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Schreibkonferenzen im schulischen Kontext. Eine qualitative Verbesserung der Schreibkompetenz?

Título: Schreibkonferenzen im schulischen Kontext. Eine qualitative Verbesserung der Schreibkompetenz?

Trabajo Escrito , 2019 , 13 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anna Wiechers (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística
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Diese Hausarbeit widmet sich der Methode der Schreibkonferenz. Dabei wird die These aufgestellt, dass die Schreibkonferenz im schulischen Kontext zu einer qualitativen Verbesserung der Schreibkompetenz beiträgt und ebenso positiv auf die Schreibmotivation der Schülerinnen und Schüler wirken kann. Als Fragestellung wird die Eignung der Methode zum eigenverantwortlichen Bearbeiten von Texten durch Schülerinnen und Schüler zur Diskussion gestellt.

Dazu wird zuerst der Ursprung der Methode in dem Modell von Donald Graves, sowie im Folgenden die Weiterentwicklung unter Gudrun Spitta für den deutschen Sprachraum vorgestellt. Es werden sowohl Voraussetzungen, Anforderungen und Ablauf einer Schreibkonferenz erläutert, als auch die nach Spitta festgehaltenen fünf Regeln für Schreibkonferenzen. Anschließend werden mögliche Schwierigkeiten mit der Methode dargelegt und die Ziele dieser Arbeitsweise insgesamt aufgezeigt, bevor schlussendlich ein Fazit erfolgt, sowie ein Ausblick.

"Writing is rewriting" und doch wird der Aspekt des Überarbeitens im Zuge des traditionellen Aufsatzunterrichts nur am Rande betrachtet. Entwürfe werden zu einem häufig durch die Lehrkraft vorgegebenen Thema geschrieben, eingesammelt und benotet, auch wenn es sich dabei nur um einen ersten Entwurf der Schülerinnen und Schüler handelt. Was dabei sprichwörtlich hinten überfallen kann, ist nicht nur die Berührung mit der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler mit und durch das Schreiben, sondern infolgedessen möglicherweise auch die Schreibmotivation und einiges mehr. Das Verfassen von Texten spielt bei vielen Menschen im späteren Leben keine oder nur eine untergeordnete Rolle, was häufig mit negativen Erfahrungen begründet wird. Um dies zu verhüten, wurden auch im Zuge der Schreibprozessforschung verschiedene unterrichtspraktische Modelle entwickelt, durch deren Einbindung in den Unterricht die Kinder wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt werden können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Erläuterung von These, Fragestellung und Methodik der vorliegenden Arbeit

1.2. Entwicklung vom 18. Jahrhundert bis zur kommunikativen Wende der 1970er Jahre

2. Modell der „Writing Conference“ nach Donald H. Graves

2.1. Modifizierung der „Writing Conference“ durch Gudrun Spitta

2.1.1. Voraussetzungen, Anforderungen & Ablauf nach Spitta

2.1.2. Fünf Regeln für Schreibkonferenzen

2.1.3. mögliche Schwierigkeiten mit der Methode der Schreibkonferenz

2.1.4. Ziele der Schreibkonferenz

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Potenzial der Methode der Schreibkonferenz im schulischen Kontext mit dem Ziel, eine qualitative Verbesserung der Schreibkompetenz sowie eine Steigerung der Schreibmotivation bei Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen. Dabei wird diskutiert, inwieweit diese Methode das eigenverantwortliche Bearbeiten von Texten fördern kann.

  • Grundlagen der Schreibprozessforschung und des prozessorientierten Schreibens
  • Das Modell der „Writing Conference“ von Donald H. Graves
  • Methodische Modifizierungen nach Gudrun Spitta für den Deutschunterricht
  • Strukturierung, Ablauf und Regeln von Schreibkonferenzen in der Schule
  • Effekte auf Schreibmotivation, Metakommunikation und Sozialkompetenz

Auszug aus dem Buch

2. Modell der „Writing Conference“ nach Donald H. Graves

In den 1980er Jahren stellte der britische Grundschullehrer Donald H. Graves eine neu entwickelte Methode vor, die er die „Writing Conference“ nannte. Er geht davon aus, dass Kinder vor Beginn der Schule eine ungezwungene Beziehung zum Schreiben hätten, sich diese jedoch drastisch verändere, sobald die Kinder eingeschult würden, was einen freien Schreibprozess behindern würde. Grund für diese Veränderung ist die Unschuld, die vor Schulbeginn mit dem Schreibprozess beziehungsweise mit dem Beginn des Schreibens verknüpft ist, die sich nach der Einschulung jedoch in eine Zweckgebundenheit verwandelt. Einhergehend damit machen die Kinder die Feststellung, dass sie das Schreiben, so wie es nach den Konventionen der Erwachsenen definiert wird, noch nicht beherrschen, was zu einer Verunsicherung führt, mit der die Verletzbarkeit der Schülerinnen und Schüler steigt und die Unbeschwertheit abnimmt.

Weiterhin weist Graves daraufhin, dass die Lehrkraft möglichst des Schülers beziehungsweise der Schülerin Worte für die Wiederholung verwenden sollte und erst dann Fragen zu stellen sind. Damit diese Kriterien erfüllt werden können und das prozessorientierte der „Writing Conference“ umgesetzt werden kann, müssen einige Änderungen in Bezug auf das Lehrverhalten erfolgen. Die Änderungen betreffen die Wandlung von der aktiven Lehrkraft in eine eher passive bzw. Zuhörer- und Unterstützerrolle und dem passiven Schüler/-in in eine eher aktive Rolle. Die abnehmende Präsenz der Lehrkraft dient so dem Zweck der Erweiterung der Eigenkontrolle der Schülerinnen und Schüler. Betont wird bei der Methode der Schreibkonferenz nach Graves vor allem der hohe Zeitaufwand von viermal wöchentlich 45 bis 50 Minuten zu Beginn, um einen langfristigen Effekt erzielen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des traditionellen Aufsatzunterrichts ein und stellt die These auf, dass Schreibkonferenzen die Schreibkompetenz und -motivation fördern können.

