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Eine vergleichende Analyse von unterrichtlichen Belastungen und Bewältigungsweisen von Sportlehrerinnen und Sportlehrern an Gymnasien in Hamburg und Schleswig-Holstein

Eine empirische Studie

Title: Eine vergleichende Analyse von unterrichtlichen Belastungen und Bewältigungsweisen von Sportlehrerinnen und Sportlehrern an Gymnasien in Hamburg und Schleswig-Holstein

Examination Thesis , 2005 , 140 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Miriam Haupt (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Untersuchung steht im Rahmen eines umfangreichen Forschungsprojektes zur Erfassung von Stressoren und psychischen Widerstandsressourcen von Sportlehrkräften, das auf den qualitativen Studien Miethlings (1986, 2002) zu Belastungssituationen im Sportunterricht sowie der quantitativen Querschnittsuntersuchung von Miethling und Brand (2004) basiert und diese Stichprobe auf die Sportlehrkräfte der Hansestadt Hamburg ausweitet.
Der Aufbau der vorliegenden Arbeit gliedert sich folgendermaßen: Den Anfang bildet die Darstellung der theoretischen Grundlagen, wobei zunächst ein Überblick über die Stressforschung und eine Erläuterung der Stress- und Ressourcenmodelle von Lazarus und Launier (1981) sowie Hobfoll (1988) erfolgt. Im Anschluss werden bedeutsame Widerstandsressourcen wie die soziale Unterstützung vorgestellt, und ein Blick auf die Theorien von Antonovsky (1997) und Becker (1992) zur Bedeutung und Entstehung von Gesundheit geworfen. Das darauf folgende Kapitel beschäftigt sich mit einem Vergleich der Lehrpläne und schulischen Gegebenheiten der Gymnasien in Hamburg und Schleswig-Holstein, und ist somit im Hinblick auf die vergleichende Analyse der Ergebnisse beider Bundesländer von Interesse. Weiterhin werden die für die vorliegende Arbeit relevanten Untersuchungen zu Arbeitsanforderungen, Belastungen und deren Bewältigung bei Lehrerinnen und Lehrern vorgestellt, worunter die Studie Hubermans (1989) zur Abfolge zentraler Themen in der Berufslaufbahn von Lehrern sowie das Werk Schaarschmidts (2004) zur psychischen Gesundheit im Lehrerberuf fallen. Im Anschluss erfolgt eine Darstellung aktueller Forschungen, die sich mit diesen Themen speziell in Bezug auf Sportlehrer befassen. Dabei werden neben der Untersuchung Heims und Klimeks (1999) die zuvor genannten, dieser Arbeit zugrundeliegenden Studien von Miethling (1986, 2002) sowie Miethling und Brand (2004) beschrieben. Aus der Darstellung der theoretischen Grundlagen erfolgt sodann die Herleitung der Forschungsfragen. Im weiteren Verlauf dieser Studie werden im Rahmen der Untersuchungsmethode die empirischen Forschungshypothesen aufgestellt. Die sich anschließende Darstellung und Diskussion der Ergebnisse findet zunächst deskriptiv und des Weiteren hinsichtlich der Forschungshypothesen statt. Nachdem die Resultate dargestellt und vergleichend analysiert wurden, bilden die Zusammenfassung und Einordnung der Resultate in den aktuellen Forschungsstand den abschließenden Teil der Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN

2.1 Stress- und Ressourcentheorien

2.1.1 Überblick über die Stressforschung

2.1.2 Das transaktionale Stressmodell von Lazarus und Launier (1981)

2.1.3 Das Ressourcenmodell von Hobfoll (1988)

2.2 Widerstandsressourcen

2.2.1 Die Bedeutung und Entstehung von Gesundheit

2.2.2 Die Theorie der sozialen Unterstützung

2.3 Ein Vergleich der Lehrpläne und der schulischen Gegebenheiten von Gymnasien in Hamburg und Schleswig-Holstein

2.3.1 Demographische Angaben zu Hamburg und Schleswig-Holstein

2.3.2 Die Geschlechterverteilung der Gymnasiallehrkräfte und ihr Arbeitsverhältnis

2.3.3 Arbeitszeiten der Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien in Hamburg und Schleswig-Holstein – Mehr Unterrichtsstunden für Hamburger Sportlehrkräfte durch das Lehrerarbeitszeitmodell?

