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Grundlagen der Theorie des kommunikativen Handelns

Title: Grundlagen der Theorie des kommunikativen Handelns

Term Paper , 2003 , 20 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Kai Lehmann (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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„Die Theorie des kommunikativen Handelns ist keine Metatheorie, sondern Anfang einer Gesellschaftstheorie, die sich bemüht, ihre kritischen Maßstäbe auszuweisen.“ Mit diesem Anspruch formuliert der Sozialphilosoph Jürgen Habermas das Programm seines Hauptwerkes „Theorie des kommunikativen Handelns“. Um die Tragweite und Bedeutung dieses Ansatzes nachvollziehen zu können, wird mit diesem Text der Versuch unternommen, zunächst auf einige zeitgeschichtliche Bezüge verweisen und den Aufbau seiner Theorie darzustellen, um anschließend den Blick auf den zentralen Begriff der kommunikativen Rationalität zu richten, welcher hinsichtlich seines grundsätzlichen Verständnisses sowie seiner verschiedenen Aspekte und Implikationen analysiert wird. Ziel hierbei soll eine kritische Prüfung verschiedener Grundannahmen von Habermas sein, die sowohl in klärender als auch in problematischer Perspektive aufgezeigt werden. Denn es erscheint unverzichtbar für eine realistische Bewertung des eingangs formulierten Anspruches, ein genaues Verständnis der von Habermas verwendeten Grundbegriffe in systematischer Absicht zu rekonstruieren. Auf diesem Wege ließe sich dann möglicherweise auch die Frage beantworten, ob die Theorie ihren Anspruch wirklich erfüllt. In der vorliegenden Arbeit geht es jedoch vorrangig um die Ausgangspunkte, also um die Frage: Hat Habermas seine begrifflichen Grundlagen im Bezug auf eine kommunikative Rationalität ausreichend und überzeugend dargestellt? Dieser Frage soll dann abschließend mit unter verschiedenen Gesichtspunkten nachgegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

a) Zeitgeschichtliche Bezüge und Aufbau der Theorie

b) Betrachtung des Kernbegriffes kommunikative Rationalität

c) Typen von Äußerungen und deren rationale Strukturen

d) Abschließende Bewertung des Begriffs der kommunikativen Rationalität

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die begrifflichen Grundlagen von Jürgen Habermas' "Theorie des kommunikativen Handelns", mit dem primären Ziel, die Konsistenz und Überzeugungskraft des Begriffs der kommunikativen Rationalität zu prüfen und deren Rolle innerhalb einer neuen Gesellschaftstheorie zu evaluieren.

  • Habermas' Versuch einer kritischen Fortführung der Tradition der Kritischen Theorie
  • Die Differenzierung zwischen instrumenteller und kommunikativer Rationalität
  • Die Rolle der Argumentation als Medium zur Einlösung von Geltungsansprüchen
  • Das Postulat des Konsenses als Telos sprachlicher Verständigung

Auszug aus dem Buch

b) Betrachtung des Kernbegriffes kommunikative Rationalität

„Im Folgenden werde ich die Theorie des kommunikativen Handelns anhand dieser Thematik einführen.“(11) Mit diesem Zitat möchte ich nun übergehen zur Betrachtung des Kernbegriffes kommunikative Rationalität, welche vor allem in dem ersten Kapitel des ersten Bandes näher vorgestellt wird. Bevor dieser Begriff jedoch, wie Habermas betont, „...eine vorläufige Begriffsbestimmung...“(12) erfährt, leitet eine kurze Betrachtung des engen Zusammenhanges zwischen Rationalität und Wissen die Thematik ein. Ausgangspunkt hierbei ist die propositionale Struktur des Wissens, was nichts anderes besagt als das Wissen in der Sprache ausgedrückt wird durch eine grundlegende Struktur, eines „ich weiß,das...“. Da sich ein Wissen nicht aber nicht nur in Form von Aussagen über Wissen darstellt, sondern ebenfalls im praktischen Handeln implizit Ausdruck findet, ist diese Charakterisierung nicht sofort einsichtig.

