Gewalt an Schulen. In welcher Form ist Gewalt an Schulen zu finden?


Hausarbeit, 2018
12 Seiten, Note: 2,0
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen.
2.1 Gewalt
2.2 Mobbing

3. Mobbing unter Schülern.
3.1 Persönlichkeitsmerkmale von Tätern.
3.2 Persönlichkeitsmerkmale von Opfern

4. Auswirkungen für die Täter und Opfer
4.1 Auswirkungen für die Täter.
4.2 Auswirkungen für die Opfer

5. Ftiazit

1. Einleitung

Der polarisierende Diskurs um das Phänomen Mobbing unter Schülern an Schulen, fordert die Lehrerinnen und Lehrer enorm heraus.

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema Mobbing unter Schülern, welches ein schulisches Gewaltphänomen darstellt, denn „Mobbing ist die häufigste Gewaltform an deutschen Schulen“ (Jannan 2015, S.25).

500.000 Kinder und Jugendliche sind wöchentlich von Mobbing an deutschen Schulen betroffen, insbesondere in Grundschulen (vgl. Jannan 2015, S.25).

Diese Kinder und Jugendliche leiden unter schwerwiegenden gesundheitlichen Auswirkungen (vgl. Teuschel und Heuschen 2013, S.224).

Die vorliegende Hausarbeit bearbeitet das Thema „Gewalt an Schulen- In welcher Form ist Gewalt an Schulen aufzufinden?“.

Die Hausarbeit bezieht sich auf Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter und widmet sich somit den Mobbingübergriffen an Grundschulen und an den weiterführenden Schulen.

Zu Beginn folgen die Definitionen zu Gewalt und Mobbing. Daraus soll sich neben einem generellen Überblick auch ein breiterer Kontext für das Thema ergeben. Darauf folgend wird der Punkt drei, Mobbing unter Schülern, in den Persönlichkeitsmerkmalen der Täter und Opfer unterteilt. Zum Schluss werden die Auswirkungen der Täter und Opfer beschrieben. Im Fazit werden die einzelnen Punkte nochmals aufgeführt und es wird auf die Fragestellung der Hausarbeit eingegangen.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.

2. Definitionen

2.1 Gewalt

Der Gewaltbegriff ist kaum definierbar, da dieser in Konkurrenz mit anderen Begriffen wie Aggressivität, Aggressionen, Vandalismus, Devianz, Delinquenz, Kriminalität, Störungen des Sozialverhalten, Persönlichkeitsstörengen, Bullying, Mobbing usw. steht (vgl. Scheithauer und Hayer 2007, S. 15 ff). Der psychologische Aspekt, ist in allen Formen der Gewalt zu finden, da sich die Aggressionen, welche in jeder Form der Gewalt zu finden sind, spezifisch und zielgerichtet gegen eine Person richten, um diese zu schädigen. Darunter fallen auch die Gewaltangriffe gegenüber Gegenständen in Form von Sachbeschädigungen (vgl. Scheithauer und Hayer 2007, S. 16f.).

Aggressivität ist die Neigung zum aggressiven Verhalten, wobei Aggressivität ungleich zu Gewalt ist, da die äußeren Umstände zunächst zu betrachten sind. In verschiedenen Alltagssituationen, wie beispielhaft beim Sport, ist eine gewisse Aggressivität zu sehen. Beim Gewaltbegriff steht im Vordergrund, dass aufgrund der Aggressivität, ein Mensch, durch das Verhalten eines anderen Menschen, in psychischer oder physischer Form verletzt wird.

Aus dem englischen Sprachgebrauch ist zu entnehmen, dass die Gewaltbegriffe klar voneinander getrennt sind, damit es nicht zu Missverständnissen kommen kann. So wird zwischen staatlicher Gewalt (power), verletzender Gewalt (violence) und körperlicher Gewalt (force) unterschieden (vgl. Wahl und Hees 2009 S.18).

Der Gewaltbegriff lässt sich unterschiedlich weit fassen. Der eng gefasste Gewaltbegriff bezieht sich auf das zielgerichtete Schädigen der Physis. Im Gegensatz dazu beinhaltet der weit gefasste Gewaltbegriff auch das Angreifen der Psyche (vgl. Wahl und Hees 2009 S.18).

Mit der Zeit haben sich die Aggressionen der Schüler derartig in Form von Gewalt gegenüber anderen Mitschülern verschlimmert, sodass sich neue Phänomene entwickelt haben und zwar in Form von Mobbing. Mobbing ist nunmehr als ein gleiches Phänomen in Bezug auf die Schule zu betrachten (vgl. Schubarth 2013, S. 17).

2.2 Mobbing

Der Begriff Mobbing ist aus dem Englischen ins Deutsche eingeflossen und umgewandelt worden. Im Englischen bedeutet „to mob“ soviel wie Bedrängen, Anpöbeln, Attackieren oder auch Angreifen.

Mobbing unterscheidet sich klar von anderen Streitigkeiten, indem es systematisch und gezielt gegen eine Person beziehungsweise Personengruppe gerichtet ist, die ausgegrenzt werden soll.

Anzeichen, die sich auf Mobbing schließen lassen, sind die Konflikte, die sich meist gegen einzelne Personen richten und über einen längeren Zeitraum, immer wiederkehrend, abspielen. Außerdem haben die Täter und Opfer eine Beziehung, wie zum Beispiel Mitschüler, zueinander. Mit der Zeit, ist dem Opfer deutlich anzumerken, dass sie die unterlege Rolle darstellt, da diese physisch und/oder psychisch gekränkt wird und dadurch das Selbstwertgefühl gemindert wird (vgl. Gesunde Arbeit, 2018).

