Diese Arbeit befasst sich mit neuen Methoden der Leistungsbewertung in der Schule. Im Folgenden möchte ich kurz einige Möglichkeiten nützlicher Verfahren in der Leistungsbewertung vorstellen, die meiner Meinung nach für viele SchülerInnen förderlich sein können, Vielfalt und Abwechslung in den Unterricht bringen und trotzdem gute Indikatoren für die Messung von Leistungen darstellen.
Die Beurteilung über die Leistungen einzelner SchülerInnen erfolgt in fast allen Schulen mittels Notengebung von Eins bis Fünf. Diese werden in der Leistungsbeurteilungsverordnung (LBVO) genauer definiert (siehe § 14 LBVO). Auch die Formen zur Feststellung von Leistung werden in dieser genannt und genauer beschrieben. So dienen die Mitarbeit der SchülerInnen, mündliche Prüfungen oder Übungen, Schularbeiten, diverse andere schriftliche Überprüfungen und praktische oder graphische Arbeitsformen zur Beurteilung von Leistungen der SchülerInnen (vgl. § 3 LBVO).
Die Leistungsbewertung sollte variieren, auf die einzelnen Klassen und SchülerInnen individuell eingehen und versuchen, die Stärken dieser so gut es geht heraus zu kitzeln. Denn natürlich ist es wichtig, unterschiedliche Beurteilungsmethoden auf verschiedenen Klassen und Kinder abzustimmen, da für die einen eine bestimmte Methode geeigneter erscheint als für die anderen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Neue Methoden der Leistungsbeurteilung
2.1. Portfolio
2.2. Lerntagebuch
2.3. Wochenplan
2.4. Leistungspräsentation
2.5. Kooperatives Lernen
3. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht alternative Methoden der Leistungsbeurteilung in der Schule, um aufzuzeigen, wie abwechslungsreiche und förderliche Verfahren die herkömmliche Notengebung ergänzen oder erweitern können.
- Bedeutung alternativer Lernkulturen und individueller Leistungsförderung
- Methodenportfolio zur Prozess- und Produktbewertung
- Reflexion durch Lerntagebücher und Wochenpläne
- Präsentationsformen als alternative Leistungsnachweise
- Kooperatives Lernen als Methode zur Kompetenzentwicklung
Auszug aus dem Buch
2.1. Portfolio
Im Gegensatz zur Bewertung von Prozessen und Präsentationen ist die Bewertung eines Produktes einfach, da ein Produkt mehrfach angeschaut, analysiert und kontrolliert werden kann – bis man als Prüfer zu einem fundierten und begründeten Urteil kommt. (Sacher/Winter 2012, 188)
Bei einem Portfolio handelt es sich um ein Sammelband an Arbeiten zu einem oder mehreren Themen. Die Gestaltung kann sehr facettenreich sein, lässt viel Spielraum und wird meist von Lehrperson zu Lehrperson unterschiedlich konstruiert.
Ich bat eine Englischlehrerin der Schule G. (Oberösterreich) mir Informationen darüber zu geben, warum sie gerne Portfolios mit ihren SchülerInnen gestaltet. Sie erzählte mir, dass sie Portfoliomappen mit ihren SchülerInnen von der ersten Klasse bis zur vierten führt, sie also eine Sammlung über die gesamten vier Jahre der Schule vor sich haben und jederzeit auf bestimmte vorherige Themen zurückschauen und -greifen können. Sie haben die Möglichkeit, ihre Leistungsverbesserungen von Texten vor sich zu sehen, ebenfalls so die Lehrperson, und die SchülerInnen haben zusätzlich zu den Texten Informationen über den Aufbau von diesen direkt dabei. Sie merkte ebenfalls an, dass die Portfolios den SchülerInnen sehr viel Freude bereiten, sie gestalten die Texte gerne mit dazugehörigen Bildern, verzieren die Mappen an sich sehr anschaulich und nett und zeigen die Portfolios gerne her. Sie sieht also sehr viele Vorteile in dieser Art von Leistungsbewertung, da auch die SchülerInnen die Möglichkeit haben, ihre eigenen Schreibfähigkeiten zu reflektieren und diese auch zu bewerten lernen. (Untersteiner E., Interview 25.4.2018)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle rechtliche Lage der Leistungsbeurteilung in Österreich und führt in die Notwendigkeit ein, alternative, förderliche Bewertungsmethoden zu betrachten.
2. Neue Methoden der Leistungsbeurteilung: Dieses Kapitel stellt verschiedene moderne Ansätze wie Portfolios, Lerntagebücher, Wochenpläne, Präsentationen und kooperatives Lernen vor, die eine vielfältige Leistungsbestimmung ermöglichen.
3. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel betont die Notwendigkeit einer individuellen und variablen Leistungsbewertung, die die Stärken der Schülerinnen und Schüler in den Vordergrund stellt.
Schlüsselwörter
Leistungsbeurteilung, Schule, Portfolio, Lerntagebuch, Wochenplan, Leistungspräsentation, Kooperatives Lernen, Reflexionskompetenz, Lernkultur, Schulleistung, Kompetenzorientierung, Individuelle Förderung, Prozessbewertung, Produktbewertung, Unterrichtsentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung mit traditioneller Leistungsbeurteilung in Schulen und der Vorstellung alternativer, schülerorientierter Methoden.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind Methoden wie Portfolios, Lerntagebücher, Wochenpläne, verschiedene Präsentationsformen sowie kooperative Lernarrangements.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrkräfte durch neue Methoden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler facettenreicher und individueller erfassen und fördern können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf Experteninterviews mit Lehrkräften und einem Schulleiter, um die praktische Anwendung der Methoden zu untermauern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung der einzelnen Methoden inklusive praktischer Beispiele aus dem Schulalltag und deren pädagogischem Nutzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Leistungsbeurteilung, individuelle Förderung, neue Lernkultur und verschiedene spezifische Methoden des offenen Lernens.
Warum wird das Portfolio als Methode besonders hervorgehoben?
Das Portfolio erlaubt eine langfristige Dokumentation der Lernentwicklung und ermöglicht es Schülern, eigene Fortschritte selbst zu reflektieren und zu bewerten.
Wie unterstützt das kooperative Lernen die Leistungsbewertung?
Es fördert soziale Kompetenzen und Verantwortung; zudem dient die Prozessbegleitung als Grundlage für eine ganzheitlichere Beurteilung, die über ein reines Endprodukt hinausgeht.
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- Marlene Untersteiner (Author), 2018, Neue Methoden der Leistungsbeurteilung in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471368