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Günter Wallraff

Titel: Günter Wallraff

Seminararbeit , 1997 , 23 Seiten , Note: 1

Autor:in: Karin Lederer (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Journalismus“ ist nicht nur im engeren Sinn als nüchterne, (angeblich) objektive Berichterstattung zu sehen, sondern existiert auch als literarische Form, als literarische Reportage. Journalismus wird oft als 4. Macht bezeichnet. Im positiven Sinn wäre die Macht als Kontrollorgan, als „Kontrollmacht gegen alles Böse“ zu verstehen. Diese Macht kann aber – wie jede Macht – auch mißbraucht werden und Demokratisierungsprozesse unterlaufen, ihnen entgegenwirken. Von beiden Arten des Journalismus ist im folgenden die Rede.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Methode

2.1. Was ist wallraffa?

2.2. Psychische Auswirkungen

2.3. Wie du mir - so ich dir?

2.4. Der Zweck heiligt die Mittel?

2.5. Wallrafferi ist umstritten

3. Wo hat er die Methode angewendet und warum?

3.1. Arbeitsreportagen

3.2. BILD

3.3. Ganz unten

3.4. Bei der Bundeswehr

3.5. Als Waffenhändler

3.6. Außerdem

4. Was hat er aufgedeckt?

4.1. BILD

4.2. Ganz unten

5. Kritik an Wallraff

6. Folgen von Wallraffs Arbeit

6.1. BILD

6.2. Ganz unten

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die journalistische Methode von Günter Wallraff, insbesondere dessen "Rollenreportagen" und verdeckte Recherche, im Kontext von Journalismus und Demokratie. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern diese kontroverse Methode als notwendiges Instrument zur Aufdeckung gesellschaftlicher Missstände zu werten ist und welche Auswirkungen seine Arbeit auf die Zielobjekte wie den Springer-Konzern oder die Arbeitswelt hatte.

  • Journalismus als vierte Gewalt und dessen potenzieller Missbrauch.
  • Die Methode der verdeckten, teilnehmenden Beobachtung (Wallrafferi).
  • Kritische Analyse der Arbeitsweisen bei der BILD-Zeitung.
  • Soziale Missstände und Alltagsrassismus, dokumentiert in "Ganz unten".
  • Rezeption, medienrechtliche Auseinandersetzungen und Auswirkungen der Enthüllungen.

Auszug aus dem Buch

2.1. Was ist wallraffa?

Günter Wallraff und seine Methode erreichten im Lauf der Zeit so viel Berühmtheit, daß sein Name sogar in den Sprachgebrauch Eingang fand. Allerdings nicht in den deutschen Sprachgebrauch: Er bereicherte die schwedische Sprache um zwei Wörter: „das Substantiv „Wallrafferi“ und das Verb „wallraffa“ für das durch Verkleidung begünstigte Einsammeln sonst unerreichbarer Informationen.“

Als früher Vorläufer der Recherchemethode könnte der österreichische Politiker und Journalist Victor Adler gesehen werden, der sich schon 1888 illegal als Ziegelarbeiter verkleidet bei den „Wienerberger Ziegelwerken“ einschlich, um dortige Mißstände aufzudecken. Adler machte, wie auch später Wallraff, eine „Rollenreportage“. Im Gegensatz zur sonst üblichen Vorgangsweise, als „AußenstehendeR“ zu berichten, stellt Wallraff seine Fragen direkter. Er schleust sich selbst ein und betreibt, wissenschaftlich ausgedrückt, eine verdeckte, teilnehmende Beobachtung. Wallraff ist sozusagen Informant und Informierter in einer Person. Er ist gleichzeitig Journalist und Schauspieler, schlüpft in verschiedenste Rollen - bis zur totalen Selbstverleugnung: „Das bin ich nicht mehr, der mich da aus dem Spiegel anschaut. So eine Visage, auf Karriere getrimmt, wie ich sie bei Jungmanagern immer gehaßt habe“, sagt Günter Wallraff über Hans Esser, sein alter ego bei der BILD-Zeitung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der journalistischen Macht sowie die Rolle von Günter Wallraff als Journalist und Schriftsteller ein.

2. Die Methode: Hier werden Definition, psychische Belastungen und ethische Aspekte der Rollenreportage und verdeckten Recherche analysiert.

3. Wo hat er die Methode angewendet und warum?: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die verschiedenen Einsatzgebiete und Reportagen Wallraffs, darunter BILD, Arbeitswelt und Bundeswehr.

4. Was hat er aufgedeckt?: Die zentralen Rechercheergebnisse bezüglich der BILD-Redaktionspraxis sowie die sozialen Bedingungen in "Ganz unten" werden hier dargelegt.

5. Kritik an Wallraff: Dieses Kapitel behandelt die Reaktionen seiner Gegner, polizeiliche Ermittlungen und die Versuche, ihn durch rechtliche und illegale Mittel zu diskreditieren.

6. Folgen von Wallraffs Arbeit: Hier wird der langfristige Einfluss seiner Publikationen auf Politik, Gesellschaft und die betroffenen Konzerne untersucht.

7. Literatur: Auflistung der verwendeten Primärquellen von Günter Wallraff.

Schlüsselwörter

Günter Wallraff, Journalismus, BILD-Zeitung, Rollenreportage, verdeckte Recherche, Medienkritik, Enthüllungsjournalismus, Sozialreportage, Springer-Konzern, Alltagsrassismus, Pressefreiheit, Arbeitswelt, Menschenversuche, Kritik, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die journalistische Methode des Schriftstellers Günter Wallraff und dessen Wirken als Enthüllungsjournalist im Spannungsfeld zwischen Pressefreiheit und kritischer Berichterstattung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die investigative Rollenreportage, der medienkritische Blick auf die BILD-Zeitung sowie die Aufdeckung sozialer Ungerechtigkeiten und Arbeitsbedingungen in der Bundesrepublik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Wallraffs Arbeitsweise, ihre Legitimität im demokratischen Diskurs und die gesellschaftlichen Auswirkungen seiner Enthüllungen zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, die Wallraffs eigene Dokumentationen, Prozessakten und medienkritische Analysen zusammenführt und systematisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung des "Einschleichens", die Dokumentation konkreter Recherchen (BILD, Ganz unten), die Auseinandersetzung mit Kritikern sowie eine Analyse der gesellschaftlichen Folgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Wallraff, Enthüllungsjournalismus, Rollenreportage, Medienkritik und soziale Missstände.

Was bedeutet der Begriff "Wallrafferi" konkret?

Er beschreibt die Methode des durch Verkleidung begünstigten Einsammelns von Informationen, die auf herkömmlichem journalistischem Wege nicht zugänglich wären.

Wie reagierten Konzerne wie Springer auf die Enthüllungen?

Die Reaktionen reichten von heftiger Polemik und Kriminalisierungsversuchen über gerichtliche Auseinandersetzungen bis hin zur Bespitzelung des Autors durch Privatdetektive.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Günter Wallraff
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft)
Veranstaltung
Komm.wiss. Seminar: Journalismus und Demokratie im internationalen Vergleich
Note
1
Autor
Karin Lederer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1997
Seiten
23
Katalognummer
V47429
ISBN (eBook)
9783638443807
ISBN (Buch)
9783638659390
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Günter Wallraff Komm Seminar Journalismus Demokratie Vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karin Lederer (Autor:in), 1997, Günter Wallraff, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47429
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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