Die Hauptseminararbeit nähert sich über die Perspektive der Politischen Theorie sowie über die Fundamentalismus-Theorie Martin Riesebrodts der Evangelikalen Bewegung in Deutschland. Diese wird zunächst historisch sowie in ihrem Charakter als Bewegung eingeordnet, um schließlich auf ihr politisches Profil einzugehen.
Anschließend wird die Theorie Riesebrodts auf die Bewegung angewandt, außerdem werden der Standpunkt zum politischen System der Bundesrepublik Deutschland und die Strategien der Interessenartikulation und -vermittlung beleuchtet.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Forschungsstand
- Die deutsche Evangelikale Bewegung als fundamentalistische Gruppierung mit politischem Anspruch
- Fundamentalismus nach Martin Riesebrodt
- Theoretische Grundlagen
- Anwendung der Fundamentalismus-Theorie Riesebrodts auf die deutsche Evangelikale Bewegung
- Politisches Profil der deutschen Evangelikalen Bewegung
- Standpunkt zum politischen System der Bundesrepublik Deutschland
- Strategien der Interessenartikulation und -vertretung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Evangelikale Bewegung in Deutschland und setzt sich zum Ziel, ihre Einordnung als fundamentalistische Gruppierung mit politischem Anspruch zu analysieren. Dabei stehen die theoretischen Grundlagen des Fundamentalismus im Vordergrund, die Anwendung auf die Evangelikale Bewegung in Deutschland sowie deren politisches Profil in Bezug auf das politische System der Bundesrepublik und die Strategien zur Interessenartikulation und -vertretung.
- Definition und Abgrenzung des Begriffs „Evangelikalismus“
- Anwendung der Fundamentalismus-Theorie von Martin Riesebrodt auf die Evangelikale Bewegung in Deutschland
- Politische Positionierung der Evangelikalen Bewegung in Deutschland
- Strategien der Interessenartikulation und -vertretung durch die Evangelikalen Bewegung
- Die Rolle der Evangelikalen Bewegung im Kontext der säkularen Demokratie
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung
Die Einleitung beleuchtet die kontroverse öffentliche Wahrnehmung der Evangelikalen Bewegung in Deutschland, die sich in der Berichterstattung über das "Christival" widerspiegelt. Die Arbeit stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Einordnung der Evangelikalen Bewegung als fundamentalistische Gruppierung mit politischem Anspruch in den Vordergrund.
Forschungsstand
Dieser Abschnitt befasst sich mit dem Begriff des Fundamentalismus, seinen historischen Ursprüngen und seiner Verwendung im wissenschaftlichen Kontext. Er beleuchtet verschiedene Ansätze zum religiösen Fundamentalismus und stellt die Debatte um die Definition und Einordnung des Begriffs dar.
Die deutsche Evangelikale Bewegung als fundamentalistische Gruppierung mit politischem Anspruch
Dieses Kapitel analysiert die deutsche Evangelikale Bewegung im Kontext des Fundamentalismus. Es wird die Theorie von Martin Riesebrodt vorgestellt und auf die Evangelikale Bewegung angewendet. Darüber hinaus wird das politische Profil der Bewegung, ihr Standpunkt zum politischen System der Bundesrepublik Deutschland sowie ihre Strategien der Interessenartikulation und -vertretung untersucht.
Häufig gestellte Fragen
Wer gehört zur evangelikalen Bewegung in Deutschland?
Die Bewegung umfasst verschiedene protestantische Gruppierungen, die eine hohe Autorität der Bibel, die Notwendigkeit der persönlichen Bekehrung und die Missionierung betonen.
Ist die evangelikale Bewegung fundamentalistisch?
Die Arbeit analysiert dies anhand der Theorie von Martin Riesebrodt, die Fundamentalismus als Reaktion auf die Moderne und als Versuch der Re-Sakralisierung der Gesellschaft definiert.
Welche politischen Ziele verfolgen Evangelikale in Deutschland?
Oft stehen ethische Themen wie der Schutz des ungeborenen Lebens, Familienwerte und die Rolle der Religion im öffentlichen Raum im Vordergrund ihrer politischen Artikulation.
Wie bringen Evangelikale ihre Interessen in die Politik ein?
Dies geschieht durch Lobbyarbeit, die Gründung von Vereinen, die Teilnahme an öffentlichen Debatten (z.B. Christival) und die Vernetzung mit politischen Parteien.
Wie stehen Evangelikale zum politischen System der Bundesrepublik?
Die Bewegung erkennt das demokratische System an, steht jedoch in einem Spannungsverhältnis zur säkularen Ausrichtung des Staates bei bestimmten moralischen Fragen.
- Arbeit zitieren
- Carla Herrmann (Autor:in), 2018, Die Evangelikale Bewegung in Deutschland. Fundamentalistisch und politisch?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470678