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Vom Gang zum Wahllokal bis zur mobilen Stimmabgabe. Entwicklungen des Online-Wahlformats

Titel: Vom Gang zum Wahllokal bis zur mobilen Stimmabgabe. Entwicklungen des Online-Wahlformats

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christina von Heydenaber (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Einführung von Online- Wahlsystemen könnte nicht nur ein großer Schritt in Richtung Modernisierung, sondern auch ein effizientes Mittel gegen die Politikverdrossenheit junger Bürger bedeuten. Hinsichtlich dieser brisanten Thematik soll zu Beginn der vorliegenden Hausarbeit zunächst auf die aktuelle Stimmabgabe bei Bundestagswahlen eingegangen werden. Ebenso soll kritisch untersucht werden, inwiefern eine Umstrukturierung des bisherigen Systems notwendig zu sein scheint.

Um den Nichtwählern entgegenzukommen, sollen erhebliche Neuerungen im Wahlsystem durch ein elektronisches Stimmabgabeverfahren zu mehr Beteiligung führen. Als theoretische Grundlage für ein derartiges modernes Wahlmodell dient ein vierstufiges Schema. Dieses stellt verschiedene, aufeinander aufbauende Schritte dar, wie ein höheres Maß an Flexibilität für den Bürger erreicht werden kann. Da Wahlen die Demokratie legitimieren, sind besonders die rechtlichen Aspekte der Vereinbarkeit des elektronischen Votums mit dem Grundgesetz von größter Bedeutung. Gerade diese zwingend notwendige Kompatibilität mit den Wahlprinzipien erweist sich als die größte Herausforderung bei der tatsächlichen Realisierung der Online- Wahlen in Deutschland. Das grundlegend zu schützende Wahlgeheimnis nimmt hierbei einen besonders signifikanten Stellenwert ein. Im Gegensatz zu Deutschland findet die Stimmabgabe in Estland schon seit mehreren Jahren auf elektronischem Wege statt. Ob das estnische Online-Wahlkonzept mit den deutschen Verfassungsprinzipien umgesetzt werden könnte, soll schließlich im letzten Punkt abgehandelt werden.

Das Internet hat mittlerweile in der heutigen modernen Gesellschaft eine derartige Omnipräsenz erreicht, dass es kaum noch Lebensbereiche gibt, welche nicht davon tangiert werden. Gerade im Laufe der letzten Jahre hat es einen starken Zuwachs der politischen Kommunikation durch schnelleren Informationsaustausch zum Beispiel via Online- Zeitungen, Debatten über Facebook, Twitter etc. gegeben. Besonders während des jüngst vergangenen amerikanischen Wahlkampfs zeigte sich, welch hohen Stellenwert die modernen Medien besitzen. Wenn das Internet offenbar gerade den politischen Austausch zwischen Bürgern und Staat so sehr fördern kann, stellt sich nun die Frage, warum vom Internet bei Wahlabstimmungen in Deutschland noch nicht ausreichend Gebrauch gemacht wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bisheriges Wahlsystem in Deutschland

2.1 Präsenzwahl

2.2 Distanzwahl

2.3 Kritik und notwendige Umstrukturierung

3. Vierstufenmodell als Grundlage der Online- Wahlen

3.1 Elektronische Stimmabgabe im Wahllokal der Heimatgemeinde

3.2 Elektronische Stimmabgabe an beliebigem öffentlichen Standort

3.3 Elektronische Stimmabgabe von jedem beliebigen Computer

3.4 Elektronische Stimmabgabe von jeglichem mobilen Endgerät

4. Rechtliche Kompatibilität des Online- Votums mit bestehenden Wahlgrundsätzen

4.1 Allgemeine Wahl

4.2 Unmittelbare Wahl

4. 3 Freie Wahl

4.4 Gleiche Wahl

4.5 Geheime Wahl

5. Estland als Wegbereiter für moderne Online- Politik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und rechtlichen Hürden der Einführung von Online-Wahlen in Deutschland. Das Ziel ist es zu analysieren, wie ein modernes, flexibles Wahlmodell die Wahlbeteiligung steigern kann, ohne dabei die verfassungsrechtlich verankerten Wahlgrundsätze, insbesondere das Wahlgeheimnis und die allgemeine Zugänglichkeit, zu gefährden.

