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Die Geschichte der französischen Grammatik unter besonderer Berücksichtigung der schulgrammatischen Entwicklung

Title: Die Geschichte der französischen Grammatik unter besonderer Berücksichtigung der schulgrammatischen Entwicklung

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michel Allendörfer (Author), Pierre Banek (Author)

French Studies - Linguistics
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Für die Bearbeitung dieses Themas war eine zeitaufwändige Literaturrecherche notwendig, da nur sehr wenige ältere Schriften über die Geschichte der französischen Grammatik vorhanden sind. Daher musste die Aufgabenstellung zwischen uns aufgeteilt werden, um eine klar strukturierte Arbeit zu ermöglichen. Pierre Banek hat sich intensiv mit Literatur über die allgemeine Entwicklung der französischen Grammatik und den Anfängen der Schulsysteme in Frankreich auseinandergesetzt. Mit diesen Informationen haben wir eine Überleitung zur französischen Schulgrammatik geschaffen, deren wichtigste Passagen Michel Allendörfer herausgesucht hat. Anschließend haben wir unsere Recherche gemeinsam bearbeitet und sind zu diesem Ergebnis gekommen.
Jetzt, wo die Arbeit gerade noch rechtzeitig fertiggestellt worden ist, sind wir mit dem Ergebnis zufrieden und wir denken, dass wir uns damit nicht nur im Bezug auf das Lehramtsstudium ein wertvolles Wissen angeeignet haben, sondern auch etwas für unsere spätere Lehrtätigkeit als Französischlehrer gelernt haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Vorwort

1 Geschichte der Grammatik

1.1 Vom 7. – zum 15. Jahrhundert

1.2 Das 16. Jahrhundert

1.3 Das 17. Jahrhundert

1.4 Das 18. Jahrhundert

1.5 Das 19. Jahrhundert

1.6 Die drei Faktoren der grammatikalischen Entwicklung in Frankreich

2 Einführung der Schulen

3 Die Geschichte der französischen Schulgrammatik

3.1 Die Entstehungsgründe der französischen Schulgrammatik

3.2 Die ersten französischen Schulgrammatiken von Restaut bis Chapsal

3.3 Die zweite französische Schulgrammatik

4 «Élemens de la grammaire françoise»

4.1 Lhomond und die erste Schulgrammatik

4.2 Die Struktur der «Élemens de la grammaire françoise»

4.3 Kurze Analyse der «Élemens de la grammaire françoise»

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der französischen Grammatik mit einem spezifischen Fokus auf den Wandel hin zur Schulgrammatik, um aufzuzeigen, wie pädagogische Anforderungen und gesellschaftliche Veränderungen die Lehrmethodik in Frankreich über Jahrhunderte hinweg geprägt haben.

  • Historische Entwicklung der französischen Sprachbeschreibung vom 7. bis zum 19. Jahrhundert.
  • Einfluss der Universalgrammatik und des Rationalismus auf die französische Sprachbetrachtung.
  • Rolle des Schulsystems bei der Etablierung einer nationalen Standardsprache.
  • Pädagogische Innovationen und Methoden im Französischunterricht des 18. und 19. Jahrhunderts.
  • Analyse der «Élemens de la grammaire françoise» von Lhomond als Meilenstein der Schulgrammatik.

Auszug aus dem Buch

4.3 Kurze Analyse der «Élemens de la grammaire françoise»

Lhomonds Schulgrammatik ist wesentlich kürzer als die zuvor erschienen Grammatiken, deshalb fragt sich der Leser, an welchen Stellen er sie verkürzt hat. Die Antwortet findet sich schnell, wenn die Definitionen der einzelnen Wortarten betrachtet werden. Zwar wird ihre jeweilige Bestimmung erklärt, wie zum Beispiel: «On connoit un verbe en françois quand on peut y ajouter ces pronoms: je, tu, il, nous, vous, ils» (Lhomond, 1780, zitiert nach Chervel, 1977, S. 58), die Regeln für die Unterkategorien werden allerdings nur dann angesprochen, wenn sie für eine korrekte Schreibweise erforderlich sind.

Auch hierfür wieder ein Exempel: Zuvor unterteilten die Grammatiker das Nomen in viele verschieden Kategorien, wie beispielsweise das «nom absolu (homme, oiseau)», das «nom relatif (père, fils)» etc., die Kenntnis dieser Nomen ist allerdings nicht erforderlich, um fehlerfrei schreiben zu können. Lhomond unterteilt die Nomen in nur drei Unterkategorien: «noms composés», «noms de nombre» und «noms partitifs».