Es hat sich aber herausgestellt, das auch diese Form eines „know-that“ (implizites Wissen eines handelnden Subjektes) in eine Form des „know-how“ (explizites Wissen eines sprechenden Subjektes) umgeformt werden kann, indem man bspw. eine handelnde Person befragt, wonach sie ihr Handeln richtet (Vorrausgesetzt, diese Person richtet ihr Handeln überhaupt nach einem irgendwie gearteten Wissen). Der enge Zusammenhang zwischen Rationalität und Wissen besteht nun nach Habermas weniger im „...Haben von Erkenntnis...“, sondern vielmehr findet sie ihren Ausdruck in der Art und Weise, „...wie sprach- und handlungsfähige Subjekte Wissen erwerben und verwenden.“(13) Bereits in dieser ersten Ausführung wird ein wesentlicher Punkt von Habermas’ Rationalitätskonzeption angedeutet, denn sie impliziert eine bestimmte Auffassung von Subjekten und ihren Möglichkeiten überhaupt. Darauf werde ich später noch genauer eingehen.

Zusammenfassung der Kapitel

a) Zeitgeschichtliche Bezüge und Aufbau der Theorie: Dieses Kapitel erläutert die Einordnung von Habermas in die Tradition der Kritischen Theorie und skizziert die Struktur seines Werkes als problemorientierte Auseinandersetzung mit der Theoriegeschichte.

b) Betrachtung des Kernbegriffes kommunikative Rationalität: Hier wird der enge Zusammenhang zwischen Wissen und Rationalität analysiert und die Unterscheidung zwischen instrumenteller und kommunikativer Rationalität als zentrale Säulen des Werkes eingeführt.

c) Typen von Äußerungen und deren rationale Strukturen: Dieser Abschnitt untersucht verschiedene Sprechhandlungen – von konstativ bis expressiv – hinsichtlich ihrer Fähigkeit, begründbare Geltungsansprüche zu erheben.

d) Abschließende Bewertung des Begriffs der kommunikativen Rationalität: Das Kapitel fasst die Verdienste von Habermas' Ansatz zusammen, hinterfragt jedoch kritisch die Universalitätsansprüche und die praktische Umsetzbarkeit des Konsens-Postulats.

Schlüsselwörter

Jürgen Habermas, Theorie des kommunikativen Handelns, kommunikative Rationalität, instrumentelle Rationalität, Kritische Theorie, Geltungsansprüche, Sprechhandlungen, Konsens, Lebenswelt, Argumentation, Gesellschaftstheorie, Vernunft, soziale Handlung, Diskursethik, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine kritische Rekonstruktion und Analyse der zentralen begrifflichen Fundamente in Jürgen Habermas' Werk „Theorie des kommunikativen Handelns“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen die Rettung des Vernunftbegriffs, das Verhältnis von Philosophie und Soziologie sowie die Unterscheidung zwischen instrumenteller und kommunikativer Rationalität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, ob Habermas seine begrifflichen Grundlagen in Bezug auf eine kommunikative Rationalität überzeugend dargestellt hat und ob die Theorie ihren Anspruch einlösen kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine systematische Rekonstruktion und kritische problemorientierte Auseinandersetzung mit den theoretischen Ausgangspunkten von Habermas.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Verortung der Theorie, den Kernbegriff der kommunikativen Rationalität, die Typologie von Sprechhandlungen sowie die Argumentationstheorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern gehören kommunikative Rationalität, Geltungsansprüche, Lebenswelt, Konsens und kritische Vernunft.

Wie unterscheidet Habermas zwischen instrumenteller und kommunikativer Rationalität?

Instrumentelle Rationalität zielt auf Effektivität und Manipulation ab, während kommunikative Rationalität auf eine zwanglose Einigung durch verständigungsorientierte Argumentation zielt.

Was ist das problematische Element der Konsens-Prämisse?

Die Arbeit merkt kritisch an, dass die Orientierung am Konsens eine idealisierte Annahme ist, die angesichts gesellschaftlicher Machtstrukturen und des Dissens-Potentials in der Realität schwer aufrechtzuerhalten scheint.

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Details

Title
Grundlagen der Theorie des kommunikativen Handelns
College
Free University of Berlin
Grade
1.0
Author
Kai Lehmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V47266
ISBN (eBook)
9783638442534
ISBN (Book)
9783638750813
Language
German
Tags
Grundlagen Theorie Handelns
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kai Lehmann (Author), 2003, Grundlagen der Theorie des kommunikativen Handelns, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47266
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