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"Here is unfenced existence": Das Streben nach Präsenz in Philip Larkins "Here" aus "The Whitsun Weddings" (1964)

Title: "Here is unfenced existence": Das Streben nach Präsenz in Philip Larkins "Here" aus "The Whitsun Weddings" (1964)

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sirinya Pakditawan (Author)

English Language and Literature Studies - Literature
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Summary Excerpt Details

Philip Larkin, dem meist der zentrale Platz in der britischen Lyrik der Nachkriegszeit zugestanden wird, kann zu den so genannten Movement - Dichtern gezählt werden, die in den fünfziger Jahren des 2O.Jahrhunderts bekannt wurden. Ihre Lyrik gründete im Allgemeinen auf der nüchternen Einsicht, dass der persönliche Lebensalltag in einer modernen Welt den am ehesten überschaubaren und somit analysierbaren Wirklichkeitsbereich darstellt.
Es erscheint generell berechtigt zu sagen, dass auch Larkin die Dichtung primär dazu dient, die Bedingungen des Lebens in der heutigen Zivilisation zu analysieren, und dem Leser die zentralen Erfahrungen des modernen Menschen zu vermitteln und nachfühlbar zu machen. Auf diese Weise konzentriert sich auch das Gedicht "Here" aus der Sammlung "The Whitsun Weddings" (1964) ausschließlich auf die lebensweltliche Existenz des zeitgenössischen Menschen, auf seine Erfahrung des vergeblichen Strebens nach einer unmittelbaren Präsenz in Natur und Stadt.
An diesem Gedicht wird deshalb untersucht, wie diese moderne Erfahrung dem Leser konkret vermittelt und somit „erfahrbar" gemacht wird. Die Analyse soll sich dabei primär auf das lyrische Ich und die zentrale Relevanz der subjektiven Einzelperspektive für die Sprechsituation des Gedichts konzentrieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, auf welche Weise das Individuum die für es relevante Problemlage, die zentrale Erfahrung, wahrnimmt und verarbeitet. Hierbei wird zunächst zu zeigen sein, wie die auffällige Sprecherdistanz in "Here" dem Leser das erfolglose Streben nach Präsenz direkt nachempfindbar machen kann. Dabei soll jedoch nicht nur die Haltung des Sprechers, sondern auch die charakteristischen Merkmale des Gedichts und vor allem sein "Erzählvorgang"betrachtet werden. Ein wichtiges Merkmal des Gedichts ist hierbei, dass es eine Bewegung beschreibt, so dass der Leser Wirklichkeit im wahrsten Sinne des Wortes erfährt. Anschließend wird untersucht werden, welche Bedeutung der zivilisierten Natur sowie der Stadt als Orte entfremdeter menschlicher Existenz für die Suche nach dem idealen Dasein zukommen. Abschließend wird zu analysieren sein, welchen Stellenwert die Freiheit versprechende, zivilisationsferne Natur als unnahbarer Ort unentfremdeter Existenz für diese Suche einnimmt.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Die Funktion der Sprecherdistanz und der Beschreibung einer Bewegung im Gedicht für die Erfahrung des Strebens nach Präsenz in Philip Larkins "Here"

2. Die Bedeutung der zivilisierten Natur und der Stadt als Orte entfremdeter Existenz für die Suche nach dem idealen Dasein in Philip Larkins “Here“

3. Die Bedeutung der zivilisationsfernen Natur als Ort unentfremdeter Existenz für das Streben nach unmittelbarer Präsenz in Philip Larkins "Here"

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Streben des zeitgenössischen Menschen nach einem Ort unmittelbarer Präsenz in Philip Larkins Gedicht "Here" (1964). Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Weise, wie die moderne, als entfremdet wahrgenommene Existenz – unterteilt in zivilisierte Natur, Stadt und unberührte Natur – das lyrische Ich in seiner Suche beeinflusst und warum diese Suche letztlich in einer melancholischen Isolation mündet.

  • Analyse der narratologischen Struktur und der Bewegungsmotive im Gedicht.
  • Untersuchung der Stadt als Ort der Entfremdung und des Konsumstrebens.
  • Bedeutung der zivilisierten versus der zivilisationsfernen Natur für das lyrische Ich.
  • Die Rolle der Sprecherdistanz und der subjektiven Wahrnehmung.
  • Das Scheitern der Suche nach unmittelbarer Präsenz als moderne Grundstimmung.

Auszug aus dem Buch

Die Funktion der Sprecherdistanz und der Beschreibung einer Bewegung im Gedicht für die Erfahrung des Strebens nach Präsenz in Philip Larkins "Here"

Larkins "Here" ist von Kritikern als Orts - und Reisegedicht bezeichnet worden, das sich durch eine deskriptive Sprechweise und durch Detailrealismus auszeichnet. Dies legt bereits nahe, dass diesem Gedicht eine eindeutig subjektive Erfahrung zu Grunde liegt. Es erscheint sogar berechtigt, von einer Referentialität auf individuelle Lebensumstände des Dichters zu sprechen, denn "Here" enthält nicht nur Anspielungen auf die Stadt Hull, Larkins langjährigen Wohn - und Arbeitsort, sondern greift mit dem anklingenden Motiv der Zugreise auch explizit seine persönliche Erfahrung mehrerer Zugfahrten von London nach Hull auf. Aus diesem Grund stellt das Gedicht in der Tat Erfahrung von Wirklichkeit dar.

