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Vorschläge zur institutionellen Reform der geldpolitischen Entscheidungsfindung in der EWU

Título: Vorschläge zur institutionellen Reform der geldpolitischen Entscheidungsfindung in der EWU

Trabajo , 2004 , 21 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Karolin Meißner, geb. Große (Autor)

Economía - Teoría y política monetaria
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Seit dem 1. Januar 1999 ist die Europäische Zentralbank (EZB) für die Geldpolitk des Euro-Währungsgebiets verantwortlich. Für diese Aufgabe der Vorbereitung und Umsetzung der Geldpolitik besitzt die EZB zwei Beschlussorgane, den EZB-Rat und das EZB-Direktorium. Das EZB-Direktorium besteht aus dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten der EZB sowie vier weiteren Mitgliedern, die alle einvernehmlich von den Staats- und Regierungsschefs der Länder des Euroraums ernannt werden. Demgegenüber setzt sich der EZB-Rat aus dem EZB-Dirketorium und den Präsidenten der nationalen Zentralbanken (NZB-Präsidenten) des Euro-Währungsgebietes zusammen). Während das EZB-Direktorium aus konstant sechs Mitgliedern besteht, wird die Zahl der EZB-Rats-Mitglieder von derzeit 18 auf bis zu 33 Mitglieder ansteigen. Ursache dieses voraussichtlich ab 2006 beginnenden Mitgliederanstiegs ist die geplante Euroraum-Erweiterung um Zypern, Malta und zehn mittel- und osteuropäische Staaten (MOELs), sowie um die bereits seit längerem der Europäischen Union angehörenden Staaten Schweden, Dänemark und Großbritannien. Da sich die Anzahl an NZB-Präsidenten mehr als verdoppelt, wird die Entscheidungsfindung im EZB-Rat erheblich behindert, was seine institutionelle Reform zwingend notwendig macht. Doch welcher Reformvorschlag ist für den EZB-Rat geeignet, damit die EZB auch künftig die ihr übertragenen Aufgaben optimal erfüllen kann? Ziel dieser Arbeit ist es, auf diese Frage eine Antwort zu geben. Zu diesem Zweck werden in einem ersten Schritt die durch die Erweiterung zu erwartenden Probleme im EZB-Rat und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Reform aufgezeigt. In einem zweiten Schritt werden die vier in Frage kommenden grundsätzlichen Konstruktionsvorschläge vorgestellt und kritisch beurteilt. Anschließend wird der vom Europäschien Rat beschlossene Vorschlag in seinen Vor- und Nachteilen diskutiert. Im letzten Schritt werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Reformgrunde und Reformgrundlagen

2.1 Probleme der Entscheidungsfindung

2.1.1 Effizienzverlust - “large number problem“

2.1.2 Einflussverlust des Direktoriums

2.1.3 Diskrepanz des politischen und okonomischen Gewichts

2.2 Rechtliche Grundlagen

3 Reformvarianten

3.1 Zentralisierung

3.2 Stimmgewichtung

3.3 Reprasentation

3.4 Rotation

4 Rotationsmodell der EZB

4.1 Die funf Grundsatze

4.2 Das Abstimmungssystem

4.3 Bewertung

5 Schlußbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die institutionellen Reformnotwendigkeiten der geldpolitischen Entscheidungsfindung in der Europäischen Zentralbank (EZB) angesichts der geplanten Erweiterung des Euroraums. Ziel ist es, die Auswirkungen des erwarteten Mitgliederanstiegs im EZB-Rat zu analysieren und zu beurteilen, welcher Reformvorschlag am besten geeignet ist, die Handlungsfähigkeit und Effizienz der EZB unter den neuen Rahmenbedingungen zu gewährleisten.

  • Analyse der Probleme der Entscheidungsfindung im Kontext der Euroraum-Erweiterung
  • Diskussion rechtlicher Rahmenbedingungen für institutionelle Reformen
  • Vergleichende Untersuchung von Reformvarianten wie Zentralisierung, Stimmgewichtung und Repräsentation
  • Eingehende Betrachtung und Bewertung des implementierten Rotationsmodells der EZB

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Effizienzverlust - “large number problem“

