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Journalismusforschung

Title: Journalismusforschung

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 23 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Ulrike Kassem (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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"Der geschickte Journalist hat eine Waffe: das Totschweigen – und von dieser Waffe macht er oft genug Gebrauch.“ So stand es bereits 1921 in einem Essay der "Weltbühne". Dem Autoren, Kurt Tucholsky, ging es um die Frage nach Wahrhaftigkeit in den Medien, darum, ob Journalisten die Welt darstellen wie sie ist oder ob sie die Realität verändern – nach Belieben oder sogar ohne es zu wissen. Fragen, die sich Wissenschaftler tatsächlich schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts stellen. Zahlreiche normative und auch empirische Studien beschäftigen sich seitdem mit der Rolle des Journalisten im journalistischen System und der Wahrhaftigkeit von Medien. Tucholsky kam übrigens zu folgendem Schluss: "Was da steht, das ist nicht die Welt. (...) Man sollte sich lieber an das Original halten."
Die vorliegende Hausarbeit wird die Entwicklung der Journalismusforschung aufzeigen. Ausgangspunkt dabei sind drei Grundebenen, die sich mehr oder weniger parallel zueinander entwickelt haben: Die Mesoebene, die eine eher untergeordnete Rolle spielt, die Mikroebene, zu der alle Handlungs- und Akteurstheorien zählen und die ihren Blick in erster Linie auf die Journalisten richtet sowie die Makroebene, die Ebene der Institutionen, die der Mikroebene die Systemtheorie entgegensetzt, welche sich zum zweifellos wichtigsten Ansatz in der Journalismusforschung entwickelt hat.
Wichtige Forschungskonzepte und -strömungen werden in dieser Arbeit, im Rahmen des Möglichen, genauer beschrieben. Zu ihnen gehören: die „Gatekeeper“-Forschung, das Konzept der Professionalisierung, die Autopoiesis, das Zwiebelmodell, die Distinktionstheorie sowie die News-Bias-Forschung. Aus Platzgründen ist es jedoch weder möglich, alle nennenswerten Theorien und Ansätze in der Journalismusforschung zu erwähnen oder gar zu beschreiben, noch die beiden großen, äußerst komplexen Forschungsströmungen, System- und Akteurstheorie, bis ins Detail zu beleuchten. Unberücksichtigt müssen in dieser Arbeit auch Forschungen bleiben, die sich mit besonderen Problemfeldern beschäftigen, Journalismus im Zusammenhang mit Ethik oder Qualität zum Beispiel.
Wichtig ist, zu erwähnen, dass alle angeführten Konzepte und Richtungen der Journalistenforschung mehr oder weniger parallel zueinander existieren, wobei es durchaus Bemühungen gibt, einzelne untereinander zu koppeln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Überblick

2 Theorie

Theorien des Journalismus

2.1 Definition des Begriffs „Journalismus“

2.2 Die Anfänge der Forschung

2.3 Forschung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

2.4 Forschung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

3 Empirie

Das Rollenverständnis der Journalisten

3.1 Vorwort

3.2 Entwicklungen

3.3 Die Studie „Journalismus in Deutschland“

3.4 Einstellung deutscher Journalisten

3.5 Einstellung deutscher Journalisten im internationalen Vergleich

4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die Entwicklung der Journalismusforschung, beleuchtet zentrale theoretische Strömungen und vergleicht das Rollenverständnis deutscher Journalisten mit internationalen Ergebnissen, um das Zusammenspiel von Selbstbild und professionellem Handeln zu analysieren.

  • Historische und theoretische Grundlagen der Journalismusforschung.
  • Gegenüberstellung von Akteurstheorie und Systemtheorie.
  • Analyse des Rollenverständnisses durch empirische Studien.
  • Internationaler Vergleich journalistischer Einstellungen und Arbeitsweisen.
  • Herausforderungen der Journalismusforschung durch die Online-Kommunikation.

