Einerseits beziehe ich mich auf die Geschichte der Frauenforschung und deren Umgang mit dem Gedenken an Frauen und ihre Handlungen und Haltungen im Nationalsozialismus. Andererseits befasse ich mich mit dem Alltagsdiskurs der Mehrheit in der TäterInnengesellschaft in Österreich und Deutschland.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Frauenforschung
- Frauen und Nationalsozialismus: Eine schwierige Debatte über (Mit-)Täterinnenschaft
- Einschub: Über die Schwierigkeit, Täterinnen zu interviewen
- Gedenken im Alltagsdiskurs als Ausdruck des historischen, politischen und persönlichen Selbstverständnisses
- Gedenken in Österreich
- Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Erinnern/Gedenken bzw. Vergessen/Verdrängen
- Fallbeispiel „Jenseits des Krieges“
- Fallbeispiel Gertrud Scholtz-Klink
- Fallbeispiel „Faszination Nationalsozialismus“
- Literatur
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit beleuchtet die Rolle des Gedenkens von Frauen und an Frauen im Nationalsozialismus, indem sie sowohl die Geschichte der Frauenforschung als auch den Alltagsdiskurs in der TäterInnengesellschaft Österreichs und Deutschlands betrachtet. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich die weibliche Perspektive im Gedenken vom männlich geprägten öffentlichen Diskurs unterscheidet und ob Frauen im Nationalsozialismus als Täterinnen, Opfer oder beides betrachtet werden können.
- Gedenkkulturen in Österreich und Deutschland
- Geschlechteraspekte im Gedenken an den Nationalsozialismus
- Die Rolle von Frauen in der NS-Zeit - Täterinnen, Opfer oder beides?
- Die Debatte um (Mit-)Täterinnenschaft in der Frauenforschung
- Alltagsdiskurs und institutionalisiertes Gedenken
Zusammenfassung der Kapitel
- Das Vorwort betont die Wichtigkeit des Erinnerns für die politische Kultur und stellt den Zusammenhang zwischen Gedenken und kritischem Blick auf die Gegenwart her.
- Kapitel 2.1 diskutiert die schwierige Debatte über die Rolle von Frauen im Nationalsozialismus, insbesondere die Frage der (Mit-)Täterinnenschaft. Es werden verschiedene Perspektiven und Forschungsansätze vorgestellt, die sich mit der weiblichen Beteiligung am NS-Regime auseinandersetzen.
- Kapitel 3.1 betrachtet das Gedenken in Österreich und zeigt auf, wie die Erinnerungskultur vom Geschlechterverhältnis beeinflusst wird.
- Kapitel 3.2 untersucht die Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Umgang mit der NS-Vergangenheit, insbesondere in Bezug auf das Erinnern und Vergessen.
- Die Fallbeispiele in den Kapiteln 3.3, 3.4 und 3.5 bieten Einblicke in den Alltagsdiskurs und die individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema Gedenken.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themenbereiche Gedenkkultur, Frauenforschung, Nationalsozialismus, (Mit-)Täterinnenschaft, Opfer, Geschlechteraspekte, Alltagsdiskurs, institutionalisiertes Gedenken, Erinnerungskultur, Österreich, Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielten Frauen im Nationalsozialismus?
Die Arbeit untersucht die Debatte über Frauen als Täterinnen, Mitläuferinnen oder Opfer und wie die Frauenforschung mit diesem Thema umgeht.
Gibt es Unterschiede im Gedenken zwischen Männern und Frauen?
Ja, die Untersuchung beleuchtet geschlechtsspezifische Aspekte im Erinnern, Vergessen und Verdrängen der NS-Vergangenheit im Alltagsdiskurs.
Wer war Gertrud Scholtz-Klink?
Sie wird als Fallbeispiel angeführt, da sie als Reichsfrauenführerin eine zentrale Rolle in der weiblichen Organisation des NS-Regimes einnahm.
Was wird unter „Täterinnengesellschaft“ verstanden?
Der Begriff bezieht sich auf die Mehrheitsgesellschaft in Österreich und Deutschland, die das System des Nationalsozialismus aktiv oder passiv stützte.
Wie wird das Gedenken in Österreich analysiert?
Die Arbeit betrachtet das institutionalisierte Gedenken sowie den persönlichen Umgang der Menschen mit der Geschichte als Ausdruck ihres politischen Selbstverständnisses.
- Quote paper
- Karin Lederer (Author), 1999, Frauen und ihre Handlungen und Haltungen im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47433