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Web Services - Aufbau und Funktionsweise, Möglichkeiten und Grenzen

Title: Web Services - Aufbau und Funktionsweise, Möglichkeiten und Grenzen

Seminar Paper , 2002 , 27 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Timo Runge (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Thematik der Web Services, die in jüngster Vergangenheit zu einem dominierenden Thema in der Informationstechnologie avancierten und von vielen großen Software-Unternehmen – insbesondere der im Middlewarebereich Aktiven - auf Basis gewisser Standards mit enormem Aufwand fokussiert werden.
Web Services dienen in erster Linie der Erleichterung der inner- und zwischenbetrieblichen Integration von Anwendungssystemen, also der komfortablen Entwicklung so genannter verteilter Anwendungen3. Der Begriff der zwischenbetrieblichen Integration ist als „organisationsübergreifende Informationsverarbeitung“ zu interpretieren, „die sich v. a. durch räumlich entfernte Aufgabenträger und Rechnersysteme auszeichnet“.
Ziel der Arbeit ist es demnach zunächst, den Aufbau und die Funktionsweise von Web Services inklusive der relevanten Technologien und Standards darzustellen, um sie in den Kontext der Entwicklung verteilter Anwendungen anhand gewisser Merkmale zu positionieren bzw. mit anderen Konzepten der Anwendungsintegration zu vergleichen. Hierbei wird bewusst von technischen Details abstrahiert, da lediglich eine kurze und überblickartige Verortung der Web Services Technologie im Gebiet der Anwendungsintegration erfolgen soll, die wiederum vornehmlich die Vergleichbarkeit mit bestehenden Konzepten zum Ziele hat.
Im zweiten Teil wird anschließend untersucht, inwieweit der Einsatz von Web Services neue Möglichkeiten bei der Entwicklung verteilter Anwendungen generiert, die neben technischen auch wirtschaftliche Nutzenpotentiale enthalten können. Nach der Darlegung der Möglichkeiten werden Grenzen und Probleme herausgearbeitet, die in Zusammenhang mit Web Services sicherlich noch bestehen, zumal es sich um eine relativ junge und demzufolge unausgereifte Technologie handelt, deren Standardisierung noch im Aufbau befindlich ist und durch Aktualisierungen und Erweiterungen häufigen Änderungen unterliegt.
Im Abschluss der Arbeit wird dann eine kritische Würdigung der Web Services Technologie dahingehend gewagt, in welchem Maße sie zwischenbetriebliche Integrationsbestrebungen zu unterstützen bzw. erleichtern weiß. In diesem Zusammenhang wird versucht, die (für die Zukunft relevanten) kritischen Erfolgsfaktoren für die Etablierung von Web Services darzulegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aufbau und Funktionsweise von Web Services

2.1 Einführung

2.2 Architektur

2.3 Technologien

2.3.1 Simple Object Access Protocol: SOAP

2.3.2 Web Services Definition Language: WSDL

2.3.3 Universal Description, Discovery and Integration: UDDI

2.4 Einordnung in den Kontext der Entwicklung verteilter Anwendungen

2.4.1 Remote Procedure Calls: RPCs

2.4.2 Vergleich von Web Services mit alternativen Ansätzen

3 Möglichkeiten und Grenzen von Web Services

3.1 Einsatzgebiete

3.1.1 Innerbetriebliche Integration (A2A)

3.1.2 Zwischenbetriebliche Integration (B2B)

3.1.3 Kopplung zwischen Unternehmungen und Endanwendern (B2C)

3.2 Betrachtung der Stärken und Schwächen aus DV-technischer Sicht

3.3 Betrachtung der Stärken und Schwächen aus betriebswirtschaftlicher Sicht

3.4 Beispiel eines Web Service zur zwischenbetrieblichen Integration

4 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Diese Seminararbeit untersucht das Konzept der Web Services als moderne Technologie zur Erleichterung der inner- und zwischenbetrieblichen Anwendungsintegration. Ziel ist es, die Funktionsweise und technologischen Standards darzulegen, diese in den Kontext verteilter Anwendungen einzuordnen und eine kritische Bewertung der Potenziale sowie der bestehenden Grenzen aus technischer und betriebswirtschaftlicher Sicht vorzunehmen.

  • Grundlagen und Architektur von Web Services (SOAP, WSDL, UDDI)
  • Vergleich mit bestehenden Middleware-Konzepten wie CORBA und RMI
  • Einsatzszenarien in der innerbetrieblichen (A2A) und zwischenbetrieblichen (B2B) Integration
  • Analyse technischer Stärken (Plattformneutralität, Lose Kopplung) und Sicherheitsherausforderungen
  • Betriebswirtschaftliche Bewertung und kritische Erfolgsfaktoren

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Simple Object Access Protocol: SOAP

Das Simple Object Access Protocol (SOAP) ist ein XML-basiertes Protokoll zur Einbindung heterogener, entfernter Applikationen. Es ist mittlerweile ein vom W3C gepflegter, offizieller Standard, dessen aktuelle Version 1.2 den Status eines W3C Working Drafts besitzt (Stand: Mai 2002).

