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Die Familienstruktur im Götz von Berlichingen in Hinblick auf das zeitgenössische Familienbild

Title: Die Familienstruktur im Götz von Berlichingen in Hinblick auf das zeitgenössische Familienbild

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 25 Pages , Grade: 2.5

Autor:in: Stefanie Terhörst (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Der vorliegenden Arbeit liegt das Drama „Götz von Berlichingen“ von Johann Wolfgang Goethe zu Grunde. Im Laufe dieser Arbeit wird die Familienstruktur der Berlichingens differenziert vorgestellt und erörtert, inwieweit sie mit dem zeitgenössischen Familienideal korreliert. Dabei werde ich wie folgt vorgehen: In einem ersten Schritt werde ich zunächst die Beziehung der Eheleute Götz und Elisabeth detailliert untersuchen, wobei auch wichtige charakterliche Züge vorgestellt werden. Dieser Ehe entspringt ein Sohn, Carl, dessen Verhältnis zu seinen Eltern anschließend diskutiert wird. Anknüpfend daran wird die Stellung Marias, der Schwester Götzs, in der Familie Berlichingen aufgezeigt, indem vor allem auf ihre kontrastiven Wesenszüge hingewiesen wird. In einem (Zwischen-)Fazit sollen noch einmal die wichtigsten Familienstrukturmerkmale herausgearbeitet werden. Das zweite Kapitel dieser Arbeit thematisiert als Hintergrundinformation das zeitgenössische Familienbild des 18. Jahrhunderts. Besonderen Fokus wird hierbei auf die Auffassung von Liebe und Ehe, sowie die Kindeserziehung gelegt.
Basierend auf den herausgestellten zeitgenössischen Fakten, wird im nächsten Kapitel illustriert, inwieweit die literarische Familie Berlichingen dem zeitgenössischen Leitbild entspricht. Wo finden sich Parallelen, wo Abweichungen?
Zum Ende der Arbeit hin folgt ein kurzer Ausblick auf ein späteres Werk Goethes, „Die Leiden des jungen Werther“, wobei durch die nä here Betrachtung der Familienstruktur Lottes, vorliegende Unterschiede diskutiert werden sollen. In einer Schlussbetrachtung werden die entscheidenden Ergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst und bewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Familienstruktur im Goetz von Berlichingen

2.1 Die Eheleute: Goetz und Elisabeth

2.2 Eltern - Kind Konfiguration

2.3 Kontrastfigur Maria

2.4 Fazit

3. Hintergrund: Das zeitgenössische Familienbild

3.1 Das Bürgertum: Die Entstehung eines neuen Familienideals

3.2 Liebe und Ehe im 18. Jahrhundert

3.3 Erziehung

4. Die Familie des Goetz von Berlichingen im zeitgenössischen Diskurs

5. Ausblick: Familienstruktur in Goethes Werther

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Familienstruktur in Goethes Drama „Götz von Berlichingen“ und analysiert, inwieweit diese das zeitgenössische Familienbild des 18. Jahrhunderts widerspiegelt oder von diesem abweicht.

  • Analyse der Ehebeziehung zwischen Götz und Elisabeth als bürgerliches Leitbild.
  • Untersuchung der Eltern-Kind-Konfiguration und der Rolle der Schwester Maria.
  • Darstellung des historischen Hintergrunds und der Werte des Bürgertums im 18. Jahrhundert.
  • Vergleich der literarischen Umsetzung mit zeitgenössischen Erziehungs- und Familienidealen.
  • Kurzer Ausblick auf die Familienstruktur in Goethes „Die Leiden des jungen Werther“.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Eheleute: Goetz und Elisabeth

Im Gegensatz zum historischen Vorbild, Gottfried war zweimal verheiratet, kann der literarische Goetz „nur“ eine Ehefrau vorweisen: Elisabeth. Sie ist auch die Mutter seines Kindes Carl. Eine vorherige Beziehung oder Kontakte zu eventuellen Maitressen seitens Goetzs werden nicht erwähnt. Goethe distanziert sich folglich in der Gestaltung seines Protagonisten vom realen Götz. Hieran lässt sich bereits ein erster Hinweis auf ein wichtiges Charakteristikum der Ehe illustrieren: Treue und unbedingte Loyalität. Im ersten Auftritt von Elisabeth wird ihre Einstellung zu Goetz deutlich, indem sie ihn als ihren „Herrn“ bezeichnet. Stolz erzählt sie ihrem Sohn Carl vom Beutefeldzug seines Vaters, der ihrer Meinung nach moralisch hoch anzusehen ist. Auch Willems urteilt in diesem Sinne: “Für Elisabeth ist das plagen von Menschen, sind Geiselnahme, Beraubung und Erpressung Elemente einer ethischen Handlung, die der Herstellung von Recht dienen.” Im Gegensatz zu ihrer Schwägerin Maria, die die Feldzüge eher „in den Bereich subjektiver Willkür“ rückt. Im Verlauf dieser Arbeit werden die diametralen Unterschiede dieser beiden Charaktere noch expliziter untersucht werden.