Erstens leidet bei einem 33-köpfigen Gremium die Effizienz der Entscheidungsfindung, da Diskussionen und Abstimmungsverfahren zur Koordination aller Ansichten über gegenwärtige und zukünftige Entwicklungen sehr zeitinsiv und kompliziert sind. Beispielsweise würde bereits bei einer 10-minütigen Redezeit pro Mitglied die Sitzungszeit 5,5 Stunden betragen, was bei der EZB-Praxis, Sitzungen mit Statements je Präsident zu beginnen, kein unerheblicher Zeitfaktor ist. Diese Effekte werden zum einen die Kosten der Entscheidungsfindung stark ansteigen lassen und zum anderen wird ein zeitnahes Reagieren auf makroökonomische Schocks schwierig werden (vgl. BERGER 2002, S.9f.). Zusätzlich wird die bisher auf Konsens basierende Geldpolitik im EZB-Rat kaum fortführbar sein, da durch die neue Größe das europäische Gesamtziel in viel größerem Maße von nationalen Einzelinteressen abweichen kann (vgl. BELKE/KRUWINNUS 2004, S.216). Zwar sollte im EZB-Rat losgelöst von regionalen Faktoren abgestimmt werden, doch konnte in verschiedenen Studien nachgewiesen werden, dass regionale Aspekte einen Einfluss auf das Abstimmverhalten der NZB-Präsidenten besitzen (vgl. BERGER 2002, S.13f., MEADE 2002, S.2f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Struktur der EZB-Beschlussorgane und stellt die Problematik des durch die Euroraum-Erweiterung steigenden Mitgliederanstiegs im EZB-Rat sowie das Ziel der Arbeit vor.

2 Reformgrunde und Reformgrundlagen: Dieses Kapitel analysiert die durch den Mitgliederzuwachs entstehenden Probleme für die Entscheidungsfindung sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die Ermächtigungsklausel.

3 Reformvarianten: Es werden vier grundlegende Konzepte zur Reform des EZB-Rates – Zentralisierung, Stimmgewichtung, Repräsentation und Rotation – vorgestellt und kritisch beurteilt.

4 Rotationsmodell der EZB: Dieses Kapitel legt die fünf zugrunde liegenden Prinzipien des gewählten Rotationsmodells dar und erläutert detailliert das Abstimmungssystem sowie dessen Bewertung.

5 Schlußbemerkungen: Die Schlussbemerkungen fassen die Ergebnisse zusammen und kommen zu dem Urteil, dass das Rotationsmodell unter den gegebenen politischen und rechtlichen Umständen die beste Option darstellt.

Schlüsselwörter

EZB, EZB-Rat, Geldpolitik, Euroraum-Erweiterung, institutionelle Reform, Entscheidungsfindung, large number problem, Zentralisierung, Stimmgewichtung, Repräsentation, Rotationsmodell, Stimmrechte, NZB-Präsidenten, EZB-Direktorium, Effizienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die notwendigen institutionellen Anpassungen des EZB-Rates, um die geldpolitische Entscheidungsfähigkeit angesichts der Erweiterung des Euroraums auf bis zu 33 Mitglieder zu erhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Effizienz der Entscheidungsfindung, der Einfluss des Direktoriums, die Diskrepanz zwischen politischem und ökonomischem Gewicht der Mitgliedstaaten sowie die rechtlichen Grenzen für Reformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist die Identifikation und Bewertung eines geeigneten Reformvorschlags für den EZB-Rat, der die geldpolitischen Aufgaben auch künftig optimal erfüllen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und einen kritischen Vergleich verschiedener Konstruktionsvorschläge basierend auf existierender Fachliteratur und offiziellen EZB-Dokumenten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Reformgründe, diskutiert theoretische Ansätze wie Zentralisierung oder Rotation und bewertet das tatsächlich implementierte Rotationsmodell der EZB anhand seiner Grundprinzipien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe EZB, Euroraum-Erweiterung, institutionelle Reform, Entscheidungsfindung und Rotationsmodell charakterisieren.

Warum ist das "large number problem" so entscheidend für die Reform?

Es beschreibt den befürchteten Effizienzverlust durch lange Diskussionszeiten und erschwerte Konsensfindung bei einem Gremium von 33 Mitgliedern, was ein schnelles Reagieren auf wirtschaftliche Schocks behindern würde.

Welche Rolle spielt die Ermächtigungsklausel?

Sie ermöglicht dem Europäischen Rat die Änderung der Abstimmungsmodalitäten des Artikels 10.2 ohne erneute Einberufung einer Regierungskonferenz, was den rechtlichen Handlungsrahmen für die Reform vorgibt.

Warum schneidet das Rotationsmodell am besten ab?

Obwohl es Akzeptanzprobleme birgt, senkt es im Vergleich zu den anderen Ansätzen die Entscheidungsfindungskosten und wahrt gleichzeitig den Kompromiss zwischen nationaler Partizipation und Effizienz.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Vorschläge zur institutionellen Reform der geldpolitischen Entscheidungsfindung in der EWU
Universidad
University of Tubingen  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften)
Curso
Hauptseminar "Sechs Jahre Europäisches System der Zentralbanken'
Calificación
1,3
Autor
Karolin Meißner, geb. Große (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
21
No. de catálogo
V47639
ISBN (Ebook)
9783638445399
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vorschläge Reform Entscheidungsfindung Hauptseminar Sechs Jahre Europäisches System Zentralbanken“
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Karolin Meißner, geb. Große (Autor), 2004, Vorschläge zur institutionellen Reform der geldpolitischen Entscheidungsfindung in der EWU, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47639
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