  • Aktueller Stand des deutschen Wahlsystems (Präsenz- und Distanzwahl)
  • Konzeption eines Vierstufenmodells für elektronische Wahlen
  • Rechtliche Kompatibilität mit den Grundsätzen der allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahl
  • Herausforderungen der digitalen Sicherheit und des Datenschutzes
  • Analyse estnischer Lösungsansätze als Modell für die moderne Online-Politik

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Es ist Wahlsonntag in Deutschland im Jahre 2021: Herr M. bekommt einen dringenden Anruf seines Arbeitgebers, welcher ihn bittet, augenblicklich im Büro zu erscheinen. Die Projektpläne müssen noch am heutigen Tag für die am Montag anstehende Präsentation besprochen und überarbeitet werden. Herrn M.s Position in diesem Unternehmen erfordert ein hohes Maß an Spontaneität, Flexibilität und Mobilität, sodass er sich sofort auf den Weg macht. Der geplante Gang zum nächsten Wahllokal seiner Gemeinde, um die beiden Kreuze für die Bundestagswahl zu setzen, hat sich damit erübrigt. Ein derartiges Gedankenexperiment hätte heute, vier Jahre früher, den Verlust von Herrn M.s Stimme bedeutet. Denn für das Beantragen der Briefwahl war es deutlich zu spät und das persönliche Erscheinen ließe sich zeitlich nicht mehr realisieren.

Doch bis zur nächsten Bundestagswahl könnte zum ersten Mal in Deutschland das Online Wählen angeboten werden. Bürger sind nun in der Lage ihr Votum über jedes internetfähige mobile Endgerät abzugeben und sind nicht mehr länger an die Wahllokale der Heimatgemeinde gebunden. Durch die Bestätigung der eigenen Identität und das Antippen des präferierten Abgeordneten bzw. der Partei mit der Zweitstimme hält sich der Zeitaufwand stark in Grenzen. Herr M. könnte so nun auf dem Weg ins Büro bequem im Zug sitzend binnen weniger Minuten seinen Beitrag zur Bundestagswahl leisten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt mittels eines fiktiven Szenarios in die Problematik der mangelnden Flexibilität traditioneller Wahlsysteme im digitalen Zeitalter ein.

2. Bisheriges Wahlsystem in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die bestehenden Formen der Präsenz- und Distanzwahl sowie die Kritik an deren mangelnder Flexibilität.

3. Vierstufenmodell als Grundlage der Online- Wahlen: Es wird ein theoretisches Modell vorgestellt, das schrittweise von der elektronischen Stimmabgabe im Wahllokal bis zum mobilen Voting reicht.

4. Rechtliche Kompatibilität des Online- Votums mit bestehenden Wahlgrundsätzen: Eine detaillierte Untersuchung der Vereinbarkeit elektronischer Wahlverfahren mit den verfassungsrechtlichen Prinzipien der allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahl.

5. Estland als Wegbereiter für moderne Online- Politik: Das Kapitel betrachtet Estland als positives Fallbeispiel für die praktische Umsetzung elektronischer Wahlverfahren.

Schlüsselwörter

Online-Wahlen, Bundestagswahl, Internetwahl, Wahlrecht, Wahlgrundsätze, Wahlgeheimnis, E-Government, Digitale Demokratie, Vierstufenmodell, Estland, Stimmabgabe, elektronische Wahlgeräte, Datenschutz, politische Partizipation, Identitätsprüfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die technische und rechtliche Umsetzbarkeit von Online-Wahlen in Deutschland im Vergleich zum traditionellen Wahlsystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Schwerpunkte sind die Modernisierung des Wahlvorgangs, die digitale Identitätssicherung und die Wahrung der verfassungsrechtlichen Wahlprinzipien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Es soll geklärt werden, wie ein Online-Wahlmodell gestaltet werden müsste, um die Bedürfnisse mobiler Bürger zu erfüllen, ohne die Verfassungsgrundsätze zu verletzen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf existierender Fachliteratur und verfassungsrechtlichen Bewertungen basiert.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in ein technisches Stufenmodell und eine rechtliche Prüfung der Vereinbarkeit mit den fünf zentralen Wahlgrundsätzen.

Welche Keywords charakterisieren die Publikation?

Wichtige Schlagworte sind Online-Wahlen, Wahlgrundsätze, Wahlgeheimnis, E-Government und digitale Partizipation.

Inwiefern beeinflusst das Beispiel Estland die Argumentation?

Estland dient als praktischer Beweis dafür, dass die elektronische Stimmabgabe unter Berücksichtigung rechtlicher Sicherheitsmechanismen erfolgreich implementiert werden kann.

Warum wird das "Vierstufenmodell" als Grundlage verwendet?

Das Modell veranschaulicht den Übergang von stationären zu ortsunabhängigen elektronischen Wahlmöglichkeiten und strukturiert so die technologische Entwicklung.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vom Gang zum Wahllokal bis zur mobilen Stimmabgabe. Entwicklungen des Online-Wahlformats
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
1,7
Autor
Christina von Heydenaber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V475172
ISBN (eBook)
9783668956308
ISBN (Buch)
9783668956315
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wahllokal stimmabgabe online-wahlformats
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christina von Heydenaber (Autor:in), 2017, Vom Gang zum Wahllokal bis zur mobilen Stimmabgabe. Entwicklungen des Online-Wahlformats, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/475172
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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