Weitere typische Handlungen, die unter Mobbing fallen sind, wenn das Opfer angeschrien oder kritisiert wird. Darunter fallen nicht nur mündliche Drohungen, sondern auch schriftliche, da der Kontakt zu dem Opfer durch Gestik sowie Mimik abgewendet wird. Zudem werden oftmals Gerüchte verbreitet, die das Opfer lächerlich darstellen sollen, indem diese als psychisch krank dargestellt werden. Die Herkunft und die Religion können ebenso zum Mobbinggrund werden. Mobbing an Schulen geht nicht nur bis an die Grenzen einer

Drohung, sondern bis hin zu körperlicher Gewalt, körperlicher Misshandlung und sexuellen Handgreiflichkeiten.

Oftmals werden den Mitschülern „Denkzettel“ verpasst, um das Opfer zu erniedrigen, indem die Schulsachen, persönliche Gegenstände und deren Kleidung beschädigt werden (vgl. Ebner, 2018).

3. Mobbing unter Schülern

Für das Mobbing unter Schülern an Schulen lassen sich spezielle Persönlichkeitsmerkmale der Täter und der Opfer charakterisieren, diese werden in Punkt 3.1 und 3.2 beschrieben. Die Ursachen für Mobbing unter Schülern sind vielseitig und sehr unterschiedlich. Eine Langzeitstudie zeigt, dass in Deutschland 500.000 Kinder und Jugendliche wöchentlich gemobbt werden. Die meisten Mobbingfälle wurden an Grundschulen festgehalten, obwohl an weiterführenden Schulen die Vorfälle von Mobbing abnehmen, werden sie schwerwiegender und dauern länger an (vgl. Jannan 2015, S.25).

Die häufigsten Mobbingübergriffe finden in der fünften und sechsten Schulklasse der weiterführenden Schulen statt. Diese Schüler befinden sich n der Transitionsphase, die die Identitätssuche sowie das Zugehörigkeits- und Rangordnungsbestreben in den Vordergrund stellt (vgl. Fereidooni 2013, S.32).

3.1 Persönlichkeitsmerkmale von Tätern

Es ist festzustellen, dass der höchste Anteil der Täter von Mobbingübergriffen männlich sind (vgl. Jannan 2015, S.31). Es zeigen sich charakteristische Merkmale der Täter, wie eine hohe Impulsivität und eine geringe Selbstkontrolle. Sie empfinden dabei Lust und Spaß, während sie ihr Verlangen stillen, Macht auszuüben (vgl. Jannan 2015, S.31).

„Die aggressive Durchsetzung ihrer eigenen Ziele steht beim Miteinander mit anderen Schülern im Vordergrund“ (Jannan 2015, S.31).

Täter von Mobbingübergriffen gegenüber Mitschülern sind in der Regel nicht in der Lage Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln. Zudem besitzen sie häufig ein starkes Selbstwertgefühl und bekräftigen dies mit körperlicher Stärke, dessen sie sich bewusst sind (vgl. Jannan 2015, S.32).

Der Mobbingtäter kennzeichnet sich bei Mitschülern durch Beliebtheit im Gegensatz zu Opfern und sie streben nach Dominanz und Überlegenheit.

Mobber erkennen schnell Schwächen bei anderen Menschen und haben wenig Mitgefühl für ihre Opfer. Mobbingtäter sind sehr leicht provozierbar, was nach ihrer Meinung ihnen das Recht gibt zu mobben (vgl. Jannan 2008, S.33).

Ein weiteres Merkmal vom Mobbingtätern ist, dass sie oft das schwierigen familiären Verhältnissen kommen, die von Gewalt erfüllt sind . Die sogenannten „Mobber“ wurden selbst gemobbt und lassen dies an anderen Kindern und Jugendlichen in der Schule aus (vgl. Jannan 2008, S.33).

3.2 Persönlichkeitsmerkmale von Opfern

Bei den Persönlichkeitsmerkmalen von Opfern wird unter zwei Typen unterschieden, zum Einen die passiven Opfertypen und zum Anderen die provozierenden Opfertypen. Die passiven Opfertypen charakterisieren sich durch Stille, Angst und Unsicherheit. Zusätzlich besitzen sie kein oder nur ein geringes Selbstwertgefühl, welches durch negative Erfahrungen hervorgerufen und gestärkt wurde. In der Regel haben sie eine negative Einstellung zu sich selbst und sind körperlich schwacher als Kinder und Jugendliche im selben Alter. In den meisten Fällen geben sich die betroffenen Opfer selbst die Schuld für das Mobbing und ziehen sich weiter zurück (vgl. Jannan 2015, S.35).

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Gewalt an Schulen. In welcher Form ist Gewalt an Schulen zu finden?
Hochschule
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen; Bielefeld
Note
2,0
Jahr
2018
Seiten
12
Katalognummer
V471490
ISBN (eBook)
9783668956018
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gewalt Jugendgewalt Mobbing Jugenddelinguenz Devianz Persönlichkeitsmerkmale Täter/Opfer
Arbeit zitieren
Anonym, 2018, Gewalt an Schulen. In welcher Form ist Gewalt an Schulen zu finden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471490

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