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Matilde als emanzipatorischer Charakter in Gómez de Avellaneda's "Tres Amores"

Title: Matilde als emanzipatorischer Charakter in Gómez de Avellaneda's "Tres Amores"

Seminar Paper , 2005 , 13 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Stefanie Brunn (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Gertrudis Gómez de Avellanedas Tres Amores ist ein bedeutendes Werk der spanischen Romantik des 19. Jahrhunderts. Durch den Fokus auf den weiblichen Protagonisten Matilde ist die Rolle der Frau in diesem Werk eines der zentralen Themen. Im Folgenden soll nun analysiert werden, inwieweit Matilde als emanzipatorischer Charakter in Frage kommt und wo die Grenzen ihrer Emanzipation liegen. Nach einer kurzen Inhaltsangabe wird das Verhältnis von Matilde und Victor, einem entscheidenden männlichen Charakter, im Verlaufe des Werkes kurz skizziert, um mit den Hauptcharakteren ein wenig vertrauter zu werden. Anschließend soll die traditionelle Rolle der Frau des 19.Jahrhunderts in Auszügen dargestellt werden und schließlich kurz mit zwei anderen Charakteren des Werkes und dann mit Matilde verglichen werden. Matilde erscheint sehr emanzipiert und auch ihre besondere Rolle, die sie im Bezug auf die Kunst einnimmt, wird erläutert. Doch in einigen Punkten kommen durchaus Zweifel auf, ob man sie wirklich als einen emanzipatorischen Charakter bezeichnen kann. Diesen sollen im letzten Abschnitt Ausdruck verliehen werden, worauf letztlich ein abschließendes Fazit folgt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurze Inhaltsangabe

3. Das Verhältnis von Matilde und Victor

4. Frauenrollen

4.1. Die traditionelle Rolle der Frau

4.2. Andere weibliche Charaktere im Werk

4.3. Matilde

5. Matilde und die Kunst

6. Kritikpunkte

7. Fazit

8. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Figur der Matilde aus Gertrudis Gómez de Avellanedas Werk "Tres Amores" hinsichtlich ihres emanzipatorischen Potenzials. Dabei wird untersucht, inwieweit sie traditionelle Frauenrollen des 19. Jahrhunderts durchbricht und an welchen Punkten ihre Unabhängigkeit durch gesellschaftliche Erwartungen oder ihre eigene Entwicklung begrenzt bleibt.

  • Die traditionelle Rolle der Frau im 19. Jahrhundert
  • Matildes Entwicklung zur Schauspielerin und Künstlerin
  • Das Spannungsfeld zwischen persönlichem Ehrgeiz und sozialen Zwängen
  • Vergleich von Matildes Handlungsspielräumen mit anderen weiblichen Charakteren
  • Die kritische Bewertung des Schlusses und der Rückkehr in traditionelle Strukturen

Auszug aus dem Buch

4.3. Matilde

Matilde ist eine sehr eigenständige junge Frau, die durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen. Als sie Victor kennen lernt, ist sie sehr fasziniert von seinem Können und seiner Ausstrahlung: „No puedo negar ni explicar lo que me inspira. Sus miradas me fascinan, sus palabras me abren un mundo nuevo, que me atrae con el poderoso encanto de lo desconocido.“ In der ländlichen Gegend Navarras wurde ihre Aufmerksamkeit bis dahin wenig der Kunst zugewandt und Victor eröffnet ihr somit eine völlig neue geistige Welt. Dadurch wird ihr erst ihr eingeschränkter Blick in Navarra deutlich und sie beginnt, sich für seine Werke zu begeistern. Sie liest viel und ist von der Schönheit der Literatur und der Romantik in Victors literarischen Liebesbeteuerungen bewegt. Sogar Antonio versucht sie, ebenfalls für Victors Werke zu begeistern, doch sein einfaches Gemüt will sich dafür nicht öffnen.

Auf Victors unterschwellige Andeutung, sie würde die poetische Sprache doch nicht verstehen, kontert sie gekonnt romantisch: „Lo que no comprendo con el entendimiento, lo adivino con el corazón.“ Außerdem erkennt sie, wie unbedeutend doch ihr bisheriges Leben war und ein Streben nach Ruhm entwickelt sich in ihr, welchem sie Antonio gegenüber Ausdruck verleiht: „La gloría! Ah! Sólo un instante de ella debe valer más que cien vidas como la nuestra.“ Sie gibt sich nicht mehr mit der Begrenztheit auf die private, häusliche Ebene zufrieden, sondern beginnt nach mehr Freiheit zu streben: „No quiero esclavitud junto a mí! Aire, libertad, espacio [...]“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Werkes und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich des emanzipatorischen Charakters von Matilde.

