Die Welt befindet sich in einer komplexen und fortwährenden Entwicklung, die sich auf vielschichtige Weise im Leben der Menschen bemerkbar macht. Unsere Neugier und die wachsenden Erkenntnisse rundum das Leben, ermöglichen uns bekannte und bisher unbekannte Phänomene auch im Kontext einer sich wandelnden Gesellschaft zu erforschen.
Damit ermöglichen die neu gewonnenen Erkenntnisse den Menschen, sich den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft
zu stellen, und dadurch mögliche Handlungsalternativen zu entwickeln. In den Sozialwissenschaften gibt es viele Gegebenheiten, die sich in unterschiedliche Dimensionen überführen lassen. Um diese Zusammenhänge, die sich auch im Miteinander von Menschen auftun, erklären zu können, bedarf es unterschiedlicher Methoden. Dabei wird zwischen quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden unterschieden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung – Hinleitung zum Kernthema
2. Vorstellung der beiden Forschungsmethoden
2.1 Quantitative Daten
2.2 Methoden der quantitativen Forschung
2.3 Qualitative Daten
2.4 Methoden der qualitativen Forschung
3. Aus der Praxis: Vorstellung von zwei Studien
3.1 Qualitative Forschung am Beispiel der Studie: „Neuausrichtung als zentraler Prozess nach der pränatalen Diagnose 'Nichtlebensfähigkeit' des Kindes“ von Katharina Rost
3.2 Quantitative Forschung am Beispiel der Studie: „Lebenszufriedenheit und psychische Gesundheit von Müttern und Nichtmüttern im Vergleich“ von Yve Stöbel-Richter, Elmar Brähler und Markus Zenger
4. Gegenüberstellung, Vergleich und Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den beiden zentralen Forschungsmethoden der Sozialwissenschaften – der quantitativen und der qualitativen Forschung – auseinander, um deren spezifische methodische Herangehensweisen, Stärken und Anwendungsfelder anhand konkreter Fallbeispiele aufzuzeigen und zu vergleichen.
- Grundlegende Definition und Abgrenzung quantitativer und qualitativer Daten.
- Methodische Vorgehensweisen und Datenerhebungstechniken in der empirischen Sozialforschung.
- Analyse praxisbezogener Studien zur Veranschaulichung der Forschungsmethoden.
- Gegenüberstellung der Forschungsdesigns im Hinblick auf ihre Eignung bei verschiedenen Forschungsfragen.
- Kritische Reflexion über die Komplementarität beider Ansätze im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess.
Auszug aus dem Buch
2.1 Quantitative Daten
Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Informationen, die sich zur Klärung einer im Vorwege gestellten Frage oder auch Hypothese als nützlich erweisen können. Im Zusammenhang quantitativer Daten werden kardinalskalierte Merkmale herangezogen. Allgemein wird dabei in vier wichtige Skalenarten unterteilt: Nominal-, Ordinal-, Intervall- und Verhältnisskala. (siehe Bortz, Döring, 2006, S.69) Hierbei ordnet die verwendete Skala den Objekten (z.B. Pulsfrequenz, Körpergewicht, Größe etc.) eines empirischen Relativs Zahlen zu, die zum Beispiel im Fall der Ordinalskala „[…] so geartet sind, dass von jeweils zwei Objekten das dominierende Objekt die größere Zahl erhält. Bei Äquivalenz sind die Zahlen identisch.“ (siehe Bortz, Döring, 2006, S.67)
Das numerische Relativ zeichnet dabei das Ergebnis aus dieser Transformation ab. Dazu ein Beispiel: in der nachfolgenden Abbildung 1 werden unterschiedliche Kreise (z.B. ein Ball) in Zahlen bzw. in eine Anzahl nach der farblichen Merkmalsausprägung überführt.
Die eingangs erwähnten kardinalskalierten Merkmale werden dann in einer sog. Urliste zusammengefasst. Um die dadurch gewonnenen Daten im Kontext ihrer Bedeutung darstellen zu können, werden diese merkmalspezifisch visualisiert. (siehe Bortz, Döring, 2006, S.143)
„In Studien, die einem quantitativen Design folgen, wird die Sprache in Zahlen übertragen, um diese mittels unterschiedlicher statistischer Verfahren analysieren und im Hinblick auf Hypothesen interpretieren zu können.“ (siehe Makowsky, 2013, S.23)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung – Hinleitung zum Kernthema: Einführung in die Bedeutung der Forschungsmethoden in den Sozialwissenschaften und Darstellung der Relevanz einer methodischen Auseinandersetzung.
2. Vorstellung der beiden Forschungsmethoden: Theoretische Fundierung von quantitativen und qualitativen Daten sowie deren spezifische Erhebungsmethoden in der Forschungspraxis.
3. Aus der Praxis: Vorstellung von zwei Studien: Anwendung des theoretischen Wissens anhand zweier konkreter Studienbeispiele aus dem Bereich der Sozialforschung.
4. Gegenüberstellung, Vergleich und Fazit: Kritische Synopse der beiden Forschungsansätze und Zusammenführung der Erkenntnisse hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit.
Schlüsselwörter
Quantitative Forschung, qualitative Forschung, Sozialforschung, empirische Methoden, Datenerhebung, Grounded Theory, Inhaltsanalyse, Gütekriterien, Forschungsdesign, Datenanalyse, Lebenszufriedenheit, Fallstudie, Statistik, Sozialwissenschaften, Methodik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem grundlegenden Vergleich zwischen quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden in den Sozialwissenschaften und illustriert deren Unterschiede durch Beispiele.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Definition beider Forschungsarten, den spezifischen Datenerhebungstechniken sowie deren Anwendung in zwei konkreten wissenschaftlichen Studien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche methodische Designs die Interpretation von Forschungsergebnissen beeinflussen und welche Vor- bzw. Nachteile sie in der Praxis bieten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse, um sowohl quantitative Verfahren (wie standardisierte Befragungen) als auch qualitative Ansätze (wie die Grounded Theory) zu erläutern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Daten und Methoden definiert und zwei Studien – eine zur pränatalen Diagnose und eine zur Lebenszufriedenheit von Müttern – methodisch detailliert vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Forschungsdesign, qualitative und quantitative Methoden, empirische Sozialforschung und Datenerhebung.
Was zeichnet das von Katharina Rost gewählte qualitative Design aus?
Rost nutzt die Grounded Theory, um induktiv aus den Aussagen von Betroffenen Theorien zu entwickeln, anstatt starre Hypothesen zu testen.
Warum wird im Vergleich der quantitativen Studie die ergänzende qualitative Forschung als sinnvoll erachtet?
Während quantitative Daten Korrelationen aufzeigen können, bieten qualitative Ansätze die nötige Tiefe, um komplexe, individuell geprägte Ursachen hinter den Zahlen zu verstehen.
- Arbeit zitieren
- Felix Mente (Autor:in), 2018, Quantitative versus qualitative Forschung. Zwei Forschungsmethoden im Fokus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471410