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Arbeit zum Leben - die Sozialpolitische Agenda der Europäischen Union

Title: Arbeit zum Leben - die Sozialpolitische Agenda der Europäischen Union

Seminar Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thorsten Lampe (Author)

Politics - Topic: European Union
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Die europäische Union mit ihren nunmehr 25 Mitgliedstaaten sieht sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts großen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber. Angespannte Arbeitsmarktsituation und überlastete nationale Sozialsicherungssysteme sind nur ein Ausschnitt der bestehenden Probleme. Um ihnen zu begegnen, sind Modernisierungen in allen betroffenen politischen Feldern notwendig. Beschäftigte, die in unserer Dienstleistungsgesellschaft als wichtigste Ressource und wesentlicher Produktionsfaktor angesehen werden, stehen im Mittelpunkt der Veränderungen. Der Kern der neuen Strategie für wirtschaftliche und soziale Erneuerung ist der integrierte Ansatz aus Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik, welcher in der „Sozialpolitischen Agenda“ beschlossen ist. In dieser Arbeit sollen die Beweggründe und Ziele der Sozialpolitischen Agenda charakterisiert werden. Zunächst erfolgt eine nähere Darstellung der aktuellen Beschäftigungssituation und demographischer Probleme aus Sicht der europäischen Kommission. Anschließend soll anhand der in der Sozialpolitischen Agenda festgeschriebenen Ziele und Maßnahmen eine Darstellung des aktuellen sozialpolitischen „Fahrplans“ der EU erfolgen. In einem abschließenden Kritikversuch wird auf mögliche Probleme hingewiesen.

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Inhaltsverzeichnis

A Die Soziale Lage in der Europäischen Union

1 Beschäftigung

2 Demographie und sozialer Wandel

3 Zufriedenheit

B Die sozialpolitische Agenda der Europäischen Union

1 Rückblick Sozialpolitik

2 Ziele der Agenda

C Kritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe und Ziele der sozialpolitischen Agenda der Europäischen Union vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit der Notwendigkeit von Arbeit aus Sicht der EU und kritisiert die zunehmende Instrumentalisierung der Sozialpolitik im Streben nach einem wettbewerbsfähigen Wirtschaftsraum.

  • Analyse der Beschäftigungssituation und demographischer Trends in der EU
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Arbeit, Einkommen und individueller Zufriedenheit
  • Darstellung des sozialpolitischen „Fahrplans“ der Europäischen Union
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Zielsetzung der „Vollbeschäftigung“ nach US-amerikanischem Vorbild
  • Diskussion der Vereinbarkeit von ökonomischen Zielvorgaben und grundlegenden Sozialstaatsprinzipien

Auszug aus dem Buch

C Kritik

Die politischen Dimensionen, welche durch den „Policy-Mix“ der sozialpolitischen Agenda durchdrungen werden, sind sehr weit und berühren die Interessen vielfältigster Parteien, Organisationen, Verbände und Lobbies. Entsprechend hoch ist die Zahl verfügbarer kritischer Stellungnahmen zu der Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik der EU im Allgemeinen und zur sozialpolitischen Agenda und deren Umsetzungsprozess im Speziellen.

Daher soll an dieser Stelle nicht der Versuch unternommen werden, die gegenwärtige Debatte qualifiziert abzubilden. Stattdessen soll in Ansätzen geprüft werden, ob im Vorgehen der EU-Kommission möglicherweise eine Gefährdung der Grundprinzipien der Sozialpolitik stattfinden könnte. Diese bestehen im Solidaritäts- bzw. Sozialstaatsprinzip, dem Subsidiaritäts- sowie Selbstverantwortungsprinzip und schließlich im Prinzip der Ordnungskonformität.

Beginnend mit dem zuletzt genannten Prinzip der Ordnungskonformität soll auf das bereits beschriebene neue Verständnis der Sozialpolitik als „produktiver Faktor“ hingewiesen werden. Werden Sozial- und Wirtschaftsordnung als Subsysteme einer Gesellschaftsordnung verstanden, müssen sie im Sinne des Prinzips der Ordnungskonformität gleichberechtigt betrachtet werden. Entsprechend missverständlich und einseitig erscheint die Formulierung der EU-Kommission. Sicher ist nicht daran gedacht, die Sozialpolitik vollständig in den Dienst einer neuen Wirtschaftsordnung zu stellen. Dennoch erschließt sich der Eindruck, die eingeschätzten ökonomischen Verhältnisse und die abgeleitete hohe Notwendigkeit ihrer Erneuerung legitimierten die Instrumentalisierung der Sozialpolitik.

