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Praktikumsbericht zum Integrierten Schulpraktikum, Thema und Beobachtung: Die Lehrerrolle

Title: Praktikumsbericht zum Integrierten Schulpraktikum, Thema und Beobachtung: Die Lehrerrolle

Internship Report , 2004 , 23 Pages , Grade: ohne

Autor:in: Simon Hollendung (Author)

Pedagogy - The Teacher, Educational Leadership
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Beim Schulpraktikum prasselten viele neue Dinge auf mich ein. Neben der viel zu wenigen Zeit für die Unterrichtsvorbereitung (vgl. HH-Lehrerarbeitszeitmodell), dem Kennenlernen von einem Dutzend Kollegen und über hundert Schülern (ich war hauptsächlich in den vier Geschichtskursen von Frau Ute Heinrichs), dazu hospitieren bei ganz unterschiedlichen Kollegen in vier verschiedenen Fächern (Philosophie, GMK/Politik, Deutsch, Geographie) kommen für den voll im Schuldienst stehenden noch die Koordination zwischen den Lehrern, inkluse übler Nachrede etc., das kräftezerrende Sitzungsprogramm, die nervenaufreibende Elternarbeit (vor denen sich die meisten Lehrer am meisten fürchten. ) und vieles mehr, dazu.
Alle diese Betätigungs- oder auch Problemfelder gehören zum Schulalltag und laufen zusammen bei einer Person, der des Lehrers.
Der Lehrer soll alle skizzierten und noch viele andere Aufgaben erledigen, dabei in allen Bereichen ein hohes Maß (auch an persönlicher) Kompetenz ausstrahlen und dazu den Blick und die Zeit für die besondere Situation (Schüler/Klassen/Familien in Problemsituationen, Einschalten von professioneller/medizinischer Hilfe, Klassenfahrten etc.) nicht verlieren.
Anstatt die vielen Einzelphänomene, die ich beobachtet habe, gesondert und mit versuchter Objektivität zu untersuchen, werde ich mich im Folgenden, auch zum Einüben dieser Rolle, mit der Person des Lehrers auseinandersetzen. Im Mittelpunkt soll die erste von mir gehaltene Unterrichtsstunde stehen, in deren Transskription man anhand vieler Fehler die Schwierigkeiten vom Multitasking aufzeigen kann. Gerade für einen Anfänger lässt sich mit Hilfe eines guten Transskriptes die Probleme vom gleichzeitigen Reden, Mitdenken, die Klasse im Auge behalten, alle gerecht drannnehmen, jede Äußerung ernstnehmen und auf wichtige Abweichungen eingehen, sowie dabei den gewünschten Verlauf, die Zielvorgabe und die Zeit im Auge zu behalten, gut aufzeigen.
Ausgehend von der These, dass Lernverhalten auch immer zu großen Teilen Imitation derer ist, die es können oder die bewußte Nicht-Imitation derer, von deren Fehlern man gelernt hat spielt hospitieren und hospitiert werden für mich eine große Rolle bei der Einübung der Lehrerrolle.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Perspektiven der Lehrerrolle:

2.1 Der Umgang mit Stress

2.2 Zusammenarbeit / Teamteaching

2.3 Eigene Stärken und Schwächen

3.0 Mittelpunkt der Beobachtung: Mein 1. Unterricht

3.1 Transskript der U-Stunde

3.2 Warum gerade dieser Unterricht ?

3.3 Multitasking

3.4 Superversion zur U-Einschätzung

4.0 Hospitationen bei anderen Lehrern

5.0 Abschließende Diskussion

6.0 Anhang:

6.1 Geplanter Stundenverlauf als Vergleich

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit reflektiert die Erfahrungen aus einem Schulpraktikum an der Gesamtschule Bergedorf im September 2004, wobei der Fokus auf dem Übergang von der Rolle des Schülers zur Rolle des Lehrers liegt. Das primäre Ziel ist die Analyse der eigenen professionellen Entwicklung durch die kritische Reflexion des ersten eigenverantwortlichen Unterrichts sowie durch die gezielte Beobachtung erfahrener Kollegen, um den komplexen Anforderungen des Lehreralltags und dem Phänomen des Imitationslernens auf den Grund zu gehen.

  • Reflexion der ersten eigenverantwortlichen Unterrichtseinheit.
  • Analyse der Lehrerrolle und des Umgangs mit beruflichem Stress.
  • Untersuchung von Teamteaching-Situationen und kollegialer Beratung.
  • Vergleich unterschiedlicher Lehrstile durch strukturierte Hospitation.
  • Einordnung des Lehrerhandelns im Kontext von Imitationslernen.

Auszug aus dem Buch

3.3 Unterrichtshospitation als Beratung

Das genaue Protokoll, stellenweise ja sogar stichwortartiges Transskripts, meiner ersten Unterrichtsstunde stammt von unserer Praktkumsanleiterin Frau Ute Heinrichs. Ich bin ihr sehr dankbar für diese Aufzeichnungen, weil sie auch Grundlage einer sehr gründlichen Hospitation meines Unterrichtes waren.