1.1. Erläuterung von These, Fragestellung und Methodik der vorliegenden Arbeit: Dieser Abschnitt präzisiert das Vorhaben der Arbeit und kündigt die theoretische Herleitung über das Graves-Modell und dessen deutsche Adaption an.

1.2. Entwicklung vom 18. Jahrhundert bis zur kommunikativen Wende der 1970er Jahre: Es wird der historische Wandel der Aufsatzdidaktik von der mündlichen Rede und dem gebundenen Aufsatz hin zum kreativen und kommunikationsorientierten Schreiben nachgezeichnet.

2. Modell der „Writing Conference“ nach Donald H. Graves: Das Kapitel erläutert das Ursprungsmodell nach Graves, welches den Schreibprozess als Problemlösung in den Mittelpunkt stellt und eine veränderte Lehrerrolle erfordert.

2.1. Modifizierung der „Writing Conference“ durch Gudrun Spitta: Hier wird die Anpassung des Graves-Modells für den deutschsprachigen Raum vorgestellt, wobei der Fokus auf der Organisation von Schreib- und Überarbeitungsprozessen liegt.

2.1.1. Voraussetzungen, Anforderungen & Ablauf nach Spitta: Dieser Teil beschreibt die notwendige Eingewöhnungsphase sowie die vier festen Schritte einer Schreibkonferenz vom Entwurf bis zur Veröffentlichung.

2.1.2. Fünf Regeln für Schreibkonferenzen: Die fünf zentralen Regeln zur Konferenzarbeit in der Kleingruppe, von der inhaltlichen Diskussion bis zur satzweisen Korrektur, werden detailliert aufgeführt.

2.1.3. mögliche Schwierigkeiten mit der Methode der Schreibkonferenz: Das Kapitel identifiziert mögliche Hürden wie Themenfindungsschwierigkeiten oder Überforderung durch die geforderte Eigenverantwortung.

2.1.4. Ziele der Schreibkonferenz: Die angestrebten Verbesserungen in Bezug auf Sprache, Inhalt, Struktur und die Förderung der Reflexionsfähigkeit der Schüler werden zusammengefasst.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Schreibkonferenzen das Schreiben als dynamischen Problemlösungsprozess etablieren, der sowohl fachliche als auch soziale Kompetenzen stärkt.

Schlüsselwörter

Schreibkonferenz, Schreibdidaktik, Aufsatzunterricht, Schreibprozess, Donald H. Graves, Gudrun Spitta, Textüberarbeitung, Schreibmotivation, Schreibkompetenz, kreatives Schreiben, Metakommunikation, Grundschule, prozessorientiertes Schreiben, Schülerautonomie, Sozialkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Methode der Schreibkonferenz als Alternative zum traditionellen Aufsatzunterricht und untersucht deren Potenzial zur Förderung der Schreibkompetenz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Aufsatzdidaktik, die prozessorientierte Schreibforschung sowie die praktische Ausgestaltung von Schreibkonferenzen im schulischen Unterricht.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schreibkonferenzen durch eine stärkere Schülerorientierung und den Fokus auf Überarbeitungsprozesse die Schreibmotivation und Qualität der Schülertexte nachhaltig verbessern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Analyse fachdidaktischer Literatur zu den Modellen von Donald H. Graves und Gudrun Spitta.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Graves-Modells, dessen Modifikation durch Gudrun Spitta, die Erläuterung der konkreten Konferenzregeln sowie die Diskussion von Schwierigkeiten und Zielsetzungen.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?

Wichtige Begriffe sind Schreibkonferenz, prozessorientiertes Schreiben, Schreibmotivation, Textüberarbeitung und die Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter.

Warum unterscheidet sich die Schreibkonferenz vom klassischen Aufsatzunterricht?

Im Gegensatz zum traditionellen Unterricht, der oft nur den fertigen Aufsatz bewertet, rückt die Schreibkonferenz den rekursiven Prozess des Schreibens und die Überarbeitung als Problemlösung in den Mittelpunkt.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft in der Schreibkonferenz?

Die Lehrkraft gibt ihre aktive Rolle auf und agiert in einer passiven Unterstützerrolle, wobei sie durch die „Kunst des Zuhörens“ und des „Fragenstellens“ die Eigenkontrolle der Schüler fördert.

Warum ist die Veröffentlichungsstunde laut Spitta so bedeutend?

Sie gilt als „Lohn“ für die Mühen des Schülers und schafft durch die Aufmerksamkeit der gesamten Klasse einen wertschätzenden Rahmen für das entstandene Produkt.

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Detalles

Título
Schreibkonferenzen im schulischen Kontext. Eine qualitative Verbesserung der Schreibkompetenz?
Universidad
Free University of Berlin  (Deutsche und Niederländische Philologie)
Curso
Grundlagen Fachdidaktik Deutsch
Calificación
1,7
Autor
Anna Wiechers (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
13
No. de catálogo
V471385
ISBN (Ebook)
9783668962149
ISBN (Libro)
9783668962156
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schreibkonferenz Freies Schreiben Potenzial Schule Spitta Graves Ziele Literatur Erzählungen Geschichten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anna Wiechers (Autor), 2019, Schreibkonferenzen im schulischen Kontext. Eine qualitative Verbesserung der Schreibkompetenz?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471385
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