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Das Symbolverständnis bei Paul Tillich

Title: Das Symbolverständnis bei Paul Tillich

Term Paper , 2005 , 26 Pages , Grade: 2

Autor:in: Nico Dress (Author)

Theology - Systematic Theology
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Tillichs Symbolverständnis. Der zentrale Text Tillichs zum Thema Symbol findet sich im fünften Band seiner zwischen 1958 und 1974 von Renate Albrecht herausgegebenen Gesammelten Werke: „Die Frage nach dem Unbedingten“.

Es ist eine reizvolle Aufgabe, sich mit Tillich, diesem großen Denker des 20. Jahrhunderts, der als "Denker auf der Grenze" (F. Mildenberger) 1 oder als "Vermittlungstheologe" 2 (H. Bürkle) bezeichnet worden ist, zu befassen. Er ist in theologischer und philosophischer Hinsicht die wohl bedeutendste Referenzgröße für das Symbol. Sein fruchtbares Denken zeichnet sich nicht nur durch eine ungewöhnliche Weite und universale Horizontoffenheit sondern auch durch Unvoreingenommenheit und Integrationsfähigkeit aus. Ihm ist es mit seiner Methode der Korrelation von Frage und Antwort, Situation und Botschaft wie kaum jemand anderem gelungen, die existentiellen Fragen seiner Zeit aufzugreifen und sie als religiöse Fragen zu formulieren. Er zeigt auf, dass die Symbole der christlichen Botschaft attraktive und nach wie vor aktuelle Ant-worten auf diese Fragen sind. 3 Jedoch gilt es zu prüfen, ob das Symbolverständnis Tillichs ausreicht, dem Menschen in seiner ständigen Suche nach Gott und in seiner Erlösungsbedürftigkeit zu vergewissern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Biografie Tillichs

3. Definition Symbol

4. Symbol und Religion

5. Merkmale des Symbols bei Tillich

5.1. Die Uneigentlichkeit

5.2. Die Anschaulichkeit

5.3. Die Selbstmächtigkeit

5.4. Die Anerkanntheit

6. Religiöses Symbol bei Tillich

6.1. Das Wesen der religiösen Symbole

6.2. Die Schichten der religiösen Symbole

6.3. Die Wahrheit der religiösen Symbole

7. Existentialanalyse und Religiöse Symbole

8. Das Problem der religiösen Symbole

9. Stellungnahme und Kritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Symbolverständnis des Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich, wobei insbesondere die Korrelation zwischen existentiellen menschlichen Fragen und religiösen Symbolen im Zentrum steht. Ziel ist es zu analysieren, wie religiöse Symbole dem Menschen helfen können, seine Ängste vor der Endlichkeit zu überwinden und seinem Dasein Sinn zu verleihen, sowie die kritische Prüfung dieses Ansatzes hinsichtlich seiner Anwendbarkeit und Authentizität.

  • Grundlagen des Symbolbegriffs und dessen Bedeutung in der Religion
  • Die spezifischen Merkmale religiöser Symbole nach Tillich
  • Die existenzielle Bedeutung von Symbolen für die menschliche Suche nach Sinn
  • Methoden der phänomenologischen und ontologischen Erfassung religiöser Symbolik
  • Kritische Würdigung der Tillichschen Symboltheorie in Bezug auf aktuelle Glaubensfragen

Auszug aus dem Buch

5.3.Drittes Merkmal: Die Selbstmächtigkeit

Mit diesem Merkmal beschreibt Tillich die einem Symbol innewohnende Mächtigkeit. Das Symbolisierte, der vorgestellte Teil eines Symbols, macht seine Selbstmächtigkeit aus. Ohne diesen unsichtbaren Teil wäre es kein Symbol mehr, sondern nur ein Zeichen. Diese sind im Vergleich zu Symbolen ohnmächtig, womit die Differenzierung zwischen Zeichen und Symbolen angesprochen ist. Im Zeichen sind keine Elemente, die notwendig wären, um ihre Bedeutung zu verstehen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen wie zum Beispiel logische oder mathematische Zeichen, bzw. Symbole, die leicht mit echten Symbolen verwechselt werden. Während diese Zeichen, bzw. Symbole, ihre Bedeutung präsentieren, können echte Symbole ihre Bedeutung repräsentieren. Wahre Symbole können „an dem, was sie symbolisieren, partizipieren, d.h. an der Symbolwirklichkeit teilhaben und die Seinsmächtigkeit dieser Wirklichkeit ausstrahlen.“ Diese Fähigkeit der Teilhabe, welche nicht einfach erfunden werden kann, sondern geschaffen werden muss, ist Fundament ihrer Identität. Die Bedeutung eines Zeichens wird nur abgesprochen oder zugeordnet; jederzeit kann diese Absprache rückgängig gemacht werden. Die Absprache der Bedeutung eines Symbols ist nicht möglich und es kann nicht durch ein anderes ersetzt werden, denn dann wäre es ein Zeichen. Nur durch Verlust seiner Selbstmächtigkeit verliert es seinen Status und wird zu einem Zeichen degradiert. Das Symbolisierte zu erfassen ist ein individueller Denkprozess, dessen Urteil nicht vorgeschrieben werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführende Darstellung der Zielsetzung der Arbeit und des zentralen Bezugsrahmens zur Symboltheologie Paul Tillichs.