Der Titel des Gedichts "Here" weist es dabei auch implizit als "Erfahrungsgedicht" aus, da das deiktische Element "here" ("hier"), das auf einen Ort außerhalb der sprachlichen Realität verweist, die Bekanntheit des bezeichneten Ortes voraussetzt und den Leser somit als einen verständigen Rezipienten andeutet. In diesem Zusammenhang ist bedeutsam, dass eine Diskrepanz zwischen dem Stillstand verheißenden Titel und der im Gedicht beschriebenen Bewegung besteht. Das Reisen und damit der Prozess der Fortbewegung wird jedoch, wie im Folgenden zu zeigen sein wird, zu einem "Ort" von Erkenntnis.

Hierbei beginnt die beschriebene Reise auf der Nord-Süd-Achse Englands zwischen Newcastle und London mit ihrem stark industrialisierten Einzugsbereich und endet an der Ostküste. Dabei schildert die Anfangs- und die Schlussstrophe des vierstrophigen Gedichts die Region westlich von Hull, bis hin zu den nordenglischen Industriebezirken östlich der Stadt, bis hin zum offenen Meer. Die Beschreibung der Großstadt ist in den beiden mittleren Abschnitten enthalten.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung etabliert den theoretischen Kontext der Movement-Dichter und führt in die Thematik der Suche nach Authentizität und Präsenz in Larkins Lyrik ein.

1. Die Funktion der Sprecherdistanz und der Beschreibung einer Bewegung im Gedicht für die Erfahrung des Strebens nach Präsenz in Philip Larkins "Here": Dieses Kapitel analysiert, wie die dynamische Reisebewegung und das Fehlen eines festen Sprecher-Ichs die Unmittelbarkeit der Erfahrung im Gedicht konstituieren.

2. Die Bedeutung der zivilisierten Natur und der Stadt als Orte entfremdeter Existenz für die Suche nach dem idealen Dasein in Philip Larkins “Here“: Hier wird untersucht, inwiefern Stadt und domestizierte Natur als Orte der Entfremdung und als Projektionsflächen für eine urbane Pastorale fungieren.

3. Die Bedeutung der zivilisationsfernen Natur als Ort unentfremdeter Existenz für das Streben nach unmittelbarer Präsenz in Philip Larkins "Here": Das abschließende Hauptkapitel beleuchtet die Begegnung des lyrischen Ichs mit der unberührten Natur und deren Scheitern an der Erkenntnis der Isolation.

Zusammenfassung: Diese Sektion resümiert, dass Larkins Gedicht die Unmöglichkeit der Suche nach einem Ort idealer Existenz aufzeigt und die Reise des Individuums als eine Melancholie hervorbringende Sackgasse entlarvt.

Schlüsselwörter

Philip Larkin, Here, Contemporary British Poetry, Movement-Dichter, Entfremdung, Präsenz, Landschaftslyrik, urbane Pastorale, placelessness, Zirkularität, Identitätsverlust, moderne Zivilisation, Naturerfahrung, narrative Struktur, Isolation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Gedicht "Here" von Philip Larkin unter dem Aspekt des Strebens nach unmittelbarer Präsenz und der damit verbundenen Erfahrung von Entfremdung.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die moderne Zivilisation, die Beziehung zwischen Mensch und Natur, die Rolle des Reisens sowie die Konstruktion des lyrischen Ichs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Larkin durch eine spezifische, zyklische Bewegung im Gedicht dem Leser das Scheitern der Suche nach einem idealen, unentfremdeten Ort erfahrbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die narratologische Ansätze nutzt, um die Sprechsituation und den "Erzählvorgang" des Gedichts zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte: die Analyse der Sprecherdistanz und Bewegung, die Betrachtung der Stadt und zivilisierten Natur sowie die Untersuchung der unberührten, zivilisationsfernen Natur.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Entfremdung, placelessness, urbane Pastorale, Zirkularität und die Entsubjektivierung des Sprechers.

Warum wird die Stadt als "urbane Pastorale" bezeichnet?

Der Autor argumentiert, dass das lyrische Ich versucht, die moderne Großstadt durch eine distanzierte Sichtweise und Rückbezüge auf eine ländliche Vergangenheit zu idealisieren, was den Charakter einer Pastorale annimmt.

Welche Bedeutung hat das "swerving" im Gedicht?

Das dreifach wiederholte "swerving" deutet auf die zirkuläre, unentschlossene Bewegung des Sprechers hin, die symbolisiert, dass sein Streben nach Präsenz von Beginn an zum Scheitern verurteilt ist.

Warum bleibt das Ziel der "unfenced existence" für den Menschen unerreichbar?

Die Natur erweist sich als transzendent, unnahbar und kommunikationslos; der Versuch der Identifikation mit ihr scheitert und führt zur schmerzhaften Realisierung der eigenen Isolation.

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Details

Title
"Here is unfenced existence": Das Streben nach Präsenz in Philip Larkins "Here" aus "The Whitsun Weddings" (1964)
College
University of Hamburg  (Institut für Anglistik und Amerikanistik)
Course
Contemporary British Poetry: From Anti-Modernism to Postmodernism
Grade
1,0
Author
Sirinya Pakditawan (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V47377
ISBN (eBook)
9783638443395
ISBN (Book)
9783638658829
Language
German
Tags
Here Streben Präsenz Philip Larkins Here Whitsun Weddings Contemporary British Poetry From Anti-Modernism Postmodernism
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sirinya Pakditawan (Author), 2003, "Here is unfenced existence": Das Streben nach Präsenz in Philip Larkins "Here" aus "The Whitsun Weddings" (1964), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47377
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