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Zur Konzeptualisierung der Frau in der DDR und BRD

Eine sprachliche Untersuchung zu gesellschaftlichen Strukturen

Titel: Zur Konzeptualisierung der Frau in der DDR und BRD

Bachelorarbeit , 2018 , 65 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Marie Weddermann (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht, wie die Frau in der DDR und der BDR jeweils sprachlich konzeptualisiert wurde. Die zwei unterschiedlichen politischen Systeme der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik teilten 40 Jahre lang Deutschland. Dies lässt die Frage entstehen, inwieweit die Trennung eine Entwicklung der deutschen Sprache beeinflusst hat. In dieser Arbeit steht die Rolle der Frau im Fokus. Die Vorstellung des zurückgebliebenen Ostens ist immer noch weit verbreitet. Doch inwieweit stimmt das wirklich? In dieser Arbeit soll gezeigt werden, wie fortschrittlich Ostdeutschland im Vergleich zu Westdeutschland bezüglich der Emanzipation war. Gestützt wird sich dabei auf den Duden, welcher in zwei Fassungen (BRD/DDR) erschien.

Der sprachliche Bereich rund um die Frau erscheint dabei besonders ergiebig, da sich Sprachforscher bisher noch nicht mit einem Sprachvergleich bezüglich der Konzeptualisierung der Frau im geteilten Deutschland befasst haben und die Frau in den beiden ideologischen Systemen unterschiedliche Funktionen und Rollen einnahm, was in dieser Arbeit unter anderem aufgezeigt werden soll. Auf Seiten der BRD stand das Bild der Hausfrau und Mutter und in der DDR das Bild der Arbeiterin und Mutter. Interessant ist somit der Aspekt, ob sich das fortschrittliche Bild der DDR-Frau auch sprachlich zeigte. Das Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob eine Tendenz hinsichtlich der unterschiedlichen Frauenrollen existiert, die sich sprachlich manifestiert hat. Anders formuliert soll untersucht werden, ob unterschiedliche Tendenzen der Frauenkonzepte in der DDR und BRD existieren. Die Forschungsfrage ist, ob es sprachliche Unterschiede in der Konstruktion der Frauenrolle zwischen Ost- und Westdeutschland gab. Es ist anzunehmen, dass Sprache in der DDR vermehrt eine stärkere und unabhängigere Frauenrolle als in der BRD repräsentierte und dass diese Unterschiede sich auf die soziale Struktur des jeweiligen Gebiets zurückführen lassen, denn die Sprache konstruiert Wirklichkeit und es erscheint daher nur plausibel, dass sich gesellschaftliche Strukturen auch sprachlich zeigen.

Zur Untersuchung des Ziels und der Forschungsfragen sowie der Überprüfung der Hypothesen wird mithilfe von Wörterbüchern aus der Zeit der Teilung der DDR und BRD die Sprache aus den jeweiligen Gebieten analysiert und verglichen. Dabei werden die Wörterbücher des Dudens betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsüberblick

3. Situation der Frauen in Ost- und Westdeutschland

3.1 Überblick über die Situation nach der Teilung Deutschlands

3.2 Frauen in der DDR

3.2.1 Frauen im Bereich der Politik

3.2.2 Staatliche Unterstützung der Frau

3.2.3 Frauen in der Arbeit

3.2.4 Frauen in der Bildung

3.2.5 Die doppelte Rolle der Frau

3.3 Frauen in der BRD bis 1989

3.3.1 Erwerbstätigkeit der Frau

3.3.2 Frauen und politische Regelungen

3.3.3 Die Rolle der Frau

3.4 Zusammenfassung und Fazit

4. Sprache in Ost- und Westdeutschland

4.1 Merkmale der Sprache in der DDR

4.2 Merkmale der Sprache in der BRD

4.3 Zusammenfassung und Fazit

5. Untersuchung: Darstellung der Frau

5.1 Konzepte der Frau

5.1.1 Konzepte in Tabelle: Anredeformen

5.1.2 Konzepte in Tabelle: Arbeit und Bildung

5.1.3 Konzepte in Tabelle: Beschreibungen

5.1.4 Konzepte in Tabelle: Bezeichnungen

5.1.5 Konzepte in Tabelle: Haushalt und Familie

5.1.6 Konzepte in Tabelle: Nationalitäten

5.1.7 Konzepte in Tabelle: Politik

5.1.8 Konzepte in Tabelle: Religion

5.1.9 Konzepte in Tabelle: Bezeichnungen für Stärke

5.1.10 Konzepte in Tabelle: Tätigkeiten

5.2 Gesamtauswertung

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die sprachliche Konzeptualisierung der Frau im geteilten Deutschland (DDR und BRD) unter Verwendung von Wörterbuchvergleichen der Dudenausgaben. Das primäre Ziel ist es, sprachliche Unterschiede in der Konstruktion der Frauenrolle zwischen den beiden politischen Systemen zu identifizieren und zu prüfen, ob die in der DDR propagierte unabhängigere Frauenrolle tatsächlich eine Spiegelung in der Sprache gefunden hat.