2.3.4 Ein Vergleich der Lehrpläne der Gymnasien Hamburgs und Schleswig-Holsteins für das Fach Sport

2.4 Stand der Forschung zu Arbeitsanforderungen, Belastungen und deren Bewältigung bei Lehrerinnen und Lehrern

2.4.1 Die Abfolge zentraler Themen in der Berufslaufbahn von Lehrern nach Huberman (1989)

2.4.2 Psychische Gesundheit im Lehrerberuf nach Schaarschmidt (2004)

2.5 Stand der Forschung zu Arbeitsanforderungen, Belastungen und deren Bewältigung bei Sportlehrerinnen und Sportlehrern

2.6 Ableitung der Forschungsfragen

3 FORSCHUNGSMETHODE

3.1 Beschreibung der Untersuchungsplanung und des Instruments der Datenerhebung

3.2 Beschreibung der Untersuchungsdurchführung

3.3 Empirische Forschungshypothesen und Techniken der Datenauswertung

4 DARSTELLUNG UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE

4.1 Deskriptive Statistik

4.1.1 Darstellung der Stichprobe Hamburgs und Schleswig-Holsteins

4.1.2 Ausprägungen der wahrgenommenen Stressoren und psychischen Widerstandsressourcen sowie deren Zusammenhänge

4.2 Prüfende Statistik

4.2.1 Vergleich der Bundesländer bezüglich der Ausprägungen von Stressoren und Widerstandsressourcen (H1,4)

4.2.2 Vergleich bezüglich der Geschlechter (H1,1)

4.2.3 Vergleich bezüglich der absolvierten Berufsjahre (H1,2)

4.2.4 Darstellung und Diskussion signifikanter Zusammenhänge zwischen der Wahrnehmung sportunterrichtlicher Stressoren und der Ausprägung psychischer Widerstandsressourcen (H1,3, H1,5)

5 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht unterrichtliche Belastungen sowie Bewältigungsweisen von Sportlehrkräften an Gymnasien in Hamburg und Schleswig-Holstein, um Erkenntnisse über Stressoren und Widerstandsressourcen zu gewinnen und die Auswirkungen unterschiedlicher Arbeitszeitmodelle und Lehrpläne aufzuzeigen.

  • Stress- und Ressourcenmodelle im Kontext der Sportlehrertätigkeit
  • Vergleich der schulischen Rahmenbedingungen und Lehrpläne
  • Empirische Analyse von Belastungen und Bewältigungsstrategien
  • Einfluss von Geschlecht und Berufsjahren auf das Stressempfinden
  • Diskussion gesundheitsförderlicher und gesundheitsgefährdender Faktoren

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Das transaktionale Stressmodell von Lazarus und Launier (1981)

Seit den sechziger Jahren vertritt Lazarus das kognitiv-transaktionale Stressmodell. Im deutschen Raum wurde es u.a. aufgegriffen von Jerusalem (1990) und Krohne (1990). Kernpunkt des Modells ist die bereits angesprochene Interaktion zwischen Person und Umwelt, die hier als Transaktion bezeichnet wird, da es sich um eine komplexe, gegenseitige Beeinflussung beider Komponenten handelt (vgl. Lazarus & Launier, 1981, S. 214). Psychischer Stress basiert demnach auf den kognitiven Einschätzungen (appraisals) des betroffenen Menschen, die durch verschiedene Faktoren sowie Gefühle beeinflusst werden (vgl. Kramis-Aebischer, 1996). Die betroffene Person erhält aus ihrer Umwelt zudem Rückmeldungen über die Angemessenheit erfolgter Bewältigungshandlungen, welche wieder auf die subjektive Bewertung der Situation einwirken. Schwarzer (1997, S. 155) schreibt dazu: „Objektive Bedingungen liegen den kognitiven Einschätzungen zugrunde, aber entscheidend bleibt, wie das Subjekt die Dinge sieht; nicht die tatsächlichen Gefahren der Umwelt und nicht die tatsächlichen Eigenschaften einer Person machen die Stresserfahrung aus, sondern vielleicht die persönliche, verzerrte Sichtweise“.

Weiterhin wichtig ist die zeitliche Entwicklung der Bewertungsprozesse. Durch Wechselwirkungen zwischen Person und Umwelt können sich die subjektiven Einschätzungen verändern und eine vollständige Neueinschätzung der Situation bewirken (vgl. Kramis-Aebischer, 1996, S. 35). Abbildung 1 stellt das Modell graphisch dar und dient als Orientierungshilfe für die im Folgenden beschriebenen Abläufe innerhalb dieses Stresskonzepts.

Im Verlauf des Prozesses treten drei Arten von Bewertungsvorgängen einer vorliegenden Situation auf: Die primären Einschätzungen, die sekundären Einschätzungen und die Neueinschätzungen. Im Rahmen der primären Einschätzungen bewertet die betroffene Person objektive Stressfaktoren vor dem Hintergrund der eigenen Ziele, Persönlichkeitsmerkmale und der momentanen Lebenssituation. Das persönliche Wohlbefinden spielt dabei eine große Rolle. Die Situation wird je nach erachteter Bedeutsamkeit für das subjektive Wohlbefinden als irrelevant, stressrelevant oder angenehm bzw. positiv eingestuft.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik psychischer Belastungen bei Lehrkräften und Begründung der spezifischen Untersuchung bei Sportlehrkräften.