Unterrichtshospitation kann auch für erfahrene Lehrer ein Teil einer Supervision sein und sollte von Menschen durchgeführt werden, zu denen man Vertrauen hat und denen man eine angemessene Kompentenz und Unvoreingenommenheit zutraut. Deswegen sollten Menschen, mit denen man gut befreundet ist oder denen man eine starke Antiphatie gegenüber spürt, nicht im Unterricht hospitieren. An deutschen Schulen gilt das Prinzip der Freiwilligkeit bei gegenseitiger Unterrichtshospitation. Jeder Lehrer kann sich also überlegen, ob und von wem sein Unterricht begutachtet wird.

Auch wenn eine erfahrene Lehrkraft bei einem Praktikanten im Unterricht hospitiert, ist die Kompetenzzusprechung nicht automatisch geklärt. Von Lehrern, dessern Unterricht man nicht gut findet oder bei denen man ständig empfindend, man würde selber vieles anders machen, kann man schlechter Kritik annehmen. Ebenso ist die verlässliche Vertrauensbasis zwischen Praktikanten und erfahrener Lehrkraft nicht immer gegeben. Man sollte sich also sehr genau überlegen, wenn man denn die Wahl hat, wer im eigenen Unterricht hospitiert.

In Situationen in denen man sich den Hospitierenden nicht aussuchen kann, zum Beispiel im Referendariat, kann anhand der drei Ebenen Kompentenz, Vertrauen und Symphatie überprüft werden, wo eventuelle Schwierigkeiten liegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Der Autor beschreibt die vielfältigen Herausforderungen des Schulpraktikums und legt dar, dass die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Lehrer durch die Reflexion des ersten Unterrichts und das Beobachten von Kollegen im Fokus steht.

2.0 Perspektiven der Lehrerrolle: In diesem Kapitel werden der erfolgreiche Rollenwechsel, der persönliche Umgang mit Belastungen, die Dynamik des Teamteachings sowie die Einschätzung eigener Stärken und Schwächen thematisiert.

3.0 Mittelpunkt der Beobachtung: Mein 1. Unterricht: Hier wird die erste gehaltene Unterrichtsstunde durch ein Transkript dokumentiert und detailliert analysiert, um Anfängerfehler und die Komplexität des Multitaskings im Klassenzimmer aufzuzeigen.

4.0 Hospitationen bei anderen Lehrern: Anhand konkreter Beispiele aus dem Philosophieunterricht vergleicht der Autor unterschiedliche Lehrtypen und analysiert, wie Beobachtungen bei Kollegen zur eigenen Professionalisierung beitragen.

5.0 Abschließende Diskussion: Der Autor resümiert kurz die Rahmenbedingungen des Nachbereitungsseminars und die Behandlung des Themas Lehrerrolle.

6.0 Anhang: Dieser Teil enthält ergänzende Materialien, insbesondere einen detaillierten tabellarischen Ablaufplan der behandelten Unterrichtseinheit.

Schlüsselwörter

Lehrerrolle, Schulpraktikum, Unterrichtsreflexion, Hospitation, Multitasking, Teamteaching, Imitationslernen, Lehreralltag, Unterrichtsvorbereitung, Pädagogik, Supervision, Praxisbericht, Referendariat, Schulalltag, Philosophieunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert und reflektiert die Erfahrungen eines Praktikanten an einer Gesamtschule und untersucht dabei primär, wie sich die Identität als Lehrer bildet und welche Anforderungen der Schulalltag stellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die professionelle Entwicklung vom Schüler zum Lehrer, die Analyse von Unterrichtssituationen, die Bedeutung von Hospitationen und der Umgang mit Stress im Lehrerberuf.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Selbstreflexion der eigenen Rolle und Lehrtätigkeit durch das Studium der eigenen Unterrichtspraxis sowie das vergleichende Lernen von erfahrenen Lehrkräften.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der teilnehmenden Beobachtung und der dokumentierten Selbstreflexion durch Transkriptionen des eigenen Unterrichts sowie die Analyse von Hospitationsprotokollen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Auswertung der ersten eigenverantwortlichen Unterrichtsstunde und den Vergleich zweier unterschiedlicher Unterrichtsmodelle im Fach Philosophie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Lehrerrolle, Unterrichtsreflexion, Hospitation, Multitasking und Imitationslernen charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Teamteachings?

Der Autor empfindet Teamteaching als hilfreich für die Vorbereitung, sieht jedoch im allein verantwortlichen Unterrichten Vorteile für die Entwicklung eines eigenen Stils und die spontane Reaktion auf Unterrichtssituationen.

Warum ist das "Imitationslernen" laut Autor zentral?

Der Autor vertritt die These, dass das Erlernen der Lehrerrolle maßgeblich durch das bewusste Imitieren guter Praktiken oder durch das Lernen aus den Fehlern beobachteter Kollegen geprägt ist.

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Details

Title
Praktikumsbericht zum Integrierten Schulpraktikum, Thema und Beobachtung: Die Lehrerrolle
College
University of Hamburg  (Erziehungswissenschaft)
Course
Geschichtsdidaktik I in Kombination mit ISP-Vorbereitungsseminar
Grade
ohne
Author
Simon Hollendung (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V47610
ISBN (eBook)
9783638445146
Language
German
Tags
Praktikumsbericht Integrierten Schulpraktikum Thema Beobachtung Lehrerrolle Geschichtsdidaktik Kombination ISP-Vorbereitungsseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Hollendung (Author), 2004, Praktikumsbericht zum Integrierten Schulpraktikum, Thema und Beobachtung: Die Lehrerrolle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47610
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