In dieser Arbeit sollen die zwölf Taten des Herakles anhand exemplarisch ausgewählter Denkmäler dargestellt werden. Zudem werden einige weitere Stationen seines Lebens - die Bekanntschaft mit Iole, der Kampf mit dem Kentauren Nessos und Herakles´ Einführung in den Olymp - kurz aufgezeigt. Ziel ist es, die ikonographischen Schemata herauszuarbeiten, die in den verschiedenen Darstellungen enthalten sind. Dadurch lässt sich schließlich der Wandel der Denkmäler zwischen der geometrischen und der hellenistischen Zeit veranschaulichen. Dieser Prozess wird vorzugsweise durch entsprechende Vasendarstellungen und einiger Metopen des Zeus-Tempels in Olympia dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die zwölf Taten des Herakles
2.1. Der nemeische Löwe
2.2. Die Hydra
2.3. Die Hirschkuh Kerynitis
2.4. Der erymanthische Eber
2.5. Der Viehof des Augias
2.6. Die Stymphaliden
2.7. Der Stier
2.8. Die Stuten des Diomedes
2.9. Das Wehrgehenk der Königin Hippolytia / Der Amazonenkampf
2.10. Die Rinder des Riesen Geryon
2.11. Die goldenen Äpfel
2.12. Der Höllenhund
3. Herakles´ Bekanntschaft mit Iole
4. Der Kampf mit dem Kentauren Nessos
5. Herakles´ Einführung in den Olymp
6. Schlussteil
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die ikonographischen Schemata und Darstellungsweisen des Herakles-Mythos in der antiken Kunst. Ziel ist es, den künstlerischen Wandel bei der Darstellung des Helden von der geometrischen bis zur hellenistischen Epoche anhand ausgewählter Vasenbilder und Skulpturen nachzuvollziehen und zu veranschaulichen.
- Darstellung der zwölf Taten des Herakles in der antiken Kunst
- Analyse ikonographischer Schemata in verschiedenen Epochen
- Untersuchung des Wandels von der geometrischen zur hellenistischen Zeit
- Vergleichende Betrachtung von Vasenmalerei und Metopen des Zeus-Tempels in Olympia
- Rezeption und künstlerische Transformation mythologischer Schlüsselszenen
Auszug aus dem Buch
2.2. Die Hydra
Als nächstes hat der König von Herakles verlangt, die neunköpfige Hydra zu töten. Auf seinem Wagen und in Begleitung von Jolaos - seinem Neffen und ständigen Gefährten - hat Herakles den Schlupfwinkel der Hydra aufgesucht, um ihr den Weg zu diesem durch brennende Pfeile zu versperren. Herakles versuchte, der Hydra die Köpfe abzuschlagen, jedoch wuchsen derer jeweils zwei nach. Schließlich brannte Jolaos die nachwachsenden Köpfe nieder, so dass Herakles die Hydra bezwingen konnte. Nachdem er diese Aufgabe bewältigt hatte, tränkte er seine Pfeile mit dem Blut der Hydra, mit der Wirkung, dass von diesen Pfeilen zugefügte Wunden nicht mehr verheilten.
Wie es bei der um 750 entstandenen ehernen Bogenfibel zu erkennen ist, hat in der geometrischen Zeit noch keine dichte, beziehungsweise konzentrierte Erzählweise existiert. Die selten so groß dargestellte Krabbe, Herakles und die Hydra sind schwebend dargestellt. Auf dieser Abbildung des Hydrakampfes, welche zu den ältesten Sagenbildern gehört, soll das Schweben der Figuren die Phantasie eher anregen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definition der Zielsetzung, den Wandel der Ikonographie des Herakles-Mythos von der geometrischen zur hellenistischen Zeit anhand von Denkmälern aufzuzeigen.
2. Die zwölf Taten des Herakles: Detaillierte Betrachtung der einzelnen Aufgaben, von der Erlegung des nemeischen Löwen bis zur Bezwingung des Höllenhundes, unter Berücksichtigung ihrer künstlerischen Umsetzung.
3. Herakles´ Bekanntschaft mit Iole: Analyse der Darstellung des Zusammentreffens von Herakles und Iole bei König Eurytos auf einem korinthischen Krater.
4. Der Kampf mit dem Kentauren Nessos: Untersuchung der künstlerischen Behandlung des Kampfes sowie der mythologischen Folgeereignisse um das vergiftete Gewand.
5. Herakles´ Einführung in den Olymp: Betrachtung der Apotheose des Herakles als zentrales Motiv der antiken Kunst und dessen Wandel zum Symbol für menschliche Unsterblichkeit.
6. Schlussteil: Zusammenführende Betrachtung der Vermenschlichung des Heros und der Veränderung des künstlerischen Blicks auf das mythologische Geschehen in der späten Antike.
Schlüsselwörter
Herakles, Antike Kunst, Ikonographie, Mythologie, Vasenmalerei, Metopen, Zeus-Tempel, Heroisierung, Spätarchaik, Klassik, Hellenismus, Apotheose, Heldendarstellung, antike Sagen, bildende Kunst.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Darstellungsweisen des Herakles in der antiken Kunst unter besonderer Berücksichtigung der zwölf Taten sowie ausgewählter Lebensstationen des Helden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die ikonographische Analyse mythologischer Szenen und die Untersuchung des künstlerischen Wandels zwischen der geometrischen, archaischen, klassischen und hellenistischen Zeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Entwicklung der künstlerischen Schemata in der Darstellung des Herakles-Mythos aufzuzeigen und durch den Vergleich verschiedener Gattungen, wie Vasen und Reliefs, nachzuvollziehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verwendet eine vergleichende ikonographische Analyse von archäologischen Fundstücken und Kunstwerken im Kontext der literarischen Überlieferung des Mythos.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Besprechung der zwölf Taten des Herakles, ergänzt durch spezifische Szenen wie die Bekanntschaft mit Iole, den Kampf mit Nessos und die Einführung in den Olymp.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Herakles, Ikonographie, Antike, Vasenmalerei, Apotheose und künstlerische Stilentwicklung beschreiben.
Warum variieren die Darstellungen der Hydra in der Kunst so stark?
Die Darstellungen variieren stark, da sich die künstlerischen Möglichkeiten und ästhetischen Vorlieben über die Jahrhunderte von rein symbolischen Ansätzen bis hin zur dynamischen, narrativen Gestaltung in der Klassik entwickelten.
Welche Rolle spielt die Metope des Zeus-Tempels für diese Untersuchung?
Die Metopen des Zeus-Tempels dienen als bedeutende Vergleichsbasis, da sie eine geschlossene architektonische Darstellung des Mythos in der Frühklassik bieten, die sich teils von etablierten Schemata abhebt.
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- Katharina Krings (Author), 2000, Die Darstellungsweisen des Herakles in der Antike - Exemplarische Auswahl aus verschiedenen Gattungen und Epochen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47539