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Hooliganismus und Gewalt. Die Subkultur der Hooligans

Title: Hooliganismus und Gewalt. Die Subkultur der Hooligans

Intermediate Diploma Thesis , 2005 , 42 Pages , Grade: 2 (gut)

Autor:in: Patrick Seigerschmidt (Author)

Social Work
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Gewalt ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet und existiert in den verschiedensten Formen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der physischen Gewalt bei Fußballzuschauern.
Der Fußball ist in Deutschland ein Sport für viele Millionen Menschen, die ihn in ihrer Freizeit als aktive Spieler betreiben oder ihn als begeisterte Stadion- oder Fernsehzuschauer mitverfolgen. Die Vereine der 1. Fußballbundesliga verzeichneten in der Saison 2004/2005 einen Zuschauerschnitt von über 37.000 Besuchern pro Spiel.
Wochenende für Wochenende sind demnach tausende Menschen unterwegs, um in der Atmosphäre der Fußballarenen einen Hauch von Abenteuer, Nervenkitzel und Risiko zu erleben, oder sich im Umfeld des Stadions bei gewalttätigen Ausschreitungen selber Spannungserlebnisse zu verschaffen. Fußballfanspezifisches Verhalten reicht von stiller und genießender Teilhabe bis hin zu enthusiastischer Begeisterung, von humoristischen Gesängen und Choreographien bis hin zu provokativer Häme, verletzenden Verbalattacken und mehr oder weniger ernsthaften körperlichen Auseinandersetzungen.
Bei den Stadionbesuchern handelt es sich folglich nicht um eine homogene Masse, sondern um, aufgrund ihres verschiedenen Verhaltens während des Spiels, ihrer Kleidung und ihres Standortes in den Sitz- und Stehplatzbereichen, abgrenzbare Gruppen.

Die vorliegende Arbeit zur Subkultur der Hooligans basiert vor allem auf der Methodik der Literaturanalyse. Weiterhin nutzt der Autor das Mittel der Internetrecherche sowie der Videoanalyse.
Es ist also festzuhalten, dass die Arbeit eine reine Analyse bisheriger Veröffentlichungen zum Thema darstellt.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

1.1. Fragestellung und Hypothese der Arbeit

1.2. Methoden und Konzept der Arbeit

2. Begriffsdefinitionen

2.1. Der Begriff: Gewalt

2.2. Der Begriff: Subkultur

2.3. Die Begriffe: Hooligan und Hooliganismus

3. Hooliganismus beim Fußball als Subkultur

3.1. Zusammensetzung der Subkultur

3.2. Ehrenkodex als Wertmaxime?

3.3. Hooligankarrieren

4. Ursachen der Hooligangewalt und subjektive Rechtfertigung

5. Gesellschaftliche Reaktionen auf die Hooligangewalt

5.1. Die Rolle der Medien

5.2. Die Rolle der Polizei und der Vereine

6. Zusammenfassende Betrachtung

7. Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Phänomene des Hooliganismus im Umfeld von Fußballveranstaltungen. Ziel ist es, die Form und Charakteristik der von Hooligans ausgehenden Gewalt zu definieren, ihre Ursachen zu ergründen und die gesellschaftlichen Reaktionen sowie die subkulturelle Struktur der Hooliganszene zu analysieren.

  • Strukturelle Analyse der Subkultur des Hooliganismus.
  • Untersuchung des Wertsystems und der Rolle des Ehrenkodex.
  • Erklärung von Hooligankarrieren und Gruppenstrukturen.
  • Analyse der Ursachen für Hooligangewalt im Kontext der modernen Gesellschaft.
  • Bewertung gesellschaftlicher Interventionsmaßnahmen wie Polizeiarbeit und Medienwirkung.

Auszug aus dem Buch

3.2. Ehrenkodex als Wertmaxime?

Innerhalb des Differenzierungsprozesses zur Subkultur der Hooligans bildete sich neben einem eigenem Kleidungsstil und einem hooliganspezifischem Jargon auch eine Art Wertsystem heraus. Dieser Ehrenkodex der Hooligans soll die gewalttätigen Ausschreitungen normativ in einem geregelten Rahmen halten und beinhaltet nach Ek allgemein:

- den Verzicht auf einen Einsatz von Waffen. Die Schlägereien sollen nur mit Faustschlägen und Fußtritten geführt werden, um einerseits zu sehen, welche Hooligans die körperlich stärksten sind und um andererseits schwere Körperverletzungen möglichst zu vermeiden.

- das Nichtangreifen gegnerischer Hooligans, sofern diese entweder besiegt am Boden liegen, oder aber klar in einer Unterzahl sind. Schlägereien werden zwischen zahlenmäßig möglichst gleich starken Gruppen angestrebt.

