichen Vorerfahrungen des Kunden.
5 EFFEKTE DES KRAFTTRAININGS BEI DIABETES MELLITUS TYP 2: Wissenschaftliche Betrachtung von zwei Studien, die den positiven Einfluss von Kraft- und Ausdauertraining auf die Prävention und Therapie von Diabetes Mellitus Typ 2 belegen.
Schlüsselwörter
Krafttraining, ILB-Methode, Trainingsplanung, Hypertonie, Diabetes Mellitus, Makrozyklus, Mesozyklus, Kraftausdauer, Muskelaufbau, Leistungsdiagnostik, X-RM Test, Gesundheitsmanagement, Periodisierung, Fitnessökonomie, Blutdruck.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines professionellen, sportwissenschaftlich fundierten Trainingsplans für einen Kunden mit diagnostiziertem Bluthochdruck, unter Berücksichtigung seiner individuellen Ziele.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der sportmedizinischen Anamnese, der Trainingsplanung mittels ILB-Methode sowie der Analyse von gesundheitlichen Anpassungsprozessen durch Krafttraining.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, durch eine strukturierte Periodisierung den Blutdruck des Kunden zu senken, Muskelmasse aufzubauen und den Körperfettanteil effizient zu reduzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das X-RM (Mehrwiederholungskrafttest) Verfahren sowie die Individuelle-Leistungsbild-Methode (ILB) zur Bestimmung der Trainingsintensität angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Diagnostik, die Zielformulierung sowie die konkrete Ausplanung des Makro- und Mesozyklus inklusive der theoretischen Begründung der Übungsauswahl.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Krafttraining, Periodisierung, ILB-Methode, Hypertonie und Leistungsdiagnostik maßgeblich bestimmt.
Warum wurde für den Kunden ein 2er-Split gewählt?
Der 2er-Split ermöglicht eine höhere Trainingsfrequenz und Konzentration pro Muskelgruppe, was angesichts des zeitlichen Verfügungsrahmens des Kunden optimal ist.
Welche Rolle spielt die Krankengeschichte für den Plan?
Aufgrund eines Kreuzbandrisses in der Vergangenheit wurden Übungen wie Beinbeugen und Beinstrecken integriert, um die Gelenkstabilität gezielt zu verbessern.
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- Christoph Kuhl (Author), 2018, Trainingslehre Krafttraining. Erstellung eines Trainingsplans durch Meso- und Makrozyklusplanung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470545