Es lässt sich folglich festhalten, dass Elisabeth ihrem Mann loyal und bewundernd zu Seite steht.

An allen Stellen im Drama, bei denen Elisabeth auftritt, wird dies deutlich. Sie zeigt sich als energische Hausfrau, die nach Goetzes Heimkehr sofort das Essen zubereitet. Als Goetz durch die Bedrohung des Exekutionszugs in Gefahr ist und seine Verwandten fort schicken will, bleibt Elisabeth bei ihm mit den Worten: „Bis in den Tod“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Vorstellung des Dramas und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise bei der Analyse der Familienstruktur.

2. Familienstruktur im Goetz von Berlichingen: Detaillierte Untersuchung der Hauptfiguren Götz, Elisabeth, Carl und Maria hinsichtlich ihrer Beziehungen.

3. Hintergrund: Das zeitgenössische Familienbild: Analyse der gesellschaftlichen Ideale des 18. Jahrhunderts, insbesondere in Bezug auf Ehe und Erziehung.

4. Die Familie des Goetz von Berlichingen im zeitgenössischen Diskurs: Abgleich der literarischen Familienkonstellation mit den theoretischen Modellen des Bürgertums.

5. Ausblick: Familienstruktur in Goethes Werther: Kontrastierende Betrachtung der brüchigen Familienverhältnisse in Goethes späterem Briefroman.

6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Bewertung der Entwicklung von der bürgerlichen Familienidylle zur Gefühlsfreiheit.

Schlüsselwörter

Götz von Berlichingen, Johann Wolfgang Goethe, Familienstruktur, Bürgertum, 18. Jahrhundert, Eheideal, Familienbild, Erziehung, Liebesheirat, Literaturanalyse, Sturm und Drang, Werther, Sozialisationsmodell, Rollenbild, Kleinfamilie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die familiären Verhältnisse innerhalb von Goethes Drama „Götz von Berlichingen“ und prüft deren Übereinstimmung mit dem zeitgenössischen Familienideal des 18. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Ehebeziehungen, die Eltern-Kind-Konfigurationen, die erzieherischen Ideale des Bürgertums sowie der Vergleich mit anderen Werken Goethes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Goethe durch die Familiengestaltung im „Götz“ ein bürgerliches Ideal konstruiert, das er in späteren Werken wie dem „Werther“ bewusst wieder auflöst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Dramas mit zeitgenössischen soziologischen und moraltheoretischen Kontexten des 18. Jahrhunderts vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Charakteranalyse der Familienmitglieder, die theoretische Aufarbeitung des zeitgenössischen Familienbildes sowie die Übertragung dieser Fakten auf die literarische Familie im Drama.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Familienstruktur, bürgerliches Familienideal, Aufklärung, Erziehungskonzeption und den literarischen Vergleich zwischen „Götz“ und „Werther“ beschreiben.

Warum spielt die Figur der Maria eine so wichtige Rolle?

Maria fungiert im Drama als Kontrastfigur, die durch ihre Frömmigkeit und ihr empfindsames Wesen eine alternative Erziehungsinstanz darstellt und die innerfamiliäre Dynamik sowie das Verhältnis zum Neffen Carl maßgeblich mitprägt.

Wie unterscheidet sich die Familienstruktur im „Werther“ von der im „Götz“?

Während der „Götz“ noch eine weitgehend intakte und harmonische Kleinfamilie als bürgerliches Ideal darstellt, bricht dieses Gefüge im „Werther“ zusammen, da die subjektive Gefühlsfreiheit des Protagonisten keine reglementierenden familiären Ordnungen zulässt.

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Details

Title
Die Familienstruktur im Götz von Berlichingen in Hinblick auf das zeitgenössische Familienbild
College
University of Cologne
Grade
2.5
Author
Stefanie Terhörst (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V47397
ISBN (eBook)
9783638443555
Language
German
Tags
Familienstruktur Götz Berlichingen Hinblick Familienbild
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Terhörst (Author), 2005, Die Familienstruktur im Götz von Berlichingen in Hinblick auf das zeitgenössische Familienbild, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47397
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