Zusammenfassung der Kapitel

A Die Soziale Lage in der Europäischen Union: Dieser Abschnitt analysiert die Beschäftigungsquoten, demographische Veränderungen und das Wohlbefinden der EU-Bevölkerung anhand aktueller Berichte der europäischen Kommission.

1 Beschäftigung: Hier werden die Erwerbsquoten nach Geschlecht und Alter beleuchtet und ein deutliches Nord-Süd-Gefälle innerhalb der EU aufgezeigt.

2 Demographie und sozialer Wandel: Das Kapitel thematisiert die Herausforderungen durch sinkende Geburtenraten, steigende Lebenserwartung und die daraus resultierende Belastung der Sozialsysteme.

3 Zufriedenheit: Es wird untersucht, inwiefern Beschäftigung und Einkommen die Lebensqualität beeinflussen und warum trotz wachsender Einkommen keine signifikante Steigerung der allgemeinen Zufriedenheit festzustellen ist.

B Die sozialpolitische Agenda der Europäischen Union: Dieser Teil dokumentiert die historische Entwicklung der europäischen Sozialpolitik und die Ziele des „Policy-Mix“ für den Zeitraum 2000 bis 2005.

1 Rückblick Sozialpolitik: Ein Abriss der wichtigsten Meilensteine von den EWG-Verträgen 1957 bis hin zum Lissabon-Gipfel.

2 Ziele der Agenda: Darstellung des strategischen Vorhabens, die EU zum wettbewerbsfähigsten Wissenswirtschaftsraum zu machen, unter besonderer Berücksichtigung der Vollbeschäftigung.

C Kritik: Eine kritische Reflexion darüber, ob die ökonomischen Zielvorgaben der Agenda die Grundprinzipien des europäischen Sozialstaatsmodells gefährden.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Sozialpolitische Agenda, Beschäftigung, Demographie, Vollbeschäftigung, Lissabonner Strategie, Sozialstaat, Lebensqualität, Humankapital, relative Armut, Wirtschaftsordnung, Sozialschutz, Arbeitspolitik, Arbeitsmarkt, Ordnungskonformität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die sozialpolitische Agenda der Europäischen Union, ihre Ziele im Kontext der Lissabonner Strategie und die damit verbundenen gesellschaftlichen Auswirkungen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die aktuelle Beschäftigungssituation, demographischer Wandel, die Messung von Lebenszufriedenheit sowie die kritische Reflexion der EU-Sozialpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Charakterisierung der Beweggründe hinter der sozialpolitischen Agenda sowie eine kritische Prüfung, ob diese einseitig ökonomisch geprägt ist.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung offizieller Berichte und Statistiken der europäischen Kommission, ergänzt durch eine kritische diskursive Einordnung sozialpolitischer Prinzipien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der sozialen Lage, die Vorstellung der Agenda-Ziele und eine kritische Diskussion zu Themen wie Solidarität und Subsidiarität.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Europäische Union, Sozialpolitische Agenda, Beschäftigungspolitik, Demographie und Sozialstaatsprinzip charakterisieren.

Inwiefern beeinflusst das „US-amerikanische Vorbild“ die sozialpolitische Agenda der EU?

Die EU-Kommission betrachtet eine hohe Erwerbsbeteiligung nach US-Vorbild als angestrebtes Ziel für die europäische Wissensgesellschaft, was von den Autoren kritisch hinterfragt wird.

Warum wird die „Instrumentalisierung“ der Sozialpolitik in der Kritik thematisiert?

Die Autoren kritisieren, dass Sozialpolitik zunehmend als „produktiver Faktor“ zur bloßen Erreichung wirtschaftlicher Wachstumsziele definiert wird, statt ihre originären sozialen Funktionen zu priorisieren.

Welche Bedenken äußern die Autoren hinsichtlich der erhobenen Statistiken?

Sie befürchten, dass die Harmonisierung europäischer Statistiken wichtige regionale und kulturelle Besonderheiten maskiert und dadurch den tatsächlichen Solidaritätsbedarf falsch einschätzt.

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Details

Title
Arbeit zum Leben - die Sozialpolitische Agenda der Europäischen Union
College
University of Erfurt  (Staatswissenschaftliche Fakultät)
Course
Seminar: Braucht der Mensch Arbeit?
Grade
1,0
Author
Thorsten Lampe (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V47380
ISBN (eBook)
9783638443425
Language
German
Tags
Arbeit Leben Sozialpolitische Agenda Europäischen Union Seminar Braucht Mensch Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Lampe (Author), 2004, Arbeit zum Leben - die Sozialpolitische Agenda der Europäischen Union, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47380
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