Der Schüler oder die Schülerin muss zum Beispiel wissen, dass es bei den «noms partitifs» Nomen gibt, die zwar im Singular stehen, die das anschließende Verb jedoch in den Plural „zwingen“: «La plupart des enfants sont gentils». Lhomond revolutioniert die Grammatik also, indem er alle Regeln vernachlässigt, die für den schriftlichen Gebrauch des Französischen unwichtig sind. Die SchülerInnen können sich also nur auf das Nötigste konzentrieren. Außerdem wird durch seine Schulgrammatik deutlich, dass die sprachliche Kommunikation im Französischunterricht vernachlässigt wird. Dies ist aber nicht unbedingt ein Kritikpunkt, denn die Gesellschaft musste sich erstmal mit dieser „grammatischen Revolution“ identifizieren und konnte nicht durch völlig neue Unterrichtsprinzipien überfordert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Geschichte der Grammatik: Dieser Abschnitt beleuchtet die Entwicklung der Sprachbeschreibung vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert und identifiziert drei zentrale Faktoren für die grammatikalische Entwicklung in Frankreich.

2 Einführung der Schulen: Hier wird der Einfluss der französischen Revolution auf das Bildungswesen und die Gründung der «école centrale» mit ihrem spezifischen Lernplan thematisiert.

3 Die Geschichte der französischen Schulgrammatik: Dieses Kapitel analysiert die Entstehung der Schulgrammatik als Reaktion auf die zunehmende Industrialisierung und das Bedürfnis nach einer flächendeckenden Standardisierung der Nationalsprache.

4 «Élemens de la grammaire françoise»: Der Fokus liegt auf der Analyse von Lhomonds Werk, das die erste erfolgreiche französische Schulgrammatik darstellt und den Fokus vom Lateinischen auf die französische Schriftsprache verschob.

Schlüsselwörter

Französische Grammatik, Schulgrammatik, Lhomond, Sprachgeschichte, Universalgrammatik, Sprachbeschreibung, Orthographie, Bildungsreform, französische Sprache, Sprachunterricht, Rationalismus, Komparatistik, Sprachstandardisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der französischen Grammatik, speziell unter dem Aspekt, wie sich Lehrwerke und Grammatikverständnis zu einer schultauglichen Form für den Französischunterricht gewandelt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen die Geschichte der Sprachbeschreibung, die Entwicklung des französischen Schulsystems nach der Revolution sowie die pädagogischen Ansätze innerhalb der französischen Schulgrammatik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den historischen Prozess der Standardisierung der französischen Sprache durch Schulgrammatiken nachzuvollziehen und den Übergang von einer lateinisch geprägten Ausbildung hin zu einer eigenständigen französischen Sprachausbildung darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der historische Quellen zur Sprachbeschreibung und zur Entwicklung der Schulsysteme in Frankreich ausgewertet und kritisch interpretiert werden.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die chronologische Entwicklung der französischen Grammatiken vom 7. Jahrhundert bis zur Komparatistik des 19. Jahrhunderts sowie den Einfluss gesellschaftlicher und politischer Faktoren auf diese Entwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den zentralen Begriffen zählen: Schulgrammatik, Lhomond, Sprachgeschichte, Standardisierung, Orthographie und pädagogische Didaktik.

Warum war Lhomonds Grammatik ein Wendepunkt für den Unterricht?

Lhomond löste die Grammatik vom Vorrang des Lateinischen und strukturierte das Werk so, dass es auf die spezifischen Bedürfnisse der Schüler für den schriftlichen Gebrauch des Französischen zugeschnitten war.

Welche Rolle spielte die «école centrale» für die Grammatik?

Die «école centrale» markiert den Beginn einer systematischen pädagogischen Ausbildung, in der der Französischunterricht und die Vermittlung einer einheitlichen Nationalsprache an Bedeutung gewannen.

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Details

Title
Die Geschichte der französischen Grammatik unter besonderer Berücksichtigung der schulgrammatischen Entwicklung
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Romanische Sprachwissenschaften)
Course
Geschichte der Sprachbeschreibung: Die Universalgrammatik
Grade
2,0
Authors
Michel Allendörfer (Author), Pierre Banek (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V47073
ISBN (eBook)
9783638441094
Language
German
Tags
Geschichte Grammatik Berücksichtigung Entwicklung Geschichte Sprachbeschreibung Universalgrammatik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michel Allendörfer (Author), Pierre Banek (Author), 2004, Die Geschichte der französischen Grammatik unter besonderer Berücksichtigung der schulgrammatischen Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47073
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