- den Verzicht auf Strafanzeigen und Kooperation mit der Polizei. Erleiden Hooligans Verletzungen durch die Auseinandersetzungen, ohne dass gegen das Gebot des Waffenverzichts verstoßen wurde, sollen sie beim nächsten Zusammentreffen selbst für eine Revanche sorgen.

- die Nichtbeeinträchtigung Unbeteiligter. Die Schlägereien sollen nur zwischen Hooligangruppen ohne Beteiligung anderer Fußballzuschauer stattfinden. Angriffe auf Nichthooligans, insbesondere auf die anderen Stadionbesucher, sind dem Ehrenkodex gemäß verboten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der physischen Gewalt bei Fußballzuschauern ein und benennt die zentrale Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen.

2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen durch die Definition der Begriffe Gewalt, Subkultur sowie Hooligan und Hooliganismus geklärt.

3. Hooliganismus beim Fußball als Subkultur: Hier wird die Subkultur der Hooligans hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, der Bedeutung ihres Ehrenkodex und der individuellen Hooligankarrieren analysiert.

4. Ursachen der Hooligangewalt und subjektive Rechtfertigung: Dieses Kapitel ergründet die Ursachen der Gewalt, die nicht direkt im Fußballspiel, sondern in gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Sinnsuche begründet sind.

5. Gesellschaftliche Reaktionen auf die Hooligangewalt: Die Rolle von Medien, Polizei und Vereinen bei der Eindämmung und Verlagerung der Hooligangewalt wird kritisch beleuchtet.

6. Zusammenfassende Betrachtung: Eine Synthese der zentralen Erkenntnisse über die Subkultur, die Gewaltursachen und die Wirksamkeit der gesellschaftlichen Gegenmaßnahmen.

7. Ergebnisse: Dieses Kapitel zieht das Resümee und bestätigt die Hypothese, dass Hooligans bewusst Gewalt ausüben, wobei diese als eine Form der Gruppengewalt ohne explizite politische Ideologie charakterisiert wird.

Schlüsselwörter

Hooliganismus, Fußballgewalt, Subkultur, Ehrenkodex, Gruppengewalt, Jugendkultur, Stadionverbote, Polizeipräsenz, Gewaltprävention, Identitätsstiftung, Fußballfans, soziale Herkunft, Medienwirkung, Szenekundige Beamte, Konfliktbewältigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Subkultur des Hooliganismus und analysiert, wie physische Gewalt im Umfeld von Fußballveranstaltungen von den Akteuren selbst verstanden, legitimiert und strukturiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die Definition des Hooligan-Begriffs, die soziale Zusammensetzung der Szene, der selbst auferlegte Ehrenkodex, die Ursachen für die Gewaltbereitschaft sowie die Reaktionen von Medien und Sicherheitsbehörden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, welche Form von Gewalt in der Hooligan-Subkultur zum Ausdruck kommt, wie man diese Gewalt genauer charakterisieren kann und warum Hooligans trotz ihrer sozialen Einbettung bewusst gewalttätig handeln.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, ergänzt durch Internetrecherchen und Videoanalysen, um das Phänomen des Hooliganismus aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, eine tiefgehende Analyse der Subkultur und ihrer Strukturen, eine Untersuchung der Ursachen der Gewalttätigkeit sowie eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Reaktionen und Interventionsversuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Hooliganismus, Fußballgewalt, Subkultur, Gruppengewalt, Identitätsstiftung, Gewaltprävention sowie die Rolle von Medien und staatlichen Sicherheitsmaßnahmen.

Inwiefern beeinflusst der Ehrenkodex das tatsächliche Verhalten der Hooligans?

Die Literatur legt nahe, dass der Ehrenkodex in der Realität oft nicht eingehalten wird. Er dient eher als normative Selbstdarstellung, wird aber bei konkreten Auseinandersetzungen häufig zugunsten einer Eigendynamik der Gewalt gebrochen.

Warum verlagert sich die Gewalt zunehmend aus den Stadien in andere Räume?

Aufgrund verstärkter Polizeipräsenz, moderner Videoüberwachung und restriktiver Maßnahmen wie Stadionverboten ist es innerhalb der Stadien schwieriger geworden, Gewalt auszuüben, was zu einer Verlagerung auf andere Orte wie Wiesen oder Waldgebiete führt.

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Details

Title
Hooliganismus und Gewalt. Die Subkultur der Hooligans
College
Dresden Technical University  (Institut für Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften)
Grade
2 (gut)
Author
Patrick Seigerschmidt (Author)
Publication Year
2005
Pages
42
Catalog Number
V47350
ISBN (eBook)
9783638443180
ISBN (Book)
9783638659352
Language
German
Tags
Hooliganismus Gewalt Subkultur Hooligans
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Seigerschmidt (Author), 2005, Hooliganismus und Gewalt. Die Subkultur der Hooligans, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47350
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