Grundlagen der IAS/IFRS und wesentliche Unterschiede zum HGB am Beispiel: "Bewertung von unfertigen Fertigungsaufträgen"


Hausarbeit, 2005

22 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Entstehung der IAS und der IFRS
1.1 Gründe und Zielsetzungen für die Entwicklung der IAS/IFRS
1.2 Vorgaben und Regelungen für einen IAS Jahresabschluss im Vergleich zum HGB

2. Aufbau des IAS/IFRS Regelwerkes
2.1 Das Rahmenkonzept – das „Framework“
2.2 Aufbau der Einzelstandards
2.3 Interpretationen der IAS

3. IAS/IFRS vs. HGB
3.1 Ausgewählte Unterschiede zwischen IAS/IFRS und HGB
3.2 Bewertung von unfertigen Fertigungsaufträgen im Rahmen eines IAS- bzw. HGB Abschlusses – Problemstellung
3.2.1 Construction Contracts als mehrperiodige Fertigungsaufträge
3.2.2 Voraussetzungen der Teilgewinnrealisierung nach IAS
3.2.3 Bilanzierungsmethoden
3.2.4 Darstellung von Fertigungsaufträgen in Bilanz und GuV
3.2.5 Divergenzen und Probleme bei der Bewertung
3.3 Folgen der Rechnungslegungsumstellung auf IAS/IFRS für Unternehmen und Anteilseigner

4. Ausblick

5. Literatur- und Internetverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Bilanzinhalte lt. HGB und IAS/IFRS

Abbildung 2: Übersicht IAS/IFRS Regelwerk

Abbildung 3: Bewertungsunterschiede zwischen IAS/IFRS und HGB

Abbildung 4: Kurzübersicht CCM- und PoC-Methode

Abbildung 5: Eigenkapitalveränderung bei IAS Umstellung

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Aufwendungs- und Ertragsübersicht Beispielaufgabe

Tabelle 2: Anwendung CCM

Tabelle 3: Anwendung PoC

Tabelle 4: Bilanz- und GuV-Auswirkungen von CCM und PoC

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Entstehung der IAS und der IFRS

Das International Accounting Standards Committee (IASC) wurde am 29. Juni 1973, als privatrechtliche Organisation von den Berufsverbänden der Wirtschaftsprüfer aus Deutschland, Großbritanien, Frankreich, den Niederlanden, Australien, Japan, Kanada, Mexiko und den USA in London gegründet. Zielsetzungen dieser Organisation waren insbesondere die Formulierung und Veröffentlichung internationaler Rechnungslegungsgrundsätze sowie auch die Vereinheitlichung/Verbesserung der bisher geltenden Rechnungslegunsvorschriften. Im Jahr 2000 wurde das IASC aufgrund von Effizienz- und Effektivitätsmängeln reorganisiert. Um sich außerdem organisatorisch von den Berufsorganisationen der Wirtschaftsprüfer zu lösen, wurde eine Dachorganisation, die International Accounting Standards Committee Foundation (ASCF) und das für die fachliche Arbeit zuständige International Accounting Standards Board (IASB) gegründet.[1]

Alle vor dem Jahr 2000/2001 veröffentlichten Standards werden als International Accounting Standads (IAS), alle hiernach veröffentlichen Standards als International Financial Reporting Standards (IFRS) bezeichnet.

1.1 Gründe und Zielsetzungen für die Entwicklung von IAS/IFRS

Durch die ständig wachsende Anzahl von Unternehmen, die auf internationaler Ebene tätig sind und somit auch mit internationalen Geschäftspartnern Kontakt haben, ergeben sich für alle Unternehmensbereiche neue Anforderungen. Auch der Bereich der Rechnungslegung muss im Rahmen dieser Globalisierung neuen Ansprüchen gerecht werden. Um die Unterschiede zwischen den nationalen Rechnungslegungssystemen zu überbrücken und zu vereinheitlichen, wurden die IAS/IFRS geschaffen. Sie sollen nicht nur eine korrekte Buchführung, sondern vor allem ein eindeutiges und korrektes Reporting leisten.[2] Letztendlich zielen die IAS/IFRS darauf ab, Analysten, Anteilseignern und möglichen Investoren einen Vergleich von Konzernabschlüssen aus verschiedenen Ländern zu erleichtern bzw. transparenter zu gestalten. Aus diesem Grund sind die IAS-Bilanzierungsgrundsätze darauf gerichtet die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens nach dem „True and Fair View“ Prinzip darzustellen. Das Vorsichtsprinzip und damit der Gläubigerschutz, wie er im deutschen Handelsrecht existiert, rückt dabei in den Hintergrund. Maßgebliches Ziel eines IAS Jahresabschlusses ist es somit, einen möglichst realistischen Einblick in die aktuelle Situation eines Unternehmens zu gewähren. Folgender Grundsatz ist im IAS/IFRS-Regelwerk verankert:

„The objective of financial statements is to provide information about financial position, performance and changes in financial position of an enterprise that is useful to a wide range of users in making economic decisions.“[3]

1.2 Vorgaben und Regelungen für einen IAS/IFRS Jahresabschluss im Vergleich zum HGB

In Deutschland ist jedes Unternehmen, welches lt. HGB bestimmte Anforderungen erfüllt, dazu verpflichtet, einen Jahresabschluss zu erstellen, der sowohl handels- als auch steuerrechtlich korrekt ist. Dazu kann entweder eine Handels- und eine Steuerbilanz erstellt werden oder eine Bilanz die alle Kriterien aus Handels- und Steuerrecht erfüllt.

Die meisten kapitalmarktorientierten Unternehmen sind seit dem Jahr 2005 dazu verpflichtet, ihren Konzernabschluss nach IAS aufzustellen. Dazu bestehen folgende Möglichkeiten:

Möglichkeit 1:

Das Unternehmen kann eine Überleitungsrechnung von HGB nach IAS/IFRS durchführen. Die Unternehmensrechnung bleibt davon grundsätzlich unberührt. Nur die Abgrenzungsbuchungen am Periodenende müssen getätigt, und die IAS/IFRS relevanten Geschäftsvorfälle unterjährig erfasst werden. Demzufolge bleiben die internen Prozesse der Rechnungslegung unverändert; nur der Abschluss wird an die International Accounting Standards angepasst.

Möglichkeit 2:

Ferner besteht die Möglichkeit eine parallele Rechnungslegung nach HGB und IAS/IFRS durchzuführen. Widersprüchliche Aussagen der beiden Abschlüsse können hierbei jedoch zu Verwirrung bei den Abschlussadressaten führen.

Möglichkeit 3:

Die gesamte Konzernrechnungslegung wird auf IAS/IFRS umgestellt. Sollen die Einzelabschlüsse weiterhin nach HGB aufgestellt werden, erweisen sich die unterjährigen Erfassungen und Buchungen der Geschäftsfälle jedoch als nachteilig und kompliziert.[4]

Erstellt ein Unternehmen den Jahresabschluss nach IAS, kann das Verfassen der Handelsbilanz beim Mutterunternehmen entfallen. Eine Steuerbilanz nach deutschem Recht bleibt jedoch weiterhin erforderlich, da die IAS/IFRS derzeit noch keine Besteuerungsgrundlage darstellen.[5]

Der Bilanzinhalt nach HGB ist hauptsächlich auf Vermögensgegenstände und Schulden beschränkt.[6] Rechnungsabgrenzungsposten und Bilanzierungshilfen, die eine periodengerechte Aufwandsermittlung ermöglichen sollen, sind keine Vermögensgegenstände im handelsrechtlichen Sinne.[7]

Im Gegensatz dazu unterscheiden die IAS/IFRS nur zwischen Vermögenswerten (Assets) und Schulden (Liabilities), soweit deren Ansatzvorschriften erfüllt sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Aufbau des IAS/IFRS Regelwerkes[9]

[...]


[1] Vgl. http://www.bdi-online.de/de/fachabteilungen/2072.htm

[2] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/IASB

[3] IAS-Framework Punkt 12, http://www.ifrs-portal.com/Framework/03.htm

[4] Vgl. Lösungsmöglichkeiten, http://www.nemetschek.de/de/produkte/bausoftware.nsf/newsview/ias-ifrs2.html

[5] Vgl. http://www.ax-net.de/inhalt/bilanz/jahresabschluss.htm

[6] Vgl. Coenenberg, S. 97

[7] Vgl. Buchholz, Internationale Rechnungslegung S. 70

[8] Vgl. http://www.chahed.de/Studies/Bilanzansatz%20HGB%20IAS.pdf S.6

[9] Vgl. Buchholz, Internationale Rechnungslegung S.20

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Grundlagen der IAS/IFRS und wesentliche Unterschiede zum HGB am Beispiel: "Bewertung von unfertigen Fertigungsaufträgen"
Hochschule
Leibniz Akademie Hannover - Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Hannover
Veranstaltung
Controlling
Note
1,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
22
Katalognummer
V47421
ISBN (eBook)
9783638443746
Dateigröße
775 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundlagen, IAS/IFRS, Unterschiede, Beispiel, Bewertung, Fertigungsaufträgen, Controlling
Arbeit zitieren
Thomas Becker (Autor), 2005, Grundlagen der IAS/IFRS und wesentliche Unterschiede zum HGB am Beispiel: "Bewertung von unfertigen Fertigungsaufträgen", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47421

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