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition des Begriffs „Journalismus“

Journalismus ist, was Journalisten machen. So kurz könnte man die Definition des Begriffs auf den Punkt bringen, zumal diese Vorstellung durchaus mit Definitionsversuchen korrespondiert, die in unterschiedlichsten Lexika angeboten werden. Tatsächlich handelt es sich hierbei um den wohl kleinsten Nenner, auf den sich der Begriff Journalismus reduzieren lässt. Aus Sicht der Wissenschaft ist diese Definition daher auch mehr als unvollkommen. Hier gab es schon früh ganz andere Ansätze. Der Literaturhistoriker Robert Eduard Prutz, der vor etwa 150 Jahren die „Geschichte des deutschen Journalismus“ veröffentlichte, beschrieb Journalismus als „das Selbstgespräch, das die Zeit mit sich selbst führt.“ Eine Definition, die Journalismus als sozialen Prozess und Journalisten lediglich als dessen Moderatoren begreift und die Martin Löffelholz zu den Vorläufern eines modernen Verständnisses von Journalismus zählt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Überblick: Einführung in die Thematik der Journalismusforschung sowie Erläuterung der methodischen Grundebenen (Meso-, Mikro- und Makroebene) für die weitere Untersuchung.

2 Theorie: Darstellung der historischen Entwicklung und zentraler Theorien, wie dem Gatekeeper-Modell, der Professionalisierung, der Systemtheorie und der Autopoiesis.

3 Empirie: Analyse des journalistischen Selbstverständnisses unter Verwendung der Studie „Journalismus in Deutschland“ und Vergleich mit internationalen Ergebnissen.

4 Ausblick: Kritische Reflexion der aktuellen Forschungslage unter Berücksichtigung neuer Herausforderungen wie der Online-Kommunikation und künftiger theoretischer Ansätze.

Schlüsselwörter

Journalismusforschung, Medientheorie, Rollenverständnis, Systemtheorie, Akteurstheorie, Gatekeeper-Forschung, Journalisten, Medienberichterstattung, Empirie, Journalismus, Online-Kommunikation, Professionalisierung, Nachrichtenwert, Medien, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Journalismusforschung und der Analyse des Rollenverständnisses von Journalisten, sowohl theoretisch als auch empirisch.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die verschiedenen Definitionen von Journalismus, historische Strömungen, theoretische Erklärungsmodelle sowie die empirische Erhebung von Journalisten-Rollen im nationalen und internationalen Vergleich.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Journalismusforschung aufzuzeigen und den Bezug zwischen dem Selbstverständnis von Journalisten und deren faktischem Handeln herzustellen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung und Literaturanalyse, die zudem auf die Ergebnisse bedeutender empirischer Repräsentativbefragungen zurückgreift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zu verschiedenen Journalismus-Modellen und einen empirischen Block, der das Selbstbild deutscher Journalisten untersucht.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Journalismusforschung, Systemtheorie, Rollenverständnis, Gatekeeper-Ansatz und der internationale Vergleich journalistischer Professionen.

Warum ist das Zwiebelmodell von Siegfried Weischenberg relevant?

Das Zwiebelmodell dient dazu, die Diskrepanz zwischen Akteurs- und Systemtheorie zu überbrücken, indem es zahlreiche Faktoren in einem Mediensystem integriert darstellt.

Welche Besonderheit weisen deutsche Journalisten im internationalen Vergleich auf?

Deutsche Journalisten betonen im Vergleich zu ihren angelsächsischen Kollegen weniger die investigativen Aspekte, legen jedoch einen höheren Stellenwert auf die Analyse und das Erklären komplexer Sachverhalte.

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Details

Title
Journalismusforschung
College
Free University of Berlin
Grade
2,7
Author
Ulrike Kassem (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V47685
ISBN (eBook)
9783638445719
Language
German
Tags
Journalismusforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulrike Kassem (Author), 2003, Journalismusforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47685
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