Ziel dieser Arbeit ist eine grundsätzliche Darstellung des Exchange Traded Funds sowie eine Überprüfung hinsichtlich der drei Ziele des magischen Dreiecks der Vermögensanlage.
Nach den Grundlagen der Exchange Traded Funds schließen sich die beiden Replikationsmöglichkeiten an. Danach folgt eine Analyse bezüglich der Kosten, des Tracking-Errors und der Risiken.
Anschließend werden ETFs auf die Kriterien des magischen Dreiecks der Vermögensanlage überprüft. Das fünfte Kapitel zieht ein Resümee über die erarbeiteten Fakten und gibt einen Ausblick auf neue Entwicklungen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Historie und Grundlagen von Exchange Traded Funds
2.1 Historie von Exchange Traded Funds
2.2 Definition und Grundlagen
2.3 Creation/Redemption-Prozess
3 Arten der Replikation
3.1 Physische Replikation
3.2 Synthetische Replikation
4 Analyse von Exchange Traded Funds
4.1 Kosten
4.2 Tracking-Error
4.3 Risiken
4.4 ETFs im Hinblick auf das magische Dreieck der Vermögensanlage
5 Resümee
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist eine grundsätzliche Darstellung der Exchange Traded Funds (ETFs) sowie eine kritische Überprüfung ihrer Eignung unter Berücksichtigung des magischen Dreiecks der Vermögensanlage (Rentabilität, Liquidität, Sicherheit).
- Grundlagen und Entstehungsgeschichte von ETFs
- Funktionsweise des Creation/Redemption-Prozesses
- Vergleich zwischen physischer und synthetischer Replikationsmethode
- Kostenstrukturen und Tracking-Error-Analyse
- Risikobewertung im Kontext der Kapitalanlage
Auszug aus dem Buch
3.1 Physische Replikation
Bei der physischen Replikation, auch direkte oder vollständige Replikation genannt, werden die die einzelnen Indextitel entsprechend Ihrer Gewichtung im zugrunde liegenden Index als Aktien gekauft und dauerhaft gehalten. Beispielsweise besteht ein ETF auf den Dax somit zu ca. 9,4 % aus Siemens Aktien, da diese aufgrund ihrer Marktkapitalisierung mit ca. 9,4 % im Dax gewichtet sind. Die Marktkapitalisierung einer Aktie errechnet sich aus der Anzahl aller Aktien multipliziert mit dem aktuellen Kurswert. Die vollständige Replikation lässt sich bei kleineren Indices gut durchführen, stößt allerdings bei größeren Indices wie dem MSCI World mit knapp 1.600 Titeln an ihre Grenzen. Grund hierfür ist die teilweise eingeschränkte Handelbarkeit bzw. Liquidität der einzelnen Wertpapiere in einem solch großen Index. Abhilfe schafft hierbei die Sampling-Methode, mit der nur die wichtigsten und liquidesten Titel gekauft werden, die den größten Einfluss auf die Wertentwicklung des Indexes haben. Allerdings erreicht der ETF damit keine vollständige Abbildung sondern nur eine Annäherung an den zugrunde liegenden Basiswert.
Nachteil der physischen Replikation ist jedoch die ständige Veränderung der Gewichtung der einzelnen Aktien innerhalb des Index. Durch die kontinuierliche Zu- und Abnahme der Kurse kann sich der Einfluss bestimmter Wertpapiere erhöhen oder verringern und sorgt damit für eine Abweichung der ETF-Performance vom Index. Deshalb werden ETFs meist quartalsweise auf die Gewichtung der Titel überprüft und „Rebalanced“. Dabei entstehen jedoch bei jeder Neugewichtung Transaktionskosten, welche die Rendite des ETFs schmälern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des aktiven versus passiven Portfoliomanagements ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, ETFs hinsichtlich des magischen Dreiecks der Vermögensanlage zu analysieren.
2 Historie und Grundlagen von Exchange Traded Funds: Dieses Kapitel behandelt die geschichtliche Entwicklung von ETFs, liefert eine Definition des Begriffs und erläutert detailliert den Creation/Redemption-Prozess als Abgrenzungsmerkmal zu aktiv verwalteten Fonds.
3 Arten der Replikation: Hier werden die beiden methodischen Ansätze der Indexnachbildung, die physische und die synthetische Replikation, gegenübergestellt und deren Funktionsweisen sowie Vor- und Nachteile erläutert.
4 Analyse von Exchange Traded Funds: In diesem zentralen Analyseteil werden Kostenstrukturen, der Tracking-Error und Risikofaktoren beleuchtet, bevor die Eignung von ETFs anhand des magischen Dreiecks der Vermögensanlage (Rentabilität, Sicherheit, Liquidität) bewertet wird.
5 Resümee: Das Resümee bewertet die Vorteile von ETFs, insbesondere im Hinblick auf Kosten und Diversifikation, und gibt einen Ausblick auf moderne Entwicklungen wie Smart-Beta-ETFs.
Schlüsselwörter
Exchange Traded Funds, ETFs, Passives Portfoliomanagement, Indexnachbildung, Physische Replikation, Synthetische Replikation, Creation/Redemption-Prozess, Total Expense Ratio, Tracking-Error, Magisches Dreieck der Vermögensanlage, Rentabilität, Liquidität, Sicherheit, Diversifikation, Smart-Beta.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Darstellung von Exchange Traded Funds (ETFs) und prüft deren Leistungsfähigkeit als Investmentinstrument im Vergleich zu klassischen Anlagemöglichkeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Historie, die Funktionsweise der Replikationsmethoden, die Kostenstrukturanalyse sowie eine Bewertung hinsichtlich der klassischen Anlageziele.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, ETFs zu definieren und zu analysieren, ob sie die Kriterien des magischen Dreiecks der Vermögensanlage (Rentabilität, Liquidität, Sicherheit) erfüllen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Finanzmarktdaten, um die theoretischen Konzepte mit praktischen Beobachtungen zu verknüpfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der technischen Funktionsweise (Replikation, Creation/Redemption) und die anschließende kritische Analyse von Kosten und Risiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie ETFs, Replikation, Diversifikation, Kosten (TER), Tracking-Error und das magische Dreieck der Vermögensanlage stehen im Zentrum der Untersuchung.
Warum wird im Rahmen der Analyse der Creation/Redemption-Prozess so detailliert betrachtet?
Dieser Prozess ist entscheidend, da er den wesentlichen Unterschied zwischen ETFs und aktiv gemanagten Fonds erklärt und zudem maßgeblich zur Minimierung von Transaktionskosten beiträgt.
Wie unterscheidet sich die physische von der synthetischen Replikation?
Während die physische Replikation die echten Indextitel kauft, nutzt die synthetische Replikation Derivate (Total-Return-Swaps), um die Indexrendite zu liefern, was unterschiedliche Risikoprofile zur Folge hat.
- Arbeit zitieren
- Dominik Radwan (Autor:in), 2018, Was sind Exchange Traded Funds? Eine Darstellung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/477587