2. Kurze Inhaltsangabe: Zusammenfassung der Handlung von Matildes Aufwachsen in Navarra bis zu ihrem Erfolg als Schauspielerin und ihrer Rückkehr.

3. Das Verhältnis von Matilde und Victor: Analyse der komplexen, von Ungleichheiten und späterer Distanzierung geprägten Beziehung der beiden Protagonisten.

4. Frauenrollen: Untersuchung der zeitgenössischen Ideale für Frauen im 19. Jahrhundert und deren Spiegelung im Werk.

4.1. Die traditionelle Rolle der Frau: Darstellung der häuslichen Beschränkungen und des passiven Frauenbildes der damaligen Zeit.

4.2. Andere weibliche Charaktere im Werk: Kontrastierung von Matilde mit Charakteren wie Leonor und Juliana, die sich den gesellschaftlichen Erwartungen unterordnen.

4.3. Matilde: Betrachtung von Matildes Entwicklung zu einer eigenständigen, zielstrebigen Persönlichkeit und ihrer künstlerischen Ambition.

5. Matilde und die Kunst: Untersuchung der Kunst als Medium für Matildes Emanzipation und ihrer Rolle als inspirierende, aber auch schaffende Figur.

6. Kritikpunkte: Kritische Reflexion, ob Matilde ein echtes Vorbild oder durch ihre spezifische Herkunft ein Sonderfall ist.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Emanzipation Matildes unter Berücksichtigung ihres letztendlichen Rückzugs in emotionale Bindungen.

8. Bibliographie: Auflistung der für die Analyse verwendeten wissenschaftlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Gertrudis Gómez de Avellaneda, Tres Amores, Emanzipation, Frauenrolle, 19. Jahrhundert, Romantik, Schauspielerin, Matilde, Literaturanalyse, Geschlechterrollen, weibliches Selbstbild, künstlerische Freiheit, Spanien, Identitätsfindung, soziale Normen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Emanzipation der Protagonistin Matilde in dem spanischen Werk "Tres Amores" und prüft, inwiefern sie sich gegen die gesellschaftlichen Normen des 19. Jahrhunderts auflehnt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Frauenbild des 19. Jahrhunderts, die Rolle der Kunst als Weg zur Selbstbestimmung und die Spannungen zwischen privatem Familienglück und beruflichem Ehrgeiz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob Matilde als emanzipatorischer Charakter gelten kann oder ob ihr Handeln durch äußere Umstände und männliche Einflüsse begrenzt bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Werkes mit theoretischen Ansätzen zur Frauenrolle und zeitgenössischen Diskursen über das 19. Jahrhundert verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Inhaltsangabe, die Analyse von Matildes Verhältnis zu den männlichen Hauptcharakteren, eine Darstellung des historischen Frauenbildes und eine kritische Würdigung von Matildes künstlerischer Laufbahn.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gertrudis Gómez de Avellaneda, Frauenrolle, Emanzipation, 19. Jahrhundert, Romantik und künstlerische Identität.

Inwiefern beeinflusst Matildes Herkunft ihre Entwicklung?

Die Arbeit argumentiert, dass Matildes Status als Adoptivkind und ihre spätere Entdeckung ihrer adligen Herkunft ihr Spielräume eröffnen, die sie von zeitgenössischen Frauen abheben und ihre Emanzipation begünstigen.

Wie bewertet die Autorin den Schluss des Werkes?

Der Schluss wird kritisch betrachtet, da Matilde trotz ihrer erreichten Unabhängigkeit als Schauspielerin ihre Karriere aufgibt, um in eine traditionelle emotionale Bindung und in die Natur zurückzukehren.

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Details

Title
Matilde als emanzipatorischer Charakter in Gómez de Avellaneda's "Tres Amores"
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Romanistik)
Course
Romantische Subjektentwürfe
Grade
2,7
Author
Stefanie Brunn (Author)
Publication Year
2005
Pages
13
Catalog Number
V47230
ISBN (eBook)
9783638442251
ISBN (Book)
9783640876464
Language
German
Tags
Matilde Charakter Gómez Avellaneda Tres Amores Romantische Subjektentwürfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Brunn (Author), 2005, Matilde als emanzipatorischer Charakter in Gómez de Avellaneda's "Tres Amores", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47230
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