2. Biografie Tillichs: Ein Abriss über den Lebensweg, die akademische Karriere und die prägenden Stationen von Paul Tillich.

3. Definition Symbol: Erläuterung der etymologischen und begrifflichen Herleitung des Symbolbegriffs und dessen Abgrenzung zu bloßen Zeichen.

4. Symbol und Religion: Untersuchung der spezifischen Funktionen und Rollen von Symbolen innerhalb religiöser Kontexte.

5. Merkmale des Symbols bei Tillich: Analyse der vier zentralen Merkmale: Uneigentlichkeit, Anschaulichkeit, Selbstmächtigkeit und Anerkanntheit.

6. Religiöses Symbol bei Tillich: Detaillierte Betrachtung des Wesens, der Schichten und des Wahrheitsanspruchs religiöser Symbole.

7. Existentialanalyse und Religiöse Symbole: Aufarbeitung der Korrelation zwischen menschlicher Existenz, Entfremdung und der Symbolik als Weg zur Überwindung von Endlichkeitsangst.

8. Das Problem des religiösen Symbols: Reflexion über die methodische Erfassung des im Symbol Gemeinten durch Phänomenologie und Ontologie.

9. Stellungnahme und Kritik: Kritische Auseinandersetzung mit Tillichs Thesen, insbesondere im Hinblick auf den Protestantismus und alternative spirituelle Phänomene.

Schlüsselwörter

Paul Tillich, Symbolverständnis, Religiöses Symbol, Existentialanalyse, Korrelation, Seinsmächtigkeit, Transzendenz, Immanenz, Endlichkeit, Entfremdung, Authentizität, Glaubensbekenntnis, Ontologie, Phänomenologie, Gottesbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Symboltheologie von Paul Tillich, insbesondere damit, wie Symbole eine Brücke zwischen dem Menschen und dem „Unbedingten“ (Gott) schlagen können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition des Symbols, die Differenzierung zwischen Zeichen und echten Symbolen sowie die existenzielle Funktion religiöser Symbolik für das menschliche Leben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, Tillichs Symbolverständnis zu erläutern und zu hinterfragen, ob dieses ausreicht, um den modernen Menschen in seiner Suche nach Sinn und Erlösung zu tragen.

Welche wissenschaftliche Methode nutzt der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer theologischen und philosophischen Literaturanalyse und nutzt Tillichs eigene Methode der Korrelation zwischen Frage (Situation) und Antwort (Botschaft).

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Merkmale von Symbolen bei Tillich sowie die Anwendung der Existentialanalyse, um die Rolle von Symbolen bei der Überwindung von Angst und Entfremdung aufzuzeigen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Seinsmächtigkeit, Transzendenz, Partizipation, das Höchste Wesen und die Angemessenheit religiöser Symbole.

Warum unterscheidet Tillich so scharf zwischen Zeichen und Symbolen?

Für Tillich ist ein Zeichen willkürlich und ersetzbar, während ein echtes Symbol am „Symbolisierten“ teilhat und eine innewohnende „Selbstmächtigkeit“ besitzt, die nicht einfach aufgehoben werden kann.

Wie bewertet der Autor Tillichs Kritik am Symbol der Jungfräulichkeit?

Der Autor argumentiert, dass Tillichs Einschätzung des „Sterbens“ dieses Symbols im Protestantismus zu kurz greift, da Symbole auch in ihrer Ablehnung oder Umdeutung innerhalb eines Glaubenssystems weiterhin wirksam sein können.

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Details

Title
Das Symbolverständnis bei Paul Tillich
College
University of Cologne  (Theolgie und ihre Didaktik)
Course
Denker auf der Grenze. Motive der Theologie und Religionsphilosophie Paul Tillichs
Grade
2
Author
Nico Dress (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V47507
ISBN (eBook)
9783638444439
Language
German
Tags
Symbolverständnis Paul Tillich Denker Grenze Motive Theologie Religionsphilosophie Paul Tillichs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nico Dress (Author), 2005, Das Symbolverständnis bei Paul Tillich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47507
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