  • Sprachvergleich zwischen den Dudenausgaben der DDR und BRD
  • Analyse historischer und sozialer Strukturen in Bezug auf die Frauenrolle
  • Kategorisierung von Frauenkonzepten in verschiedenen Themenbereichen (Arbeit, Haushalt, Politik etc.)
  • Untersuchung von Sprachlenkung und ideologischen Einflüssen auf die Lexik
  • Bewertung von Rollenbildern der Frau als Hausfrau/Mutter versus Arbeiterin/Mutter

Auszug aus dem Buch

1.Einleitung

„Gesellschaftliche Veränderungen spiegeln sich in der Sprache wider.“

Die zwei unterschiedlichen politischen Systeme der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik teilten 40 Jahre lang Deutschland. Dies lässt die Frage entstehen, inwieweit die Trennung eine Entwicklung der deutschen Sprache beeinflusst hat. Der sprachliche Bereich rund um die Frau erscheint dabei besonders ergiebig, da sich Sprachforscher bisher noch nicht mit einem Sprachvergleich bezüglich der Konzeptualisierung der Frau im geteilten Deutschland befasst haben und die Frau in den beiden ideologischen Systemen unterschiedliche Funktionen und Rollen einnahm, was in dieser Arbeit unter anderem aufgezeigt werden soll. Auf Seiten der BRD stand das Bild der Hausfrau und Mutter und in der DDR das Bild der Arbeiterin und Mutter. Interessant ist somit der Aspekt, ob sich das fortschrittliche Bild der DDR-Frau auch sprachlich zeigte.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in die Thematik der sprachlichen Konzeptualisierung der Frau im geteilten Deutschland und Darlegung der Forschungsfrage.

2.Forschungsüberblick: Überblick über bisherige wissenschaftliche Arbeiten und Literatur im Bereich der DDR- und BRD-Sprachforschung.

3. Situation der Frauen in Ost- und Westdeutschland: Analyse der sozialen und politischen Strukturen sowie der Rollenbilder von Frauen in beiden deutschen Staaten.

4. Sprache in Ost- und Westdeutschland: Untersuchung der linguistischen Unterschiede und der Auswirkungen von Ideologie auf die Sprachgestaltung in der DDR und BRD.

5. Untersuchung: Darstellung der Frau: Praktischer Teil der Arbeit, in dem die Frau anhand eines tabellarischen Wörterbuchvergleichs auf verschiedene Konzepte hin untersucht wird.

6. Schluss: Reflexion der Ergebnisse und Zusammenfassung der Erkenntnisse im Hinblick auf die untersuchten Rollenbilder.

Schlüsselwörter

DDR, BRD, Duden, Frauenrolle, Sprachvergleich, Linguistik, Hausfrau, Arbeiterin, Emanzipation, Sprachlenkung, Wortschatzanalyse, Geschlechterrolle, Sozialismus, Frauenbild, Frauenförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Rolle der Frau im geteilten Deutschland sprachlich in Wörterbüchern der DDR und BRD konstruiert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die soziale Stellung der Frau, Unterschiede in der Erwerbstätigkeit, die gesellschaftliche Wahrnehmung als Mutter oder Arbeiterin und deren sprachliche Abbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob sich die ideologischen Unterschiede zwischen der DDR und BRD in Bezug auf die Frauenrolle in den jeweiligen Wörterbüchern manifestiert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systematische Analyse und ein direkter Vergleich von zwei Duden-Ausgaben (Mannheimer Ausgabe 1980 und Leipziger Ausgabe 1985) vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Kontext über die Frauensituation, eine linguistische Untersuchung der Sprache und einen tabellarischen Vergleich von Begriffen, die sich auf das weibliche Geschlecht beziehen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachlenkung, Gleichberechtigung, Arbeitsmarkt, Rollenbilder und soziolinguistische Entwicklung geprägt.

Welche Rolle spielt die Sprache der DDR laut dem Fazit?

Das Fazit stellt fest, dass die DDR-Duden die Frau in ihrer Rolle sprachlich neutraler darstellen als die BRD-Duden, wenngleich die DDR häufiger die maskuline Form für beide Geschlechter verwendet.

Wie unterscheidet sich das Bild der Frau in der BRD-Duden Darstellung?

Der BRD-Duden zeigt eine ausgeprägtere Tendenz zur negativen oder spöttischen Darstellung der Frau und stellt sie häufiger in der klassischen Rolle der Hausfrau oder in untergeordneten Arbeitsverhältnissen dar.

Ende der Leseprobe aus 65 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Konzeptualisierung der Frau in der DDR und BRD
Untertitel
Eine sprachliche Untersuchung zu gesellschaftlichen Strukturen
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
2,1
Autor
Marie Weddermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
65
Katalognummer
V471268
ISBN (eBook)
9783668957565
ISBN (Buch)
9783668957572
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frau Emanzipation Frauenrolle Stellung DDR Gesellschaft BRD Sprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie Weddermann (Autor:in), 2018, Zur Konzeptualisierung der Frau in der DDR und BRD, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471268
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Leseprobe aus  65  Seiten
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