Die Angst vor der Automatisierung und dem Verlust von Arbeitsplätzen ist seit Jahren ein Thema in der öffentlichen Diskussion. Vor allem die jüngste Weiterentwicklung von Robotern hat ein Maß erreicht, wie es zuvor nur aus Romanen und Filmen bekannt war.
Lisa Schwichtenberg schärft mit ihrer Publikation den Blick für die zahlreichen Vorteile arbeitserleichternder Technologien und technischer Hilfsmittel. Können diese auch Therapeuten unterstützen? Was müssen sie dafür können?
Schwichtenberg stellt Prototypen von Therapierobotern sowie deren Anwendungsgebiete vor. Gerade im Bereich der Altenpflege werden verschiedene technische Hilfsmittel entwickelt und getestet. Die Autorin untersucht deshalb auch, wie aufgeschlossen die Menschen gegenüber technischer Unterstützung in der Sozialen Arbeit sind.
Aus dem Inhalt:
- Pflegeroboter;
- Krankenpflege;
- OP-Roboter;
- Robotik;
- Therapie
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
Theoretischer Teil
2 Was sind Roboter?
2.1 Roboter und Androiden
2.2 Künstliche Intelligenz
2.3 „Uncanny Valley“
2.4 Darstellung in vergangenen und aktuellen Medien
3 Roboter und ihre Anwendungsgebiete
3.1 Die aktuelle Roboter-Generation
3.2 Anwendungsgebiete
4 Zusammenfassung theoretischer Teil
Empirischer Teil
5 Forschungsmethodik
5.1 Wahl der Methode
5.2 Konzeption und Durchführung
6 Auswertung
7 Diskussion
7.1 Akzeptanz von technischer Unterstützung in der Sozialen Arbeit
7.2 Vergleich mit den Ergebnissen der Europäischen Kommission
7.3 Geschlechtsunterschiede
8 Zusammenfassung des empirischen Teils
9 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Akzeptanz und Wahrnehmung von Therapierobotern und Künstlicher Intelligenz im Kontext der Sozialen Arbeit. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie angehende Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter gegenüber der Integration moderner Technologien in ihr Berufsfeld eingestellt sind und welche Rolle Vorerfahrungen sowie ethische Bedenken dabei spielen.
- Theoretische Grundlagen zur Robotik, Künstlichen Intelligenz und deren Medienbild
- Aktueller Stand der Technik bei Service-Robotern und assistiven Systemen
- Empirische Analyse der Einstellung angehender Sozialarbeiter (Umfrage an der Hochschule Mannheim)
- Vergleich der Ergebnisse mit Studien der Europäischen Kommission
- Ethische Reflexion über den Einsatz von Robotern in pflegerischen und sozialen Kontexten
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Die drei Gesetze der Robotik
Wie schon in Kapitel 2.1 erwähnt stammt die Bezeichnung Roboter aus einem fiktiven Werk, in dem sich der Autor mit den Auswirkungen mechanischer Sklavenarbeiter auf die menschliche Welt beschäftigt. Es ist daher naheliegend den künstlerischen Umgang mit Robotik zu erwähnen, der Ausdruck von menschlichen Wünschen und Sorgen ist.
In der Literatur ist das Genre Science Fiction, neben Fantasy, Krimi und Romantik, eines der beliebtesten. Roboter tauchen hier, neben extraterrestrischen Wesen, in fast jedem Werk auf. Die dabei thematisierten Konflikte zwischen Mensch und Roboter haben sich seit den Anfängen kaum verändert. In Isaac Asimovs Kurzgeschichte „Runaround“ aus den 40ern des vergangenen Jahrhunderts werden zum ersten Mal die drei Gesetze der Robotik erwähnt (vgl. Asimov 1977, S. 43; Barthelmeß und Furbach 2012, S. 94; Bizony 2015):
1. Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
2. Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem ersten oder zweiten Gesetz widerspricht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den technologischen Fortschritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz und thematisiert die Ängste vor Automatisierung sowie die Chancen für die Soziale Arbeit.
