Mein Interesse über die Lebenssituation von Frauen mit Behinderungen zu schreiben, liegt an meinen eigenen Erfahrungen als Frau mit einer Körperbehinderung. Ich selber bin in einer Einrichtung für Menschen mit Körperbehinderungen aufgewachsen, und weiß deshalb aus eigener Erfahrung wie schwierig es für Frauen mit Behinderungen teilweise ist, sich in einer Gesellschaft der nichtbehinderten zu behaupten, und für sich selber Rechte einzufordern die für andere ganz selbstverständlich sind. Dazu gehören Rechte wie Sexualität, Partnerschaft, das Recht Kinder zu bekommen und Mutter sein zu dürfen. Das Recht auf Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung.
Das Thema wird in meiner Arbeit an mehreren Stellen erwähnt, da dies für Frauen mit Behinderungen zugleich ein wichtiges wenn auch nicht einfaches Thema ist. Es bedeutet die Auseinandersetzung mit sich selbst, seinem Körper und vor allem die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen, die Sexualität, Partnerschaft und Mutterschaft von Frauen mit Behinderungen häufig ignoriert, und es wird gerne behauptet wir Frauen mit Behinderungen seien sexuelle Neutren.
Mit meiner Arbeit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass Frauen mit Behinderungen eine Sexualität haben, und die gleichen Wünsche und Bedürfnisse wie andere Frauen ohne Behinderungen auch.
Die Voraussetzungen, das Menschen mit Behinderungen Sexualität aus- und erleben können werden häufig behindert oder sogar verhindert. Durch Menschen ohne Behinderungen, die Menschen mit Behinderungen oft keine Sexualität zugestehen.
Vielleicht aus Angst vor der eigenen Sexualität oder aus Angst, eine Frau mit Behinderungen könne Kinder zur Welt bringen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretische Grundlagen
- Begriffsbestimmung
- Zum Verständnis von Behinderung
- Der Begriff „Körperbehinderung“
- Der Begriff Diskriminierung
- Der Begriff „Stigma“ und Stigmatisierung“
- Behinderung
- Vorurteile und Einstellungen gegenüber Menschen mit Behinderungen
- Art der Behinderung
- sozioökonomische und demographische Faktoren
- Kontakt mit Menschen mit Behinderungen
- Zuge schriebene Verantwortlichkeit
- kulturelle Bedingtheit
- Soziale Diskriminierung und Rolle von Frauen mit Behinderung
- Gleichstellungsgesetz
- Erziehung
- Geschlechtsspezifische Erziehung von Mädchen und Frauen mit Behinderungen in der Familie
- Terminologie
- Verständnis von Behinderung
- Begriffsbestimmung
- Sexualität von Frauen mit Behinderungen
- Körperlichkeit und Schönheit
- Beziehungen
- Partnerschaften
- Situation von Müttern mit Behinderungen
- Mutterschaft
- Sterilisation
- Schwangerschaft
- Abtreibung nach §218
- Kinder und Kindererziehung
- Doppelbelastung und Bedeutung für die Partnerschaft
- Assistenzmodell
- persönliche Assistenz
- Schlußfolgerungen
- Schlußfolgerungen und Ausblick in Bezug auf die Situation von Frauen Mit Behinderungen in Sexualität-Partnerschaft-Mutterschaft für die Sozialarbeit und Sozialpädagogik
- Interventionsmöglichkeiten im direkten Umfeld von Menschen mit Behinderungen
- Sexualität
- Elternhaus
- Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Lebensbedingungen und Herausforderungen, denen sich Frauen mit Körperbehinderungen in Bezug auf Sexualität, Partnerschaft und Mutterschaft gegenüberstehen. Das Hauptziel ist es, ein tieferes Verständnis für die besonderen Schwierigkeiten zu schaffen, die durch gesellschaftliche Stigmatisierung und Vorurteile entstehen.
- Diskriminierung und Stigmatisierung von Frauen mit Körperbehinderungen
- Zugang zu Sexualität, Partnerschaft und Mutterschaft für Frauen mit Körperbehinderungen
- Soziale, rechtliche und medizinische Rahmenbedingungen für Frauen mit Körperbehinderungen
- Die Rolle von Erziehung und gesellschaftlichen Normen in Bezug auf die Lebenssituation von Frauen mit Körperbehinderungen
- Interventionsmöglichkeiten und Handlungsansätze für die Sozialarbeit und Sozialpädagogik
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung stellt die Thematik der Arbeit vor und beleuchtet die persönliche Motivation der Autorin.
- Das Kapitel „Theoretische Grundlagen“ befasst sich mit den Begriffen Behinderung, Diskriminierung und Stigmatisierung.
- Im Kapitel „Behinderung“ werden Vorurteile und Einstellungen gegenüber Menschen mit Behinderungen analysiert.
- Das Kapitel „Gleichstellungsgesetz“ untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen für Frauen mit Behinderungen.
- Das Kapitel „Erziehung“ beleuchtet die geschlechtsspezifische Erziehung von Mädchen und Frauen mit Behinderungen.
- Im Kapitel „Terminologie“ werden die Begriffe Behinderung, Sexualität, Körperlichkeit und Schönheit im Kontext der Arbeit definiert.
- Das Kapitel „Beziehungen“ befasst sich mit der Thematik von Partnerschaften für Frauen mit Körperbehinderungen.
- Das Kapitel „Situation von Müttern mit Behinderungen“ beleuchtet die Herausforderungen und Möglichkeiten für Frauen mit Körperbehinderungen im Bereich der Mutterschaft.
- Das Kapitel „Assistenzmodell“ stellt verschiedene Assistenzformen für Frauen mit Körperbehinderungen vor.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Themenfelder Körperbehinderung, Sexualität, Partnerschaft, Mutterschaft, Diskriminierung, Stigmatisierung, gesellschaftliche Normen, soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Interventionsmöglichkeiten und Empowerment von Frauen mit Behinderungen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Vorurteile gibt es gegenüber der Sexualität behinderter Frauen?
Frauen mit Behinderungen werden oft als „sexuelle Neutren“ wahrgenommen, denen Wünsche nach Partnerschaft und Erotik abgesprochen werden.
Dürfen Frauen mit Behinderungen Mutter sein?
Ja, die Arbeit betont das Recht auf Mutterschaft und setzt sich kritisch mit Themen wie Zwangssterilisation und gesellschaftlicher Ignoranz gegenüber behinderten Müttern auseinander.
Was bedeutet Stigmatisierung in diesem Kontext?
Stigmatisierung meint die Abwertung aufgrund körperlicher Merkmale, die dazu führt, dass behinderte Frauen nicht als vollwertige Frauen mit Bedürfnissen gesehen werden.
Welche Rolle spielt die Erziehung bei Mädchen mit Behinderungen?
Die Arbeit untersucht, wie eine geschlechtsspezifische Erziehung oft die Entwicklung eines positiven Körpergefühls und Selbstbewusstseins behindert.
Was ist das Assistenzmodell?
Persönliche Assistenz ermöglicht behinderten Frauen ein selbstbestimmtes Leben, indem sie Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben erhalten, ohne ihre Autonomie zu verlieren.
Wie kann Sozialarbeit die Situation verbessern?
Durch Empowerment, Aufklärung im Elternhaus und in Einrichtungen sowie durch die Schaffung von Rahmenbedingungen für eine gelebte Sexualität und Partnerschaft.
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- Barbara Kück (Author), 2005, Zur Situation körperbehinderter Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47478