2 THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN: Detaillierte Darstellung stress- und ressourcentheoretischer Modelle sowie ein Vergleich der Rahmenbedingungen und Lehrpläne von Sport an Gymnasien in Hamburg und Schleswig-Holstein.

3 FORSCHUNGSMETHODE: Erläuterung der Untersuchungsplanung, der verwendeten Instrumente zur Datenerhebung und der angewandten statistischen Methoden zur Überprüfung der Hypothesen.

4 DARSTELLUNG UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Deskriptive Auswertung der erhobenen Daten und prüfende Statistik im Hinblick auf regionale Unterschiede, Geschlechtsaspekte und Berufsjahre.

5 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse der Studie und Einordnung in den Forschungsstand sowie Implikationen für die Aus- und Fortbildung von Sportlehrkräften.

Schlüsselwörter

Sportlehrer, Belastung, Stress, Bewältigungsstrategien, Widerstandsressourcen, Lehrerarbeitszeitmodell, Gymnasien, Hamburg, Schleswig-Holstein, Salutogenese, transaktionales Stressmodell, Burnout, Berufsjahre, Sportunterricht, Schulsport.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die psychischen Belastungen und die Bewältigungsweisen von Sportlehrkräften an Gymnasien, wobei ein besonderer Fokus auf dem Vergleich zwischen den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Stressforschung (insb. Lazarus und Hobfoll), der Vergleich von Lehrplänen und Arbeitszeitmodellen in den beiden Bundesländern sowie die empirische Analyse von Stressoren im Sportunterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es, Erkenntnisse über die Bewältigungsweisen von Alltagsproblemen bei Sportlehrkräften zu gewinnen und Unterschiede in Belastung und Ressourcen in Abhängigkeit von Geschlecht, Berufsjahren und Bundesland zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsstudie, bei der Sportlehrkräfte mittels Fragebögen befragt wurden. Die Daten wurden mit SPSS statistisch ausgewertet, unter anderem durch t-Tests und Varianzanalysen.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Stress und Gesundheit sowie eine empirische Darstellung und Diskussion der Ergebnisse hinsichtlich Belastungssituationen, Ressourcen und korrelierender Faktoren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sportlehrerbelastung, Ressourcenmodell, transaktionales Stressmodell, Lehrerarbeitszeitmodell, Gesundheitsförderung und Gymnasiallehrer charakterisieren.

Wie wirkt sich das Hamburger Lehrerarbeitszeitmodell auf Sportlehrkräfte aus?

Die Arbeit zeigt, dass dieses Modell zu einer höheren unterrichtlichen Belastung geführt hat, da Sportlehrkräfte durch die Fächer-Faktorisierung im Schnitt mehr Unterrichtsstunden leisten müssen als in anderen Fächern, was zu einer Reduktion von Zusatzangeboten wie Sportwettkämpfen führt.

Gibt es signifikante Unterschiede in der Belastung zwischen männlichen und weiblichen Lehrkräften?

Die Untersuchung ergibt für die Hamburger Stichprobe keine signifikanten Geschlechtsunterschiede in der Wahrnehmung von Stressoren, stellt jedoch fest, dass bei weiblichen Lehrkräften tendenziell andere Bewältigungsmechanismen und Anforderungen durch die "Doppelbelastung" (Privat- und Berufsleben) eine Rolle spielen.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse zum Einfluss der Berufserfahrung?

Es zeigt sich, dass besonders Lehrkräfte in einer mittleren Phase ihrer Berufslaufbahn (11.-20. Dienstjahr) Belastungsfaktoren wie inadäquate räumliche Bedingungen signifikant stärker wahrnehmen als Kollegen in anderen Dienstaltern.

Welche Rolle spielt die soziale Unterstützung für die Lehrkräfte?

Soziale Unterstützung stellt eine wichtige Ressource dar, wobei die Arbeit aufzeigt, dass ihre Wirkung und Verfügbarkeit je nach Bundesland und individueller Situation variiert und maßgeblich zum Erhalt der Gesundheit beitragen kann.

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Details

Title
Eine vergleichende Analyse von unterrichtlichen Belastungen und Bewältigungsweisen von Sportlehrerinnen und Sportlehrern an Gymnasien in Hamburg und Schleswig-Holstein
Subtitle
Eine empirische Studie
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
1,7
Author
Miriam Haupt (Author)
Publication Year
2005
Pages
140
Catalog Number
V47417
ISBN (eBook)
9783638443708
ISBN (Book)
9783640171439
Language
German
Tags
Eine Analyse Belastungen Bewältigungsweisen Sportlehrerinnen Sportlehrern Gymnasien Hamburg Schleswig-Holstein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Haupt (Author), 2005, Eine vergleichende Analyse von unterrichtlichen Belastungen und Bewältigungsweisen von Sportlehrerinnen und Sportlehrern an Gymnasien in Hamburg und Schleswig-Holstein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47417
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