Abstract "Das Management rezenter Rheinhochwässer"
Praktisch kein Ort auf der Erde ist sicher vor Überschwemmungen. Sie treten mehr oder weniger regelmäßig entlang von Flüssen, aber auch weit weg davon auf. Die betroffenen Gebiete sind eher linien- als flächenhaft, daher ist auch die Darstellung in kleinmaßstäb-lichen Gefährdungskarten kaum möglich.
Kein Naturphänomen tritt weltweit so häufig auf und verursacht in der Summe so hohe Schäden, wie die verschiedenen Arten von Überschwemmungen. Einzig die verschiedenen Arten von Stürmen stellen eine ähnlich große Gefährdung dar.
Die Natur liefert, auch durch den Menschen verstärkt, die Hochwasserstände. Parallel dazu verdichtet der Mensch die Werte am Gewässer und schafft Schadenrisiken. Erst die Kopplung aus Hochwasserereignis und Werteansammlung im gefährdeten Bereich erzeugt zu einem bestimmten Zeitpunkt einen mehr oder weniger großen Hochwasserschaden.
Die verschiedenen Gegenmaßnahmen und Konzepte, sowie die daran beteiligten Institutionen sollen, neben den verschiedenen Arten von Hochwässern und deren Entstehung, Thema dieses Textes sein und werden im Folgenden erörtert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ursachen, Arten und Entstehung von Hochwässern
2.1 Natürliche Ursachen
2.2 Anthropogene Ursachen
3. Folgen von Hochwässern
3.1 Folgeerscheinungen
3.2 Schäden
3.3 Das Schadenpotential und die Versicherungen
4. Gegenmaßnahmen, Einrichtungen und Kooperationen
4.1 Allgemein
4.2 Beispiel Rhein
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Management rezenter Rheinhochwässer und analysiert dabei die Ursachen, Folgen sowie präventive Gegenmaßnahmen im Kontext von Naturereignissen und anthropogenen Einflüssen.
- Natürliche und anthropogene Ursachen der Hochwasserentstehung
- Die Auswirkungen von Hochwasserereignissen auf Mensch und Umwelt
- Das Konzept des Schadenpotentials und die Rolle der Versicherungen
- Strategien und Konzepte für den vorsorgenden Hochwasserschutz
- Das Beispiel Rhein: Grenzüberschreitende Kooperationen und Aktionspläne
Auszug aus dem Buch
2. Ursachen, Arten und Entstehung von Hochwässern
Die Ursachen für Hochwasser sind sehr vielfältig und treten so gut wie nie als einzige Auslöser auf, sondern in Verbindung mit anderen Einflüssen. Unterteilen lassen sich diese jedoch zunächst in natürliche und anthropogene - dass heißt jegliche vom Menschen bedingte oder beeinflussbare - Ursachen.
2.1 Natürliche Ursachen
Die wohl bekannteste natürliche Ursache ist das Auftreten von starken Niederschlägen; diese können dann zu hochwasserauslösenden Abflüssen führen. Schnelles Abtauen von Schnee (verbunden mit Regenfällen) erhöht zusätzlich die zum Abfluss gelangenden Wassermengen.
Entscheidenden Einfluss üben hier die Größe des Einzugsgebietes, die Fläche des überregneten Gebietes, die Niederschlagsintensität und -dauer, die Topographie, sowie die zeitlich veränderliche Oberflächenbeschaffenheit aus. Dabei wirkt sich die Zusammensetzung der einzelnen Komponenten verschiedenartig auf den Abfluss aus. Ein kurzer aber intensiver Regen bewirkt einen hohen, aber zeitlich kurzen Peak in der Abflussganglinie, während ein weniger intensiver, jedoch anhaltender Regen eine geringere, dafür aber längerfristige Zunahme des Abflusses bewirkt; beide Niederschläge können in der Summe gleich sein, jedoch sind die Auswirkungen grundverschieden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Relevanz von Überschwemmungen als Naturphänomene und thematisiert den steigenden Schaden durch menschliche Aktivitäten sowie die politische Notwendigkeit zur Risikominimierung.
2. Ursachen, Arten und Entstehung von Hochwässern: Dieses Kapitel differenziert zwischen natürlichen Auslösern wie Starkregen oder Eisstau und anthropogenen Faktoren wie Flussausbau und Flächenversiegelung.
3. Folgen von Hochwässern: Hier werden die physischen Auswirkungen wie Erosion und Murenabgänge sowie die wirtschaftlichen Schäden und die Problematik des Schadenpotentials erläutert.
4. Gegenmaßnahmen, Einrichtungen und Kooperationen: Das Kapitel beschreibt präventive Strategien, wie den Basishochwasserschutz und transnationale Kooperationen, am Beispiel des Rheins.
5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass menschliche Einflüsse das Schadensausmaß erhöhen, betont jedoch den Erfolg neuerer präventiver Umdenkprozesse in der Wasserwirtschaft.
Schlüsselwörter
Hochwassermanagement, Rhein, Naturkatastrophen, Hochwasserschutz, Anthropogene Ursachen, Retentionsflächen, Schadenpotential, Prävention, Flussausbau, Überschwemmungen, Wasserwirtschaft, Umweltschutz, Risikominimierung, Deichbau, Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Management von Hochwasserereignissen am Rhein und untersucht, wie Naturereignisse und menschliche Einflüsse zusammenwirken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Ursachen für Hochwasser, deren ökologische und ökonomische Folgen sowie Konzepte zur aktiven Schadensminderung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen Hochwasserentstehung und menschlichem Handeln aufzuzeigen und die Notwendigkeit präventiver Schutzmaßnahmen zu begründen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematisierende Analyse auf Basis geographischer und wasserwirtschaftlicher Literatur sowie Fallbeispielen am Rhein.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden natürliche und anthropogene Ursachen, die negativen Folgeerscheinungen, das Konzept des Schadenpotentials sowie konkrete Schutzkonzepte analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Hochwassermanagement, Retentionsflächen, Flussausbau und grenzüberschreitende Kooperation.
Wie beeinflusst der Mensch die Hochwassergefahr?
Der Mensch verstärkt das Risiko durch Flussbegradigungen, Versiegelung von Flächen und die Besiedlung von Auegebieten, was die natürliche Fließdynamik einschränkt.
Warum ist das Beispiel Rhein besonders relevant?
Der Rhein dient als Modellfall für grenzüberschreitende Zusammenarbeit, da Hochwasser keine Landesgrenzen kennt und eine koordinierte Strategie der Anrainerstaaten erfordert.
Was besagt die Politik des "no regret"?
Dieser Ansatz bedeutet, Maßnahmen zu ergreifen, die nicht nur für den Hochwasserschutz nützlich sind, sondern auch in anderen Politikfeldern positive Effekte erzielen.
- Quote paper
- Christopher Alting (Author), 2002, Das Management rezenter Rheinhochwässer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47156