SOAP basiert auf dem Paradigma so genannter Remote Procedure Calls (RPCs), dem Aufruf von Funktionen auf entfernten Rechnern, die auf eben diesen zur Ausführung gebracht werden und entsprechende Operationsergebnisse an den Aufrufenden zurückliefern. Um auf Basis der RPC-Idee den Aufruf von Funktionen und den Empfang entsprechender Datenstrukturen realisieren zu können, bedarf einer allseits akzeptierten Verabredung über die Art und Weise des Informationsaustauschs zwischen den entfernten und möglicherweise heterogenen Applikationen. Da vom W3C diesbezüglich protokollunabhängig propagiert wird, existieren neben SOAP noch eine Reihe weiterer XML-ProtokoIle, die auf Basis des RPC-Ansatzes die Einbindung entfernter Anwendungen reglementieren, wie z.B. XML-RPC.

Allerdings bildet sich SOAP als zu präferierender Standard in letzter Zeit mehr und mehr heraus, v. a. aufgrund seiner im Vergleich zu anderen XML-Protokollen stärker ausgeprägten Flexibilität. So ist es bspw. bei XML-RPC (im Gegensatz zu SOAP) nicht möglich, eigene XML-Datenstrukturen zu transportieren. Außerdem ist SOAP beim Transport der Daten grundsätzlich an kein spezielles Anwendungsprotokoll gebunden, so dass neben http z.B. auch FTP zum Einsatz kommen könnte. Neben den technischen Vorteilen führt aber auch die klare Bevorzugung von SOAP durch die Web Service-Entwicklungen vorantreibenden Softwareunternehmen (Microsoft, IBM) zur einer klaren Vormachtstellung jenes Ansatzes im Bereich der Bindungsprotokolle.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Relevanz von Web Services für die Informationstechnologie und Definition der Zielsetzung der Arbeit.

2 Aufbau und Funktionsweise von Web Services: Detaillierte Betrachtung der Architektur, der Kerntechnologien SOAP, WSDL und UDDI sowie deren Einordnung im Kontext verteilter Anwendungen.

3 Möglichkeiten und Grenzen von Web Services: Untersuchung der Anwendungsszenarien (A2A, B2B, B2C) sowie eine kritische Gegenüberstellung von Stärken und Schwächen aus technischer und ökonomischer Sicht.

4 Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Würdigung der Web Service-Technologie und Identifikation zukünftiger kritischer Erfolgsfaktoren für deren Etablierung.

Schlüsselwörter

Web Services, SOAP, WSDL, UDDI, Middleware, Anwendungsintegration, XML, EAI, B2B, RPC, Verteilte Anwendungen, Plattformneutralität, Lose Kopplung, Internet-Fähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Web-Services-Technologie, ihrem Aufbau, ihrer Funktionsweise und ihrem Einsatzpotenzial zur Integration von Anwendungssystemen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den technischen Standards (SOAP, WSDL, UDDI), dem Vergleich zu klassischen Middleware-Ansätzen sowie der praktischen Anwendung in Unternehmensprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Web-Services-Technologie im Bereich der verteilten Anwendungen zu positionieren und eine fundierte Einschätzung ihrer Stärken, Schwächen und Zukunftsaussichten zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse der aktuellen Standards und Konzepte sowie eine vergleichende Betrachtung gegenüber etablierten Technologien wie CORBA und RMI.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den technischen Grundlagen die Einsatzgebiete (A2A, B2B) analysiert und die technologischen sowie betriebswirtschaftlichen Vor- und Nachteile ausführlich erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Web Services, XML, SOAP, Middleware, Enterprise Application Integration (EAI) und lose Kopplung.

Warum ist SOAP anderen XML-Protokollen wie XML-RPC überlegen?

SOAP bietet eine stärkere Flexibilität, ermöglicht den Transport eigener XML-Datenstrukturen und ist nicht fest an ein spezielles Anwendungsprotokoll gebunden.

Welche Rolle spielt UDDI bei Web Services?

UDDI fungiert als globaler Verzeichnisdienst, der es Anbietern ermöglicht, ihre Services zu registrieren, und Nachfragern erlaubt, passende Dienstleistungen komfortabel zu finden.

Welche Rolle spielt die "lose Kopplung" für den Unternehmenserfolg?

Sie reduziert Abhängigkeiten zwischen Systemen, was die Wartung und Weiterentwicklung erleichtert und den Austausch einzelner Komponenten zur Laufzeit ermöglicht.

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Details

Title
Web Services - Aufbau und Funktionsweise, Möglichkeiten und Grenzen
College
University of Göttingen  (Institut für WI2)
Course
Hausarbeitsseminar: Realisierung innovativer Informationssysteme
Grade
2,7
Author
Timo Runge (Author)
Publication Year
2002
Pages
27
Catalog Number
V4749
ISBN (eBook)
9783638129022
Language
German
Tags
Informatik Wirtschaftsinformatik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Timo Runge (Author), 2002, Web Services - Aufbau und Funktionsweise, Möglichkeiten und Grenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4749
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