2 Was sind Roboter?: Dieses Kapitel definiert Roboter und Androiden, erläutert grundlegende KI-Konzepte wie den Turing-Test und das „Uncanny Valley“ sowie deren mediale Darstellung.
3 Roboter und ihre Anwendungsgebiete: Hier wird der aktuelle Stand der Technik (Hardware, Sensorik, soziale Robotik) analysiert und Anwendungsbeispiele in Privatleben, Industrie und Sozialem vorgestellt.
4 Zusammenfassung theoretischer Teil: Dieses Kapitel resümiert die theoretischen Erkenntnisse und leitet zur Fragestellung des empirischen Teils über.
5 Forschungsmethodik: Es werden der Aufbau der Online-Umfrage, die Wahl der Zielgruppe (Studierende der Sozialen Arbeit) und die methodischen Überlegungen zur Datenerhebung dargelegt.
6 Auswertung: Die erhobenen Daten der Umfrage werden statistisch aufbereitet, visualisiert und in Bezug auf Altersverteilung und Technologieeinstellung analysiert.
7 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, in verschiedene Teilnehmergruppen unterteilt und mit den Daten der Europäischen Kommission verglichen.
8 Zusammenfassung des empirischen Teils: Die zentralen Hypothesen werden auf Basis der Datenauswertung validiert oder verworfen.
9 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Bedeutung von Technikkompetenz in der Sozialen Arbeit und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Therapieroboter, Künstliche Intelligenz, Soziale Arbeit, Akzeptanz, Androiden, Uncanny Valley, Service-Roboter, Soziale Robotik, Turing-Test, Human-Robot-Interaction, Technologiekompetenz, Ethik, Automatisierung, Pflege, Assistenzsysteme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Robotern und Künstlicher Intelligenz in der Sozialen Arbeit und untersucht, wie angehende Fachkräfte diesen technologischen Wandel wahrnehmen und bewerten.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und technische Entwicklung von Robotern, die Auswirkungen von KI auf gesellschaftliche Bereiche sowie die spezifische Haltung von Studierenden der Sozialen Arbeit gegenüber diesen Assistenzsystemen.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Das Hauptziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, inwieweit angehende Sozialarbeiter/innen technologisch geschult sind, welche Akzeptanz sie gegenüber Robotern im Berufsalltag zeigen und ob Vorerfahrungen ihre Einstellung beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Untersuchung wird ein quantitativer Ansatz in Form einer Online-Umfrage unter Studierenden der Sozialen Arbeit in Mannheim und Frankfurt gewählt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Stands der Technik (Robotertypen, KI-Funktionen, Anwendungsbereiche) und einen empirischen Teil, der die erhobenen Umfragedaten diskutiert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Soziale Robotik, Akzeptanz, Assistenzsysteme, Künstliche Intelligenz und die interdisziplinäre Schnittstelle zwischen Technik und sozialer Fürsorge.
Welche Bedenken äußern die Befragten bezüglich des Roboter-Einsatzes?
Besonders bei sensiblen sozialen Tätigkeiten, wie der psychologischen Beratung oder Arbeit mit Kindern, besteht eine ausgeprägte Skepsis und teilweise sogar die Forderung nach einem Einsatzverbot.
Führt Vorerfahrung zwangsläufig zu einer positiveren Einstellung?
Nein, die Untersuchung zeigt, dass Vorerfahrung nicht automatisch mit einer positiveren Einstellung korreliert; vielmehr scheint ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweise und Einsatzbereiche entscheidender für eine differenzierte Akzeptanz zu sein.
- Arbeit zitieren
- Lisa Schwichtenberg (Autor:in), 2019, Therapieroboter und ihre Anwendungsgebiete. Akzeptanz neuer Technologien in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471193